Ein Glück

19.02.2008 Drucken
 

dass wir unsere Hochglanzmagazine haben. Heute mit kompetenter Expertenaussage zum Patienten

Ottfried Fischer.

Kommentiert wird dabei nicht das abgedruckte Lebendgewicht von 150, 160, 186 Kilogramm, sondern

der Parkinson

in der Sprache dieser Fachblätter: die tückische Nervenkrankheit Parkinson. Hatte ich bisher auch nicht gewusst, dass biochemische Abläufe im menschlichen Körper "tückisch" sein können. Entscheidend aber die unübertreffliche medizin-wissenschaftliche Einsicht dieses Journalisten:

Nun sind es nicht Knödel und Leberkäs,
die ihn niederringen, sondern es ist die
Schüttellähmung, die jeden treffen kann.

Die jeden treffen kann. Kann man nix machen. Kann niemand was dafür. Kommt halt so über einen. Das ist deutsch-mediales Krankheitsverständnis. Nenne ich Volksverdummung.

Fragen wir doch einmal nicht einen selbsternannten, sondern einen wirklichen Experten. Fragen wir Coleman, selbst an Parkinson erkrankt, selbst von Parkinson geheilt (siehe News vom 11.1.2008). Der präzise beschreibt, wie man Parkinson wieder los wird. Bewiesen an sich selbst und an den inzwischen vier weiteren Patienten. Die Methode ist Ihnen bekannt. Brauche ich nicht noch einmal zu wiederholen. Stichwort: Bewegung, Ernährung, Denken.

Nur, dass dieses Wochenmagazin (wissen Sie, welches?) gerade bestreitet, dass es "Knödel und Leberkäs" seien, das ist infam. Knödel bedeutet für den Biochemiker das Dümmste was man essen kann: leere Kohlenhydrate. Also leergekocht und erhitzt. Leergekocht heißt: die Mineralien sind im Kochwasser, erhitzt bedeutet: sämtliche Vitamine sind tot. Und Leberkäs heißt übersetzt tierische Fette. Das schlimmste was Sie Ihren Blutgefäßen, Ihrem Gehirn antun können.

Und dann der besonders grausliche Satz "im besten Fall, eingestellt auf die richtigen Medikamente, wird Fischer noch einige Jahre drehen können". Also ein langsames Todesurteil.

Glatt falsch. So stürzt man Menschen in tiefste Verzweiflung. Nimmt ihnen jede Hoffnung. Drohmedizin pur.

Schämt Euch.

 
 
 

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