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Eiweisswerte

16.09.11

Henning R. (44 Beiträge seit 21.06.11)

Hallo,

ich habe nun 5 mal Blutplasma gespendet. Da wurde mir regelmäßig mein Eiweisswert genannt. Zunächst fing es mit 6,9 an und nun bin ich auf 7,7. Bisher dachte ich, dass dies der Gesamteiweisswert im Sinne von der Frohmedizin ist und damit schon ganz gut. Die Dame am Tresen, die mir die Daten vorgelesen habe, sagte nun, dies wäre der Eiweiss-Einzelwert und der Gesamtwert wäre bei (kann mich nicht mehr 100%ig erinnern) sechshundertund...

Könnt ihr mir helfen?
Auf einem etwas älteren Ausdruck, den ich erhielt, war aber ges. Protein mit 7,2 angegeben.

Jetzt bin ich etwas verwirrt.

19.09.11

Michael P. (6 Beiträge seit 10.06.11)

Während einer Blutplasmaspende wird nur der Gesamteiweißwert ermittelt, die Werte einzelner Aminosäuren sind irrelevant. Bei den `sechshundertund...´ könnte es sich um den Wert für Immunglobulin G (IGG) handeln, dessen Minimalgrenze sechshundert beträgt und für eine Zulassung zur Spende nicht unterschritten werden darf.

20.09.11

Henning R. (44 Beiträge seit 21.06.11)

Danke.
Scheinbar kennst Du dich gut aus.
Auf einem älteren Ausdruck finde ich einen ImmunglobuliRwert (wirklich mit r), denke, dass es ein Fehler ist.
Dieser Wert war Anfang Juli mit 962 noch viel höher.
Wie kann ich diesen wieder erhöhen. Wie hoch sollte er sein. Inwiefern hängt es mit dem Ges. Eiweisswert zusammen?
Entzieht das Plasmaspenden dieses Immuglobulin? Sollte ich damit aufhören? Hatte mich gefreut, kostenslos in regelmäßigen Abständen meinen Gesamteiweisswert zu bekommen, der kontinuierlich steigt. Wäre sehr dankbar für Antworten.

21.09.11

Michael P. (6 Beiträge seit 10.06.11)

Wenn Sie unter Google `Plasmaspende Koblenz + 500. Spende´ eingeben, dann führt Sie der erste Link zu einer Seite, aus der ersichtlich wird, dass ich tatsächlich schon einige Blutplasmaspenden hinter mir habe und deshalb auch so manche Erfahrung gemacht habe. Zu dem Zeitpunkt, als das Foto gemacht wurde, war ich 50 Jahre alt (ich erwähne das nur, weil `Forever Young´ in diesem Forum eine große Rolle zu spielen scheint).
Die Frage, ob Sie mit dem Plasmaspenden aufhören sollten, können letztendlich nur Sie selbst beantworten. Möglicherweise helfen Ihnen meine Überlegungen bei Ihrer Entscheidung.
In einer Antwort auf einen anderen Thread hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass Blutplasma zu spenden völlig ungeeignet ist für all jene, die am Erreichen der von Herrn Dr. Strunz empfohlenen Blutwerte interessiert sind. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Es werden dem Körper genau die Stoffe (Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe) entzogen, deren Werte manche in diesem Forum mit hohem Zeit- und finanziellem Aufwand aufbauen wollen, sie werden für die Herstellung von Medikamenten benötigt. Beispielsweise benötigen an der Bluterkrankheit Leidende den Blutgerinnungsfaktor VIII, Verbrennungsopfer das Protein Albumin.
Tatsächlich scheint eine Korrelation zwischen dem Gesamteiweißwert und dem dem von Immunglobulin G zu bestehen, d. h. in der Regel steht einem hohen IGG-Wert auch ein hoher Eiweißwert gegenüber und umgekehrt. In der Praxis kann es hier und da zu Abweichungen kommen, aber die Erfahrung zeigt, dass dieser Zusammenhang im Großen und Ganzen tatsächlich besteht. Um nun den Eiweiß- und damit auch den IGG-Wert zu erhöhen, halte ich die von Herrn Dr. Strunz empfohlene eiweißreiche Ernährung (die in unserem Plasmazentrum generell empfohlene Zufuhr von 60 bis 70 Gramm Eiweiß ist nach meiner Ansicht deutlich zu niedrig!) und eine das Immunsystem stärkende Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln für unbedingt notwendig. Der Ausgangswert für IGG (er wurde bei Ihrer Erstuntersuchung ermittelt) ist hauptsächlich genetisch bedingt, es bedarf jedoch einer ausreichenden Zufuhr geeigneter Stoffe, um ihn aufrecht zu erhalten.
Ich ziehe hierzu immer gerne einen Vergleich heran: Ein Ferrari hat das Potenzial, mehr als 300 km/h fahren zu können, wird das aber nicht schaffen, wenn man ihn nur mit Diesel betankt.
Eine Blutplasmaspende ist kein Spaziergang! Auch wenn es so scheint. Der Körper wird jedes Mal sehr stark belastet. Das wird schon dadurch deutlich, dass Spender oft während der Spende kollabieren, bis hin zur Bewusstlosigkeit, wie erst gestern wieder in unserem Zentrum geschehen. Ich verfüge über einen IGG-Ausgangswert von 1400, mithin über ein starkes Immunsystem und darf (theoretisch) bis zu 104 mal pro Jahr spenden. Vor ein paar Monaten nun passierte es, dass bei mir während der Spende eine Virusinfektion zum Ausbruch kam, die mit Erbrechen begann, mir das Gefühl vermittelte, durch einen Fleischwolf gedreht worden zu sein und eine dreiwöchige Sperre einbrachte (ich bin davon überzeugt, dass dies nicht passiert wäre, hätte ich nicht an diesem Tag mein Immunsystem durch die Spende zusätzlich geschwächt).
Wenn es Ihnen nur darum geht, einen Nachweis über Ihren Eiweißwert zu erhalten, ist der Besuch beim Arzt sicherlich die bessere Wahl, auch wenn das ein paar Euro kostet. Bedenken Sie bitte: Der Wert, der auf dem Zettel steht, den Sie in Ihrem Plasmazentrum bekommen, wird VOR der Spende ermittelt. DANACH sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Auch spielt der zeitliche Abstand zwischen den Spenden eine entscheidende Rolle.
Ich hoffe, Ihnen mit dieser Schilderung meiner Erfahrungen die Entscheidungsfindung erleichtert zu haben.
Einen Punkt möchte ich jedoch noch anfügen, der bei der ganzen `Forever Young´-Thematik zwar keine Rolle spielt, nichtsdestotrotz nach meiner Ansicht aber dennoch eine Überlegung wert ist: Es gibt Menschen, die mit ihrer Gesundheit nicht auf der Sonnenseite stehen wie Sie und ich, die dringend auf die erforderlichen Medikamente und damit auf uns Blutplasmaspender angewiesen sind. Auch dies könnte eine Motivation für das Plasmaspenden sein. Ich gebe allerdings auch zu, dass die Aufwandsentschädigung, die man dafür erhält, dass man Zeit und Geld (Anfahrtsweg) opfert, für mich eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

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