Doping

13.08.2008
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ist ein herrliches Thema. Immer, wenn ich mich ausschütten will vor Lachen, lese ich die bierernsten, anklagenden, sensationellen Enthüllungsstories über Doping. Am liebsten in der Süddeutschen.

Wussten Sie, dass Alkohol auf der Dopingliste steht? Wenn Sie sich jetzt langsam wieder erholt haben von Ihrem Lach-Erstickungsanfall, dann erinnern Sie sich kurz an die Tatsache: 94,5% der Deutschen trinken Alkohol. Ausgenommen natürlich Journalisten. Oder an : „Die Bar im Bundestag öffnet 10 Uhr“. Im Bundestag.

Drum hab ich ja auch volles Verständnis. Für den Deutschen Tennisbund. Von dem ich vor Jahren einmal lesen durfte, dass Doping im Frauentennis nicht vorkommt. Nix gefunden. Mit der kleinen Anmerkung: Damals wurde kontrolliert auf genau 3 Substanzen, nämlich auf „Haschisch, Heroin, Kokain“. Sonst nix. Ich verstehe, wenn Sie jetzt prustend vom Stuhle kippen.

Noch'n Gedicht? Möchten Sie noch einmal schmunzeln?
Na dann ... :

Testosteronist klassisches Doping. Ist nämlich nicht nur ein Anabolikum, sondern macht gewünscht aggressiv und ... macht deutlich mehr rotes Blut. Hämoglobin. Besser als EPO oder Blutdoping. Nur ... ist ganz leicht nachweisbar im Urin. Schade.

Glauben Sie.

Im Urin wird bei der Dopingprobe überhaupt nicht Testosteron gemessen. Sondern wird Testosteron-Glukuronid gemessen. Ein Abbauprodukt. Das nur dann entsteht, wenn auch das Gen für die Produktion des Abbau-Enzymes UGT21B17 vorhanden ist. Oh!

Das Enzym ist nicht vorhanden bei den meisten Menschen aus Ostasien, aus China. Fehlt dort einfach. Genau wie denen auch Laktase fehlt und die deshalb keine Milch trinken.

Chinesen können also Testosteron in der ungeheuren Menge von z.B. 360 mg zuführen – ohne dass die Dopingprobe im Urin positiv anzeigt. (J Clin Endocrin Metabol 2008)

Gewusst?

Doping: Menschen glauben, Mit-Menschen mit Gesetzen, mit Regeln einfangen zu können. Da schmunzelt die Natur ... und jeder Arzt.