Mein Lebenswandel
Veröffentlicht am 24.04.2018
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Panajotis

Jahrgang 1969
cm groß 182
Startgewicht: 125 kg
Gewicht heute: 93 kg
Aktivitäten: Nordic Walking, Schwimmen, Kraft Training
 

Meine Erfolgsgeschichte

Mein Name ist P.O. und ich wurde in Stuttgart geboren. Dort bin ich aufgewachsen und habe dort mein Physikstudium absolviert.

Solange ich (49 Jahre alt) in Deutschland lebte war mein Leben sehr routiniert. Studium, Arbeit, Wohnung und ein bißchen Freizeit. Langweilig. Es war stets mein Wunsch als Grieche in meine Heimat zurückzukehren. Nicht einmal in den kühnsten Träumen wäre mir in den Sinn gekommen, was mir dann doch in Griechenland widerfahren ist und was mich letztendlich dazu bewegte meinen Lebensstil zu ändern.

Kurz: Nach meinem Physikstudium, das ich im Jahre 1996 absolvierte, zog ich nach Griechenland um. Nach meinem Militärdienst begann ich dann dort zu arbeiten. Zuerst in Thessaloniki, dann in Athen. Nach meiner Trennung von meiner Ex-Verlobten und dem Erdbeben in Athen 1999, bei dem ein Freund von mir starb, zog ich verzweifelt einerseits und voller Hoffnung andererseits nach Thessaloniki um. Dort lernte ich meine heutige Frau kennen und 2001 heirateten wir. Unser gemeinsames Leben jedoch begann mit einem schweren und folgeschweren Unfall (Frontalzusammenstoß mit einem Bus), bei dem meine Frau sich das rechte Bein und den rechten Arm brach und ich beide Füße (rechte Kniescheibe, linker Oberschenkel und linkes oberes Sprunggelenk). Beide wurden wir schwerverletzt in das Krankenhaus von Kavala gebracht, wo wir dann die nächsten 6 Monate verbrachten. Fieber, Blutungen, PTSD, Lungenembolie und eine Gallenblasenentzündung waren bei mir die Folgen des Unfalls und des daraus resultierenden psychischen Zustands, welcher durch einen Brand im Krankenhaus verschlimmert wurde. Meiner Frau ging es besser als mir. Die ersten beiden Monate bekam ich jeden Tag Antibiotika und einen Haufen Medikamente, an die ich mich schon gar nicht mehr erinnern kann. Schmerzhafte Physiotherapien und aufeinanderfolgende Korrekturoperationen waren die Folge. Das Schlimmste war immer wieder die Schreie der Mütter zu hören, welche ihre Kinder durch Unfälle verloren hatten.

Nachdem wir beide den Unfall überstanden hatten folgten 2 Jahre voller Schmerzen in den Füßen, bei denen mir auch die Krankengymnastiken kaum halfen. Jeden Morgen hatte ich furchtbare Schmerzen, konnte kaum aufstehen. Trotzdem gab ich mir jeden Morgen einen psychischen "Schub" und ging fast jeden Tag ins Schwimmbad, wo ich von erfahrenen Trainern geholfen wurde. Das Wasser, bisher ein Mittel zum Entdursten und Waschen, wurde nun auch ein Mittel zum Training und zur Heilung. Innerhalb von 6 Monaten hatte ich im Krankenhaus 26 Kilos abgenommen, und diese einige Zeit auch so beibehalten. Da diese Abnahme jedoch gewissermaßen unter "Zwang" stattfand, kamen diese Kilos wieder zurück und noch heftiger.

In den folgenden Jahren und trotz aller gesundheitlichen und finanziellen Schwierigkeiten gründeten wir dann unsere Familie. 4 Kinder, bei denen beim ältesten das Asperger Syndrom festgestellt wurde und das dritte aufgrund einer ABO Inkompatibilität drei Mal mit dem Leben davon kam.

Nach der fünften Schwangerschaft, bei der das Kind dann starb und meine Frau auch beinahe ihr Leben verlor, begann dann bei mir die Depression. Schuldgefühle, innere Leere, Wut und Angst waren meine stetigen Begleiter. Wahrscheinlich hatte die Depression schon vorher begonnen, denn seit 2011 kämpfte ich mit "leicht" erhöhtem Blutdruck. Doch die letzte Schwangerschaft war ein Schock für uns alle. Eines Morgens erwachte ich mit bohrenden Kopf- und Nackenschmerzen. Blutdruck 180/100. Mein Arzt verschrieb mir dann ein Antiblutdruckmedikament. Im folgenden Jahr erlitt ich zudem noch ein Taubheitsgefühl in der linken Körperhälfte. Bei einem 4tägigen Krankenhausbesuch fanden die Ärzte nach sämtlichen Untersuchungen (Kardiologie, Neurologie, Pathologie, HNO) praktisch nichts und entließen mich. Man gab mir zusätlich zum Antiblutdruckmedikament Salospir (praktisch Aspirin). 10 Tage später rutschte ich aus und brach mir dann die linke Schulter. Zwar war dann das Taubheitsgefühl weg, aber ich hatte nun ein neues Problem: Meine linke Schulter. Auch hier versagte die Physiotherapie vorerst. Kaum jemand gab mir Ratschläge, die mir letztendlich weiterhelfen konnten.

Von Jahr zu Jahr verschlimmerte sich dann mein Blutdruck, bis ich 3 Medikamente täglich einnahm. Psychotherapie brachte kaum etwas. Das Suchen in der Vergangenheit und das Wiederaufmachen alter Wunden war schrecklich für mich. Beim Besuch beim Psychiater wurden mir Antidepressiva verschrieben, welche ich jedoch nie einnahm.

Eines Abends im Januar 2016 erlitt ich dann meine erste bewußte Panikattacke. Von da an erwachte ich fast jeden Morgen mit Panikattacken. Dann geschahen 2 Dinge gleichzeitig: 1. Eines Morgens in der Arbeit in meinem Labor, als der psychische Druck ziemlich groß war und ich vor Tränen fast zusammenbrach, las ich einen Satz im Internet "Jetzt fange ich an mein Leben zu ändern". Das hieß für mich "JETZT IST SCHLUSS". Ich hieb mit der Faus auf den Tisch, daß dieser beinahe auseinanderbrach. 2. Eines Abends, als ich dann mit meiner Schwester in Deutschland telefonierte, riet sie mir eines der Bücher von Dr. Strunz (Neue Wege der Heilung) und anzufangen zu laufen oder Radzufahren. So begann ich jeden Morgen nach dem Erwachen mit dem Laufen und langsam immer mehr Bücher von Dr. Strunz zu lesen. Nach fast 1 Woche waren die Panikattacken nicht mehr so schlimm und nach etwa 3 Monaten waren diese bereits vergessen. Dann begann ich langsam die Kohlehydrate zu verringern. Brot war nicht mehr auf dem Tagesmenü, Kartoffeln, Reis, Mohrrüben, Rote Beete nur noch in kleinen Mengen. Ich begann mehr Wasser zu trinken. Als ich dann meinen ersten Leistenbruch erlitt und auf Anraten einer guten Freundin von mir 6-8 Wochen Ascorbinsäure, also Vitamin C, einzunehmen und somit den Leistenbruch selbst heilte - es war auch nur der Anfang eines Leistenbruchs - begann ich dann langsam und nach Messungen NEM einzunehmen. Trotz dem Kopfschütteln der Ärzte. Mein Homocystein lag anfänglich bei c.a. 13,5, meine Harnsäure bei 7, Vitamine B waren praktisch auf dem Boden und genauso mein Testosteron. Auch hatte ich Schlafstörungen und Tinnitus. Hinzu kam dann auch noch Reflux und Sodbrennen, welche durch Antibiotika ausgelöst wurden. Es war also an der Zeit meine Heilung zu intensivieren.

Da begann ich dann mit Kraftsport und Ernährung. Innerhalb von 3 Wochen stieg mein Testosteron von tiefen 174 auf 235 und danach auf 374. Ich begann wieder nach so vielen Jahren zu lachen! Während des Laufens kommt mir jetzt oft das Lachen. Ich hatte es fast verlernt! Mitte 2015 wog ich 125 Kilos, jetzt nur noch 93 kg und ich habe 2 von 3 Medikamenten abgelegt. Sodbrennen und Reflux wurden durch Kräuter und Ernährung, mit Hilfe meines Heilpraktikers geheilt. Als ich 3 Monate danach zu einer Magen-Darm-Spiegelung ging, fand man, daß ich irgendwann eine Gastritis gehabt hatte, welche jedoch nun inaktiv war! Als mich der untersuchende Arzt nach den Medikamenten fragte, welche er mir verschrieben hatte, antwortete ich ihm zu seinem Erstaunen, daß keines geholfen und daß ich alle weggeworfen hatte. Stattdessen hatte ich meine Ernährung und meinen Lebensstil verändert. Eines Tages ging ich dann zum Kardiologen und sagte ihm, daß ich das Salospir schon seit 6 Monaten nicht mehr einnehme. Er sah mich fragend nach dem Grund an. Ich sagte ihm, daß ich mich wohl fühle, kaum noch den Blutdruck messe, Sport treibe, über 30 kg abgenommen habe und täglich 2g Omega3 u.a. Vitamine (Vitamine B, C, D, E, K2, Zink, Selen) einnehme. Er maß meinen Blutdruck und der war 130/75 obwohl ich vorher schnell Nordic laufend zu seiner Praxis ging!

Meine Familie und meine Freunde sehen tagtäglich die Veränderungen in mir. Mein Tinnitus hat sich verringert. Ich arbeite immer noch fleißig an mir. Endlich habe ich so viel innere Energie, daß ich wieder zu Hause Arbeiten erledigen und auf dem Feld wieder arbeiten kann! Vor Kurzem hatte ich trotz meiner alten Verletzungen am internationalen 10-KM-Lauf in Thessaloniki teilgenommen. 1 Stunde und 30 Minuten. Für mich ist dies ein Erfolg, denn rennen kann ich nicht. Aber wer weiß, vielleicht läßt sich dies ja auch langsam abändern?
 

Fakten und Informationen zu mir

Sport und Bewegung

Ich mache 6 Mal in der Woche Sport. Abwechselnd Krafttraining und Nordic Walking oder Schwimmen.

Ernährung

Mehr Proteine, gute Fette und Vitamine, weniger KH

Nahrunsergänzungsmittel

Ich nehme zwar NEM ein, kann aber leider aufgrund der Einnahmekontrollen hier in Griechenland kaum NEM aus dem Ausland bestellen. Die NEM, die ich einnehme sind Vitamin D3 (anfänglicher Vitamin D3 Spiegel war bei 25 ng/mL) Vitamin K2, Vitamin C, Vitamin E (400 IE), Vitamin B Komplex gegen den Homocystein, Zink und Tryptophan wegen Schlafschwierigkeiten

Lieblings-Lebensmittel

Lachs, Sardellen, Ziegenfleisch, Obst, Salat

Ziele

Teilnahme beim Halbmarathon, und evtl beim Marathon.

Tipps

Nicht jeder Heilweg ist einfach. Schlimm wird es jedoch, wenn man aufgibt. NIE AUFGEBEN. NIE DIE HOFFNUNG AUFGEBEN. Ernährt euch gut und lauft um eure Gesundheit, um euer Leben.