Der kleine Laufcoach



Der kleine Lauf-Coach – Laufen, wie im Flow

„Lauf!“ Diese Aufforderung kennen Sie aus Ihrer Kindheit und haben sie nie hinterfragt. Laufen ist das Tor zur Gesundheit und das Türchen zum Glück. Erlaufen Sie sich in den folgenden drei Monaten mit diesem kleinen Lauf-Coach ein Lebensgefühl, das Sie als Dreikäsehoch einfach so beim Laufen, Springen und Herumtollen hatten. Ob Sie das in 30 Minuten, in 3 oder 5 Kilometer erlaufen, das ist schnurzpiep-egal.






Ziel 1: Der LLL-Lauf zum Laufreflex

Falls Sie jetzt gerade zum Fenster hinaussehen in den peitschenden, kalten Regen, falls Ihnen die tägliche Motivation, der tägliche Drang fehlt, dann versuchen Sie‘s doch mal mit dem rechten Gehirn, mit Ihrem Gefühl. Schalten Sie die Kommandostimme der Vernunft ab und ... träumen Sie ... Laufen Sie. Laufen Sie leicht, locker, lächelnd. Laufen Sie langsam. Laufen Sie ohne jegliche Anstrengung. Laufen Sie und werden Sie wieder normal.

Laufen Sie einfach los.... Mancher kann langsam, also ein schönes Stück unter seinem Grenzpuls, bei dem der Körper auf die Kohlenhydrate umschaltet, sofort eine halbe Stunde durchlaufen. Wenn nicht, dann laufen Sie eine Minute, und wenn die Uhr piepst, dann gehen Sie eben wieder. Bis sich Ihr Puls beruhigt hat. Am nächsten Tag: 2 Minuten, dann gehen. Am dritten Tag 3 Minuten ... Und so hängen Sie jeden Tag eine weitere wertvolle Minute an. Nach 30 Tagen sind Sie bei Ihren wertvollen 30 Minuten.

Sobald Sie loslaufen, wachen Sie auf. Das ist das große Geheimnis hinter dem leicht, locker, lächelnd Laufen. Das Gehirn wacht auf. Ihr Körper wacht auf. Denn Sauerstoff flutet wieder durch den Körper und Ihr Gehirn. Und stimuliert Glückshormone. Die Botenstoffe des Glücks.






Ziel 2: Laufen mit Gefühl

Sie haben einen Laufreflex. Laufen langsam trippelnd 30 Minuten am Stück? Nun dürfen Sie spielen. Mit der Geschwindigkeit. Mit der Technik. Reinfühlen in den Körper. Gucken, was das Laufen mit Ihnen macht. Den Rhythmus entdecken. Die Schwungkraft der Arme. Die Willenskraft des Hirns. Den Tanz der Motivations-Hormone. Den Takt des Lebens – Ihren Puls. Binnen vier Wochen entdecken Sie Ihren Körper neu.

Wenn Sie Ihren Laufreflex gefunden haben, dürfen Sie täglich Ihre Biofaktoren eintragen – die gemessenen und die bewerteten. Sie kommen Ihrem Körper näher. Versuchen Sie es:


Nach einiger Zeit sind Sie besser geworden. Oft haben Sie nur zu wenig Vertrauen zu sich und ihrem Lebenserfolg. Sind nicht stolz genug: Sie laufen. Sie laufen täglich. Und anfangs haben Sie rasch Fett verbrannt. Sind leichter geworden und glücklich. Jetzt aber nicht mehr. Sie laufen weiter und ... es tut sich nichts. Auf der Waage. Sie fallen vom Glauben ab.

Sie sind besser geworden! Das ist die einfachste Erklärung. Sie könnten, ja Sie müssten sich jetzt mehr zutrauen. Müssten schneller rennen, müssten den Puls weiter nach oben treiben. Ihr Herz würde es – jetzt! – vertragen. Sie laufen im alten Trott, beim alten Puls, beim Anfängerpuls weiter. Verstanden?







Ziel 3: Lerne laufend zu meditieren

Laufen Sie länger, anders, meditativer. Mutieren Sie vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer. Im Rhythmus der eigenen Schritte sanft, aber tief ein- und ausatmen. Und iamon, iamon, iamon ... Langsam laufen, ganz kleine Schritte auf dem Vorderfuß machen. Tänzeln. Schweben. Keinesfalls aus der Puste kommen. Bewegungsmeditation soll Spaß machen. Und irgendwann schweben Sie. Spüren Ihre Füße nicht mehr. Fliegen, wie ein Adler...

Ziehen Sie sich an einen ruhigen Ort zurück. Legen Sie oder setzen Sie sich entspannt hin. Holen Sie Ihren Geist aus dem Grübeln: Geben Sie ihm einfach ein Kunstwort, das sie ständig wiederholen: „iamon, iamon, iamon“. Auch wenn Ihnen anfangs Gedanken dazwischen purzeln, weiter „iamon“ denken. Irgendwann ist Ihr Gehirn im Alpha-Zustand. Sie spüren Ihren Körper nicht mehr. Üben Sie das jeden Tag. Erst im Liegen vor dem Einschlafen oder im Sitzen – und dann im Laufen.





Lösung Laufen

Eine Studienreihe aus dem Jahr 2014 mit dem schönen Titel „Give your ideas some legs“ zeigt, dass die Effizienz unserer Problemlösungen um 60 Prozent steigt, wenn wir beim Nachdenken gehen. Statt uns auf dem ergonomisch geformten Schreibtischstuhl hin und her drehen. Die in der Studie untersuchte Teilnehmergruppe kam jedenfalls während des Gehens und auch danach auf innovative und zweckmäßigere Lösungen als im Sitzen. Dabei war es gleichgültig, ob die Versuchspersonen draußen an der frischen Luft oder drinnen auf einem Laufband marschierten.

Kopieren Sie die nächste Seite 20 Mal. Legen Sie den Stoß in die Nachtischschublade. Nehmen Sie ein Problem nicht mit ins Bett, schreiben Sie es auf. Lesen Sie es morgens vor dem Laufen laut vor. Und dann laufen Sie los – und lassen der Inkubation ihren Lauf, das Unterbewusstsein die Lösung hochschicken!





Eiweiß-Power für Sieger

Eiweiß ist der Stoff, aus dem Leben, Laune und Leistung sind. Denn der Körper besteht zum größten Teil aus Eiweiß – Knochen, Gelenke und Muskeln, Enzyme und Hormone, Immunsystem und Blut. Er besteht hoffentlich nicht aus Fett.

Und er besteht sicherlich nicht aus Kohlenhydraten. Gewinner sind die Menschen mit hohem Eiweißspiegel im Blut (8 g/dl). Essen Sie alle vier Stunden eine Portion Eiweiß – ohne Fett. Und fühlen Sie, wie Ihnen Flügel wachsen. Denn nur dann dringen die kleinen Bausteine (Aminosäuren) schnell ins Blut, verwandeln sich in gute Laune, Dynamik und Kreativität. Wertvolle Quellen: Fisch, Geflügel, Weiderinder, Wild, Eier, magere Milchprodukte und Hülsenfrüchte. Keine Zeit zum Kochen? Dann mixen Sie sich einen cremigen Eiweißdrink mit einem guten Eiweißkonzentrat – und essen Sie Gemüse dazu.





Doping erlaubt!

Nur um Ihnen zu zeigen, dass dieses Prinzip wirksam ist, dass es klappt, darf ich Ihnen einen deutschen Facharzt zitieren, der erst gemessen dann aufgefüllt hat: „Meine frustrierende 10 km-Zeit von 58:30 Min. hat sich – nur durch Arginin und Magnesium, ohne anderes Training! – auf 48 Minuten verbessert! Das finde ich bereits sensationell, von dem völlig anderen Wohlbefinden beim Laufen, ohne schwere Beine, ganz abgesehen.“ Also ein schlichtes und wirkungsvolles Prinzip: Gib dem Körper was er braucht, und er wird dich nicht enttäuschen.




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