Fleisch

06.11.2008
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Als kleine Rand-Anekdote hatte ich Ihnen soeben über eine Fleisch-Woche auf Mallorca berichtet. Bitte sehen Sie das, wie es gemeint ist: Eine kleine Kuriosität. Ich bin halt neugierig, war es schon immer.

Erzählt hatte ich Ihnen schon einmal von zwei Forschern 1930. Einer davon, Stefansson, war Arzt und Anthropologe und hatte 15 Jahre hindurch bei den kanadischen Eskimos gelebt. Hat darüber Bücher geschrieben. Hat die Pfarrer der Missionsstationen dort befragt, die sehr genaue Aufzeichnungen über die Todesursachen besaßen:

                          Krebs kam nie vor ...

... bei all den Menschen, die sich einzig und allein von Fleisch (Karibu) ernährt hatten. Deswegen nahm Dr. Stefansson an dem berühmten 1-Jahres-Experiment im Bellevue-Hospital in New York teil.

Da gab es ein Jahr lang ausschließlich frisches Fleisch. Es gab weder Gemüse noch Obst, Ei, Milch oder Molkereiprodukte. Anfangs waren einige europäische Physiologen dort anwesend, die einige Wochen darauf warteten, dass die Versuchspersonen, also Stefansson sehr bald an Skorbut und anderen Mangelerscheinungen erkranken würden.

Dumm aber auch: Nix ist passiert.

Resultat: „Übergewicht verloren“, „ausgesprochenes Wohlgefühl“ und „das bemerkenswerteste an den Versuchen sei gewesen, dass sich nichts bemerkenswertes ereignet habe“, so der überwachende Professor, der Stoffwechselexperte Dubois.

Rohes Fleisch. Das gleiche wie roher Fisch. Nennt sich Sushi. Besteht aus Eiweiß, sämtlichen Vitaminen, sämtliche Mineralien und selbstverständlich Omega 3. Genetisch korrekte Kost. Karibus übrigens leben wild und fressen Natur. Enthalten also Omega 3.

Ist das nicht seltsam? Wir Menschen haben immer schon alles gewusst. Und entdecken es immer wieder neu. Scheint ein Gesetz zu sein.

 
 
 

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