14 Laborwerte, anhand derer sich sagen lässt, wie lange ein Mensch leben wird

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Veröffentlicht von : Albrecht B.
Beiträge: 140
Angemeldet am : 14.07.2016
Veröffentlicht am : 13.02.2020
 

Hallo Jan,

"Und in der Studie steht: Hohe Isoleucin- und Phenylalaninwerte induzieren ein erhöhtes allgemeines Sterberisiko und hohe Leucin-, Valin- und Histidinwertedagegen ein verringertes allgemeines Sterberisiko.Ich will doch nur wissen: Warum bitte?"

die Antwort in der von mir zitierten Studie von Robert E. Gerszten u.a. aus dem Jahr 2011 mit dem Titel:"Metabolite Profiles and the Risk of Developing Diabetes" ( https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3126616/#!po=28.8462) fällt ernüchternd aus:
"In summary, from a panel of >60 metabolites, branched chain and aromatic amino acids emerged as predictors of the future development of diabetes. A single, fasting measurement of these amino acids provided information
incrementally over standard risk factors (such as BMI, dietary patterns, and fasting glucose). Further investigation is warranted to test whether plasma amino acid measurements might help identify candidates for interventions to reduce diabetes risk, and to elucidate the biological mechanisms by which selected amino acids might promote type 2 diabetes."

Welche" investigations... to elucidate the biological mechanisms by which selected amino acids might promote type 2 diabetes." seither gemacht wurden, weiß ich nicht.

LG, Albrecht

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 1655
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 13.02.2020
 

Hallo Steph,

kein Problemcool. Wissenschaftler die in diesem Bereich forschen haben nun mal das Problem, dass Kausalitätsstudien nicht machbar sind. Das haben sie vorher gewusst.

Daraus resultiert eben, dass sie sich diese Kritik auch gefallen lassen müssen. Wer das nicht aushalten kann, sollte den Fachbereich wechseln.

meine Meinung

LG

Martin

 

Veröffentlicht von : Steph
Beiträge: 105
Angemeldet am : 27.01.2018
Veröffentlicht am : 13.02.2020
 

@Martin, ok ich formuliere es um. Solche Studien werden von seriösen Wissenschaftlern genutzt, um in weiteren Untersuchungen dann herauszufinden wieso solche Zusammenhänge entstehen.

Vlt habe ich dich auch falsch verstanden, aber ich finde es zudem nicht hilfreich pauschal alle Wissenschaftler als karrieregeil zu bezeichnen, die Korrelationsstudien durchführen. 

Veröffentlicht von : Albrecht B.
Beiträge: 140
Angemeldet am : 14.07.2016
Veröffentlicht am : 13.02.2020
 

Hallo Steph,

"Solche Studien sind genau dafür da, dass man weiter forscht und genauer prüft weshalb solche Zusammenhänge entstehen."

Aus meiner Perspektive als laienhafter Leser sehe ich das ebenso. Wobei sich das Forschen dann eben auf Recherchieren beschränkt. Also liefere ich die Arbeit von Robert E. Gerszten u.a. mit dem Titel:"Metabolite Profiles and the Risk of Developing Diabetes" (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3126616/#!po=28.8462) nach, die dem von mir zitierten Artikel ( https://www.scinexx.de/news/ medizin/fuenf-aminosaeuren-verraten-diabetes/) zu Grunde liegt.

LG, Albrecht

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 1655
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 13.02.2020
 

Solche Studien sind genau dafür da, dass man weiter forscht und genauer prüft weshalb solche Zusammenhänge entstehen.

Sind sie das wirklich???? Oder nur dafür dass eben ein Wissenschaftler publish or parish betreiben kann, weil er genau weiss, dass die Presse sowas für und gefährliche Halb- oder Unwisser aufgreift und verbreitet.

Diejenigen, die sowas produzieren, wissen genau was sie tun....in erster Linie Karrieremachen!!

Was bei anderen damit angerichtet wird interessiert erst mal nicht. Die Öffentlichkeit hat ja ein Recht auf Information...und zwar "unzensiert". Da feuert man auch gerne mal Halbwahrheiten raus.

LG

Martin

Veröffentlicht von : Steph
Beiträge: 105
Angemeldet am : 27.01.2018
Veröffentlicht am : 13.02.2020
 

"in der Studie steht aber: durch 3 lebst du länger, aber durch 2 stirbst du früher"

Genau das steht da nicht! Korrelation statt Kausalität.

Ich versteh dein Problem. Kann aber auch nichts dazu beitragen. PKU wurde ja schon erwähnt, damit kenne ich mich aber nicht aus. 

Solche Studien sind genau dafür da, dass man weiter forscht und genauer prüft weshalb solche Zusammenhänge entstehen. 

Veröffentlicht von : Albrecht B.
Beiträge: 140
Angemeldet am : 14.07.2016
Veröffentlicht am : 12.02.2020
 

Hallo Jan,

als Ergänzung und Verifikation habe ich noch dies gefunden:

https://www.scinexx.de/news/medizin/fuenf-aminosaeuren-verraten-diabetes/

LG, Albrecht

Veröffentlicht von : Albrecht B.
Beiträge: 140
Angemeldet am : 14.07.2016
Veröffentlicht am : 12.02.2020
 

hallo Jan,

"Leider konnte mir bisher niemand erklären, warum nach Slagbooms Studie hohe Isoleucin- und Phenylalaninwerte ein erhöhtes allgemeines Sterberisiko und hohe Leucin-, Valin- und Histidinwerte dagegen ein verringertes allgemeines Sterberisiko indizieren."
Ich kann es Dir auch nicht erklären, aber ich gehe davon aus, dass die hohen Isoleucin- und Phenylalaninwerte nicht die Ursache für das erhöhte Sterberisiko sind, sondern dass diese hohen Werte die Folge von Stoffwechselstörungen sind, die verhindern, dass Isoleucin und Phenylalanin "ordnungsgemäss" zu Produkten abgebaut werden, die im Rahmen eines gesunden Stoffwechsels benötigt werden. Insoweit sind die hohen Isoleucin- und Phenylalaninwerte "nur" Marker für Stoffwechselstörungen, die entweder selbst schon den Charakter einer Krankheit haben oder die als notwendige Folge einer anderweitigen Krankheit auftreten, die ihrerseits das Sterberisiko erhöht.
Insoweit wäre es natürlich schon interessant gewesen zu wissen, an welcher Krankheit diejenigen verstorben sind, bei denen die hohen Isoleucin- und Phenylalaninwerte gemessen wurden, um feststellen zu können, ob die konkreten Erkrankungen Einfluss auf den Abbau von Isoleucin und Phenylalanin haben. Aber das gibt eine solche Studie anlagegemäss nicht her.

LG, Albrecht

Veröffentlicht von : Jan J.
Beiträge: 51
Angemeldet am : 12.02.2018
Veröffentlicht am : 12.02.2020
 

Martin: News vom 20/1:

"Die eine klare Aussage machen lassen darüber, ob man kürzer oder länger lebt. Kränker oder gesünder. Spannend!

... AMINOSÄUREN… 5 Werte

... Aber dass AMINOSÄUREN eine so herausragende Bedeutung haben, dass Aminosäuren ganz wesentlich forever young bestimmen, ist für die übliche Medizin, ist für Ihren Hausarzt neu."

Und in der Studie steht: Hohe Isoleucin- und Phenylalaninwerte induzieren ein erhöhtes allgemeines Sterberisiko und hohe Leucin-, Valin- und Histidinwerte dagegen ein verringertes allgemeines Sterberisiko.

Ich will doch nur wissen: Warum bitte?

Und ich schreibe doch nur: Hier wird eine News groß aufgemacht wegen dieser Studie, aber das Wesentliche wird darin einfach nicht erwähnt.

Mehr nicht.

Und Korrelationsstudie hin und her, das ist doch keine Entschuldigung, Martin, in den News steht auch nicht, dass es eine Korrelationsstudie ist.

Strunz schreibt sonst sehr gute News, deshalb sind wir dóch hier,

nur diese News sagt gar nichts aus, wenn sie sagt:

"Aminosäuren haben eine herausragende Bedeutung",

in der Studie steht aber: durch 3 lebst du länger, aber durch 2 stirbst du früher.

Das werde ich hier doch noch schreiben dürfen, oder?

Ich bin noch nicht gesperrt worden, aber vor gewisser Zeit hat eine Tn. selbst aufgehört, hier zu schreiben, weil ihr strunzkritischer Beitrag einfach gelöscht worden ist.

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 1655
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 12.02.2020
 

Hoffentlich werde ich jetzt nicht schon wieder gesperrt, weil ich den Newsverfasser kritisiere.

Na, das hoffe ich doch auch.

In welcher NEW stand denn das pauschal? Grundsätzlich kannman sagen, dass man mit essentiellen Aminosäuren länger lebt.

in den entsprechenden Mengen genossen natürlich. Phenylalanin mit der Einschränkung :
Phenylketonurie (Gendefekt=Pech gehabt!! Man kann eben bei der Auswahl seiner Eltern nicht vorsichtig genug sein. Politisch mal wieder nicht korrekt, ich weiss. Aber ich darf das, hab selber nen Gendefekt)

Und grundsätzlich kann man - wenn man genug Zeit investiert - vermutlich in allem ein Korrelationsproblem finden.

Und man kann vielleicht auch durch Zufuhr von z.B. >>100g Isoleucin/TAg über mehrere Jahre (bitte im Selbstversuch, lasst die Ratten in Ruhe) ein Kausalitätsproblem erzwingen.

Über die Aussagekraft derartiger Versuche läßt sich dann vortrefflich diskutieren.

LG

Martin

Veröffentlicht von : Jan J.
Beiträge: 51
Angemeldet am : 12.02.2018
Veröffentlicht am : 12.02.2020
 

Meine Kritik bezieht sich eher darauf, dass in den News pauschal  steht, die Studie besagen, mit Aminosäuren lebe man länger, ohne auf diese Differenzierung mit auch nur einem Wort einzugehen.

Hoffentlich werde ich jetzt nicht schon wieder gesperrt, weil ich den Newsverfasser kritisiere.

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 1655
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 12.02.2020
 

warum nach Slagbooms Studie hohe Isoleucin- und Phenylalaninwerte ein erhöhtes allgemeines Sterberisiko und hohe Leucin-, Valin- und Histidinwerte dagegen ein verringertes allgemeines Sterberisiko indizieren.

Jan,

die Studie ist eine Korrelationsstudie! Also Vorsicht.

Sie sagt nämlich nicht, dass hohe Isoleucin-Werte ein erhöhtes Sterberisiko bergen, sondern dass die untersuchten Personen mit hohen Isoleucinwerten eine höheres Sterberisiko hatten.

Steht da drin, wie diese hohen Isoleucinwerte erzeugt wurden?? Nein, und es ist eine Metastudie, die sind mal grundsätzlich mit vorsicht zu geniesen.

Für mich ist das Kaffeesatzleserei. Besonders wenn eine essentielle Substanz "schuld" sein soll. Wie hoch waren denn die Isoleucin-Werte? Was ist erhöht -in absoluten Zahlen- basierend auf welchen Grenzwerten und wer hat die festgelegt.

LG

Martin

 

Veröffentlicht von : Jan J.
Beiträge: 51
Angemeldet am : 12.02.2018
Veröffentlicht am : 12.02.2020
 

Leider nein !

Albrecht bringt doch nur den Link.

Den habe ich unten auch schon angeführt.

Leider konnte mir bisher niemand erklären, warum nach Slagbooms Studie hohe Isoleucin- und Phenylalaninwerte ein erhöhtes allgemeines Sterberisiko und hohe Leucin-, Valin- und Histidinwerte dagegen ein verringertes allgemeines Sterberisiko indizieren.

In dem Text zu dem Link steht keine Erklärung.

Ich habe Frau Slagboom eine Mail geschrieben am 20. Januar und habe bisher leider noch keine Antwort erhalten

 

Veröffentlicht von : Nicole B.
Beiträge: 126
Angemeldet am : 08.01.2019
Veröffentlicht am : 11.02.2020
 

Jan,

Albrecht ist heute schön darauf eingegangen. Vielleicht beantwortet das deine Frage:

https://www.strunz.com/de/forum/news-vom-11.02./?p=1

Vlg Nicole 

Veröffentlicht von : Jan J.
Beiträge: 51
Angemeldet am : 12.02.2018
Veröffentlicht am : 20.01.2020
 

News von heute (20/1):

Schade.

Ich werde mal Frau Slagboom (Universität Leiden) anschreiben, vielleicht weiß sie, warum nach ihrer Studie hohe Isoleucin- und Phenylalaninwerte ein erhöhtes allgemeines Sterberisiko und hohe Leucin-, Valin- und Histidinwerte dagegen ein verringertes allgemeines Sterberisiko indizieren.

 

Veröffentlicht von : Jan J.
Beiträge: 51
Angemeldet am : 12.02.2018
Veröffentlicht am : 15.01.2020
 

Ich weiß natürlich, dass man keinen Anspruch auf die News hat, trotzdem warte ich sehnlichst auf die in den News vom 6/1 angekündigte Auseinandersetzung mit dieser Studie:

"Auf die nagelneue Studie in NATURE COMMUNICATIONS (2019)10:3346 werde ich in den nächsten Tagen eingehen. Insbesondere, um welche 14 geheimnisvollen Messwerte es sich hier handelt."

 

Veröffentlicht von : Jan J.
Beiträge: 51
Angemeldet am : 12.02.2018
Veröffentlicht am : 06.01.2020
 

angekündigte News für morgen:

Hoffentlich wird dort erklärt, warum hohe Isoleucin- und Phenylalaninwerte ein erhöhtes allgemeines Sterberisiko und

hohe Leucin-, Valin- und Histidinwerte dagegen ein verringertes allgemeines Sterberisiko indizieren sollen.

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 1655
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 26.11.2019
 

Hängt euch lieber nicht an Korrelationsstudien aus dem Spiegel auf. Das macht einen doch blos kirre!

Veröffentlicht von : Jan J.
Beiträge: 51
Angemeldet am : 12.02.2018
Veröffentlicht am : 26.11.2019
 

statt Hb1Ac: Nüchternglucose

Was ich merkwürdig finde:

Hohe Isoleucin- und Phenylalaninwerte (Aminosäuren) indizieren danach ein erhöhtes allgemeines Sterberisiko.

(Hohe Leucin-, Valin- und Histidinwerte dagegen ein verringertes allegemeines Sterberisiko.)

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 2577
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 26.11.2019
 

Hi Jan,

"Bei einem oder zwei der von mir gefragten Biomarker geht es um die Größe, den mittleren Durchmesser und die Dichte von Lipidpartikeln. Wie kann man das im Labor messen lassen?"

ich weiß, dass das in wenigen Laboren geht, aber auch recht teuer ist.

Nochmal: hohe Triglyceridwerte korrelieren stark mit dem gefährlichen LDL!

Ich hätte da auch 12 andere Werte :-) ...oder besser ca. 20.

Was auf jeden Fall fehlt:

MDA-LDL

C-RP

HbA1c

Insulin (nüchtern)

Homocystein

VG,

Robert

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