Alkohol vs. Zucker - News v. 05.09.2017

5 Beiträge
   
Ältester
pro Seite
 
  Sie haben  Lesezeichen
Veröffentlicht von: Izalco
Beiträge: 33
Angemeldet am: 23.11.2016
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

"Einfache "Wahrheiten" kolportieren auch AFD, NPD, Pegida, Trump und Co."

ARD und ZDF können das übrigens auch sehr gut......

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 171
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 05.09.2017
 

das hat dann wohl den gleichen Effekt wie zweimal um den Block gehen. {#emotions_dlg.tongue_out}

LG Uli

Veröffentlicht von: Thomas V.
Beiträge: 349
Angemeldet am: 27.01.2016
Veröffentlicht am: 05.09.2017
 

 

Was mir gefällt, ist diese Passage :

Beinahe schon lustig Professor J. Böning, der einmal klar Stellung nimmt zur sogenannten gesundheitsfördernden Wirkung von Alkohol. Die gäbe es nur in wenigen Ausnahmefällen bei "älteren Männern mit Herzinfarkt‐ oder Schlaganfallrisiko", aber: "Der Effekt wird maßlos überschätzt". Bei dieser Risikogruppe sei es genauso wirkungsvoll, abends einmal um den Block zu gehen.

Abends einmal um den Block!

Ich argumentiere jetzt mal wie der Doc: Was wäre aber, wenn ich abends um den Block gehe und dann noch mein Glas Wein trinke{#emotions_dlg.wink}

 

Veröffentlicht von: Thomas V.
Beiträge: 349
Angemeldet am: 27.01.2016
Veröffentlicht am: 05.09.2017
 

Ist es nicht auch so, dass Fruchtzucker, wie auch Alkohol die Fette der Leber erhöht - Stichwort Fettleber?

Bevor sich das als Bauchfett ablagert, muss sicher einiges an Fructose/Alkohol zugeführt werden.

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 916
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 05.09.2017
 

"Alkohol ist purer, schnellst-wirkender Zucker"?

Was für ein BS!

Welcher Alkohol? Welcher Zucker? Selbst Zucker ist nicht gleich Zucker!

Das Alkohol, vor allem in übertriebenem Maße genossen, der Gesundheit nicht wirklich förderlich ist, dürfte ja hinlänglich bekannt sein. Auch wenn gelegentlich der Volksmund meint, es gäbe mehr alte Säufer, als alte Ärzte.
Die medeteranen Liebhaber und Genießer guter Weine sind jetzt auch nicht dafür bekannt, übertrieben früh und häufig das Zeitliche zu segnen. Irgendwo scheint es wohl doch über eine Dosisabhängigkeit hinaus auch einen Zusammenhang mit dem sonstigen Lebensstil zu geben.

Aber zurück zu den Substanzen an sich.
Alkohol, zumindest der üblicherweise genießbare/genossene, ist immer Ethanol.
Bei Zucker wird es schon schwieriger. Zucker? Welcher Zucker? Da gibt es Einfach-Zucker (Monosaccharide), Zweifach-Zucker (Di-Saccharide), Mehrfachzucker (Polysacharide); und das alles in vielfältigen Varianten. Welchem Zucker soll denn nun Alkohol gleichzusetzen sein? Allen doch wohl kaum!
Diese ganzen verschiedenen Zucker werden vom menschlichen Körper auf deutlich unterschiedliche Weise aufgenommen und verarbeitet/verstoffwechselt; bis hin zu "gar nicht". Aber ok, beschränken wir uns auf "gängige" Zucker, Sacchrose (Disaccharid, Glukose + Fruktose), Traubenzucker (Monosaccharid, Glukose) und Fruchtzucker (Monosaccharid, Fruktose). Schon die metabolisieren deutlich unterschiedlich.

In der News heißt es "Daher der unvermeidliche Bierbauch". Dieser Bierbauch besteht aber nicht aus Bier/Alkohol und auch nicht aus Zucker (welcher auch immer), sondern aus Fett(!). Und dieses Fett muss irgend wo her kommen. Es muss nicht notwendiger Weise als Fett mit der Nahrung aufgenommen werden, sondern es wird vom Körper, in der Leber selbst hergestellt; und zwar aus Alkohol, aber auch aus Fruktose. Glukose hat da keinen signifikanten Anteil dran.

Sehr gut erklärt wird das z.B. von Dr. Robert Lustig, in dem Video "Sugar: The bitter Trouth". Auch wenn durchaus das ganze Video sehenswert ist:
Ab Zeitstempel:
45:00 Fructose is not Glucose
45:20 Metabolism of Glucose
53:00 Metabolism of Ethanol
56:45 Metabolism of Fructose

Im Endeffekt kommt heraus, dass sowohl Alkohol, als auch Fruchtzucker im Wesentlichen zu Fett verstoffwechselt werden; Glukose/Traubenzucker nicht.
Also kein Bierbauch durch den Zucker Glukose! Damit gibt es natürlich auch keinen Bierbauch durch Poly-Glukose (= Stärke).

Die Aussage darf also nicht lauten "Alkohol ist purer, schnellst-wirkender Zucker", sondern "Fruchtzucker ist Alkohol, nur ohne Rausch". Beides macht/produziert Fett! Hat nix mit Insulin und Regulierung/Herabsetzung des Fettstoffwechsels zu tun, sondern einfach nur mit der Art und Weise wie beides in der Leber Verstoffwechselt wird; nämlich in nahezu identischer Weise, zu Fett/VLDL/Triglyceriden, dass der Körper dann erst mal einlagert, einlagern muss. Glukose/Traubenzucker macht das nicht!

Einfache Wahrheiten sind vor allem eines. So schön einfach, dass man nicht weiter darüber nachdenken muss. Einfache "Wahrheiten" kolportieren auch AFD, NPD, Pegida, Trump und Co. Es darf sich jeder selber darüber klar werden, in wie weit er sich von solchen "einfachen Wahrheiten" angesprochen und überzeugt fühlt...

LG,
Thorsten

 

5 Beiträge
   
Ältester
pro Seite
 
  Sie haben  Lesezeichen