Allergien und Schwermetalle z.B. Quecksilber

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Veröffentlicht von: Robert K.
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Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 17.08.2017
 

Noch eins: Haaranalysenn sind übrigens auch recht ungenau, da sie nur eine akute Belastung der letzten 3 Monate aufzeigen. So wie das Blut nur eine aktuelle akute Belastung aufzeigt. Und die hat niemand, der nicht täglich mit den Metallen arbeitet.

 

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 17.08.2017
 

Hallo Reinhard,

ich möchte auch nicht, dass Du Dich verrückt machst. Ich wollte nur verstehen, wo die kritische Haltung her kommt.

Zu meiner DMPS Behandlung: Das habe ich ja nicht entschieden, sondern mein Arzt in Berlin. Auf Basis der Test via DMPS/EDTA Provokation.

Und nach allem, was ich bis dato gelesen haben über das Thema, kann man die SM aus dem Bindegewebe nur so los werden.

Alles was Du und was andere hier genannt haben, ist in der Lage, um eine NEUaufnahme zu verhindern. Sie ist nicht in der Lage, eine eingelagerte Belastung zügig abzubauen, oder anders. Der gut versorgte Körper kann Hg innerhlab von 20 Jahren zu 50% abbauen. Mit DMPS geht das innerhalb eines Jahres.

Deswegen.

Man kann ja nie wirklich sicher beweisen, insbesondere bei den ungewöhnlichen Beschwerden wie Durchfall, Nahrungsmittelproblemen (auch gern Intoleranzen genannt), bei einer Alkohol-UV...oder eine Dame hier aus dem Forum schrieb mir auch, dass Sie Essig nicht mehr vertragen hat, geschweige denn Alkohol. Dazu bei chronischer Müdigkeit und "Burn Out"..bzw. verstärkt auftretenden Allergien, ob das nun von X oder Y kommt. Wie sagt der Doc, der Mensch hat Läuse und Flöhe. Leider isses so...ich werde in ca. 12 Monaten schlauer sein, ob meine Heuschnupfen-Allergie nächstes Jahr deutlich besser ist. Aber ob das wirklich an den SM lag/liegt oder daran, dass ich nun sehr gut mit Vitaminen und Mienralien und Aminos versogt bin...wer kann das schon genau sagen.

Nur auf der anderen Seite sind die chemischen Erläuterungen von Dr. Cutler (Chemiker) und vom Burgerstein-Team sehr verständlich.

Ich habe mich im übrigen auch nicht (!) verrückt gemacht. Ich hatte einfach schlimme Probleme, die nicht mehr weg gingen bzw. immer schlimmer wurden. Seit anfang des Jahres geht es mit mir bergauf. Aber sicher sagen, an was es lag...kann ich nicht!

Das einzige, wo es nicht dran lag, war eine schlechte Fast-Food-Ernährung. Denn das habe ich bereits vor 15 Jahren umgestellt auf konsequent Bio und selbst kochen :-/ ...hat mich (!) aber nicht geschützt.

Eins noch: Die Fallbeschreibungen von Dr. Jennrich in seinem Buch sind lesenswert und wirken authentisch. Ggf. findet sich da jemand wieder, der an chronischer Müdigkeit in Form einer sekundären Mitochondriopathie leidet. Da sind Fälle drin von Menschen, die nicht mehr arbeiten konnten, weil so überhaupt nur noch vormittags ein wenig Energie hatten. Oder bereits M.S. hatten...

Veröffentlicht von: Reinhard S.
Beiträge: 198
Angemeldet am: 26.08.2015
Veröffentlicht am: 16.08.2017
 

Wie schon gesagt, ich bin seit 10 Jahren nicht mehr in dem Thema drin und habe garantiert auch nicht vor, mich nochmals damit verrückt zu machen.

Die Schriften von Mutter und Daunderer haben mich damals einfach nur noch genervt, ebenfalls das unerträgliche esoterische Gequatsche von Klinghardt (Kinesiologie).

Vor einiger Zeit gab es auf edubily.de Haaranalyse-Tests, dabei wurden scheinbar bei Chris und Co. hohe SM-Werte gemessen. Aktuell finde ich dazu nichts mehr.

Warum überhaupt greifst du zu potentiell gefährlichen Interventionen wie DMPS als Ausleitungsmassnahme, wenn es starke natürliche Chelate wie Selen und Zink gibt, die mit einigen SM selektiv sehr starke, praktisch unlösliche Komplexe bilden, welche dadurch (bio-)chemisch inaktiviert werden.

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 16.08.2017
 

 

Hallo Reinhard,

ein vorweg: Mir hilfst Du mit Deinen kritischen Fragestellung sehr! Damit ich für mich selbst die Themen kritisch beleuchte und "in Frage" stelle! Dafür ein Danke. Ernst gemeint!

Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass es den einen oder anderen auch irgendwann mal interessiert, wenn er hier nach Schwermetall oder DMPS sucht.

Ich nehme Dir aber jetzt einmal total gemein den Wind aus den Segeln ;-) ...und sage: Meinem Diaminoxidase-Enzym oder meinem Mitochondrium ist es total egal, ob das Quecksilber aus dem Fisch, der Luft, dem Wasser oder der Amalgam-Füllung kommt.

Wegen mit, weil schwierig zu beweisen: Der Belastung kommt nicht vom Amalgam. Granted. Es gibt dazu Untersuchungen, wo man Schafen radioaktives Hg als Amalgamfüllung in einen Zahn eingebracht hat und man 10-12h später feststellte, dass es sich in Leber/Niere/Hirn verteilt hat.

Aber auf der anderen Seite hast Du auch einen Punkt mit der tatsächlich besseren Zahngesundheit der Jüngeren.

So Amalagam ist vielleicht wirklich unschuldig. Vielleicht…wobei es in den Skandinavischen Ländern nur noch stark eingeschränkt zulässig ist. Aber vielleicht irren die auch oder sind zu vorsichtig.

Quecksilber und andere schlimme Metalle sind, wie Du korrekt beschrieben hast, in ganz vielen anderen Lebensmitteln und in Impfstoffen vorhanden.

Ich bin ja auch 101% bei Dir: Ein extrem gesunder Körper hat damit keine Probleme. Der baut das über den Schwefelanteil der Aminos ab.

Aber was wenn man nicht in diesem gesunden Zustand ist oder war? Was wenn man das nicht in der Vergangenheit so gelebt hat, so wie ich und wahrscheinlich sehr sehr viele, die erst durch den Doc „aufgewacht“ sind. Ich habe mich 43 Jahre falsch ernährt. Punkt. Der DGE geglaubt. Leider. Ich habe, im Ggs. zum Doc, sehr gern Fisch gegessen, vor allem Schwert- und Haifischsteaks. Bingo…wobei da wieder Kuklinski sagt: Da ist auch viel Selen drin, im Fisch, der das organische Quecksilber bindet.

Ergo: Du zitierst den Doc, der genau die gleichen Belastungsquellen zitiert wir z.B. Mutter und Kuklinski. Und der Doc sagt, wie man sich schützen kann (1:1 identisch mit Kuklinski).

Nur: Was ist, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und Du:

  1. Eine Candidabelastung im Darm inklusive Leaky Gut hast
  2. Eine bleierne Müdigkeit nicht mehr los wirst
  3. Plötzlich viele Nahrungsmittel nicht mehr verträgst
  4. Plötzliche starke Allergien/Neurodermitis hast/bekommst
  5. Keinen Tropfen Alkohol mehr verträgst im allerbesten Alter?

Dann könnte…wirklich könnte es an SM liegen. Wo man die sich wann eingefangen hat, ist mir vollkommen egal. Vielleicht habe ich eingangs zu sehr auf dem Thema Amalgam rumgeritten. Mag sein und nehme ich zurück.

Nur ich rate jedem, dann einfach mal dran zu denken, dass das ein Grund sein könnte. Es versteht sich als Denkanstoss, was man testen kann (leider etwas kompliziert, da es nur per DMPS/EDTA-Test zuverlässig geht…das ist leider mit Aufwand und Kosten verbunden; aber leider leider leider sind ALLE anderen Untersuchungen aussagelos!), wenn man einfach überhaupt nicht mehr weiter weiß…und zu allem Überfluss die Schulmedizin sagt: Ich kann in Ihrem 0815 Blutbild nix sehen. Ist halt so…Menschen werden alt (lachhaft…43!) und vertragen eben weniger.

Spätestens bei Candida muss es rappeln…die anderen Punkte können auch deutlich andere Faktoren haben. Der Doc hat sie häufig genannt.

Noch ein Beispiel: Ich habe seit 15 Jahren einen total niedrigen Kupferspiegel, auf beide Arten gemessen, wobei im Plasma er noch ok erscheint. Vollblut viel zu niedrig (0,64). Ich bin gespannt, ob der sich nächstes Jahr erhöht, jetzt wo das Hg aus meinem Körper deutlich reduziert wurde…weil vorher angeblich Kupfer keine Chance hat, das Hg aus der Verbindung zu verdrängen. Im Ggs. zum Magnesium, was wohl Aluminium verdrängen kann (Thema Masse).

Aber trotzdem auch nochmal an Dich die Frage zu Dr. Mutter. Ich fand das zitierte Buch sehr gut. Störte Dich nur die Herangehensweise zum Thema Amalgam bei ihm?

Und noch eine Frage: Findet man die edubily die von Dir beschriebenen Selbsttests? Würde mich interessieren, das nachzulesen, was die bei sich gefunden haben.

VG

Robert

Veröffentlicht von: Reinhard S.
Beiträge: 198
Angemeldet am: 26.08.2015
Veröffentlicht am: 15.08.2017
 

Hallo Robert, um das Thema von meiner Seite abzuschliessen, nur soviel:

Einen neuen Thread zu eröffnen, hielt ich für wenig sinnhaft, weil das Thema im Forum scheinbar nur wenig(e) interessiert und die Resonanz dementsprechend ist.

Nur ein kleines Gegenargument zu Allergien/Autoimmunprozesse (Kuklinski): gerade heutzutage nehmen Allergien vor allem bei jungen Leuten sprunghaft zu, in einer Zeit, wo es um die Zahngesundheit der jungen Generationen besser denn je bestellt ist. Gerade die Jungen haben praktisch alle keine Karies mehr und somit auch keine Amalgambelastung mehr. Ergo müsste m. E. eine Kausalität, ein Ursache-Wirkungs-Prinzip durch Quecksilber/SM bezüglich Allergien ausgeschlossen werden können. Da müssen wohl auch andere Mechanismen/Noxen/Umweltimmissionen im bösen Spiel mitmischen (multifaktoriell), denen wir alle ja mehr oder weniger ausgesetzt sind (Feinstaub, Abgase, Aluminiumpartikel, Mikroplastikpartikel, Bauchemie, Pestizide,Hormone, Antibiotika, Nanoteilchen, etc. pp).

Dr. Strunz hat sich übrigens zum Thema SM mehrfach geäussert:

https://www.strunz.com/de/news/hilfe-wir-werden-vergiftet..html

https://www.strunz.com/de/news/aluminium.html

https://www.strunz.com/de/news/fisch-nein-danke.html

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 15.08.2017
 

Ich hatte Reinhard privat geantwortet, könnte mir aber vorstellen, dass die Antwort generell interessant sein könnte, wenn man das Thema verfolgt.

Vorweg noch die Info aus dem Burgerstein bzw. von Dr. Kuklinski, was genau so problematisch an SM ist.

Ein Enzym arbeiet häufig mit einem Metall zusammen, Beispiel Diaminoxidase (DAO). Dieses DAO benötigt Kupfer. Quecksilber (Hg) ist nun leider in der Lage, das Kufper rauszuhauen und sich anstatt dort einzuhängen. Blöd, DAO kaputt.

Und ein SM in einer Zelle (fast alles an SM ist intrazellulär lt. Fachbüchern) kann Eiweiße beim Entstehen "entarten" lassen, weshalb die vom Immunsystem angegriffen werden. Das ist für mich ein extrem logischer Hinweis auf die unsäglichen Autoimmunerkrankungen. Denn was für einen Grund sollte der Körper schon haben, eigene Bausteine anzugreifen. Macht eigentlich keinen Sinn!

...aber es gibt auf der anderen Seite auch nicht allzuviele Studien zum Thema, z.B. haben Leute mit MS wirklich eine SM-Belastung? Wäre extrem interessant. Und stimmt die Vermutung von Dr. Kuklinski, dass vielen Allergien eine SM-Belastung zugrunde liegt?...Spannend, aber nur am lebenden Objekt durchführbar und somit schwierig.

Zudem ist die ganze Geschichte von der Schulmedizin nicht anerkannt. Gibt es nicht. Wie schon eingangs beschrieben: Alles Einbildung! Hat mich letzte Woche auch meine Krankenversicherung drüber aufgeklärt ;-) ...irgendwie habe ich es auch nicht anders erwartet.

So hier noch die Antwort an Reinhard:

"

Hallo Reinhard, danke für Deine Antwort. Ich versuche auch immer kritisch zu hinterfragen! Aber wie sagt man: Da wo Rauch ist, ist auch immer ein wenig Feuer. Bei mir war es nur ehrlich umgedreht. Ich hatte letztes Jahr eine aufkommende "Burn-Out" Situation ...wo ich ratlos war ob 15 Jahre recht gesunder Ernährung+Sport...und dann eben sich herausstellte, dass SM im Körper vorliegen. Und schließlich vermutet auch Kuklinski, dass viele Allergien von SM her kommen können. Der ist eigentlich nicht als Idiot verschrien. Für mich auch einfach die logischte Erklärung, ggf. auch für Autoimmunerkrankungen. Da die SM schwere Schäden anrichten können. Und in seinem Buch verweist Mutter auch auf ca. 100 Studien...also nicht nur ich meine, ich denke, ... Kuklinski ist nur widersprüchlich ob der Art und Weise der Ausleitung :-/ ...da widersprechen sich leider viele, Pro und Contra DMPS. Und ja...die "verdienen" viel Geld. So auch mein Doc in Berlin. Sehr viel Geld...aber ich für meinen Teil kann feststellen, dass die Ausleitungen sehr sehr wahrscheinlich bei mir (! Einzelfall) eine Menge bewirkt haben (ich habe natürlich auch sonst viel geändert, von daher keine eindeutige Ursache/Wirkung möglich). Wenn denn mal alles durch ist, dann fasse ich auch mal alle Probleme zusammen. Aber nochmal danke...hättest Du auch ruhig ein den Thread posten können ;-) ...ist ja interessant für alle, die sich damit beschäftigen. Und abwägen muss jeder selbst, was er macht. Ausleiten ist auch immer ein Risiko, aber ich habe so das Gefühl (Meinung, meine!) dass wir mit den meisten SM einfach nicht umgehen können...und die Blockieren Enzyme, was echt sch... ist! Das steht im Burgerstein bzw. bei allen "Experten"...

VG Robert

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 14.08.2017
 

Hallo Reinhard,

mehrere Fragen zu den recht schweren Vorwürfen von Dir.

1) Was ist denn alles Widersprüchlich am Thema SM? Die Laborergebnisse (Urin) sind doch total eindeutig.

2) Wo haben sich all die wenigen dt. Ärzte, die Ausleitung betreiben, lächerlich gemacht? Mit was?

Das würde mich sehr interessieren, was Du hier meinst/gelesen hast.

Ich bin übrigens 100% bei Dir und beim Doc, dass ein 100% gesunder Mensch, und dazu gehören sehr gute Blutwerte, sich keine Angst über SM machen muss. Null!!! Absolut nicht.

Frage: Wer hat die außer dem Doc? 5-15 Personen in Deutschland? Wer so gute Werte an Selen, Cystein, Vit. C, ...usw usw usw usw? Wer...hat die BEVOR man hier anfängt, Nerd zu werden ;-) ...ich zähle mich dazu...und den gesamten Themenkomplex anfängt, zu verstehen? Eher so: Niemand?

Ich bin somit auch der Meinung, dass ich mir heute keine Angst mehr machen muss über eine neue (!) Belastung, weil ich heute 5g Vit C nehme, Selen nehme, Gluthation sehr gut in den Zellen habe, NAC nehme, E,A, B-Komplex...usw usw usw nehme. Ja.

Nur jetzt die Pionte: So bekommst Du ein chronische Belastung nicht los. Das löst nämlich nix raus...sondern es verhindert, dass sich der Mist einlagert. Zwei verschiedene Paar Schuhe. Leider.

Von daher bin ich (!) heilfroh, dass ich nach 12 Ausleitungen, 3 sind noch geplant, die Werte so runterbekommen habe! Denn ich hatte kein negativ Placobo. Ich habe vor 25 Jahren alle Amalgamfüllungen rausnehmen lassen. Ich hatte exakt noch 0 Gedanken an diese alte Belastung...nur war ich dummerweise trotzdem krank: Die SM warten...verbleiben...schädigen...ziehen einen runter. Ob man das will oder nicht. Und ich merke und sehe, wie einige Probleme komplett weg sind, seit dem ich die SM mehr oder weniger los bin...

Ich habe überhaupt nicht mehr an die SM gedacht und fand den Test total unnötig, bis ich das Ergebnis in der Hand hatte. Und ich möchte für mich einen Quecksilberspiegel von exakt <=1 mcg im Körper haben! Denn auf dieses Szenario, was ich letztes Jahr hatte, habe ich keinen Bock mehr. Dett möchte ich nie wieder haben.

Ob das nun vom Amalgam kam oder vom Trinkwasser...oder Impfungen oder Fisch, ist mir in dem Zusammenhang vollkommen egal.

VG

Robert

Veröffentlicht von: Reinhard S.
Beiträge: 198
Angemeldet am: 26.08.2015
Veröffentlicht am: 09.08.2017
 

Wenn ich mich recht erinnere, habe ich damals eine einzige Infusionsbehandlung mit DMPS bei einem Arzt machen lassen. Später bin ich zu diesem Thema innerlich auf Distanz gegangen, auch weil so viel Widersprüchliches und Kontroverses kursiert.

Ich glaube, dass (wie wahrscheinlich bei mir damals) bei vielen ausgeprägte Nocebo-Effekte beim Thema Schwermetalle eine grosse Rolle spielen. Man muss nur lange und oft genug daran denken, man sei mit Quecksilber aus Zahnamalgam oder Nahrungsmitteln verseucht, man sei einer chronischen Vergiftung ohnmächtig und hilflos ausgeliefert, dann stellen sich auch fast zwanghaft (mehrheitlich eingebildete = psychosomatische bzw. somatoforme) Symptome ein aus der riesigen Bandbreite an allen möglichen und unmöglichen Beschwerden, die dem chronischen Merkurialismus von Amalgam-Gegnern zugeschrieben werden. Scharlatane und entsprechend ausgerichtete Ärzte haben dann leichtes Spiel mit diesen verunsicherten "Patienten".

Ich halte es mittlerweile mit Strunz: ein optimal versorgter Körper kann (wahrscheinlich) mit sämtlichen Noxen fertigwerden.

http://edubily.de/?s=amalgam

Veröffentlicht von: Gisela
Beiträge: 28
Angemeldet am: 21.04.2017
Veröffentlicht am: 09.08.2017
 

Hi Reinhard, hast du damals eine Ausleitung gemacht?

Und erinnerst du dich, was du gut gefunden hast? Ich würde gern
deine Einschätzung wissen.

VG

Veröffentlicht von: Reinhard S.
Beiträge: 198
Angemeldet am: 26.08.2015
Veröffentlicht am: 08.08.2017
 

Ich war vor zehn Jahren mal stark in dem Thema Schwermetalle und Zahnamalgam (v.a. Quecksilber) drin.

Mutter, Klinghardt und den verstorbenen Daunderer kann man einfach nicht ernst nehmen und kann sich deshalb auch nicht ernsthaft auf diese unsäglichen Verschwörungstheoretiker berufen, ohne sich dabei ein Stück weit lächerlich zu machen. Die drei haben haben das an sich wichtige und immer noch hochaktuelle Thema "Schwermetalle" dank ihren unbewiesenen, teils absurden Hypothesen und substanzlosen, grotesken, faktenfernen Annahmen gründlich überfrachtet und "wissenschaftlich" kaputt gemacht, so dass sich - so zumindest mein Eindruck - wirklich seriöse Wissenschaftler (Toxikologen/Biochemiker) an diesen Themenkreis nicht mehr herantrauen, auch aus Angst, sich die wissenschaftliche Reputation zu verscherzen.

Der US-Chemiker Cutler hingegen hat wohl in manchem recht; soweit ich mich noch erinnere, kann er vieles auch (bio-)chemisch begründen.

Für Dr. Strunz scheint das Thema keines zu sein. Wohl deshalb, weil ein idealtypisch gesunder, immunkompetenter Organismus (mit allen 47 Stoffen reichlich versorgt) mit allem, was da in seinem Körper kreucht und fleucht, fertig wird und in Schach halten kann, auch hochtoxische Schwermetalle.

In die gleiche Richtung stösst edubily, die aufgrund von Selbstanalysen zwar durchweg hohe SM-Belastungen gemessen hatten, wie bei Strunz aber keine besonderen Massnahmen empfohlen werden (und schon gar keine exotischen, gefährlichen Chelat-Therapien mit DMPS).

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 07.08.2017
 

Das Labor von Dr. Bayer hat eine frei verfügbare Statsitik plus Interpretation im Netz, die sehr lohnenswert ist im Hiblick auf Ausleitung und DMPS:

http://www.labor-bayer.de/publikationen/11_DrBayer-DMPS-2008.pdf

Vor allem für jeden individuell interessant, um seine eigene Belastung einzuordnen...in die Statistik. Ich sehe bei mir, dass meine Quecksilberbelastung noch im oberen drittel lag und möchte mir gar nicht vorstellen, wenn es Leuten geht, die das erst später erkennen und eine 10-fache Belastung haben :-/...das sind wahrscheinlich dann die, die nicht mehr arbeitsfähig sind.

 

 

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 04.08.2017
 

Hallo Ulli,

das ist zwar richtig; und für Vit C und Blei habe ich da auch eine Studie zu gelesen. Aber ich weiß nicht bzw. ich habe nix dazu gelesen, dass Vit C in der Lage wäre, Schwermetalle aus dem Bindegewebe heraus zu lösen und auszuleiten. Ich glaube, Vit. C kann nur im Blut befindliches SM ausleiten. Und das ist ja das wenigste...es schützt sicher vor neuen Einlagerungen.

Meine eigene Erfahrung besagt, dass Vit. C nicht das leisten kann, was DMPS+EDTA bei mir machen. Denn ich nehme seit 10/2016 2-5g am Tag...und zurückgehen tut die Belastung nur durch die Ausleitungen.

VG

Robert

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 168
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 04.08.2017
 

Vitamin C ist übrigens ein sehr guter (und billiger!) Schwermetall-Celator. Es gibt dazu ein sehr ausführliches YouTube-Video. Ich werde mal schauen ob ich das noch finde.

Gruß Uli

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 04.08.2017
 

Hallo Gisela,

vergessen: Du bist vollkommen zurecht skeptisch!!! Das wollte ich noch schreiben. Das bin ich ja auch, daher habe ich mir die Bücher besorgt. Ich traue da einfach niemandem mehr und will selbst verstehen, was da gemacht wird.

Aber ich habe keine andere sichere Alternative gefunden :-(...mir ist, ernst gemeint, die alleinige Ausleitung per Alge oder NAC oder Gluthation oder MSM, sprich per natürlichem Schwefel, zu gefährlich.

VG

Robert

PS: Ich werde aber NAC wohl ein Leben lang nehmen, um dem Körper täglich dabei zu helfen, den Mist, den wir in einer Stadt lebend einfach abbekommen, entsorgen zu können, neben Selen, C, A, E, Bs, ...

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 04.08.2017
 

Hallo Gisela,

natürlich ist DMPS nix natürliches. Es ist ein in Rußland erfundenes Mittel zur Behandlung von Bergarbeitern, die eine akute Quecksilbervergiftug haben.

Auch ganz klar an Alle: DMPS ist kein Kindergeburtstag! Dito EDTA und DMSA.

ABER...und jetzt kommt das "Aber":

Es ist der, mit großem Abstand, der sicherste Chelator. D.h. das sicherste Molekül, dass wenn es Quecksilber grabscht, es auch per Urin aus dem Körper rausbekommt. Und DMPS selbst hat sehr wenige eigene Nebenwirkungen. Die im Netz gefundenen kommen immer von sich zu viel gelöstem Schwermetall!!!

Es ist 10x stärker als DMSA. Und das wiederrum ist stärker als alle natürlichen Mittel auf Schwefelbasis.

Und das erklärt Cutler (Chemiker). Denn am Ende des Tages sind wir ein großer laufender Chemiebaukasten. Es laufen ständig Milliarden Reaktionen ab, ob man das will oder nicht.

Und die Chemie sagt: Schwefel bindet Quecksilber (Hg), ja. Aber Schwefel ist gleich stark in der Bindung wie Schwefel (eine Tautologie). Und wir haben im Körper eben eine ganze Menge davon: Schwefel.

Es besteht einfach ein Risiko, dass das durch z. B. Cystein oder Gluthation gebundene Hg dann doch wieder dieses Cystein verlässt und sich an ein anderes Körpermolukül bindet. Das kann ich aus chemischer Sicht 100% nachvollziehen. Leider.

Und genau diesen Effekt hat man bei DMPS nicht. ABER: Leute, die sehr hoch belastet sind, bei denen kommt es ggf. zu Problemen, insbesondere wenn DMPS falsch angewendet wird.

Und ich mache auch keinen Hehl draus. Ich hatte eine moderate Quecksilberbelastung (30), und hatte nach den ersten Ausleitungen jedes Mal Durchfall. Ab der ca. 5. nicht mehr. Inzwischen vertrage ich die super...und mein Hg ist inzwischen bei ca. <10.

Es empfielts ich, wie ich geschrieben habe, ggf. das Cutler Protokoll: DMPS oral über Monate einzunehmen, nach seinem Protokoll. Aber das sollte man mit einem Experten, wie z.B. Dr. Mutter besprechen. Selbst machen geht eh nicht weil verschreibungspflichtig.

Ich gebe mal nur das wieder, was ich in den Büchern gelesen habe. Und insgesamt ist das keine erfreuliche Sache...es ist kein kleiner Mangel, den man mal eben ausgleichen kann. Sondern es ist ein extrem ernstes Problem, was man jedoch nicht ignorieren kann, da es immer schlimmer wird! Und ggf. DER Hauptgrund aller Autoimmunerkrankungen (MS, Rheuma, ALS, Lupus, Hashi, Morbus X...) ist und eben auch eine Riesengefahr für Krebs.

Ich kann nur das Buch von Dr. Mutter empfehlen. Kostet 20 Euro und man bekommt einen guten Gesamtüberblick.

Ansonsten soll es nur eine Erfahrung sein, wie es mir erging. Und ja, DMPS kann gefährlich sein, vor allem wenn falsch angewendet (zB der Urin nicht vorher geprüft wird und der Patient "sauer" ist). Oder sagen wir es einmal so: Wenn ich keine SM hätte, dann würde ich im Leben nicht dieses Zeug in meine Adern einfließen lassen. Aber dank unserer Zahnärzte darf ich nun genau das machen und muss es auch noch selbst zahlen. Eine tolle Welt in der wir Leben! Aber hey...unsere Zahnärzte haben erst 2010 festgestellt, dass Amalgam total unegfährlich ist und weiterhin benutzt werden darf. Andere Länder haben es inzwischen verboten.

VG

Robert

Veröffentlicht von: Gisela
Beiträge: 28
Angemeldet am: 21.04.2017
Veröffentlicht am: 03.08.2017
 

Hi Robert,

also, ich bin skeptisch. Sorry. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind EDTA und DMPS „künstliche“ Aminosäuren und es hört sich gefährlich an. Welche Stoffe das wirklich sind, habe ich bisher nicht rausbekommen. Weißt du das?
Ich habe mir einige Videos (youtube) über Entgiftung angesehen, von Klinghardt und Mutter. Mir reicht es ersteinmal.

Runow zieht "natürliche“ Stoffe vor. Z.B red. Gluthation, Alpha-Liponsäure als Entgifter für Quecksilber. Sein Buch gefällt mir bisher am Besten. Zudem bin ich naturheilkundlich ausgerichtet, also gehe ich ersteinmal diesen Weg.

Weiterhin alles Gute.

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 03.08.2017
 

Gerne. Und noch zwei wichtige Hinweise:

1. Cutler ist gegen "normale" Schwefelverbindungen wie ALA, RALA, Cystein, Alge und co, da er sagt: Im Körper gibt es auch viel Schwefel. Und somit ist Schwefel kein Starker Chelator zum sicheren rausbringen. Kann man von der Warte schon verstehen...da könnte das Hg auf dem Weg raus doch wieder irgendwo an einem körpereigenen "gleichstarken" Schwefel hängen bleiben. Und Cutler ist Chemiker, von daher eine recht fundierte Idee/Aussage.

2. Mutter sagt: Auf jeden Falll DMPS, da DMPS der stärkste Chelator für Quecksilber ist. 10x stärker als DMSA.

Noch eine Buchempfehlung: Dr. Mutter, Lass Dich nicht vergiften.

Und 2 Zusammenhänge:

- Die Alkoholunverträglichkeit kann von den Schwermetallen her kommen

- Melatoninbildung (u.a.) wird durch Schermetalle behindert, blockert; weshalb betroffene gern Schlafprobleme haben...

Veröffentlicht von: Anika T.
Beiträge: 84
Angemeldet am: 02.01.2017
Veröffentlicht am: 02.08.2017
 

Danke Robert;-)

Werde mich jetzt mal genauer damit befassen!

LG. Anika

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 02.08.2017
 

Hallo Anika,

mein Doc heisst Dr. Ralf Heinrich und sitzt in Berlin, Charlottenburg. Thera Praxis und den kann ich sehr empfehlen.

Ein HP darf kein DMPS geben. Der macht nur DMSA...DMPS ist angeblich für Quecksilber wohl das Mittel der Wahl. Bzw. die sicherste Variante, wenn die Nieren i.O. sind. Das schreiben 4 von 5 Experten, die ich gelesen habe. Nur Cutler empfielt das nicht, der empfielt DMPS per oraler Einnahme. Siehe "Cutler Protokoll". Aber auch dafür braucht man ein Rezept (könnte interessant sein, weil viel viel günstiger!)

Ich persönlich bin mit den Ausleitungen gut gefahren so far...aber das ist natürlich keine Statistik. Nur ein Einzelfall und meine Belastung war mit 30 hoch. Nicht "richtig hoch". Und mein Arzt achtet auf alles, worauf man achten muss: Mineralien + Nieren.

VG

Robert

PS: Es gibt wohl einige Patienten, die eine Quecksilberbelastung von 200-300 haben :-/ ...es gibt aber auch Patienten, mit denen ich gesprochen habem, die bei 30 schon massive neurologische Probleme haben.

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 02.08.2017
 

Hallo Gisela,

nein, ich habe kein Gluthation direkt genommen, aber das bekommt man bei meinem Arzt im Rahmen der Ausleitung gespritzt. Nach den beiden Infusionen DMPS+EDTA kommt Gluthation und dann noch eine Aufbau-Infusion zum Ausgleich.

Zum Ausbohren: Unbedingt mit Sauerstoffversorgung, denn das Gas, was angeblich beim Ausbohren entsteht, ist das gefährliche. Einer schreibt zu "nur Kofferdamm", dass des Körperverletzung sei ;-) ...

Und den Test bitte erst machen, wenn ALLE Amalgamfüllungen weg sind. Wenn Kronen bereits vorhanden sind: Prüfen lassen, was da drunter ist.

Ein ggf. verschlucken von Metallspäne ist auch nicht toll, aber das gefährliche ist wohl das ausdünsten des Gases beim Ausbohren :-/...da der Körper das dann direkt aufnimmt, wenn man es einatmet...

Von daher nach einem Zahnarzt suchen, der das "nach den Regeln der Kunst" macht. Ist sicherer und erspart ggf. viele Ausleitungsinfusionen, die sehr teuer sind :-/...meine kosten 300 Euro je Session. Mit Test (jedes 5. Mal wird nachgetestet) nochmal 80 Euro mehr...und auch die PKV zahlt davon nur 50 % :-(

VG

Robert

 

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