Anfangs schlapp

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Veröffentlicht von: Jean S.
Beiträge: 160
Angemeldet am: 12.03.2016
Veröffentlicht am: 17.02.2017
 

"Kannst Du ein Buch empfehlen, was sich intensiver mit good carbs/bad carbs befasst?"

 

Paul Jaminet hat eine Menge zu dem Thema geschrieben, mal auf seiner Webseite vorbeischauen.

 

Liebe Grüße,

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 934
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 17.02.2017
 

"Und so kommt dann heute auch Pure, White and deadly an...Lektüre fürs WE :-)"

Coole Lektüre. Kann ich nur empfehlen.

Dazu dann vielleicht noch die Youtube-Videos von Dr. Robert Lustig:

* Sugar: The bitter Truth
* Fat Chance: Fructose 2.0
* The complete Skinny on Obesetiy

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 17.02.2017
 

Und ich hatte nie Probleme mit Insulin ...Zucker o.ä.. HbA1c war immer gut, Glukose immer gut, LDH immer gut. All die Jahre. BMI immer zwischen 22-24. (Tendenz aufgrund des Sports auch eher niedriger)

..aber wehe ich hatte um 12.00 Uhr nicht mein Mittagessen. Da wolltest Du mir nicht begegnen ;-) ...insgesamt war ich viel viel launischer. Kann aber auch daran liegen, dass ich nun endlich mal Aminos in Fülle im Blut habe. Dem Doc sei Dank!!!

Aber ich hatte eben, verdeckt undendeckt: Leaky Gut + dadurch dann die Typ 3 Allergien, die dann entstehen! Böses Thema, zum Glück noch gefunden bevor Autoimmunerkrankungen einschlagen!

Hauptgrund übrigens dafür: Schwermetallbelastung! Die nun stetig abgebaut wird.

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 17.02.2017
 

Ich bin eigentlich auch bei Thorsten, dass ich ihm zustimme, dass man nicht immer total verbissen an genau einer Sache festhalten muss. Insbesondere wenn man keine echte Erkrankung hat.

Was bei sehr sehr vielen aber zunächst der Fall ist. Nur präventiv sich so dermaßen umzustellen, wie meine Frau und ich das gemacht haben, ...ähm, da glaube ich nicht dran. Ich bin ein extrem konsequenter Mensch, und auch sehr neugierig, aber ohne "Probleme" (Leaky Gut, Erschöpfung, ...) hätte ich meinen Lebensstil niemals (!) geändert.

Ich liebte meine selbstgemachte Pasta und Pizza (aus demeter-Dinkelmehl, ...) und ich misse Sie schon ein wenig. Aber ich habe "Vollausschlag" bei allen Getreiden mit Gluten beim Typ3 Allergietest. Das in Kombination mit Dr. Perlmutters Ausführungen, was da dann alles so im Menschnen passiert, reicht, um zu sagen:

Nie wieder. Und dann bin ich auch konsequent.

Das ist ein sehr persönliches Problem. (was aber gar nicht so wenige haben ohne es zu wissen. Typ3 Allergien sind tricky zu finden). Und "meiner Paleo-Gruppe" sage ich auch: Wenn Ihr nie Probleme mit Weizen hattet, dann - mein Gott- esst es rugig mal, insbesondere wenn Ihr anschließend noch Sport macht.

Aper: Dazu kommt eben auch, dass es mir (!) viel viel besser geht, wo ich eben nur noch Paleo esse. Allein schon, dass ich ohne Kopfschmerzen zu bekommen und ohne unfaßbar launisch zu werden eine Mahlzeit einfach ausfallen lassen kann, ist für mich ein Riesenvorteil.

Aber ich finde die Diskussion auch extem interessant! Wichtig ist es, einen Standpunkt immer von vielen Positionen aus zu betrachten! Mal eine andere Sicht drauf wagen. Und so kommt dann heute auch Pure, White and deadly an...Lektüre fürs WE :-)

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 934
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 13.02.2017
 

D'accord  {#emotions_dlg.wink}

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 934
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 13.02.2017
 

Liebe Anja,

"Tut mir leid, aber eine gute „Insulinsensivität, ein aktives sportliches Leben und gute Ernährung“ gibt es nicht umsonst."

Auch das hat niemand behauptet.
Aber! Wenn man es geschafft hat, seine Stoffwechselfunktionen wieder in "geordnete" Bahnen zu bringen, reduziert sich die Notwendigkeit eine ganze Nährstoffgruppe dauerhaft vom Speiseplan zu streichen.

Eine Intervention, egal welche, mag einen guten Startpunkt darstellen, Ernährung, Leben, Gesundheit und Wohlbefinden ins Lot zu bringen. Das bedeutet aber nicht automatisch auch, dass ein chronisches, dauerhaftes Fortführen dieser Intervention auch dauerhaft von Vorteil ist.
Das Aufzeigen von Grenzen und Kontraindikationen einer Intervention gehört für mich genauso dazu, wie die Darstellung der Vorteile.

Ich finde es bisweilen erschreckend, in welche Extreme manche Diskussionen hier abdriften; nur weil man nicht jubel-jauchzend der "reinen Lehre" vom dauehaften Kohlenhydratverzicht huldigt.
Selbst Dr. Strunz betont gelegentlich (leider viel zu selten), dass Low-Carb und Ketose nicht für jeden dauerhaft gleichermaßen Vorteilhaft und/oder nötig ist.

Und nicht alle hier im Forum sind krebskrank, depressiv, fettleibig, Diabetiker oder sonstwie chronisch krank. Es tummeln sich genug Mitmenschen hier, die auch "nur" präventiv tätig werden wollen. Die  Tips für Körper, Training, Ernährung wissen wollen, um sich vielleicht doch noch etwas besser und Leistungsfähiger zu fühlen, ohne gleich einen Iron-Man ins Auge zu fassen oder dem Hochleistungssport frönen zu wollen. Die dem Alter(n) ein Schnippchen schlagen wollen, ohne jetzt schon als physisches Wrack daher zu kommen.

Die Menschen und ihre Befindlichkeiten und Ziel sind extrem vielfältig. Genauso wie die Wege und Möglichkeiten.

 

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: Dora L.
Beiträge: 1
Angemeldet am: 13.02.2017
Veröffentlicht am: 13.02.2017
 

Hallo zusammen,

bin noch neu hier und hab mich kurzerhand in Eure spannende Unterhaltung eingelesen.

Wie Robert hab ich auch mehrere Jahre Spitzensport (Kampfsport) getrieben mit oftmals 2 Trainingseinheiten am Tag. Leider hatte ich dazumals eine vorsteinzeitliche Ahnung von Ernährung.

Vor einigen Wochen habe ich einen beeindruckenden und sehr hilfreichen Beitrag über Leptinresistenz und Fructose im Zusammenhang mit dem Hormon Leptin gelesen. Diese Informationen haben mir erneut die Augen geöffnet.

Mehr über das Hormon Leptin und dessen Auswirkung auf unseren Stoffwechsel zu wissen, kann auf jeden Fall von grossem Vorteil sein, wenn man sich bewusst ernähren will.

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 934
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 13.02.2017
 

Hallo Anja,

"Ich verstehe nur nicht, warum immer wieder behauptet wird, dass man Pasta, Nudeln, Reis und co. bräuchte."

 

Das behauptet doch auch keiner (ich zumindest nicht).
Wenn man über eine gute Insulinsensitivität verfügt und ein (sportlich) aktives Leben führt und sich bewußt ernährt, muss man eben nicht konsequent darauf verzichten, sondern kann es sich einfach mal erlauben ohne gleich ein schlechtes Gewissen haben zu müssen oder eine "Carbo-Phobie" zu entwickeln.

"Und dass der Verzicht auf Getreide und Stärkehaltiges eine Einschränkung bedeutet. Tut es nicht. Im Gegegnteil. Wer das behauptet, hat es nie wirklich ausprobiert. "

Das dürfte sehr von der Wahrnehmung und den Prioritäten und Zielen eines jeden Einzelnen abhängen.

Frei nach dem Motto:
Arzt: Also wenn sie aufhören zu Rauchen, dem Alkohol entsagen und keine Weibergeschichten mehr haben, können sie 100 Jahre alt werden.
Patient: Aber Herr Doktor, warum sollte ich denn dann noch 100 Jahre alt werden wollen?

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 934
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 12.02.2017
 

"Aber ich mache eben auch kein NoCarb. Ich mache LowCarb mit Möhre, Süßkartoffel, Granatapfel, Apfel, Grapefruit, rote Beete, Zwiebel, Knoblauch, Sauerkraut, Pastinake, Nüssen, Petersilienwurzel, Dahl-Bohnen(wenig) und Amaranth (sehr wenig). Wären das für Dich auch "good carbs" oder hast Du noch weitere Ideen? Was sind für Dich good carbs über die von mir genannten hinaus?"

Das halte ich für eine ausgesprochen gute Einstellung und Umsetzung.
In Maßen finde ich auch Kartoffeln und Reis i.O.; besonders wenn man einen aktiven Lebensstil pflegt. Da kann man sich sogar auch mal Paste oder Pizza gönnen; sollte halt nicht zur Dauer-Hauptmahlzeit werden.

Good-Carbs ist für mich alles, was vollwertige Lebensmittel umfaßt. Also nicht nur Carb-Lieferant ohne weitere Nährstoffe. Bad-Carbs ist für mich alles was in hohem Maße Fruchtzucker enthält; vor allem, wenn dann auch noch Ballaststoffe fehlen.

Ob man das Ganze nun Low-Carb oder Mod-Carb nennt, ob man die Grenze bei 100g/d, 150g/d oder 200g/d zieht ist meines Erachtens eheer müßig. Wenn an immer mal wieder wechselt und sich nicht sklavisch mit Carb-Zählen selber stresst, macht man bestimmt schon eine Menge richtig.

Die Frage ist halt auch, wie weit will ich mich optimieren und was bin ich bereit dafür zu tun oder zu lassen. Einen 90% Stand sollte man recht unkompliziert erreichen können. Alles was darüber hinausgeht erfordert dann schon wieder einen extremen Aufwand (regelmäßig Messen, Buchführen, Verzicht, etc.) und birgt die Gefahr, daaa man unnötiger Weise seine Lebensqualität einschränkt, weil man ja unbedingt alles richtig machen will.

Wenn an sich gut fühlt und Energie hat und darüber hinaus sich einer guten Gesundheit erfreut, macht man ganz offensichtlich etwas richtig.

In diesem Sinne: Weiter so!

LG,
Thorsten

 

 

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 12.02.2017
 

@Gundula: Danke für die Korrektur. Habe extra das Buch geholt und trotzdem vertippt :-/

@Thorsten.

Extrem spannende Diskussion! Ich habe in den letzten 15 Jahren auch z.T. Leistungssport getrieben mit 6 Einheiten a 1,5h die Woche. Ich habe beim Paderborner Osterlauf auf 10KM 42min gelaufen und das als Nebensportart. Das ist tatsächlich schon ca. 13 Jahre her.

Was ich damals auch wollte: Ein paar Kilos abnehmen. Orientiert habe ich mich damals am "Dinosauriersatz" mit den KCal zählen. Hat exakt 0 gebracht wie der Doc schreibt: Ich habe damals zwar recht gute 42min gelaufen, aber ich habe in den 5 Monaten Training auf den Osterlauf naja..1 KG abgenommen.

Jetzt würde ich täglich 1 KG abnehmen wenn ich nicht aufpasse ;-) ...ist natürlich übertrieben, aber wahrscheinlich wären 1-2 KG die Woche ohne Probleme machbar. Jetzt habe ich das gar nicht mehr als Ziel, gar nicht, da ich sehr zufrieden bin mit meinem Gewicht.

Ist aber nur ein Aspekt, ich fühle mich einfach super. Und das obwohl ich momentan noch alle 2 Wochen eine Schwermetallausleitung bekomme, was einen ziemlich fertig macht. Nach drei Tagen habe ich die weggesteckt und bin wieder voll da.

Aber ich mache eben auch kein NoCarb. Ich mache LowCarb mit Möhre, Süßkartoffel, Granatapfel, Apfel, Grapefruit, rote Beete, Zwiebel, Knoblauch, Sauerkraut, Pastinake, Nüssen, Petersilienwurzel, Dahl-Bohnen(wenig) und Amaranth (sehr wenig). Wären das für Dich auch "good carbs" oder hast Du noch weitere Ideen? Was sind für Dich good carbs über die von mir genannten hinaus?

Sport mache ich aktuell übrigens auch 3-4 Woche, konstant die letzten 5 Jahre. Aber gut, so richtig gut geht es mir erst seit ich LowCarb machen und Aminos einwerfe wie blöde in Form von Tabletten, aber auch 3-5 Steaks die Woche. Da hatte ich definitiv Nulllinien...bei allen Aminos. Null...

VG

Robert

PS: OK, bis vor kurzem habe ich über die Woche ca. 3 KG Brot vernichtet, gern auch mehr. Das war natürlich ein Carb-Bombardement... :-(...und gern auch mal 3-4 Stück Kuchen zum Frühstück. Waren locker alleine schon 200g Carbs. Nur zum Frühstück...vielleicht war das alleine auch schon einfach zu viel des Guten. Ganz sicher sogar.

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 934
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 12.02.2017
 

Ich sehe durchaus die positiven Effekte eine temporären Low-Carb oder Keto-Phase. Habe ich ja auch erfolgreich durchgezogen.

Aber als Dauer-Ernährungskonzept, ohne eine entsprechende gesundheitliche Not (z.B. Diabetes) sehe ich das aber nicht.Da bin ich überzeugt davon, dass Vielfalt und Abwechslung in der Ernährung, ohne dauerhafte Extreme, genetisch "korrekter" ist.

LG,
Thorsten

 

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 934
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 12.02.2017
 

Hallo Robert,

"So, hier geht es um den Blutzuckerspiegel. Was Du durch LowCarb erreichen möchtest ist einen konstanten Insulin-Spiegel im Blut. Dadurch werden viele negative Punkte (schlechte Laune, Heißhunger, Müdigkeit) eliminiert."

Genau das ist der Punkt: Insulin; bzw. kein überschießendes Insulin mehr.

Das kann man natürlich durch Low-/No-Carb erreichen. Oder durch eine gute Insulinsensitivität Und/oder durch Sport (dann können Muskelzellen Glukose auch ohne Insulin aufnehmen).

Ich bevorzuge letzteres, weil ich dann meinen Stoffwechsel nicht in ein Extrem drücke sondern mir meine metabolische Flexibilität bewahre.

Übrigens halte ich auch nicht sehr viel von einem konstant niedrigen Insulinspiegel. Der darf ruhig schwanken; mal ein bisschen rauf, mal schön niedrig. Insulin ist schlieslich mehr, als nur der Türöffner für Insulin, um in die Zellen zu gelangen (z.B. auch um Tryptophan ins Hirn zu bekommen, Wachstumsfaktor, Vermittler von Leptinwirkung / Sättigung).

Wie man z.B. durch geschickte Nahrungsmittelkombination die insulinogene Wirkung einer Mahlzeit kontrollieren kann, kann man schön am "Insulin Food Index" sehen (und über manche Kombinationen staunen).

Anstatt mich in totalem Verzicht zu üben, bevorzugen ich lieber, überschüssigen Carbs/Glukose zu verbrauchen. Das hilft mir dann auch noch mit anderen positiven Effekten.
Das komplette Weglassen einer ganzen Makronährstoffgruppe halte ich auch nicht für "genetisch korrekt".

Aber wie gesagt, jeder so wie er mag und es ihm gut tut.

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: Gundula K.
Beiträge: 305
Angemeldet am: 06.11.2016
Veröffentlicht am: 12.02.2017
 

Lieber Robert, liebe Foristen, :-)

 

kleine Korrektur, damit das Buch auch gefunden wird.

Die Dame heißt Dr. Anne Katharina Zschocke. 

 

Sie hat mehrere Bücher geschrieben, u.a. auch über die EM = Effektive Mikroorganismen. Und auf Grund ihrer Bücher habe ich mir die EM als tägliche Darmnahrung besorgt.  :-)

 

Lieben Gruß Gundula

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 12.02.2017
 

Hallo Thorsten,

Dein Satz "Interessant wäre mal eine Studie oder Datensammlung über die Höhe des Blutzuckerspiegels bei Menschen in Ketose (Low-/no-Carb). Nachdem, was ich bis jetzt darüber (auch hier im Forum) mitbekommen habe, haben Menschen in Ketose eben keinen (signifikant) niedrigeren Blutzuckerspiegel. Was das Low-/No-Carb zumindest in Bezug auf den Blutzuckerspiegel ad Absurdum führen würde."

Alles im Blut wird von den Zellen/vom Körper in sehr engen Konfidenzintervallen konstant gehalten, so gut es geht. Daher sind die ja auch die Serumswerte fast aller Mineralien vollkommen aussagelos. Wenn die nicht mehr stimmen, steht man mit einem Bein im Grab.

So, hier geht es um den Blutzuckerspiegel. Was Du durch LowCarb erreichen möchtest ist einen konstanten Insulin-Spiegel im Blut. Dadurch werden viele negative Punkte (schlechte Laune, Heißhunger, Müdigkeit) eliminiert.

Den Blutzuckerspiegel im Blut hält der Körper konstant, denn sonst würden die Muskelzellen und vieles andere keine Versorgung bekommen...wobei wobei die meiste Zellen in Ihren Mitos ja lieber Fett verbrennen. Die roten waren die ohne Mitos, wenn ich mich recht erinnere. Die wollen wahrscheinlich über den Zucker im Blut versorgt werden.

Und LowCarb will verhindern, dass man Fett wird. So einfach :-) ...denn ich esse jetzt Fett ohne Ende und nehme aktuell eher ab, sprich muss tierisch drauf achten, meine Kilos zu halten.

Ich habe gestern übrigens noch einen Punkt gefunden, wo Glukose durch Candida im Stressmoment zu Alkohol umgeandelt wird (Buch von K. Tschoke, Darmbakterien...sehr gut das Buch, bis auf dass Sie eine LowCarb Ungläubige ist ;-) ...aber es sei ihr verziehen, da die Zusammenhänge zum Bionom sehr gut beschrieben sind )...und damit massiv die Leber belasten kann. Des dürfte mir passiert sein, weshalb ich das Jahr 2017 als (weiteres) alkoholfreies Jahr deklariert habe :-/ ...und das als Weinliebhaber. Das ist hart. Aber jetzt weiß ich, wo meine ganze Leberbelastung herkam (immer noch an der Zunge zu sehen. Die Blutwerte waren noch normal. Aber die sind ja auch extrem träge wie wir vom Doc gelernt haben).

Der Candida geht jedoch stark zurück (schon 80% weg)...und der Rest wird noch weggehen wenn die Schwermetalle endgültig ganz raus sind ausm Körper. Wenn. Dann ist 6 Monate Erholung angesagt für die Leber. Wobei ich Ihr jetzt schon alles gebe, was Ihr hilft :-/

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 10.02.2017
 

Danke Thorsten für die Infos! Ich werde mir das Buch dann doch mal besorgen, um den Carb-Stoffwechsel noch ein wenig zu vertiefen.

Man darf nicht den Fehler machen (gerichtet an mich ;-) ), von sich auf andere zu schließen. Aktuell ist es so, dass es allen, die ich seit 4 Wochen "angesteckt" habe mit LowCarb, sehr gut geht. Viel besser als vorher. Fast alle haben einen extrem gesteigerten Antrieb und bei einem Arbeitskollegen ist die Neurodermitis so gut wie weg. Bei mir selbst ist es eine unglaublich irre Entwicklung im Bereich Power, einfach extrem positiv. Und nach nun 5 Wochen auch bei meiner Frau.

Aber:Ca. 10 ist noch eine extrem schlechte Statistik und es ist jetzt auch noch kein so langer Zeitraum. Somit abwarten :-)

Veröffentlicht von: Gundula K.
Beiträge: 305
Angemeldet am: 06.11.2016
Veröffentlicht am: 10.02.2017
 

Lieber Thorsten, lieber Robert, liebe Foristen,  :-)

 

mein Opa konnte noch nachweislich mit seinen (wirklich) großen Ohren wackeln ...

Hat mir in meiner Kindheit immer großen Spaß gemacht, das zu sehen.

 

Da hat aber die Anpassung "geschlafen" ...

 

Die Evolutionssprünge dagegen halte ich für wahrscheinlich. Manches wurde dringend gebraucht, da ging die Anpassung schneller. Manches dagegen war unnötig, aber nicht schädlich, da hat "man" es als Überbleibsel gelassen.

 

Lieben Gruß Gundula

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 934
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 10.02.2017
 

"Perlmutter schreibt, dass es für eine "Anpassung/Mutation" 80.000 Jahre braucht"

Wenn ich mir die Besiedelung der Erde durch den modernen Menschen ansehe, erscheinen mir 80.000 Jahre sehr hoch gegriffen. Die Anpassungen an Laktose (Nordeuropäer), einen besonderen Fettstoffwechsel (Eskimos) und einen Kohlenhydratstoffwechsel (Ost-Asiaten) muss in deutlich kürzerer Zeit stattgefunden haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Spreading_homo_sapiens_la.svg

Auch habe ich mal gelesen, dass derartige Anpassungen/Mutationen nicht langsam, schleichend stattfinden, sondern in Sprüngen; aber ich bin kein Genetiker...

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 934
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 10.02.2017
 

"Nur insbesondere im Winter wird der "Steini" rein auf Fettverbrennung gelaufen sein, da man irgendwann in einem tiefen Winter in Mitteleuropa einfach nix mehr gefunden haben wird außer: Wild. Ggf. auch mal Insekten (Ameisen). Oder ein paar Nüsse."

Das mag eine durchaus plausible und zutreffende Annahme sein.

Allerdings haben sich auch schon "Profis" durchaus geirrt, wenn es um (prä)historische Ernährungsfragen geht:

https://www.welt.de/geschichte/article128811235/Beruehmter-Brotfund-entpuppt-sich-als-Steinzeit-Kot.html

{#emotions_dlg.wink}

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 934
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 10.02.2017
 

Lieber Robert,

"Kannst Du ein Buch empfehlen, was sich intensiver mit good carbs/bad carbs befasst?"
Ein spezielles Buch zu dieser Thematik fällt mir nicht ein, aber die Ausführungen von Dr. Robert Lustig, gerade auch zu den Metabolisierungswegen von Glukose und Fruktose/Alkohol fand ich sehr informativ.

"Und Ananas, Apfel + Grapefruit + Granatapfel kommt auch alles auf den Tisch."
Ganze Früchte (nicht nur Saft) sind ok, wenn man Maß hält. Es kommt leider nicht von ungefähr, dass Affen in diversen Zoos schon Bananenverbot haben, weil die Früchte mittlerweile so (frucht)zuckerhaltig gezüchtet sind, dass die Affen Diabetes entwickeln.

"Aber er hat eben auch diese interessante Reaktion genannt, wonach eben die Fettsäuren schneller/leichter oxidieren können, wenn sich da ein Carb dranhängt."
Schon, aber da sind halt nicht alle Carbs gleich. Es wäre sicher auch nicht von Vorteil den Blutzuckerspiegel (Glukose) unter seine physiologische Untergrenze absenken zu wollen.

"Der Doc hat in seinen Büchern gedanklich auch immer eine Referenz darauf mit dem Hintergrund, warum Carbs gefährlich sind."
Und genau da habe ich massive Probleme; mit dieser Gleichmacherei ohne weitere Differenzierung.

"Mit Fructose wollte ich eher auf den Paleo-Hintergrund hinaus: In der Reifezeit haben wir uns damals "zu Recht" den  Bauch vollgeschlagen. Um über den Winter zu kommen. Daher Fett."
Das mag mal ein sehr sinnvoller Mechanismus gewesen sein. Aber bei Obstversorgung rund ums Jahr und Zucker- und Fruktosezusatz in industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln (...Fruktose-Sirup) findet leider allzuoft eine Überfrachtung mit Fruchtzucker statt; dann kommen noch Fruchtsäfte hinzu, die immer noch von vielen als besonders gesund angesehen werden.

"Aber der halbe Apfel am Tag ist dann, aus meiner Sicht, sehr sinnvoll, weil er den Insulinspiegel nicht so sehr antriggert."
Wahrscheinlich zumindest nicht schädlich.
Übrigens ist Insulin nicht nur schlecht. Es ist eine der wichtigsten anabolen Substanzen im Körper. Es sollte halt nur nicht dauerhaft erhöht sein.

"Ist es auch nicht interessant, so generell, dass der Körper mit höchster Prio:
Alkohol abbaut
Carbs abbaut
und dann erst Fett."

Carbs (Glukose) und Fett können von nahezu jeder Körperzellen verwertet werden. Ich sehe sie daher als Energielieferant und nicht als etwas, dessen sich der Körper durch Abbau entledigen müsste.
Alkohol und Fruktose werden dagegen nahezu ausnahmslos in der Leber abgebaut; und zwar auf nahezu identische Art und Weise. Im Rest des Körpers können beide Schäden anrichten. Bei übermäßigem Konsum schaden sie auch der Leber; das sind Merkmale eines Giftes.

Interessant wäre mal eine Studie oder Datensammlung über die Höhe des Blutzuckerspiegels bei Menschen in Ketose (Low-/no-Carb). Nachdem, was ich bis jetzt darüber (auch hier im Forum) mitbekommen habe, haben Menschen in Ketose eben keinen (signifikant) niedrigeren Blutzuckerspiegel. Was das Low-/No-Carb zumindest in Bezug auf den Blutzuckerspiegel ad Absurdum führen würde. Sollte die eigentliche Wirkungsweise eine Andere sein, z.B. niedrigerer Insulinspiegel, ließe sich das auch anderweitig realisieren (Insulinsensitivität verbessern, Insulinresistenz abbauen).

Ich habe Probleme mit der Vorzustellung, dass eine dauerhafte, extreme Ernährungsform "genetisch korrekt" für uns ist. Zumal es reichlich Beispiele für gesunde und langlebige Völker gibt die High-Carb leben. Die Thematik dürfte also deutlich komplexer und kontextabhängier sein als ein oft kolportiertes "laß einfach alle Carbs weg".

Letzten Endes muss jeder für sich, seinen Kontext, seine Ziele und Prioritäten eine sinnvolle Ernährungsweise und Lebensweise finden. Es gibt kein "One Size Fits All". Fraglich bleibt auch, ob eine anfangs positive Intervention auch auf Dauer von Vorteil ist.

 

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 10.02.2017
 

Hallo Gundula,

genau so würde ich es programmieren, wenn der default (Standard) "Fettverbrennung" lauten würde. So kam mir die Idee beim Lesen der Bücher.

;-)

Aber obs stimmt...

Nur insbesondere im Winter wird der "Steini" rein auf Fettverbrennung gelaufen sein, da man irgendwann in einem tiefen Winter in Mitteleuropa einfach nix mehr gefunden haben wird außer: Wild. Ggf. auch mal Insekten (Ameisen). Oder ein paar Nüsse. Aber wenn der Boden gerforen ist, dann wird das auch schwierig. Also musste man dem Wild nachstellen...nehme ich mal an. Und da wären wir dann beim Doc und seiner "Eiweiss-Ernährung".

Von "Paleo-Kritikern" kommt dann immer: Ja, der Stoffwechsel hat sich doch längst umgestellt (sieht man insbesondere bei den Amis, wie "toll" das klappt ...hüstel); da schreibt Strunz, dass in einigen tausend Jahren die Mitteleuropäer immerhin Laktose auch als Erwachsene vertragen, was Asiaten idR nicht tun. Perlmutter schreibt, dass es für eine "Anpassung/Mutation" 80.000 Jahre braucht. Jetzt müsste hier mal einer mitlesen, der sich mit Genetik gut auskennt :-)

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