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Thema Anleitung

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Veröffentlicht von: Michaela W.
Beiträge: 1653
Angemeldet am: 19.11.2008
Veröffentlicht am: 25.07.2013

Hallo Edith, das ist ja Wahnsinn! Das hätte ich nicht gedacht, dass die Leute, die bei der Tafel essen noch Geld für Zigaretten haben. Ich werde in meinen schlimmsten Vorurteilen bestätigt. Ich hatte gehofft, dass ich mich irre. Sag mal, wo nimmst Du denn die Motivation her, da noch weiter zu machen? LG, Michaela

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Veröffentlicht von: Edith N.
Beiträge: 41
Angemeldet am: 25.03.2006
Veröffentlicht am: 11.07.2013

Hallo Michaela, ja, das frage ich mich auch.... Durch diverse Kontakte dort lerne ich ein ganz anderes Weltbild kennen. Die Kinder unserer Kunden sind in der Regel sehr sauber angezogen. Dadurch zeigt sich die gute Mutter. Es wird auch versucht, nur mit teurem Markenwaschmittel zu waschen. In der Warteschlange (Viele sind früh da) wird von mindestens der Hälfte geraucht. Da bekomme ich das erste "Cortisol-Problem"(gem Doc :"Überirdisch erhöht"), wenn ich die schweren Kisten mit dem abgeholten Essen in unsere Räumlichkeiten trage. Die "Vollversorgung" bei uns wird also komplett erwartet. Es kommt nur ganz ganz selten mal jemand auf die Idee, mit anzupacken. Es ist wie eine Dienstleistung, die selbstverständlich ist. Gestern hatten wir Berge von Äpfeln (mit braunen Stellen),Bananen (normale Große und diese winzigen, kleinen Biobananen, die ich mir gar nicht leiste, da sehr teuer)und halt das normale Gemüse und so. Und: FRUCHTZ....E (Ich scheibe es extra nicht aus) für die Kinder. Da kam dann mal eine gewisse "Aktivität" in die Truppe.... Und- auch wenn ich nicht glaube, das in diesem Grünzeug und Obst noch Vitamine drinnen sind- ich habe mich anschließend noch mit meinen Tieren zusammen über Blumenkohl, Bananen, Naturjoghurt, Biomehrkornbrot und Peperonie gefreut. Oooooohm....

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Veröffentlicht von: Michaela W.
Beiträge: 1653
Angemeldet am: 19.11.2008
Veröffentlicht am: 09.07.2013

Hallo Edith, das ist ja krass, dass sich die Leute auf das minderwertige Zeug stürzen. Da kann man sich fragen, ob es wohl die schlechte Ernährung ist die arm macht, statt umgekehrt. Mit Weißbrot und Fertiggerichten kann man nicht fit und beruflich erfolgreich sein, oder? LG, Michaela

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Veröffentlicht von: Edith N.
Beiträge: 41
Angemeldet am: 25.03.2006
Veröffentlicht am: 07.07.2013

Ich arbeite freiwillig bei einer der sogenannten "Tafeln". Wenn dort Ausgabetage sind, achte ich immer auf das, was unsere "Kunden" sich so aussuchen: Der Run ist als erstes auf Weißbrot, auf Chips, auf Fertiggerichte aller Art( da gibts dann sehr häufig Streit drum). Obst und Gemüse wird nur in noch bestem Zustand gnädig angenommen von Vielen: "Nä, kannst selber essen". Ich nehme dann Vieles selber noch mit, was wir nicht loswurden. Berge von Biomehrkorn-Kastenbroten (Würde ich mir selber so gar nicht leisten) Es bleibt sehr viel mehr "Gesundkram" übrig, als Essen, welches zur erfolgreichen Kohlenhydratmast taugt. Und ich dann da dazwischen, meinem Magnesium "Oooooohm....) sei Dank. Die "gesündesten Sachen" bleiben dann immer für meine Ponys übrig.....

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Veröffentlicht von: Monika G.
Beiträge: 32
Angemeldet am: 16.03.2011
Veröffentlicht am: 03.07.2013

Christian Rach hat eine Reportage über gesünderes Essen an Schulkantinen gemacht. Er hat eine Mutter gefragt, ob sie bereit sei, 16 Euro pro Monat zu bezahlen, damit ihr Kind in der Schule gesünderes und besseres Essen bekommt. Antwort: "Das geht nicht, was mach ich denn, wenn die anderen zwei Kinder in die Schule kommen? Und bald bekomme ich ja das Vierte..." Also, man hat keine 16 Euro übrig, um seinem Kind ein gesundes Essen an der Schule zu ermöglichen, kann es sich aber leisten, vier Kinder in die Welt zu setzen. Da stimmt etwas gewaltig nicht bei gewissen Leuten... LG, Moni

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Veröffentlicht von: Rainer M.
Beiträge: 49
Angemeldet am: 16.04.2013
Veröffentlicht am: 03.07.2013

Also der smoothie von Sven würde mir definitiv nicht reichen, oder vielleicht für zwei Stunden :), die 10 Eier, 1 Pfund Quark und Pflücksalat vom Balkon passt dann schon eher für einen Tag. Es ist bestimmt eine Sache der Aufmerksamkeit , das Richtige einzukaufen, aber unter 5 Euro am Tag ist schon knapp. Mal ganz abgesehen von den NEM´s, die würden wohl komplett wegfallen. Über einen Besuch beim Doc, um alles erstmal messen zu lassen, wollen wir gar nicht reden.

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Veröffentlicht von: Hubert L.
Beiträge: 268
Angemeldet am: 02.06.2005
Veröffentlicht am: 02.07.2013

Was kostet der 10er Pack Eier? Was kostet das Pfund Quark? Was kostet Gemüse aus dem Garten, oder vom Balkon? Was kosten die Kräuter, Pilze aus dem Wald? Was kostet ein Lachs Filet und eine Packung Spinat und Bio Gemüse beim Discounter? Was kosten Zigaretten? Was kosten Fertigprodukte? Was kostet Alkohol? Geld ist eher nicht das Problem. Eher die Gleichgültigkeit dem eigenen Körper gegenüber. Wenn dann der erste Herzinfarkt, Gehirnschlag usw. erfolgt ist, kommt das große Gejammer. Wie konnte das passieren? Aber dafür gibt es ja zum Glück die Pharma Medizin! Abhilfe? Außer einer Aufklärung, die es leider offiziell noch nicht gibt, hilft leider nichts. Selbst ein Verbot von Sucht-Stoffen hilft nicht. Siehe Prohibition in den USA.

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Veröffentlicht von: Sven D.
Beiträge: 9
Angemeldet am: 09.08.2012
Veröffentlicht am: 02.07.2013

Mit 4,40€ am Tag würde ich mir einen sättigenden grünen Smoothie mit selbstgepflückten Wildkräutern, etwas Obst und etwas Eiweißpulver machen, eine Dose Fisch aufmachen und grünen Tee trinken. Womit ich nicht sagen will, dass 4,40€ ausreichend sind... Harz-IV Empfänger haben evtl. sogar mehr Zeit (und Zwang) sich über ihre Ernährung Gedanken zu machen als mancher berufstätige Familienvater. Und übergewichtige Intelligente gibt es doch reichlich, ich kenne sogar einige, die Strunz-Bücher gelesen haben... ;-) Ich gebe aber zu, dass Intelligenz und Bildung hilfreich sind um gegen den Strom zu schwimmen und all die guten Ratschläge zu sortieren.

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Veröffentlicht von: Bernd B.
Beiträge: 227
Angemeldet am: 25.06.2011
Veröffentlicht am: 30.06.2013

Joa, das stimmt allerdings.... wer etwas tun will, der braucht ne Anleitung. Nur was, wenn diese Anleitung für die normale Alltagspraxis des konkret Betroffenen nicht durchführbar ist? Ich schreibe diese Zeilen mit tiefer Betroffenheit. Denn "die Übergewichtigen", von denen in diesen News wieder und wieder die Rede ist, das sind NICHT die Gebildeteren, die sich hier im Forum tummeln. "Die Übergewichtigen", das sind leider im wesentlichen die unteren Gesellschaftsschichten. Die Hartz-IV-Empfänger. Die Geringverdiener. Die kaum mehr als den Hartz-IV-Satz von 4,40 Euro pro Tag für Essen haben. Wie sollen die "ihren Genen folgen", wo praktisch alle für dieses Geld zu bekommende Nahrungsmittel Mehl und/ oder Zucker enthalten? Ich frag mich wirklich manchmal, in welcher Welt manche(r) so lebt. Ernsthaft. Deswegen stimmt es ja auch: "Jeder Arzt könnte ...". Jeder Arzt, ja. Aber nicht der arbeitslose Lagerarbeiter oder die Kassiererin mit Kind und vllt 800 Euro im Monat. Nur sind DIE leider gerade die Betroffenen, wenn's um Übergewicht geht. Darüber sollte man mal nachdenken.

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