Blutzucker

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Thema Blutzucker

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Veröffentlicht von: Cordula P.
Beiträge: 8
Angemeldet am: 07.03.2015
Veröffentlicht am: 21.02.2016

Hallo Markus,

Vielen Dank für Deine Info! Hab ich das jetzt davon, dass ich das Strunz´sche no-carb / low-carb Mantra zu ernst genommen habe?

Von ärztlicher Seite kommen ja leider keine differenzierten Empfehlungen - immerhin kam schon mal low-carb als Ernährungsempfehlung damals vom Endokrinologen. Hab ich auch gemacht. Ich bin allerdings auch nicht hyperkonsequent, weshalb ich meine, dass mein Mikrobiom auch immer wieder Nachschub bekommt. Allerdings meutern meine Darmbakterien immer wieder mal - Du könntest schon recht haben damit, dass die mit meiner Fütterung wohl nicht so glücklich sind. 

Ich werde mich einlesen.

Viele Grüße

Cordula

 

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Veröffentlicht von: Markus
Beiträge: 578
Angemeldet am: 25.07.2013
Veröffentlicht am: 18.02.2016

Hallo Cordula,

 

ja, jetzt hast du halt eine physiologische insulinresistenz. Lösung: Baue so alle 5 bis 7 Tage einen Highcarb-Tag ein, etwa mit 1 kg Kartoffeln und Obst. Dazu (fast) kein Fett und beliebig Protein. Achte auf genug Magnesium, B-Vitamine und Chrom.

PS: lies dich bitte in das Thema "resistente Stärke" und Ballaststoffe , du könntest deine Darmflora mit deiner Carbphobie ausgehungert haben.

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Veröffentlicht von: Cordula P.
Beiträge: 8
Angemeldet am: 07.03.2015
Veröffentlicht am: 18.02.2016

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage an Euch, die mir kein Arzt grade beantworten mag:

Vor ca 2 Jahren wurde bei mir eine Insulinresistenz festgestellt, aber ein normaler HbA1c von 5,7, also noch nicht schlecht. Ich habe danach Kh´s heruntergefahren - besonders im letzten Jahr, nachdem beim Kongress für menschliche Medizin wieder viel Input und Motivation dazu kam.

Nun habe ich seit ein paar Wochen damit begonnen, meinen Blutzucker zu testen - auch weil ich nach wie vor Probleme mit extremer Müdigkeit während des Tages zu kämpfen habe (geht mir so seit ca 15 Jahren, es wurde langsam etwas besser). 

Nun sind meine Nüchternwerte eigentlich immer über 100 - gerne auch über 120 - was mir große Sorge macht. Ich habe Khs weitgehend von meinem Speiseplan gestrichen und schwelge viel in Gemüse mit übersichtlichen Mengen an Protein dazu.

Gestern nun habe ich stresseshalber total gesündigt und mich abends Schokolade getröstet - ja, ich weiß, das hilft nix, wenn man geärgert wird, sollte man lieber eine Runde um den Block laufen. Heute morgen nun habe ich einen Nüchternwert von 87 !!!

Jetzt kann - und will -ich nicht mehr zurückfallen in alte Ernährungsgewohnheiten, weil ich die Folgen ja kenne. Aber was soll ich tun, um meine Insulinresistenz in den Griff zu bekommen und nicht weiter in Richtung Diabetes abzudriften - und vernünftige Nüchternwerte hinzubekommen?

Ausreißer nach oben gibts übrigens auch nach Mahlzeiten nicht - habe nie höhere Werte als  ca. 150 gemessen.

Ganz herzlichen Dank für jeden Hinweis!

Liebe Grüße

Cordula

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Veröffentlicht von: Emma.
Beiträge: 37
Angemeldet am: 30.01.2014
Veröffentlicht am: 17.02.2016

Hallo Thorsten und Thomas, 

danke für Eure Erfahrungen und Erklärungen, die mir gleich zu Beginn meines Vorhabens die Vorzüge der Ketose zu geniesen mögliche Grenzen aufzeigen. Ich werde meinen Eiweißkonsum etwas vermindern und hoffe, dass mein Körper den Sprung schafft, auf vorhandenes Fett zuzugreifen - und den Blutzucker behalte ich dabei im Auge. 

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Veröffentlicht von: Nina B.
Beiträge: 29
Angemeldet am: 15.02.2016
Veröffentlicht am: 16.02.2016

Mein Bluzucker war eine Zeit lang recht hoch (nüchtern bei etwa 110 mg/dl). Das komische daran war, dass ich an meiner Ernährung nichts sonderlich verändert hatte. Mittlerweile ist alles wieder normal. Woran das lag, kann ich wirklich nicht sagen. 

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Veröffentlicht von: Thomas V.
Beiträge: 181
Angemeldet am: 27.01.2016
Veröffentlicht am: 14.02.2016

hallo thorsten.

die gluconeogese vermutete ich auch schon. neu war mir aber die physiologische insulinresistenz. und genau das wird bei mir vermutlich der fall sein. hinzu kommt, dass sich seit 3 monaten auch der ldl-wert stark nach oben bewegte und gleichzeitig der hdl-abfiel-auch anzeichen für diese spezielle insulinresistenz.

danke für diesen hinweis!

vor einem viertel jahr waren die werte noch super, nur der eiweisspiegel lag mit 7.5 so la,la. habe daraufhin die tägliche eiweisszufuhr von 150g auf 200g erhöht. bin 182 und wiege 71 kg. vor einem viertel jahr war mein gewicht nur noch 68 kg.

ketonkörper habe ich bis 55g kohlenhydrate registriert. ohne mtc war bei 30 bis35 g kh.

um eine gluconeogese zu vermeiden habe ich mehr fett zu mir genommen: zusätzlich 90 gramm olivenol täglich plus 40g mct-öl . das gesättigte fett aus tierischer nahrung sollte verbrannt werden, das gute olivenöl und das omega3 öl in den zellen eingelagert werden...hat nicht so wirklich geklappt.

mein gewicht stabilisierte sich daraufhin bei 71 kg. 

wie könnte ich jetzt am besten vorgehen? werde mir ein blutzuckergerät besorgen, und dann testen wie ich darauf reagiere, wenn ich kh auf 70g heraufsetze und eiweiss allmählich reduzieren. die kohlenhydrate noch weiter nach oben zu schrauben, würde ich nur sehr widerwillig machen.

 

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 579
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 13.02.2016

Hallo ihr Lieben.

 

Des Rätsels Lösung heißt "Gluconeogenese".

Der Menschliche Körper kann Glucose (Zucker) aus Eiweiß selber hersellen. Das passiert vor allem dann, wenn wenig Glukose zugeführt wird, wenig Fett-Kalorien (schnell) verfügbar sind  und ein entsprechend großes Angebot an Proteinen vorliegt. Dann macht sich der Körper seinen Energieträger Zucker selber, da er ofenbar noch nicht auf Fettstoffwechsel umgestellt hat; dank ausreichend Eiweiß und evtl. wenig Nahrungsfett hat er dazu ja auch keinen Grund...

Low-Carb funktioniert nur dann vernünftig, wenn man den Energieedarf über (kurz- bis mittelkettige) Fettsäuren deckt und die Eiweißzufuhr nicht übertreibt.

Das heißt auch, das Low-Carb zwar durchaus für Ausdauertraining funktioniert, aber eben nicht für Krafttraining mit dem Ziel Muskelaufbau / Muskelwachstum. Dafür bräuchte man wieder viel Eiweiß und eine ausreichende Menge Carbs. Mindestens soviel, dass der Körper nicht auf Gluconeogenese zurückgreifen muss; schließlich soll er aus dem Eiweiß Muskeln bauen und nicht Zucker.

Eskimos z.B., mit ihrer eiweisreichen, fettreichen Low-Carb Ernährung waren eben nicht in Ketose.

 

Hinzu kommt, dass Low-Carb & High-Protein Ernährung zu einer physiologischen Insulinresistenz führt. Das heißt, der per Glukoneogenese produzierte Zucker wird zu alem Überfluß auch noch schlechter verwertet (Insulinresistenz) und dümpelt dann länger im Blut herum.

Auf edubily gibt es zu diesem Themenkomplex eine Reihe interessanter Beiträge.

 

LG,
Thorsten

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Veröffentlicht von: Thomas V.
Beiträge: 181
Angemeldet am: 27.01.2016
Veröffentlicht am: 13.02.2016

Bei mir ist es auch eigenartig mit dem Blutzucker.

Unter HighCarb hatte ich Nüchternwerte um die 100. bei knapp 100g Kohlenhydrate und 120 bis 150 g Eiweiss lag ich nüchtern um75 und bei ca. 50 g Kh und 200g Eiweiss liege ich mit einem Mal wieder nüchtern bei 95!

Ich nehm seit dem eigentlich nur noch mct-Öl plus viel Olivenol (0.5l pro Woche) zusätzlich zu mir.

...Magic...{#emotions_dlg.undecided}

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Veröffentlicht von: Emma.
Beiträge: 37
Angemeldet am: 30.01.2014
Veröffentlicht am: 13.02.2016

Hallo, ich habe eine Frage zum Blutzucker: Nach vielen Jahren Low Carb ernähre ich mich seit einer knappen Woche No Carb - ca. 25g KH und 125g EW. Ich hatte geglaubt, dass mein Blutzucker sich dadurch verringert, er liegt aber ziemlich konstant bei 5,4, auch morgens nüchtern nach 5km Lauf... LG Heidelies

PS: Ich bin gesund, 1,78cm groß und wiege 69kg

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