Borreliose - Langzeiterfahrungen

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Veröffentlicht von : Andrea W.
Beiträge: 475
Angemeldet am : 06.09.2017
Veröffentlicht am : 06.08.2018
 

Die Therapie in der Türkei? Da hattest Du von EBV geschrieben, ich wusste nicht, dass die auch Borreliose behandeln ...

Bitte berichte von Deinen Langzeiterfahrungen.

Ich bin ehrlich, ich gebe nicht viel auf Verbesserungen, die erst seit kurzem sind. Ich habe auch immer mal Phasen, wo ich sogar 6 Wochen am Stück mich perfekt fühle, null Energieprobleme etc. habe und ich denke "wow, du bist jetzt drüber hinweg!" - bis sie auf einmal wiederkommen.

Daher bin ich skeptisch (auch bei den  Dingen, die ich persönlich unternehme), mich überzeugt immer erst was, wenn es langfristig erfolgreich ist.

Bisher habe ich zu Borreliose nur das Buhner Protocol gefunden, was das bewerkstelligen kann (gem. Kommentare und Rückmeldungen dazu im Internet). 
Aber ich lasse mich natürlich immer eines Besseren belehren - wer heilt hat bekanntlich Recht!

Veröffentlicht von : Katzenfreundin
Beiträge: 42
Angemeldet am : 26.05.2017
Veröffentlicht am : 06.08.2018
 

Hallo Andrea, ich glaube ich hatte dir im Frühjahr per PN schon mal davon geschrieben

Veröffentlicht von : Andrea W.
Beiträge: 475
Angemeldet am : 06.09.2017
Veröffentlicht am : 06.08.2018
 

Hallo Katzenfreundin,

welche Therapie hast Du denn gemacht?

Veröffentlicht von : Katzenfreundin
Beiträge: 42
Angemeldet am : 26.05.2017
Veröffentlicht am : 05.08.2018
 

Bei mir wurde kürzlich auch neben den bereits bekannten EBV und Herpes zusätzlich noch Borreliose festgestellt. Mit dieser Trias war mein Immunsystem völlig überfordet, was zu dauerhafter Erschöpfung und immer wiederkehrenden Herpesausbrüchen mit zusätzlicher Ermüdung führte. Das Immunsystem kann sich immer nur auf einen Erreger konzentrieren, liegen mehrere vor, können diese sich ungestört austoben und den Körper schwächen. Die exzessive Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln war in meinem Fall völlig kontraproduktiv.

 

Ich gehe nun einen naturheilkundlichen Weg und war dafür vor 3 Wochen zur Behandlung im Ausland. Die Behandlung hat bereits angeschlagen, bei der Kontrolluntersuchung meines Blutes wurden deutlich gesunkene Werte festgestellt, ich fühle mich inzwischen bereits erheblich besser. Die noch vorhandene Müdigkeit schiebe ich jetzt eher der Hitze zu, wegen der ich derzeit nur sehr schlecht und sehr wenig schlafen kann.

 

Eine weitere Behandlung habe ich für das kommende Frühjahr vorgesehen. Insgesamt wird es ca. 3 Jahre dauern, bis die Viren und Borrelien stumm gestellt sind, ich bin aber bereits jetzt sehr zuversichtlich.

Veröffentlicht von : Andrea W.
Beiträge: 475
Angemeldet am : 06.09.2017
Veröffentlicht am : 05.08.2018
 

Bei einer Borreliose bitte immer auch an Co-Infektionen denken und das prüfen lassen:

- Chlamydia
- Babesien
- Bartonellen
- Ehrlichia
- Anaplasma
- Mykoplasmen
- EBV Virus

Meist kommt eine Borreliose nie alleine ! Eigene Erfahrung! 



Veröffentlicht von : Saskia
Beiträge: 92
Angemeldet am : 08.04.2010
Veröffentlicht am : 30.06.2018
 

Hallo Pamina :-),

an erster Stelle ist es mir ganz wichtig, noch mal zu bekräftigen, dass die Wanderröte fast immer verschwindet und dass man daraus keinerlei Rückschlüsse ziehen kann, ob sich die Borrelien weiter ausbreiten oder nicht.

Bei der Behandlung muss man grundsätzlich unterscheiden, ob es sich um ein Frühstadium, so wie bei dir jetzt, oder einen schon länger gehenden chronischen Verlauf handelt.

Meine Aussage mit den pflanzlichen Mitteln bezog sich in erster Linie auf Letzeres. Es gibt auch Möglichkeiten im Frühstadium und ich habe lange überlegt, ob ich das hier überhaupt schreibe, weil ich das nicht ohne mächtige Bauchschmerzen empfehlen kann. Die "Folgekosten", falls es doch nicht funktioniert sind einfach so hoch, dagegen ist ein mit Antibiotika "versauter" Darm Kinderkram.

Von den Sachen, die man in Eigenregie machen kann, fand ich Buhner-Protokoll am besten:

www.buhnerhealinglyme.com

In diesem Fall würde er Astragalus 3000 mg/d für 30 Tage und 1000 mg weiter auf unbestimmte Zeit u. eventl. auch homöopathisch Ledum und Apis (zusätzlich) empfehlen. Und inzwischen auch eine Paste aus Andrographis Tinktur und "green clay" zum einreiben der Stelle. (Das meinte ich mit "einfach" im Bezug auf das Doxy :-))

Ansonsten auch einen in Kräuterkunde wirklich fitten Heilpraktiker konsultieren.

Woran machst du fest, dass dein Immunsystem fit genug ist? Borrelien sind zwar Bakterien, aber mit anderen bakteriellen Infektionen nicht zu vergleichen, insbesondere nicht, wenn sie genügend Zeit hatten.

Wenn ich jetzt noch mal eine Zecke bei mir oder meinem Kind finde, nehme ich auch Ledum. Bei Wanderröte würde ich ohne Zögern auf Doxy bzw. Amoxy zurückgreifen.

Was grundsätzlich eine gute Strategie ist: sich abends gründlich absuchen, wenn man im Grünen war, wenn die Saugzeit der Zecke nur kurz war, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Erreger übertragen werden konnten deutlich geringer.

Und dann will ich dir keine Angst machen oder Panik verbreiten, aber ich würde nicht mehr allzu lange warten und mit der Behandlung beginnen.

Viel Erfolg und LG

Saskia

Veröffentlicht von : Pamina
Beiträge: 11
Angemeldet am : 22.01.2018
Veröffentlicht am : 29.06.2018
 

Liebe Saskia,

ganz herzlichen Dank für Deine Antwort.

Sogar Herr Dr. Strunz hat mir heute geraten, unbedingt Doxycyclin zu nehmen. Kurz darauf sagte mir eine seit kurzem mit mir befreundete Heilpraktikerin, dass sie mit Ledum C200 ihre eigene Wanderröte schnell zum Abklingen gebracht habe. Also schöpfte ich wieder Hoffnung und rannte sofort in die Apotheke. Aber als ich mich weiter den ganzen Nachmittag nur mit Lesen von Büchern über Borreliose befasste, kam ich zu der Erkenntnis, dass damit wohl die Röte weg ist, die auch bald von alleine verschwinden würde, aber die Borreliose trotzdem bleibt und Beschwerden auch erst in ein paar Jahren auftreten. Aber vielleicht nur, wenn das Immunsystem am Boden ist?

 

Du schreibst: „Sogar mein Heilpraktiker, Homöopath und Phytotherapeut und ganz bestimmt keine Anhänger von Schulmedizin und Antibiotika, empfiehlt in diesem Fall, das Doxy zu nehmen. Einfach, schnell verfügbar, kostengünstig und sehr gut wirksam.“

Aber andererseits schreibst Du

Ja, es gibt Möglichkeiten, Borreliose mit pflanzlichen Mitteln zu behandeln,“

Meinst Du damit ausschließlich mit pflanzlichen Mitteln oder lediglich als Ergänzung zur Antibiose? Welche pflanzlichen Mittel wären das?

 

Liebe Grüße,

Pamina

 

Veröffentlicht von : Saskia
Beiträge: 92
Angemeldet am : 08.04.2010
Veröffentlicht am : 29.06.2018
 

Liebe Pamina,

ich hatte dir gestern schon geantwortet, aber leider scheint der Beitrag hier nicht angekommen zu sein.

Ich habe mich aufgrund persönlicher Betroffenheit sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigt und im Rahmen von Selbsthilfe auch viele Krankengeschichten gehört. Genau genommen, könnte ich einen Roman dazu schreiben, doch ich versuche mich kurz zu fassen:

Du hast Glück, dass die Borreliose in diesem Stadium erkannt wurde. Die Chancen, dass du die Sache mit dem Doxy komplett los wirst sind sehr hoch.

Alles was später erkannt wird ist deutlich komplizierter, mit oder ohne Antibiotika.

Es gibt viele tolle Möglichkeiten, wie du dich während und nach der Antibiose um deinen Darm kümmern kannst.

Sogar mein Heilpraktiker, Homöopath und Phytotherapeut und ganz bestimmt keine Anhänger von Schulmedizin und Antibiotika, empfiehlt in diesem Fall, das zu nehmen.

Die Tatsache, dass du eine Wanderröte hast ist aussagekräftiger als jeder Laborbefund, dass aktuell eine Borrelieninfektion vorliegt.

Bei mir war es so, dass ich erst später mit der Behandlung beginnen konnte, weil nicht eher erkannt. Ein paar Monate haben gereicht, dass sich die Borrelien derart in meinem Körper etablieren konnten, dass mit Antibiotika nicht mehr wirklich was zu reißen war. Was danach kam war sehr unangenehm und leidvoll. Ich hätte damals mein Immunsystem auch als fit bezeichnet und meine körperliche Verfassung war super, hatte schon seit einigen Jahren „gestrunzt“.

Ja, es gibt Möglichkeiten, Borreliose mit pflanzlichen Mitteln zu behandeln, Storl ist nach meiner Erfahrung nicht die beste davon.

So weit von mir im Telegrammstil.

LG Saskia

Veröffentlicht von : Pamina
Beiträge: 11
Angemeldet am : 22.01.2018
Veröffentlicht am : 28.06.2018
 

Bis vor 2 Monaten hatte mich in meinem langen Leben nur einmal eine Zecke befallen, aber im letzten Monat innerhalb von 2 Wochen entdeckte ich 6. Bis auf eine vollgesaugte waren alle noch winzig klein. An der Stelle wo ich die vollgesaugte fand, hat sich nun eine Wanderröte gebildet. Vor 3 Tagen hat die Ärztin Blut abgenommen und heute soll ich das Ergebnis bekommen. Ein Rezept für 200mg für 20 Tage hat sie mir schon ausgestellt.

Ich habe ein gut funktionierendes Immunsystem und einen gut funktionierenden Darm, den ich mir durch ein Antibiotikum nicht kaputt machen lassen will.

Ich habe alles gelesen, was Forumsmitglieder zu Borreliose geschrieben haben. Interessieren würde mich, ob sie auch nach Jahren beschwerdefrei sind, wenn sie sich gegen die Antibiose entschieden haben.

Z.B. schrieb Christel B am 13.08.2010

Ich hatte mich damals sehr umgehört und dabei festgestellt, dass die immer wiederkehrenden Infusionen den Leuten, mit denen ich sprach, nicht halfen. Also ging ich nach KA. Heute würde ich vielleicht zuerst zum Doc fahren und mein Immunsystem topfit machen. Das sollte die Borrelien in Schach halten.“

Oder Reinhard M am 11.08.2010

ich hatte mal Borreliose. Irgendwie hat mein Körper das ohne Hilfsmittel geregelt. „

Oder Ludwig T am 12.08.2010

über Borreliose kannst Du sehr viel aus dem Buch von Dr. Wolf-Dieter Storl erfahren, noch schneller aus seinem CD-Hörbuch "Borreliose natürlich heilen". Im Buch wird auch jemand genannt, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, Borreliose-Erkrankten zu helfen. Mein Tipp: Hör auf die, die ihre Borreliose dauerhaft heilen konnten. Storl gehört dazu.“

Das Buch von Storl habe ich mir bestellt.

Wer kann mir von Langzeiterfolgen oder auch von Langzeitmisserfolgen ohne Antibiotikum berichten?         

Liebe Grüße und schon jetzt Danke für Euere Antworten.

 

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