Das Rind und das Gedächtnis

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Thema Das Rind und das Gedächtnis

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Veröffentlicht von: Karlson v.
Beiträge: 61
Angemeldet am: 19.02.2006
Veröffentlicht am: 24.11.2009

Hallo Aexa, herzlichen Dank für Deine Ernährungsvorschläge. Deinen Gedanken kann ich allerdings nicht ganz folgen. Was hat erhitzte Nahrung im allgemeinen, die wir vermutlich seit 1.500.000Jahren essen mit Diabetikern zu tun? Letztere haben ein "Problem" mit zu vielen Kohlenhydraten, die wir Menschen in unseren Breiten erst seit ca. 5.000Jahren essen. Um den Unterschied bzw. den Faktor besser zu erkennen, habe ich die Zahlen mal ausgeschrieben ;-) Du schreibst, dass niemand an Kochkost angepaßt ist. Woher weißt Du das? Es werden durch das Erhitzen eine Menge Nährstoffe zerstört, andere wiederum werden besser verwertbar. Als Beispiele können das Lycopen der Tomate und das Betacarotin der Möhre herhalten. Das Gehirn des Menschen macht 2% seiner Körpermasse aus, eine wahre Stoffwechselschleuder! Das "intelligenteste" Tier schafft es gerade auf 1%. Um sich so einen verschwenderischen Luxus erlauben zu können, muß ein anderes Organ oder Organsystem kleiner ausfallen. (Der Energieverbrauch aller Organe zusammengezählt bezogen auf die Körpergröße scheint bei vielen (allen?) Lebewesen gleich zu sein) Beim Menschen ist es der Verdauungstrakt, der relativ klein ist für das Körpergewicht. Es muß dafür in der Evolution einen Grund gegeben haben, vielleicht energiereiche, leicht verdauliche Nahrung? Läßt sich mit Hitze erreichen... Jaja, ich weiß, es gibt noch eine weitere These: Aus der Zeit, als wir Aasfresser waren, bedienten wir uns des Hirns und Knochenmarks, dass jedes wilde Tier übrig läßt. Ist sicherlich auch ein Grund... Grundsätzlich gebe ich Dir Recht, dass Rohkost Kochkost vorzuziehen ist, zumal wir in der heutigen Zeit wirklich keinen Energie- oder Fettmangel mehr haben (müssen). Das kann ich wie Du, allerdings nicht begründen sondern spiegelt nur mein Bauchgefühl wieder. Viele Grüße, Karlson

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Veröffentlicht von: Karlson v.
Beiträge: 61
Angemeldet am: 19.02.2006
Veröffentlicht am: 19.11.2009

Hallo Reinhardt, in dem Artikel stehen zwar die 300.000Jahre, aber nicht so eindeutig, wie Du es beschreibst: Einige Autoren gehen von 790.000Jahren aus, ferner wird eine noch ältere Fundstelle genannt, deren Alter bei Wikipedia nicht angegeben ist. Schrenk (Die Frühzeit des Menschen) geht von den bereits zitierten 1,5Mio Jahren aus, bei Junker (Die Evolution des Menschen)habe ich ebenfalls die 790.000Jahre gefunden. Die Jagt ist ebenfalls schon viel früher belegt, wobei schon wesentlich früher Fleisch konsumiert wurde. Vor ca. 2Mio Jahren erschien Homo erectus auf der Bildfläche, über den Schrenk folgendes schreibt: "Auch erste Hinweise auf eine gezielte Jagt stammen vom H.E. Aus Funden von..." Bevor ich mich entscheide, ob mir das Ganze zu kompliziert ist, möchte ich das Thema und die Zusammenhänge erst einmal verstanden haben. Dann sehen wir weiter... Und dafür brauche ich auch kein Arzt zu sein ;) Hallo Burckhard, interessanter Beitrag. Ißt Du Dein Biofleisch tatsächlich (täglich?) roh oder getrocknet? Von welchen Tieren? Wie ernährst Du Dich sonst? Hast Du schon einmal Dein Aminogramm bestimmt? Wäre klasse, wenn Du etwas mehr über Dich verraten könntest ;) Neulich war ich bei einem Kollegen eingeladen und staunte nicht schlecht: es gab rohen Lachs und Thunfisch mit Soja-Sauce! Fisch schmeckt roh tatsächlich wesentlich weniger "fischig". Ist allerdings nicht mein Fall... Viele Grüße, Karlson

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Veröffentlicht von: Aexa W.
Beiträge: 1174
Angemeldet am: 12.12.2008
Veröffentlicht am: 19.11.2009

Waren Pizza-Essen. Mein Nachbar ass Carpaccio (rohes Rinderfilet, dünn geschnitten mit zitrone, Parmesan und Rauke) - und ich dachte: Lieber davon 2 Portionen und satt werden, als den Pizza-Schmuh … Dünn geschnitten und mit Zitrone, Gewürzen etc. schmeckt Rindfleisch. gebraten: Kokosfett ist am besten. An Kochkost angepasst … gute Witz. Meinst du, dass die Diabetiker nicht angepasst sind? Oder warum kriegen sie´s? Niemand ist an Kochkost angepasst. Und alle haben ihre Süchte. Sonst würde jeder Rohkost und allein R. essen und das Altersheim wäre eine Partyzone :) Gruss

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Veröffentlicht von: Burckhard P.
Beiträge: 2
Angemeldet am: 17.11.2009
Veröffentlicht am: 17.11.2009

Du hast die Lösung schon gefunden. Zum Braten nimmt man gesättigte Fette,z.B. Rinder/Hammeltalg oder Kokosnußöl. Besser ist natürlich immer nicht zu braten, denn damit ißt Du nur totes Zeug. Man kann Bio-Fleisch auch roh essen oder unter 40° trocknen. Das schmeckt besser als erhitzt und wirkt im Körper basisch. Schau Dir Eskimos und Lappen an. Werden damit uralt. Erst wenn sie unsere Nahrung essen sterben sie einen frühen Tod. Lieben Gruß Burckhard

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Veröffentlicht von: Reinhard M.
Beiträge: 1809
Angemeldet am: 04.03.2008
Veröffentlicht am: 17.11.2009

Hallo Karlson, na ja, ganz so ist das nicht. Lt. Wikipedia besteht nur bis zu einem Zeitraum vom 300.000 Jahren wissenschaftlicher Konsens. Davor ist das schon eher vage. Das dürfte auch der Beginn der Jagd gewesen sein, dem Beginn größeren Fleischkonsums. Dr. Strunz sagt von sich selbst, dass er Neurotiker ist. Er will auch dem letzten freien Radikal den Garaus machen. Doch der Aufwand dafür steigt exponential. Wie die Energie, die man braucht, um die Lichtgechwindigkeit zu erreichen. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie weit er gehen will, um Gesundheitsbeeinträchtigungen zu vermeiden. Schließlich soll man ja nebenbei das Leben nicht vergessen und wir sind auch keine Ärzte.

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Veröffentlicht von: Karlson v.
Beiträge: 61
Angemeldet am: 19.02.2006
Veröffentlicht am: 16.11.2009

Hallo zusammen, über dieses Thema würde ich gern mehr erfahren. Grundsätzlich denke ich, dass wir an erhitzte Nahrung angepaßt sind, der Gebrauch des Feuers ist seit ca. 1,5Mio Jahren belegt! Dass es Unterschiede in der Zubereitung gibt, war mir nicht klar. Ferner zeigt das Beispiel, dass man sich vor dieser Nahrung anscheinend auch nicht durch Antioxidantien schützen kann, das Zeug ist schließlich schon oxidiert, bevor es in den Körper gelangt. Eine weitere Folgerung wäre für mich ein "Ölwechsel" beim Braten in der Pfanne. Olivenöl, Rapsöl etc. haben Anteile mehrfach ungesättigter Fettsäuren, die besonders reaktionsfreudig sind und daher leicht oxidieren. Diese sind zwar nicht mit dem VLDL vergleichbar, eine negative Wirkung kann ich mir aber auch vorstellen. Ist es demnach nicht sinnvoll, grundsätzlich beim Braten ausschließlich gesättigte Fette wie Rindertalg, Kokosöl etc. zu verwenden? Kennt hier jemand Literatur, die sich näher mit der Qualitätsveränderung der Nahrung durch Erhitzen auseinandersetzt? Aus welchen Buch ist das in den News zitierte Beispiel? Naja, letzten Endes kann man es drehen und wenden wie man will: Das Beispiel zeigt einfach, dass wir "Leben" essen müssen. Leider funktioniert das bei meiner genetisch korrekten Eiweißquelle "Fleisch" nicht, hier brauche ich einen halbwegs tragbaren Kompromiß... Viele Grüße, Karlson

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