Diabetikertag

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Thema Diabetikertag

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Veröffentlicht von: Anna C.
Beiträge: 68
Angemeldet am: 29.10.2010
Veröffentlicht am: 11.11.2010

Hallo, interessant dass dieser Beitrag grade heute auftaucht. Da hab ich heute doch was passendes erlebt. War heute bei meinen Schwiegereltern zum Mittagessen; mein Schwiegervater hat grade einen Herzinfarkt hinter sich und 2 Stents gesetzt bekommen, bekommt Cholesterinsenker und Blutverduenner, "weil das ist ja alles genetisch, sein Vater hatte auch dickes Blut"; meine Schwiegermutter ist Diabetikerin. Da sie ihre Mutter hat qualvoll an Diatbetes sterben gesehen lehnt sie Spritzen (und Ärzte) generell ab, sondern ernährt sich seit Jahren nach einem strengen Plan, mit dem sie auch gut klar kommt. Und sie ist super schlank. Also diese beiden Menschen meinten jetzt sie müssen mir was über abnehmen erzählen, während sie mir in Öl (kein Oliven-) schwimmendes Gemüse mit Kroketten und Kalbsrouladen servieren, von denen meine Schwiegermutter nicht mal was ist, denn "Durch die Atkins Diät wurde bewiesen dass zu viele Proteine dem Herz schaden", deswegen isst sie keine. Und das weiss sie so gut weil sie eine Bekannte hat die eine Krankenschwester kennt die ihr das erzählt hat. Und dazu gab es natürlich noch Baguette als Beilage, Käse und Salat und dann noch einen Apfelkuchen. Da sie mit Argusaugen meine Teller überwachten, musste ich die Kroketten und den Kuchen essen. Dafür war ich dann 2 Stunden laufen um das wieder loszuwerden. Sie sind so stolz auf ihr Olivenöl und über die Omega3 Margarine, und mir tut es leid zu wissen dass es ihnen mit nur etwas Änderung schon viel besser gehen wurde, aber sie sind so überzeugt es zu wissen, weil vor 20 Jahren der Arzt gesagt es ist richtig so und sie seit dem bei keinem mehr waren (zumindest wegen der Diabetes). Und da Frankreich in solchen Dingen Deutschland noch ca 10 Jahre hinterher ist, werden die beiden die "Denkrevolution" wohl nicht mehr erleben. Und ich muss da sitzen und mein Wissen verschweigen, denn ich bin ja nur ne dumme Deutsche und es ist bekannt dass die Deutschen nur Kartoffeln und Sauerkraut essen. Ich kann ihnen ja nicht mal Artikel unter die Nase reiben, denn es gibt keine franz Literatur zu dem Thema. Und im Internet steht sowieso mehr Unfug als wirkliches Wissen. Bei so viel Ignoranz wünsche ich mir meine Antidepressiva zurück um wieder emotionslos zu werden. So, das wollte ich schon lange mal loswerden, DANKE!

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Veröffentlicht von: Lydia B.
Beiträge: 1
Angemeldet am: 10.11.2010
Veröffentlicht am: 10.11.2010

Hallo, ich melde mich hier mal als Diabetiker zu Wort. Bei mir wurde im Alter von 18 Jahren eine Vorstufe zum Diabetis Mellitus diagnostiziert + das metabolische Syndrom. Und wie lange wurde nun die Theorien von Strunz nicht anerkannt? Bis heute sitze ich bei dem ein oder anderen Diätassistenten oder auch bei Ärtzen, die mir pro Mahlzeit 60% KH andrehen wollen. Aber das bringt doch nichts. Dann habe ich Strunz entdeckt und Bücher gelesen, endlich mal den Tank zugedreht mit Hilfe einer anderen Diätassistentin. 50g KH am Tag in der strengen Phase und ja auch ich als Diabetiker hatte damit keine großen Probleme. Und prompt: - 9 Kilo. Es ist nicht leicht, aber das hat mir gezeigt, es ist möglich. Und Strunz weiß das schon lange, wir hier auch - es wird Zeit, dass auch die restliche Welt das versteht. Vor Allem die Deutschen sollten mal auf die Zahlen sehen, die uns Übergewichtige und Diabetiker in der Bundesrepublik zeigen. Strunz hat recht. vollkommen.

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Veröffentlicht von: Monika W.
Beiträge: 495
Angemeldet am: 27.04.2006
Veröffentlicht am: 18.12.2009

Danke Maritta - als FigurCoach hatte ich schon einige Erfolgserlebnisse, zum Teil schon nach einer Woche! Und ich selber habe es ja an mir erfahren... Ich hätte den Auftrag natürlich auch absagen können. Als freier Mitarbeiter kann ich das jederzeit. Abgesehen davon, dass ich das Geld gut brauchen kann, hat es mich aber auch brennend interessiert und wenn ich privat dahin gegangen wäre, hätte ich manche Sachen so nicht erfahren. Da wurde auch schon mal ein noch expertiger Experte um Hilfe gerufen, da ich ja die Presse war und man mir bei Unsicherheiten nichts Falsches erzählen wollte. Immerhin ist meine Hoffnung machende Botschaft im Artikel drin geblieben. In der anderen Tageszeitung (Markgräfler Tagblatt) ist nämlich der Tenor - einmal Diabetes=immer Diabetes und es gibt keine Rettung und auch keine Möglichkeit dem vorher zu entgehen. Als Diabetiker würde ich da beim Lesen schon depressiv. Der Mitarbeiter war eben nicht bei dem Vortrag von Dr. Halfmann, der ja ein positives Beispiel dabei hatte, was ich natürlich dann aufgegriffen habe. Ich hab jeden Strohhalm genutzt, den es dort gab. Deshalb bin ich auch im Nachhinein froh, dass ich da war. Den Artikel habe ich auch in meinem Schaukasten am Marktplatz ausgehängt mit dem Hinweis auf meine Kurse.

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Veröffentlicht von: Maritta R.
Beiträge: 375
Angemeldet am: 20.01.2009
Veröffentlicht am: 18.12.2009

@Monika Auweia, die Geschichte mit der Dame von der Blutzuckermessung ist ja heftig. Da werd ich schon kribbelig, wenn ich sowas lese. Du hast eigentlich alle logischen Argumente auf deiner Seite... und es hilft nix. Eine Vorlage hat sie dir ja gegeben - die "richtigen" Kohlenhydrate. Die langsamen z.B. aus Nüssen... Aber ich bezweifle, wenn du sie gefragt hättest, ob sie dir hätte sagen können, was die "richtigen" KH's sind. Deine Beitraäge lese ich gerne :) lg Maritta

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Veröffentlicht von: Sandra C.
Beiträge: 445
Angemeldet am: 08.07.2009
Veröffentlicht am: 17.12.2009

Ist traurig... aber, Monika... die Pharmaindustrie verdient gut daran, wenn weiterhin im Übermaß KHs gefuttert werden. Sie müssen Ihre Insulin-Medikamente ja weiterhin loswerden. Und weiterhin schön fetten Blätterteig in sich hineinstopfen... weil Fett ja nicht für Diabetes zuständig ist. Diabetes heißt ja Zuckerkrankheit... :(((( Es ist kaum zu glauben, was Du dort erlebt hast... Ich habe einmal einen Vortrag beim Deutschen Diabetiker Bund in Flensburg gehalten... War sehr interessant mit den Menschen zu reden. Denn dort saßen nur Menschen, die sich wirklich mit ihrer Krankheit auseinandergesetzt haben, die ihre Ernährung tatsächlich umstellten u. körperlich aktiv wurden. Die Menschen, die weiterhin fressen wollen, gehen da nicht hin. Es gibt ja das Insulin aus der Apotheke... :(((

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Veröffentlicht von: Maritta R.
Beiträge: 375
Angemeldet am: 20.01.2009
Veröffentlicht am: 17.12.2009

Hallo Monika, mein Beileid für den Auftrag für den Artikel. Schade, dass du nicht absagen konntest. (Dr. Strunz hat ja mal ne Einladung zu einer Talk -show mit 2 Starköchen abgelehnt ;) Hört sich ja auch so an, als ob von deinen ursprünglichen Botschaften in dem Artikel nicht allzu viel übrig geblieben ist. Das, was da an dem Diabetikertag veranstaltet wurde, finde ich von vorne bis hinten nur makaber – aber das ist das ganze Übel wie mit dem Gutedel…. verzichten will keiner auf das, was er unter „gut leben“ versteht, da spritzt er halt n bisschen mehr. Hab auch so einen Kollegen, der hat ne fette Diabetes, ist grad mal wieder länger krank, erst Erkältung, dann Gichtanfall, jetzt Krankenhaus und dort weitere Untersuchungen… und davon solls besser werden?:o( Und wenn es erst mal soweit ist, dass die Diabetiker „auf ihre Füße aufpassen“ sollen…. Wie soll denn das gehen? Was sollen die denn machen, wenn es erst mal soweit ist? Die Füße hochlegen und die Blätterteigtaschen der Podologin essen? Konntest du eigentlich nur sachlich berichten….falsche Ernährung und zu wenig Bewegung… klar, gute Feststellung. Die Botschaft, die da dranhing und dort auslag, war jedoch…..futtert mehr Kohlenhydrate und EINE Patientin (von immerhin 8 Mio), ist doch tatsächlich durch walken und Gewichtsreduzierung ihre Medikamente losgeworden ist! Das gibt den vielen da doch echt Hoffnung :o( Ob ein Diabetiker aus deinem Artikel etwas herausliest, mit dem er wirklich etwas anfangen kann? Ich befürchte, nicht. Was erwarten denn Leute, die krank zum Arzt gehen, oder fett zum Figurcoach? Beim Arzt meistens: mach DU mal, dass es mir besser geht. Zum Figurcoach zu gehen, ist ja wenigstens schon mal ein Anfang. Coach…Trainer.. riecht ja wenigstens schon n bisschen danach, selbst etwas zu tun. Die wollen was ändern. Nur, wenn sie dann gesagt kriegen, wie es gehen kann… passt es ihnen nicht. (hab ich Angst…wem glaube ich?... was ist am bequemsten….) Und Kompromisse brauchen solche Ansagen im Allgemeinen nicht. Aber selbst wenn du die Gelegenheit bekämst, dich auf so einer Veranstaltung hinzustellen und zu sagen: Mit Kohlenhydraten nährt ihr eure Diabetes, esst Eiweiß….. und bewegt euch… dann gewinnst du damit wahrscheinlich nur den Diabetiker- Comedy- Preis. Und an die Hand nehmen lassen sich die wenigstens dabei – wie dein eines Beispiel zeigt. Die glauben lieber dem Diabetesspezialisten und seiner Kohlenhydratetheorie. Die hilft zwar nicht, aber der muss es ja wissen. Weißer Kittel oder so. Ich wünsch dir nach der Nummer mit dem Diabetikertag viele Erfolgserlebnisse als Figurcoach. lg Maritta

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Veröffentlicht von: Monika W.
Beiträge: 495
Angemeldet am: 27.04.2006
Veröffentlicht am: 17.12.2009

Gestern hatte ich ein Gespräch mit dem Dr. Halfmann (siehe auch den online-Artikel und den gedruckten Artikel, den man auch von dort aus einsehen kann). Ich habe ihm gesagt, dass ich geschockt war, dass man den Diabetikern immer noch was von 60% KH erzählt, wie es in den ganzen ausgelegten Infos steht. Das hat ihn auch etwas verwundert, denn das war für ihn auch nicht ok. Möglicherweise verteilen die das unüberarbeitete Zeug seit Jahren und gucken gar nicht mehr was darin steht. Auf Nachfrage bei der Blutzuckermessung wurde mir das allerdings auch so erzählt, dass man die KH UNBEDINGT und in großen Mengen brauche, sonst hätte man überhaupt keine Energie. Man müsse nur die richtigen KH nehmen, dann wäre alles ok. Aus Fett könne man keine Energie nehmen, Eiweiß könne sich nicht in KH umwandeln, Marathonläufer würden ja auch KH vor dem Wettkampf essen u.s.w. Es war schon fast lustig, wie die Dame versucht hat, ohne was zu wissen drumherum zureden, um immer wieder auf die achso wichtigen KH zurückzukommen. Auf meine Fragen hin, konnte sie es mir aber nicht logisch erklären, wofür genau die KH gebraucht werden und mein Einwand, dass die Diabetiker ja nicht täglich nen Marathon laufen hat sie auch nur kurzfristig von ihrer Linie abgebracht. Letztendlich hat sie gesagt, dass es für mich sicher schwierig sei, das zu verstehen, wenn ich mich da nicht auskennen würde. So ganz ohne KH ginge es zwar nicht, wie Dr. Halfmann gestern meinte, aber zumindest die Sache mit dem Eiweiß fand er ok. Naja - sehen wir mal weiter... (ich hab ja noch genug Magnesium da, um mich wieder zu beruhigen...und ahnend was mich da auf dem Diabetikertag erwartet, hatte ich ja vorgesorgt.)

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Veröffentlicht von: heidi k.
Beiträge: 156
Angemeldet am: 16.09.2008
Veröffentlicht am: 17.12.2009

hallo monika ja ich weiss, man kämpft gegen windmühlen und gilt als exot, aber eslohnt sich, alle fragen mich ob ich zur kur war o.ä. und ich hätte ja gar keine falten, mach einfach weiter so, gruss heidi.

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Veröffentlicht von: René S.
Beiträge: 142
Angemeldet am: 30.09.2008
Veröffentlicht am: 16.12.2009

Wenns nicht so traurig wäre, wäre das mit den Füßen aus Blätterteilg richtig lustig... ist ja echt 'n Ding...

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Veröffentlicht von: Monika W.
Beiträge: 495
Angemeldet am: 27.04.2006
Veröffentlicht am: 15.12.2009

Am Samstag war ich in einer echten Zwickmühle. Ich sollte für die Badische Zeitung einen Pressebericht zum Diabetikertag in unserer Stadthalle schreiben. Schon im Vorfeld stieg mein Stresspegel weil ich gehört hatte, dass ein Diabetiker (abnehmwillig, Hilfe suchend) nicht zu mir in den Forever Young Figurcoach-Kurs kommen wollte, weil er ja laut Arzt kein Eiweiß essen dürfe, sondern unbedingt die Kohlenhydrate benötige. Und das ginge ja dann nicht, wenn er bei mir darauf verzichten solle. Eben dieser Arzt hatte als Chef der Diabetikerabteilung, die hier im Raum als das Non-Plus-Ultra für Diabetiker gilt, die Ausstellung organisiert. Und tatsächlich: In den ganzen ausgelegten Unterlagen der Firmen und sonstigen Ausstellern stand, dass die Diabetiker doch bitte ihren KH-Anteil weiter steigern sollten, möglichst 60% der täglichen Ernährung (Ernährungspyramide mit Brot u.s.w. als Basis). Gleichzeitig sollen die Diabetiker aber auch abnehmen...(wie das gehen soll ist mir schleierhaft). Es wurden Bilder gezeigt von deformierten Füßen mit schwammigem Wolkengewebe statt Knochen, Wunden und Amputationen, dass mir übel werden konnte. Am Weightwatchers-Stand gab es Schokoriegel und jede Menge andere Naschereien. Der Diabetiker-Stammtisch bewirtete mit Waffeln und Laugenstangen!!! Eine Podologin hatte Füße aus Blätterteig gebacken, die sie dort verteilte. Und ein Diabetiker, der in der Diskussion seine Werte öffentlich machte, meinte, dass am Gutedel kein Weg vorbei führe, da würde er die höheren Werte in Kauf nehmen. Heute (15.12.) steht der Artikel drin - auch online einsehbar. Ich hätte lieber noch was anderes dazu geschrieben (manches wie z.B. Forever nach Dr. Strunz wurde auch von der Redaktion rausgeschmissen), aber ich denke dies ist ein Kompromiss, mit dem ein Diabetiker zumindest etwas anfangen kann. Über Kommentare würde ich mich freuen.

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