Die Stoffwechselkrankheit Depression und das finstre Mittelalter

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Thema Die Stoffwechselkrankheit Depression und das finstre Mittelalter

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Veröffentlicht von: Wolfgang B.
Beiträge: 819
Angemeldet am: 09.12.2008
Veröffentlicht am: 02.12.2009

Karel, mir ging es auch mal schlecht. Der Sensenmann lief dreiunddreißig Jahre neben mir her. Dann sagte ich ihm, dass ich jetzt nur noch die Energieübungen machen oder, wenn es nicht hilft, aus dem Fenster springen werde. Zurzeit lebe ich noch - besser als zuvor. Allerdings hat mir mein christlicher Glaube, den ich auch lebe, geholfen. Den hat / lebt nicht jeder. Mit freundlichem Gruß

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Veröffentlicht von: Wolfgang B.
Beiträge: 819
Angemeldet am: 09.12.2008
Veröffentlicht am: 02.12.2009

Erich, gib mal das Wort Energieübungen in eine Suchmaschine, dann lesen, danach machen. Die Erfahrungen sind unbeschreiblich schön. Mit freundlichem Gruß

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 02.12.2009

Depression oder Trauer? Es gibt reaktive (z.B. durch Trauer) und endogene Depressionen... und dann noch manisch-depressive... Alles ist im Gehirn messbar, mal mehr mal weniger. Das Problem ist, dass man oft nicht weiß, was reaktiv ist und und was nicht. Denn es gibt nicht nur eine große Ursache sondern oft viele kleine, die sich summieren. Weiß der Psychiater nicht weiter, dann kommt schnell die Diagnose "endogen" und da glaubt man denn gern an eine Stoffwechselstörung. Das hat einen Vorteil: Der Psychiater verschreibt eine Pille und alle sind erstmal beruhigt. nochmals Grüße Karel

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Veröffentlicht von: Monika W.
Beiträge: 495
Angemeldet am: 27.04.2006
Veröffentlicht am: 02.12.2009

Da kann ich Karel nur zustimmen - wenn man jemandem mit Depressionen Ratschläge gibt, kann das alles nur noch schlimmer machen. Egal worum es geht. Selbst wenn man so jemand Hilfe anbietet, kann das so verstanden werden, als wäre derjenige unfähig und wird sich dann nur noch mehr von den Menschen zurückziehen, die ihm wirklich helfen wollen. In einer Unterhaltung merkt man, dass eigentlich belanglose Dinge einem depressiven Menschen absolut zu schaffen machen. Und selbst, wenn ihnen etwas Schönes widerfährt, sehen sie darin immer noch einen Haken, der ihnen die Freude daran verdirbt. Das macht die Sache absolut schwierig. Ich denke, es ist wichtig, schon den Kindern Strategien mitzugeben, um bei Traurigkeit sich selbst zu helfen. So eine Art Rezept, das man dann nimmt, wenn es einem schlecht geht. Ein fröhliches Lied hören oder singen, einen lustigen Film anschauen, Urlaubsbilder rauskramen, eine Runde im Wald laufen... Das sollte jeder für sich selber rausfinden, was ihm besonders gut hilft. Man merkt ja im Alltag schon, was einem viel Freude macht und wenn man darauf zurück greift, wenn es einem schlecht geht, hat man schon gewonnen. In der Situation selbst, neigt man eher dazu, sich noch mehr hineinzusteigern, z.B. in dem man traurige Lieder hört (das hab ich z.B. früher gemacht). Wenn man das Verhaltensmuster wiedererkennt - hat man die Chance etwas zu ändern...

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Veröffentlicht von: Rabea H.
Beiträge: 265
Angemeldet am: 15.02.2009
Veröffentlicht am: 02.12.2009

Hi Angelika, so ist das doch mit der gesmaten Drohmedizin, nur leider wollen viele Menschen ja auch leiden, weil sie gar nicht den Mut haben mehr zu wollen, bzw. sich nicht vorstellen können wie es ohne Leiden wäre, was sollen sie den tun, wenn sie nicht mehr jammern können - ich beobachte das leider immer mehr - es sind leider so viele Menschen so und dehalb kann man ihnen auch nicht durch rationale Erklärungen - tja nicht mal durch einfaches Vorleben etwas "beibringen". GLG Rabea

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Veröffentlicht von: Monika W.
Beiträge: 495
Angemeldet am: 27.04.2006
Veröffentlicht am: 01.12.2009

Dass ein Schicksalsschlag eine Stoffwechselkrankheit auslösen kann, hört sich erst mal seltsam an. So direkt wird das wohl auch nicht gehen, aber... Wenn man unterversorgt ist mit Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen geht man ganz anders um mit den Dingen. Und wenn einem dann etwas Schlimmes passiert, findet man in dem Moment möglicherweise keinen Ausweg mehr. Das ist ja wahrscheinlich auch nicht so, dass man jetzt von heute auf morgen - wie bei plötzlichem Fieber - von der Depression befallen wird, sondern das ist ein längerer Prozess, der eben Auslöser haben kann, die den Stresslevel über längere Zeit so anheben, dass man immer schwerer mit widrigen Umständen umgehen kann. Die Kraft, die man dann bräuchte, hat man dann aber nicht, weil man dem Körper nicht die notwendigen Voraussetzungen dafür gegeben hat. Es geht aber auch anders: Meine Oma z.B. wird diesen Monat 96. Wenn sie etwas Schlimmes erlebte - und sie hat genug erlebt, was für mehrere Depressionen gereicht hätte, hat sie sich immer das bewusst gemacht, was ihr schon alles Gutes widerfahren ist. Jeden Morgen - und selbst, wenn sie die Nacht über kein Auge zugetan hat vor Schmerzen, singt sie "Danke für diesen guten Morgen - danke für jeden neuen Tag". Überhaupt singt sie sehr viel und bei allen Arbeiten, die sie so tut singt sie ständig vor sich hin. Wenn es Streit gab, zog sie sich zurück und trällerte so lange vor sich hin, bis es ihr wieder besser ging. Vor 15 oder 20 Jahren hatte sie einen orangengroßen Tumor im Darm. Gerade operiert kam sie in ein Zimmer, wo die Zimmernachbarin nachts ständig die Schwestern rief, weil sie nicht schlafen konnte und deshalb immer wieder irgendwas wollte. Die haben sie dann um Rücksicht gebeten, wegen meiner grad operierten Oma. Was macht die? Sie hilft ihr beim Einschlafen, indem sie ihr so lange was vorsingt, bis diese seelenruhig einschläft. Später kam dann so eine Psychologin zu ihr. Meine Oma hat dann aber gesagt, sie brauche keine psychologische Hilfe, ihr ginge es doch gut und sie würde ja jetzt wieder gesund. Da die Frau aber eine bestimmte Zeit da bleiben musste, hat meine Oma das Gespräch umgedreht und so war die Frau hinterher froh, weil sie mal ihre Sorgen loswerden konnte und meine Oma ihr helfen konnte, weil sie ihr zugehört hat und ihr durch ihre positive Art neue Kraft geben konnte. Achja – meine Oma hat sich immer viel bewegt, viel Fisch und Gemüse aus dem eigenen Garten gegessen…

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Veröffentlicht von: Angelika S.
Beiträge: 109
Angemeldet am: 02.10.2005
Veröffentlicht am: 30.11.2009

Ich staune immer wieder, wie leidensfähig Menschen sind. Wenn man nach jahrelanger Psychotherapie keinen Erfolg hat, wäre es an der Zeit, mal neue Wege zu gehen. Stattdessen unterzieht man sich der dritten oder vierten Therapie und wenn das nicht mehr hilft, wird ein stationärer Klinikaufenthalt empfohlen, bei dem man erst mal über Wochen mit Psychopharmaka schachmatt gesetzt wird.

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 30.11.2009

Hi Ulrike, darum ging es mir ja ebenfalls: Um das Gesamtkonzept. Kurz: Alles für die körperliche Gesundheit (Ernährung, NEM, Bewegung) + die richten mentalen Praktiken (zum Vorbeugen) oder Therapien (wenn es schon ein Problem gibt). liebe Grüße zurück Karel

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 30.11.2009

Hi Wolfgang, stetige Gelassenheit wäre natürlich optimal. Aber sag das mal jemandem, dem es grad richtig schlecht geht. Da hättest Du gleich verspielt oder? Wie bereitest Du Dich denn vor? Kannst Du denn wirklich "alles gelassen nehmen"? Das wäre wahrhaftig beneidenswert. viele Grüße Karel Hi Manuela, find ich auch: Die Wartezeiten sind echt ein Zumutung.... schon ein recht seltsames System... nochmals schöne Grüße

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Veröffentlicht von: k.A. .
Beiträge: 706
Angemeldet am: 24.09.2002
Veröffentlicht am: 30.11.2009

@Wolfgang, wolltest du uns wirklich mitteilen, dass alle Schicksalsschläge quasi in Vorbereitung wegtrainiert werden können? Trauer, Schmerz und vieles andere einfach wegüben? Ich glaube dir sogar, aber nur wenn du damit auch das "Menschsein" wegtrainierst, was im Ergebnis einem Zombi -oder wie du das auch immer interpretieren magst- ausmachen würde, oder nenn es vonmiraus Gehirnwäsche in Eigeninitiative. Deine nebulösen Aussagen zu ""Energieübungen"" lassen jedenfalls viel Spielraum für nicht gerade schmeichelhafte Interpretationen deiner Überzeugungen zu. Beschreibe doch mal deine ""Energieübungen"", damit man sich ein Bild machen kann, und damit wir darüber diskutieren können - wenn erwünscht...

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Veröffentlicht von: k.A. .
Beiträge: 706
Angemeldet am: 24.09.2002
Veröffentlicht am: 30.11.2009

Kann es sein, dass Depression mit Trauer verwechselt wird? Depressionen sind doch begründet auf einer Stoffwechselerkrankung. Wie kann das Trauma des z.B. Todes eines geliebten Menschen eine Stoffwechselerkrankung auslösen? Und wie wäre so eine Extremsituation mit NEM zu lösen? So nach dem Motto: Mein geliebter Partner ist zwar tot, aber mir geht es gut, weil ich genügend Aminoblablavitakaufmich genommen habe? Mir fehlt die Differenzierung bei einem so wichtigen und vielschichtigem Thema. Ich glaube auch daran, dass leicht depressive Menschen mit dem Laufen gute Erfolge erzielen können, aber hat jemand schon mal einen wirklich schwer depressiven Menschen zum Laufen gebracht? Ich behaupte mal, dass dies -wenn überhaupt- die extreme Ausnahme darstellen würde, und daher kein geeignetes Mittel zur Therapie darstellt.

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Veröffentlicht von: Manuela R.
Beiträge: 11
Angemeldet am: 09.09.2009
Veröffentlicht am: 28.11.2009

Hallo Karel, die angeblich guten Psychologen haben Wartezeiten über Monate und zu den anderen brauch man ja dann auch nicht wirklich gehen. Und so lang kann und will man ja auch oft nicht warten... mit den anderen Worten sagst du genau das was ich denke: selbst wenn man top Blutwerte hat und es kommt eine Ausnahme Situation ( Plötzlicher Tod eines Angehörigen) sind kurzfristige Depressive Zustände verständlich. schöne Grüße aus dem Süden, Manuela

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Veröffentlicht von: Ulrike H.
Beiträge: 105
Angemeldet am: 20.10.2008
Veröffentlicht am: 27.11.2009

Hallo, auch ich finde man kann nicht alle Psychologen und Psychiater über einen Kamm scheren, genauso wenig kann man immer alles mit Laufen oder NEM lösen. Also ich musste erst erkennen das Depresssion auch wirklich eine Krankheit sein kann, und erst durch Medikamente und Therapie kam wieder das Interesse am Leben, und dann anschließend am Laufen - Gesunde Ernährung - NEM. Die endgültige Motivation haben dann wirklich die Bücher von Dr. Strunz gebracht und die Informationen drumherum. Mein Mann würde ohne Psychiater und Medikamente zum damaligen Zeitpunkt wohl nicht mehr leben. Also immer ein Gesamtkonzept sehen. LG Ulrike

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Veröffentlicht von: Reinhard M.
Beiträge: 1809
Angemeldet am: 04.03.2008
Veröffentlicht am: 27.11.2009

Hallo Karel, da kann ich dir weitgehend zustimmen. Aber ich finde auch unseren Umgang mit Schicksalsschlägen nicht richtig. Wenn irgendetwas in dieser Richtung passiert, hat man immer das ganze Mitleid dieser Welt auf sich. Und das kann an sich schon zu einer immensen Belastung führen. Und es kann dazu führen, dass man im Selbstmitleid versinkt, was für einen selbst eine Katastrophe ist. Alles schon erlebt.

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Veröffentlicht von: Wolfgang B.
Beiträge: 819
Angemeldet am: 09.12.2008
Veröffentlicht am: 27.11.2009

Guten Morgen, die beste Lösung auf Schwierigkeiten liegt in der Vorbereitung, alles gelassen zu nehmen. Das ist lernbar. Alles Gute,

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 27.11.2009

Hallo Leute, die News zu dem Thema haben mich recht nachdenklich gemacht. Sicher stimmt's dass die Normalbürger alle schlecht versorgt sind mit Eiweiß, Nähstoffen usw. Das macht auch die Psyche anfällig für Erkrankungen wie Angst und Depressionen. Aber ich denke, dass auch ein Mensch der nach den richtigen Ernähungsgrundsätzen lebt, diese Probleme bekommen kann. natürlich ist jedes seelische Problem auch immer ein Problem, dass sich über die entsprechenden Stoffe im Gehirn nachweisen lässt, die man messen kann. Denken ist schließlich Chemie... Aber wenn einer depressiv ist, weil seine Freundin verunglückt ist oder nach einem Autounfall Angst hat, wieder in ein Auto zu steigen, dann kann man ja wohl nicht meinen, dass Typtophan essen reicht. Ich würde denken, die beste Lösung wäre, eine vernünftige Nahrungsmittelergänzung + die richtige psychologische Hilfe. Naja, dann kommt noch hinzu, dass die Psychotherapie in Deutschland genau so hinterwäldlerisch ist wie die Medizin. Das liegt schon an den Gesetzen, die veraltete Methoden wie Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie zur einzigen Norm machen, die die Kassen bezahlen. Dabei gibt es nachweislich wirksame Methoden, die hierzulande nur durch die Lobby der Etablierten klein gehalten werden und zwar auf Kosten der Patienten. Das verhält sich genau so wie die Pharmaindustrie zu Nahrungsergänzungsmitteln. Die machen auch runter, was ihnen kein Geld bringt. Es gibt ja auch Psychotherapien, die tun all das was unser Dok selbst vorschlägt, Meditation, positives Denken usw. und natürlich noch viel mehr... und die Vergangenheit aufzuarbeiten bringt zwar oft nichts, nur aber manchmal halt eben doch, nur nicht so wie es die Kassen bezahlen...nicht mit den Methoden von vorgestern und nicht in unserer wundervollen Bürokratie. Joa, man kann nicht alle Mediziner über einen Kamm scheren, denn es gibt ja unsern Doktor Strunz... und deshalb kann man auch nicht alle Psychologen über einen Kamm scheren... nur die meisten ;-) Aber ich hab selbst einen Bekannten, der sagt ihm hat die Therapie super genützt, weil sein Problem vorher einfach nicht verschwinden wollte. Also... soviel dazu... Schöne Grüße allerseits Karel

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