Eisen bzw. Ferritin: Welcher Wert sollte denn jetzt erreicht werden ?

  Sie haben  Lesezeichen
Thema Eisen bzw. Ferritin: Welcher Wert sollte denn jetzt erreicht werden ?

7 Beiträge     Sortieren:  Neuester Ältester

pro Seite
 
  Beitrag
Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 587
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 13.03.2016

Ich verstehe das so, dass Ferritn das Speichereisen im Körper ist; quasi eine art Depot / Lager.

Ich übertrage das jetzt mal auf einen Wirtschaftskreislauf, dann ist das Ferritin das Eisenlager für die für die Weiterverarbeitung. Ich habe laufend Wareneingänge (Eisenaufnahme durch Nahrung, NEM, Recycling) und eine Warenabflus aus dem Lager (Bildunge von eisenhaltigen Substanzen für den Stoffwechsel, Hämoglobin, Myoglobin, Co-Fakrotern, etc.). Sind Entnahme und Zufuhr beim Lager ausgeglichen, ist alles in Ordnung; Der Lagerbestand bleit konstant, die Versorgung ist gesichert. In der Wirtschaft geht das sogar (fast) ohne Lager und nennt sich Just-In-Time. Das Funktioniert, solange die Zufuhr den Bedarf deckt; bei einer extrem kleinen Lagergröße. 
D.h., übertragen auf Ferritin, solange sich der Wert nicht nach unten entwickelt, ist auch ein niedriger Ferritinspiegel eigentlich kein Problem. Problematisch wird es erst dann, wenn der Bedarf die Zufuhr übersteigt und sich das Lager bedrohlich leert.
Umgekehrt bedeutet der Unterhalt eines unnötig großen Lagers aber einen unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand und Ressourcenverbrauch (Lagerfläche => "Lager"proteine).

Ich habe keine Ahnung, wie groß das Lager im Falle von Ferritin sinnvoller Weise sein muss. Das hängt sicher auch von den Lebensumständen ab. Da Eisen aber wohl doch ein zweischneidiges Schwert ist, halte ich 150 (Michalk, edubily) für passender, als die 300 vom Doc (bezogen auf den Ferritinwert).
Was den Bezug zum Doc angeht, fehlt mir auch eine Berücksichtigung des Hämoglobins. Schließlich erbringt das die Sauerstofftransportleistung und nicht das Ferritin. Daher wäre meiner Meinung nach ein entsprechend hoher Hämoglobinwert aussagekräftiger für eine gute Sauerstoffversorgung, als ein hoher Ferritinwert.

 

LG,
Thorsten

Gefällt Mir Button
1 Person gefällt dieser Beitrag
Veröffentlicht von: Torben V.
Beiträge: 70
Angemeldet am: 24.06.2014
Veröffentlicht am: 12.03.2016

Hallo Max,

 

die Frage habe ich mir auch gestellt. Also ich bin mittlerweile bei einem Wert von ca. 137. Nach anfänglich 74. Nur durch zweimal wöchentlich die 100 mg Kapsel Eisen plus das Eisen vom Vitamineral. Herr Michalk meinte irgendwo, dass 150 Ferritinwert wohl auch eine gute Grenze seien. Daher frage ich mich auch: Nun eher dauerhaft die 300 oder die 150 anstreben. Ich weiß auch nicht so genau, ob Herr Dr. Strunz die über 300 immer nur sporadisch zu großen Wettkämpfen anstrebte und es sonst absacken ließ, so dass insofern keine Problemlage gegeben war, weil es immer mal wieder rundersackte.

Gefällt Mir Button
0 Personen gefällt dieser Beitrag
Veröffentlicht von: Max M.
Beiträge: 241
Angemeldet am: 26.09.2013
Veröffentlicht am: 03.03.2016

Wenn du den Ausgangsbeitrag liest, siehst du, dass das nicht unumstritten ist, deshalb habe ich das hier doch gepostet.

(Es ist im Übrigen nicht nur Michalk, der anderer Ansicht ist.)

Man kann Strunz ja schätzen, aber warum soll alles, was er schreibt, der Weisheit letzter Schlusss sein?

Gefällt Mir Button
6 Personen gefällt dieser Beitrag
Veröffentlicht von: Plebejer
Beiträge: 239
Angemeldet am: 24.06.2014
Veröffentlicht am: 02.03.2016

Welcher Wert sollte denn jetzt erreicht werden ?

 

Hier findest Du alles was Du brauchst, alle Werte, die Dr. Strunz empfiehlt:

http://drstrunz.de/bluttuning.pdf

 

Gefällt Mir Button
0 Personen gefällt dieser Beitrag
Veröffentlicht von: Tobias
Beiträge: 1
Angemeldet am: 29.02.2016
Veröffentlicht am: 29.02.2016

Spannend die Frage, was ich denn selbst gerade für einen Wert habe. Der einfachste Weg scheint die Blutspende: "der Hämoglobinwert korreliert sehr gut mit dem Ferritin." meinte der Arzt. Ein Piks und nach kaum 10 Sekunden spukt die Maschine das Ergebnis aus. Dazu meine aktuelle Geschichte:

 

Juni 2015: Blutspende mit Hämoglobin 8,6 mmol/l: also „tauglich“, die Grnze läge für Männer bei 8,4

 

Am nächsten Tag fühlte ich mich schlapp, müde, antriebslos. Sofort kam mir Eisen in den Sinn. Bis Ende 2015 nahm ich deshalb zusätzlich 90 x 50 mg Ferroform und dachte, „das reicht.“

Anscheinend wurde das bestätigt durch die Messung „Eisen im Vollblut“. Mein Wert im Januar 2016 lag mit 517 mg/l leicht über der Norm (440-480). Komisch, fand ich und bestellte die Messung von Ferritin (gleiche Probe) nach. Ergebnis: 28 ng / ml.

 

Die von Dr. Strunz emphohlenen Werte muss ich nicht wiederholen.  Der Spiegel ist jedenfalls zu niedrig.

 

Mein aktueller Hämoglobin-Wert letzte Woche, wieder zur Voruntersuchung zur Blutspende: 10,1 mmol/l. Also voll einsatzfähig. Es wunderte die Ärztin, dass ich die Blutspende damit abgesagt habe. Den Widerspruch zum gemessenen Eisen- und Ferritinwert konnte sie nicht erklären.

 

Wer hat noch Erfahrungen dazu?

 

Viele Grüße

Tobias

Gefällt Mir Button
0 Personen gefällt dieser Beitrag
Veröffentlicht von: Max M.
Beiträge: 241
Angemeldet am: 26.09.2013
Veröffentlicht am: 11.02.2016

Ich habe noch etwas dazu gefunden:

"So in etwa 250 [Ferritinwert] sollte ein gesunder Mensch haben."

http://www.strunz.com/de/news/geheimnis-eisen.html

Gefällt Mir Button
2 Personen gefällt dieser Beitrag
Veröffentlicht von: Max M.
Beiträge: 241
Angemeldet am: 26.09.2013
Veröffentlicht am: 11.02.2016

Hallo,

ich habe eine Frage, die mir ebenso wie die beiden anderen heute von mir gestellten Kopfzerbrechen bereitet:

Der Ferritinwert muss natürlich eine gewisse Höhe erreichen, streitig ist nur: welche?

Chris Michalk schreibt in "Gesund durch Metallentgiftung":

Andere laden sich, bewusst oder unbewusst, mit Eisen voll - so, dass der Eisenspeicher randvoll ist.

Nicht wissend, was sie sich damit gerade antun. Metalle wie Kupfer und Eisen sind nicht nur wichtig für den Körper, sondern auch hochgefährlich. Tatsächlich können die beiden Metalle ganz massiv Entzündungsreaktionen anheizen. Jeder Chemiker weiß hier Bescheid (z. B. Stichwort Fenton-Reaktion).

Eisen ist involviert in vielerlei Pathogenesen. Heute weiß man: Insbesondere bei Alzheimer und anderen neurologischen Erkrankungen. In diesen Gehirnen findet man nahezu immer Eisenablagerungen.

Auch Kupfer oder die vorhin genannten Schwermetalle können viele Stoffwechselwege derart negativ beeinflussen, dass diese in ihrer Funktion gestört sind. So titelte eine wissenschaftliche Arbeit: Eine kupferarme Ernährung als Präventivstrategie gegen Alzheimer. Erschienen 2014. Hochaktuell!"

Strunz dagegen schreibt:

"... In meinen Augen unmöglich. Etwa ab 60 beginnt Leistung. Bei Männer etwa ab 120 (nachdenken). Ich persönlich hatte stets über 300. Sonst hätte ich mich gar nicht nach Hawaii getraut... Schließlich wollte ich mich nicht blamieren.

Zurück: Diese 30% mit Ferritin unter 20, für mich Null, brauchten für hübsche 2 km-Strecken 21 Sekunden länger als die Ruderinnen mit "normalem" Ferritin. Volle 21 Sek. länger heißt: Nix Medaille.

Der Studienleiter empfiehlt also, zu Beginn eines Trainingsprogrammes von Athleten doch bitte Ferritin zu messen. Empfiehlt er jetzt, 2011.

Da verdreh ich beinahe die Augen. 25 Jahre Nichtwissen. Wozu haben die Sportlerinnen (die 30%) in der Zwischenzeit, in den letzten Jahren überhaupt trainiert, sich angestrengt? Alles für die Katz."

http://www.strunz.com/de/news/ferritin-langsames-erwachen.html

 

s. auch: http://www.strunz.com/de/news/geheimnis-eisen.html

 

Gefällt Mir Button
4 Personen gefällt dieser Beitrag

7 Beiträge     Sortieren:  Neuester Ältester

pro Seite
 
  Sie haben  Lesezeichen