Eisenmangel bremst schulische Leistungen

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Thema Eisenmangel bremst schulische Leistungen

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Veröffentlicht von: Aexa W.
Beiträge: 1174
Angemeldet am: 12.12.2008
Veröffentlicht am: 12.06.2011

Bitte dann UNBEDINGT Ferritin messen lassen (kostet 15 €).

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Veröffentlicht von: Michaela W.
Beiträge: 1653
Angemeldet am: 19.11.2008
Veröffentlicht am: 12.05.2011

Hallo Gerhard, nicht dass man den Eindruck gewinnt, ich würde den alten Leutchen ihren Kuchen nicht gönnen, aber warum zum Teufel braucht jemand, der den ganzen Tag nur rumsitzt so energiereiche Nahrung? Ich mache jeden Tag anderthalb Stunden Sport, und kann mir nicht täglich ein Stück Kuchen erlauben, ohne deutlich zu verfetten. Dass die Senioren im Pflegeheim sich nicht wehren, sondern brav alles mampfen, leuchtet mir ein. Die haben wahrscheinlich mit ihrem Leben schon abgeschlossen. Und außerdem denken sie es ist normal. Traurig! LG, Michaela

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Veröffentlicht von: Gerhard L.
Beiträge: 110
Angemeldet am: 03.05.2009
Veröffentlicht am: 10.05.2011

Hallo Michaela, danke für deine Schilderung des Krankenhausessens. Genauso werden meine Schwiegereltern und meine Mutter im Pflegeheim ernährt. Jeden Nachmittag gibt es ein Stück Kuchen. Morgens und abends vor allem Weiß- und Graubrot mit kümmerlichem Belag, Marmelade oder Einheitswurst und Einheitskäse und natürlich mit "guter Butter" oder Margarine. Alle nehmen bei dieser Kost reichlich zu. Mein Schwiegervater hat inzwischen einen BMI von über 30, Hosen gibt es kaum noch für ihn zu kaufen. Er braucht spezielle Übergrößen. Bei einer Jahresbilanz stellte der Heimleiter fest, dass jedes Jahr mehr als die Hälfte der knapp 200 Heimbewohner sterben. Wen wundert das? Aber die Küche hält sich natürlich streng an die Ernährungsempfehlungen der DGE. Wann wird diese Gesellschaft für ihre katastrophale Empfehlungen endlich einmal zur Rechenschaft gezogen?

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Veröffentlicht von: Aexa W.
Beiträge: 1174
Angemeldet am: 12.12.2008
Veröffentlicht am: 09.05.2011

Ja, D macht sich selbst fertig. Nun ja, möge der Klügere überleben ;-) = wer Obst/ Gemüse und Proteine isst.

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Veröffentlicht von: Michaela W.
Beiträge: 1653
Angemeldet am: 19.11.2008
Veröffentlicht am: 08.05.2011

Hallo Monika, Vorgaben für Essen in Krankenhäusern? Wovon träumst Du denn nachts … Ich war letzten Monat ein paar Tage stationär, und möchte Dir ein Beispiel für einen Tag Essen im KH geben, welches ich bekam. Frühstück: Zwei Weißmehlbrötchen, 10g Butter, Marmelade, Nutella, 40g Quark Mittagessen: Suppe mit sehr viel Reis, ein kleines Stück Huhn, 50g zerkochter Blumenkohl, dazu ein Roggenbrötchen, ein „Frucht“-joghurt ohne Früchte (0,1% Fett, 25g Zucker, künstliches Aroma), ein Stück Kuchen Abendessen: Drei Scheiben Graubrot, eine Scheibe Wurst, eine Scheibe Käse, ein Stück Mettwurst und als Beilage Wurstsalat (!!!) Null Obst Fast Null Gemüse Keinerlei VitaminC-Quelle Hier braucht man nichts zu analysieren. Das sieht man auf den ersten Blick, dass das Schrott ist, sogar nach DGE-Maßstäben. Mir war Gott sei Dank ohnehin nicht nach Essen zumute. Allerdings hat es sehr zu meiner Erheiterung beigetragen. Besonders das Abendessen. Ich habe herzlich gelacht als ich das sah. Ich sprach später mit einem Freund, der bei der Krankenhaus-Service-Gesellschaft arbeitet. Er meinte, die Patienten wollten kein Obst. Das Obst würden sie immer zurückgehen lassen, und dann wird es weggeschmissen, darum bieten sie keins mehr an. Die Zucker-Joghurts hingegen würden immer sehr gern gegessen. Das Krankenhaus-Essen spiegelt wohl das wieder, was die Patienten auch zu Hause essen. In den Schulen können nur sehr engagierte Eltern einen solchen Quatsch verhindern. Vorgaben, selbst wenn es sie gäbe, würde niemand beachten, solange es Eltern gibt, die Nutellabrot für ein adäquates Frühstück halten. LG, Michaela

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Veröffentlicht von: Aexa W.
Beiträge: 1174
Angemeldet am: 12.12.2008
Veröffentlicht am: 06.05.2011

In erster Linie geschieht Ernährung zu Hause und die Eltern sind gefragt. Krankenhaus - tja, wer dort landet, der muss Familie/ Freunde haben, die einen versorgen - oder Privatpatient sein.

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Veröffentlicht von: Monika W.
Beiträge: 495
Angemeldet am: 27.04.2006
Veröffentlicht am: 06.05.2011

Was die DGE sagt, muss ja gemeinhin gemacht werden. Wie sieht es da bei Mensaessen in der Schule aus? Gibt es außer der (rückständigen und gefährlichen) Empfehlung nach KH, Eiweiß, Fettzusammensetzung auch Vorgaben für bestimmte Vitamine, Mineralstoffe u.s.w. wie z.B. Eisen, Zink oder Vitamin C? Wenn ja, sind Caterer, die Schulen beliefern dazu verpflichtet, irgendwelche Messungen zu machen, ob sowas auch eingehalten wird? Was wäre, wenn man notfalls selber eine Analyse machen ließe und viel zu tiefe Werte messen würde? Welche Werte sollte man in so einem Fall untersuchen lassen? Falls es keine Vorgaben für Schulen gibt, gibt es welche für Krankenhäuser?

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Veröffentlicht von: Aexa W.
Beiträge: 1174
Angemeldet am: 12.12.2008
Veröffentlicht am: 22.04.2011

Gerhard, danke für den Bericht!

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Veröffentlicht von: Alexandra A.
Beiträge: 183
Angemeldet am: 09.03.2010
Veröffentlicht am: 21.03.2011

Hallo Doc, Ich schliesse mich dem Gruss und dem Wunsch nach einem Ernährungsbuch für Kinder an, am besten, vom ersten Tag an, ab dem es neben der Muttermilch auch andere Nahrung gibt. Als einleitendes Kapitel könnte ich mir einen kurzen Ratgeber für die Ernährung in der Schwangerschaft, dann für die Stillzeit vorstellen. Somit wäre das Thema Ernährung für Kinder vom 1. Tag an komplett abgedeckt.

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Veröffentlicht von: Gerhard L.
Beiträge: 110
Angemeldet am: 03.05.2009
Veröffentlicht am: 19.03.2011

Über das o.a. Thema berichtete am 18.3.2011 die Frankfurter Rundschau und zitierte Prof. Karl Bergmann von der Charité Berlin: Eisenmangel könne gravierende Folgen haben. Neben körperlichen Beeinträchtigungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwäche fänden sich auch psychische Effekte. Jungen mit einer Eisenmangelanämie litten deutlich häufiger unter dem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS). Erstaunlich sei auch der Effekt auf die Schulnoten. „Bei Sieben- bis Zehnjährigen mit einer Eisenmangelanämie haben wir neunmal häufiger schlechte Schulleistungen beobachtet als bei gleichaltrigen Kindern mit normalen Blutwerten“, sagte Prof. Bergmann. Bei Kleinkindern mit Eisenmangel könne sogar die geistige Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt werden. Deshalb solle spätestens bei Einjährigen routinemäßig das Blut untersucht werden. Auch bei Mädchen zwischen 14 und 17 wünsche er sich einen Routinecheck, denn 25 % von ihnen litten unter Eisenmangel. Eisenmangel lasse sich nur schwerlich allein über die Ernährung beheben. „Mit Eisentabletten in einer Dosis von 100 mg alle zwei Tage oder 40 Milligramm täglich normalisieren sich die Werte aber meist recht schnell“, sagte der Professor. Er hoffe, dass seine Fachkollegen, die Kinderärzte, auf das Problem aufmerksam werden und Eltern ihren Kinderarzt ansprechen, wenn sie einen Eisenmangel vermuten. Man solle jedoch nicht ohne ärztliche Diagnose seinen Kindern Eisenpräparate geben, da eine Überdosierung auch schaden könne. Unerwähnt blieb in diesem Artikel leider, dass bei Eisenmangel auch die Vitamine Folsäure, A, B6, B 12 und C aufgenommen und auch ein Kupfermangel vermieden werden sollte. PS.:In diesem Zusammenhang nochmals meine Bitte an Dr. Strunz: Schreiben Sie ein Buch über den Zusammenhang von Ernährung und schulischen Leistungen. Der Titel könnte lauten "Wie Kinder besser lernen". Untertitel: "Was bei Leistungsabfall und Zappelphilippsyndrom helfen kann". Würde sicher ein Bestseller werden - auch für Kinderärzte, die Ritalin verschreiben ohne vorher die Werte für Magnesium und Ferritin im Blut zu bestimmen (für mich ist so etwas ein ärztlicher Kunstfehler!).

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