Eiweiß macht die Niere stark, oder doch nicht?

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Veröffentlicht von : Christine S.
Beiträge: 660
Angemeldet am : 27.09.2017
Veröffentlicht am : 04.03.2018
 

Toll, danke für deinen Bericht, Herbert! Das ist doch 1000x mehr wert als jede theoretische Diskussion, wenn man ein Studienergebnis in der Praxis mehrfach bestätigt sieht.

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1465
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 04.03.2018
 

Hallo Herbert,

whow, das ist beeindruckend. Ich habe einen ähnlichen Fall von einem "Mitt-50ziger" gelesen, der jedoch eine Schwermetallbelastung hatte.

Er hatte sich dann gedacht: Ob ich jetzt oder in 3 Monaten an der Dialyse hänge: Egal. Machen.

Seine Nieren liefen nach DMPS-Chelatierung auch wieder mit einer GFR >100.

...das sind zwar keine Studien, aber sehr überzeugende Einzelfälle.

Eiweiße, auch die die wir essen, sind sehr potent, was die Entgiftung angeht. Zum Teil zu potent (NAC zB muss man mit Vorsicht genießen, sprich die guten Mineralien ständig überprüfen; aber es wirkt).

Dank des Schwefels an den Aminos Glycin und Cystein entgiften die sehr gut. Ich habe die auch ein Jahr zur Unterstützung der "DMPS Kur" eingenommen...und habe meine Alu-Belastung damit entfernt. Meine Nieren waren jedoch die ganze Zeit nicht betroffen (GFR immer bei ca 115).

VG

Robert

 

Veröffentlicht von : Herbert A.
Beiträge: 102
Angemeldet am : 08.07.2013
Veröffentlicht am : 04.03.2018
 

Hallo Christine!

Ja, ich sehe da einen klaren Zusammenhang. Dr. Strunz hatte ja bereits 2010 und 2013 Einschlägiges zu dem Thema geschrieben. Die Zielvorgabe lautete daher, die Filtrationsleistung der Niere durch Eiweiß zu verbessern (eingebettet natürlich in eine Gesamtsupplementierung). 

Im Fall der 91-jähr. Patientin lag die GFR in 11/14 bei 48,7 und in 11/15 bei 54,7, dann 63,7. In 08/16 bei 72, in 09/16 bei 100.

Veröffentlicht von : Christine S.
Beiträge: 660
Angemeldet am : 27.09.2017
Veröffentlicht am : 02.03.2018
 

Hallo Herbert!

"Thema Eiweiß und Niere: Meine Erfahrungswerte besagen in drei Fällen:

GFR 100+

GFR 100, leicht schwankend (91-jährige Patientin, die 3 Jahre zuvor einen Wert von 48 aufwies; damals stand eine Katheteruntersuchung an, die wir u.a. wegen des kritischen GFR-Werts nicht durchführen ließen)

GFR 91 (73-jährige Patientin)

Gleichzeitig sehr gute, durchweg gesunkene Harnsäurewerte (2,3).

Generell angestiegen ist der Harnstoffwert (über Limit). Dies scheint mir aber ein zu erwartender bzw. wünschenswerter Effekt zu sein."

Herzlichen Dank für deinen Beitrag! Also das sind Erfahrungswerte aus der Praxis!? Und was bedeutet das genau, ihr habt den GFR quasi durch Eiweißgaben verbessert? Das würde ja die These aus den News, um die es hier geht, stützen.

Veröffentlicht von : Jean S.
Beiträge: 382
Angemeldet am : 12.03.2016
Veröffentlicht am : 02.03.2018
 

"dann kannst Du sicher auch erklären wie wir zu unserer Überbevölkerung gekommen sind.
Da sind wohl offensichtlich einige natürlich Regelparameter aus dem Gleichgewicht geraten."

Das ist ja offensichtlich, weil wir im Gegensatz zu anderen Säugetieren praktisch keine natürlichen Feinde mehr haben.
Home Sapiens hat sich aus der fressen und gefressen werden Schiene herausgeklinkt und frisst nur noch.

Liebe Grüße,

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 1071
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 02.03.2018
 

tja martin, der mensch ist eben nur eine spezie von vielen. das bei uns irgendwas schief lief, ist ja nichts neues...fängt bei nicht genetisch korrekter ernährung an;)

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 544
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 02.03.2018
 

Sicher nicht

Das Ziel war eine angemessene Balance an Individuen und Sterberate und Fortpflanzungsrate bei einer Spezies.

Aha,

dann kannst Du sicher auch erklären wie wir zu unserer Überbevölkerung gekommen sind.
Da sind wohl offensichtlich einige natürlich Regelparameter aus dem Gleichgewicht geraten.

und wieder haben wir es geschafft von eigentlichen Thema abzuweichen.

Zurück zur Niere und dem Eiweiss

 

FG

 

Martin

 

 

 

 

Veröffentlicht von : Herbert A.
Beiträge: 102
Angemeldet am : 08.07.2013
Veröffentlicht am : 02.03.2018
 

Thema Eiweiß und Niere: Meine Erfahrungswerte besagen in drei Fällen:

GFR 100+

GFR 100, leicht schwankend (91-jährige Patientin, die 3 Jahre zuvor einen Wert von 48 aufwies; damals stand eine Katheteruntersuchung an, die wir u.a. wegen des kritischen GFR-Werts nicht durchführen ließen)

GFR 91 (73-jährige Patientin)

Gleichzeitig sehr gute, durchweg gesunkene Harnsäurewerte (2,3).

Generell angestiegen ist der Harnstoffwert (über Limit). Dies scheint mir aber ein zu erwartender bzw. wünschenswerter Effekt zu sein.

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1582
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 01.03.2018
 

"Und das Ziel war auch damals möglichst alt zu werden, denn wer länger lebt kann sich öfter reproduzieren und damit die Epigenetische Lebenserfahrung weitergeben."

Sicher nicht.
Das Ziel war eine angemssene Balance an Individuen und Sterberate und Forpflanzungsrate bei einer Spezies.
Ansonsten müsste es ja einen globalen, artenübergreifenden Entwicklungstrend zu immer längeren Lebensspannen gegeben haben. Dem ist aber mitnichten so. Im Gegenteil, es gibt genügend Arten, deren Lebensspanne direkt an den Fortpflanzungsakt gekoppelt ist (Bienen-Drohnen, div. Spinnen, Lachse, etc.).

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von : Jean S.
Beiträge: 382
Angemeldet am : 12.03.2016
Veröffentlicht am : 01.03.2018
 

"Langes Siechtum (chronische Krankheiten) ist für Tierarten (zB. Mensch) die in einer Gruppe leben eher hinderlich.

Das wurde durch den Evolutionsprozess eher negativ selektiert."

Da hast Du wohl Recht ändert aber nichts an der Tatsache dass wir nicht wissen ob die damailge Ernährung besoinders gesund oder ungesund
war. Angesichts der rauhen Lebensweise war die Lebenserwartung ohnehin nicht sehr hoch.

Liebe Grüße,

Veröffentlicht von : Jean S.
Beiträge: 382
Angemeldet am : 12.03.2016
Veröffentlicht am : 01.03.2018
 

"Und das Ziel war auch damals möglichst alt zu werden, denn wer länger lebt kann sich öfter reproduzieren und damit die Epigenetische Lebenserfahrung weitergeben.

Eine gesunde die Lebensweise - auch wenn nur instinktiv oder aus der Not geboren - führte zu einer längeren Lebensdauer und somit wurde diese Gene öfters weitergegeben."

Sowas nenne ich Paleo Romantik, das Ziel war einfach Tagtäglich zu überleben, gegessen wurde was zur Verfügung stand. Gesunde Lebensweise ? Pustekuchen.

 

Liebe Grüße,

Veröffentlicht von : UlliS
Beiträge: 241
Angemeldet am : 02.08.2003
Veröffentlicht am : 01.03.2018
 

@Martin

„Fleisch, Gemüse(Pflanzen) und das saisonal verfügbare Obst (Die mehr oder weniger reifen Früchte).“

Welches Gemüse und welches Obst ist denn vor 10.000 Jahren im europäischen Urwald gewachsen? Und wie viel? Das Gemüse und Obst das wir heute kennen gab es damals nicht, das sind alles Züchtungen. Obst- und Gemüse-Plantagen gab es damals genau so wenig wie Getreidefelder

LG Uli

Veröffentlicht von : UlliS
Beiträge: 241
Angemeldet am : 02.08.2003
Veröffentlicht am : 01.03.2018
 

@Jean

"Langlebigkeit, also der Versuch möglichst gesund alt zu werden, hat in der Evolution keine Rolle gespielt."

Langes Siechtum (chronische Krankheiten) ist für Tierarten (zB. Mensch) die in einer Gruppe leben eher hinderlich.

Das wurde durch den Evolutionsprozess eher negativ selektiert.

LG Uli

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 544
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 01.03.2018
 

Jede Ernährungsform die es ermöglichte dass wir uns reprodzieren konnten, hat gepasst.

Und welche war das vor mehr als 10.000Jahren? Ich unterstelle mal:

Fleisch, Gemüse(Pflanzen) und das saisonal verfügbare Obst (Die mehr oder weniger reifen Früchte).

Also das wovon wir immer reden. Insofern ist jeder Ernährungsform damals immer die gleiche gewesen.

Und das Ziel war auch damals möglichst alt zu werden, denn wer länger lebt kann sich öfter reproduzieren und damit die Epigenetische Lebenserfahrung weitergeben.

Eine gesunde die Lebensweise - auch wenn nur instinktiv oder aus der Not geboren - führte zu einer längeren Lebensdauer und somit wurde diese Gene öfters weitergegeben.

Insofern stimme ich Ulli zu,

manchmal hilft die Logik wirklich

 

LG

Martin

 

Veröffentlicht von : Jean S.
Beiträge: 382
Angemeldet am : 12.03.2016
Veröffentlicht am : 01.03.2018
 

"Manchmal hilft auch ein bisschen Logik:"

Langlebigkeit, also der Versuch möglichst gesund alt zu werden, hat in der Evolution keine Rolle gespielt.
Jede Ernährungsform die es ermöglichte dass wir uns reprodzieren konnten, hat gepasst.
Ob das, im heutigen Sinne, besonders gesund oder ungesund war, ist, aus wissenschaftlicher Sicht, reine Spekulation.

 

Liebe Grüße,

Veröffentlicht von : UlliS
Beiträge: 241
Angemeldet am : 02.08.2003
Veröffentlicht am : 01.03.2018
 

Manchmal hilft auch ein bisschen Logik:

Wir stammen von Menschen ab, die in Mittel- und Nord-Europa gelebt haben. Mittel- und Nord-Europa waren mit Wald, bzw. lange Zeit mit Eis bedeckt. Für Menschen essbare Pflanzen gab es hier nur wenig. Wer das nicht glaubt, der gehe bitte mal in den nächsten Wald, und versuche so viel essbares zu finden, so dass er einen Tag davon satt wird. Also was werden diese Menschen wohl gegessen haben. Wahrscheinlich jede Menge tierisches Eiweiß und Fett. Und ausgerechnet das sollen die Stoffe sein die uns krank machen. Unsere Vorfahren sind mit Sicherheit nicht bei der Jagd nach dem Mamut reihenweise am Herzinfarkt oder Nierenversagen gestorben. Ansonsten wären wir heute nicht hier.

Gruß Uli

Veröffentlicht von : Christine S.
Beiträge: 660
Angemeldet am : 27.09.2017
Veröffentlicht am : 01.03.2018
 

Und dazu kommt ja noch, dass jeder Mensch anders ist...... den Wert einer jeden existierenden Studie bezweifle ich also sowieso grundsätzlich ;-)

Wir denken immer noch so gerne mechanistisch. Wir können Maschinen bauen, ja, aber wir sind keine. Und überhaupt gibt es in der ganzen Natur keine Maschinen.

Wann gehen wir endlich einen Schritt weiter?

Veröffentlicht von : Christine S.
Beiträge: 660
Angemeldet am : 27.09.2017
Veröffentlicht am : 01.03.2018
 

"Aber am Ende war ich doch enttäuscht. Fünf Forscher haben sich lange Zeit mit dieser Studie beschäftigt. Und dann wird zur Widerlegung ihres Ergebnisses lediglich ein Wort, nämlich „Parenchymdicke“ herausgenommen, um damit das Ergebnis völlig umzudrehen. Das überzeugt mich - leider - nicht."

Hm, ich glaube wenn man sein Urteil nur auf einen einzigen Post vom Doc stützt dann kann das schnell mal passieren, dass man nicht überzeugt ist. ;-)

Wie würdest du, Nils, dich denn ausdrücken, wenn du seit zig Jahren Studien liest, schon zig Bücher über deine Erkenntnisse geschrieben hast und immer noch täglich dieselben Anregungen versuchst unter die Leute zu bringen? Ich traue dem Doc zu, hinter dieser in der Tat etwas lapidaren Ausdrucksweise eine Menge Wissen zu haben, das genau diese Aussage unterstützt. In dem Moment muss man natürlich "Vertrauen" haben, um die Aussage anzunehmen.

Oder man befasst sich selbst mit beliebig vielen Studien zu dem Thema, um zu einem schlüssigen Urteil zu kommen.

Wer hat mehr Zeit investiert, die fünf Forscher mit ihrer einen Studie oder die eine Person die in ihrem Leben schon tausende solcher Studien gelesen hat und selber tausende von Patienten behandelt?

Weißt du wie ich mit solchen Aussagen umgehe? Ich betrachte sie als Arbeitshypothese. Wenn ich aufgrund meines in der Tat deutlich gestiegenen Eiweißkonsums irgendwann Nierenprobleme bekomme dann werde ich mich an diese Aussage erinnern und euch Bescheid geben! Für mich ist das alles keine Glaubenssache und ehrlich gesagt auch keine Angelegenheit von "Wissen" oder "Fakten", denn ich werde in diesem Leben sicher keine 200 Studien zum Thema Nieren mehr lesen. Und ich werde wohl auch keine Biologin. Ich kann es also schlicht und ergreifend nicht beurteilen!

Aber ich kann es anwenden und gucken was passiert.

Bisher fühle ich mich bombastisch.

Sollte jemand wirklich ein Experte sein und wirklich begründete Zweifel haben, dann freue ich mich seine/ihre Einblicke hier vorzufinden! Aber ich würde da eine ernste und konstruktive Diskussion bevorzugen, von Leuten, die sich damit wirklich auskennen (aufgrund von Erfahrung), und die wirklich an Lösungen interessiert sind, und nicht nur an Faktenkämpfen für ihr Ego.

Natürlich kann man seine Zweifel äußern. Aber ohne jede Begründung hat das doch irgendwie keinen Mehrwert. Sack Reis in China.

Veröffentlicht von : Christine S.
Beiträge: 660
Angemeldet am : 27.09.2017
Veröffentlicht am : 24.02.2018
 

Auszug aus den News, die ich verlinkt habe:

"Der Patient betont ausdrücklich, dass er sich gerade nicht an die Ratschläge des Nephrologen, an die Ratschläge der Schulmedizin gehalten hat. Sondern:

  • „Ich mache nun genau das Gegenteil.“
  • Fast täglich laufen.
  • Viel Krafttraining.
  • Und Eiweißshakes, was das Zeug hält….!"

 

@Karsten B.: "aber durch Eiweß doch nicht oder ? "

Doch, genau so verstehe ich es. Jede Menge Eiweiß und Sport - wodurch die Niere tatsächlich nun geheilt wurde können wir daraus nicht 100%ig sagen - war es nun das Eiweiß oder der Sport? (Oder Vitamin D/Zink/Magnesium/Eisen?) Oder einfach das Immunsystem des Patienten, das durch alle Maßnahmen optimal unterstützt wurde?

Aber sicher entnehmen können wir dem doch, dass das Eiweiß der Niere nicht geschadet hat. Und sehr wahrscheinlich wohl geholfen, denn wir wissen ja, dass ein Großteil des Körpers aus Eiweiß besteht, und dass das Immunsystem komplett aus Eiweiß besteht. Und dass, wenn die Niere besonders viel Eiweiß verliert, dieses Eiweiß demzufolge ersetzt werden muss.

 

Veröffentlicht von : Karsten B.
Beiträge: 23
Angemeldet am : 22.02.2018
Veröffentlicht am : 22.02.2018
 

@Christine S. aber durch Eiweß doch nicht oder ? 

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