"Es gibt keine Krankheit"

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Thema "Es gibt keine Krankheit"

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Veröffentlicht von: GüntherS
Beiträge: 141
Angemeldet am: 21.08.2015
Veröffentlicht am: 28.08.2015

@ Rolf W., Nachtrag

 

Fällt mir soeben das Buch "Wunder der Heilung" vom Dr. Strunz in die Hände. Und siehe da, auf Seite 77ff beschreibt er zwei Arthrose-Fälle. Und weißt Du, welches Wort er in diesem Zusammenhang auch benutzt? Bingo! "Übersäuerung". Willkommen im dritten Jahrtausend! ;-)

Es ist nie zu spät, sein Leben zu ändern. Du weißt ja: "The best time to start was yesterday. The next best time is NOW"

 

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Veröffentlicht von: GüntherS
Beiträge: 141
Angemeldet am: 21.08.2015
Veröffentlicht am: 27.08.2015

Warum, Reinhard&Rolf, darf man nur glauben, was evidenzbasiert "bewiesen" ist? Noch nie etwas von der dritten Säule von "forever young" gehört? Dem "Denken"? Für mich ja sowieso die erste Säule, denn nur wer "glaubt", wer es im Kopf gecheckt hat, wird es schaffen, sich dauerhaft ausreichend und richtig zu bewegen und dauerhaft gesund und richtig zu ernähren. Und dauerhaft gesund zu bleiben. Denn wenn man wartet, bis es unumstößliche, evidenzbasiertrandomisiertdoppelblindplacebo-kontrolliertundtausendmalwiederholte Ergebnisse gibt, dann wird man mitunter lange auf seine Heilung warten und dereinst mitsamt seinem Leiden evidenzbasiert (nämlich vom Gerichtsmediziner bestätigt) in die Kiste steigen. Muss man aber nicht.

 

Heilung ist immer Selbstheilung. Du musst nur daran glauben. Dir selbst oder Deinem Arzt. Wenn Du letzterem nicht glaubst, wirst Du keine Erfolge haben - da kann das Medikament schon tausendfach bewährt sein. Anders als im Tierversuch haben wir Menschen nämlich einen eigenen, "aufgeklärten" Willen. Und glauben oft, gescheiter als der (innere) Arzt zu sein. Und arbeiten dadurch dagegen und verhindern jede Heilung.

 

Vor rund 2000 Jahren soll einer zu seinem "Patienten" gesagt haben: "Glaubst du, dass ich dir helfen kann?" Worauf dieser geantwortet haben soll: "ja, oh, Herr, ich glaube!" Darauf der Erstere: "steh auf, nimm Dein Bett und geh; dein Glaube hat dir geholfen!"

 

Jetzt muss man nicht unbedingt an die Bibel (und insbesondere ihre neuzeitlichen, verschlechterten Übersetzungen) glauben. Gibt ja viele alternative Möglichkeiten. Aber der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Der Doc. übersetzt das gerne mit der "Kraft des Windes", die für Dich da ist, ob Du sie nun nutzt oder nicht. Genauso wie Radiowellen, die auch alle durch Deinen Raum schwirren, egal ob Du Dein Empfangsgerät darauf ausrichtest oder nicht. Die Radiowellen sind da. Und die "Kraft des Windes" ebenso. Ob Du sie nun nutzt oder nicht, ist der "Kraft des Windes" doch piepegal.

 

Auch ich dachte anfangs (1999), naja der olle Strunz (sorry, Doc.!) hat diese dritte Säule des "Denkens" halt wohl noch dazu genommen, weil ein Tisch auf zwei Beinen nicht stehen kann. Und bekanntlich sind ja aller guten Dinge drei. Damals dachte ich auch noch, es ginge vor allem um Sport, Sport, Sport. Und ein bisschen Ernährung halt. Das mit dem Denken war mir zu suspekt. Mitnichten. Die dritte Säule sorgt erst dafür, dass dieser Tisch auch steht - und ist somit die alles entscheidende Säule.

 

Wie schon gesagt, auch ich habe meine Pinkerln zu tragen. Aber ein "unheilbar", ein "geht nicht" gibt es bei mir nicht. Stattdessen probiere ich einfach aus. Mal mit besserem, mal mit schlechterem Erfolg. Ja, ich mach mir schon fast einen Sport daraus, an mir herumzuexperimentieren. Denn schließlich ist das MEIN Körper. Und anders als mein Auto, meine Wohnung, meine aktuellen Freunde etc., die alle von heute auf morgen vergänglich sein können, muss (darf) ich meinen Körper bis zu meinem letzten Schnaufer mit mir herumtragen. Dann soll es dem aber auch gefälligst gut gehen und mich dieser täglich aufs Neue erfreuen. Und dazu ist mir jedes Mittel recht - auch gerne Placebos. In diesem Sinne ... Du behälts in jedem Falle recht; so oder so.

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Veröffentlicht von: Plebejer
Beiträge: 239
Angemeldet am: 24.06.2014
Veröffentlicht am: 26.08.2015

Reinhard S.,

du scheinst den grundlegenden Unterschied zwischen den völlig verschiedenen Ansprüchen und Erwartungen auf Besserung für die Betroffenen einerseits und den Anspruch auf Gewinnmaximierung der Pharmaindustrie  nicht (ganz) kapiert zu haben. Nach 10 Tagen schmerzfrei, ohne Parmakonzern-Präparat, eine Sensation! Aber für Dich wäre es wohl wichtiger, wenn ein Pharmastempel irgendwo zu lesen gewesen wäre. Nur - der wirkliche Kranke mit seiner Arthrose fragt nicht nach "Beweisen", bevor er es ausprobiert. Er nimmt die Gelatine oder was auch immer, und er merkt eine Besserung, die der Pharmakonzern nicht bieten kann- und ist froh.  

Aber ist interessant, dass Du hier beinahe der Einzige bist, der zwischen einer Arthrose und einer Arthritis zu unterscheiden weiss.

Und vom Grundsatz "Wer heilt hat recht" scheinst Du aber noch nichts gehört zu haben. Könnte es sein, dass Du hier im für Dich falschen Forum gelandet bist?

 

 

                                                        

 
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Veröffentlicht von: Reinhard S.
Beiträge: 163
Angemeldet am: 26.08.2015
Veröffentlicht am: 26.08.2015

Plebejer, du scheinst den grundlegenden Unterschied zwischen den völlig verschiedenen Krankheitsbildern Arthrose und Arthritis trotz Rolfs Ausführungen nicht (ganz) kapiert zu haben.

Nette Geschichte vom "Experiment" von Harvard School/Boston Veteran Hospital, aber auch nicht mehr: "Nach 10 Tagen schmerzfrei", "nach 3 Monaten maximale Gelenksfunktion", d. h. der Knorpel müsste dann in so kurzer Zeit nachgewachsen sein. 10mal LOL.

Dokumentieren, niederschreiben kann man jeden Unsinn, Papier nimmt leider alles an. Evidenzieren heisst beweisen, randomisiert mit Verum- und Placebo-Gruppe, am besten noch doppelbilnd, und DAS möchte man sehen. Genauso uneindeutig wie bei Hühnereiweiss sind Studien über alle anderen Knorpelschutz-/Aufbaupräparate (Gelatine, Chondroitin, Glucosamin).

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Veröffentlicht von: Plebejer
Beiträge: 239
Angemeldet am: 24.06.2014
Veröffentlicht am: 26.08.2015

Dieser Beitrag wird für die interessant sein, die von Arthritis geplagt sind oder behaupten, es gäbe keine tatsächliche Abhilfe. Er stammt von einem Humanmediziner, der vor seinem Human-Studium Veterinärmedizin studierte und praktizierte. Bite lesen:

Hier  noch  mal  eine  kleine  Geschichte,  die  einerseits  lustig  ist,  welche  jedoch  eine andere Einstellung der Ärzteschaft zeigt:

Die Geschichte handelt von Arthritis und wurde von der Harward School und dem Boston Veteran Hospital am 24. September 1993 veröffentlicht. Wie viele waren von Ihnen eigentlich  schon  einmal  in  einem  Veteranen-Hospital? Wenn Sie  in  einem  Veteranen-Hospital sind, haben Sie zwei Möglichkeiten, Ihr Leben für Ihr Land zu geben: Einmal auf  dem  Schlachtfeld  oder  die  zweite  im  Veteranen-Hospital.  Der  Titel  der  Veröffentlichung hie. "Hühnereiweis. verringert die Schmerzen und Schwellungen bei Arthritis in Patientenversuchen." Was taten die Mediziner? Man nahm Patienten, die auf keine herkömmlichen Arthritismedikamente mehr ansprachen - wie Cortison usw.. - Die Probanden bekamen alle möglichen Medikamente, die sie eh schon ausprobiert hatten, auch physikalische  Therapien. So, das Einzige, was den  Patienten  noch übrig lieb,waren operative Eingriffe. Was die Mediziner von Harward taten war, diesen Leuten zu sagen, dass sie Patienten suchen, die bereit sind, vor diesem operativen Eingriff noch 90 Tage zu  leiden.  Für  dieses  Experiment  meldeten  sich  29  Freiwillige.  Die Therapie  bestand darin,  dass  die  Patienten  einen  gehäuften  Teelöffel  von  gemahlenem,  getrocknetem Hühnerknorpel bekamen. Jetzt  kommt`s: Nach 10 Tagen waren alle Schmerzen weg!! Wie gesagt, es waren alles Personen, die auf keinerlei schulmedizinische Medikamente mehr ansprachen. Nach 30 Tagen konnten sie ein Gurkenglas öffnen, das noch vakuumverschlossen  war  - die  meisten  konnten  bis  dahin  noch  nicht  einmal  schmerzfrei einen Kugelschreiber halten. - und nach 3 Monaten hatten die Patienten wieder maximale Gelenkfunktion. Nun kommt das Lustige und zwar von dem Direktor, der damals die Studien geleitet hatte: Nach drei Monaten war ersichtlich, dass die Hühnerknorpel wie  eine  Medizin  wirksam  waren.  So,  und  weil  es  funktionierte,  ist  Hühnereiweiß ein Arzneimittel.

Es ist klar, dass er die Patentnummern und den zu erwartenden Gewinn in seinem Kopf hatte... na ja, vielleicht überlegte er sich auch die richtige Dosierung.

Quelle: Tote Ärzte lügen nicht.

Wenn ich Arthritis hätte, würde ich noch heute anfangen, das auszuprobieren.

P.S. Ist das nicht genug dokumentiert? Muss doch zu finden sein, weil doch einer hier behauptet.......!

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Veröffentlicht von: GüntherS
Beiträge: 141
Angemeldet am: 21.08.2015
Veröffentlicht am: 25.08.2015

Naja, diesen Placebo-Effekt könntest Du Dir ja selbst zunutze machen. Wenn ich schwer krank wäre und ein Placebo-Effekt könnte mich gesund machen (völlig ohne Nebenwirkungen), dann würde ich nur noch sagen: "gekauft!" Denn ... ob Du nun glaubst, dass Deine Krankheit heilbar ist, oder Du glaubst, dass sie es nicht ist - in beiden Fällen hast Du Recht. Könntest Dir also Dein "Placebo" selbst basteln. Aber ich lese schon raus aus Deinen Beiträgen, dass Du Dich gerne auf etwas "versteifst" (nix für ungut; aber schon mal über diese Redewendung im Zusammenhang mit Deiner Krankheit nachgedacht?). Hast gwonnen und ich gebe mich geschlagen. Alles Gute!

In meinem Pinkerl sind übrigens nicht einmal Kieselsteine, sondern lediglich weiche, herrlich leichte Federn - das ist einfach ein Glaubenssatz ;-).

 

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 25.08.2015

Lieber Günther, nur noch eine kurze Anmerkung: die zitierte Jörgensen-Methode ist medizinwissenschaftlich nicht validiert/evidenziert und wird auf Psiram-Wiki (psiram.com) ins Märchen-Reich der irrationalen Überzeugungssysteme verbannt. Auch mich irritiert zuweilen, weshalb Dr. Strunz solche und ähnliche pseudowissenschaftliche Hypothesen und Methoden in seinen Publikationen manchmal aufgreift.

Ich betone das deshalb, weil ich ein gebranntes Kind bin und mit Alternativmedizinern und sog. alternativmedizinischen Methoden durchweg schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich halte den allergrössten Teil der sog. Alternativmediziner und Heilpraktiker für geldgeile Scharlatane und deren Methoden für Unfug. Wenn Heilungserfolge mit Alternativmedizin erzielt werden, dann ist es fast ausschliesslich der immer noch gewaltig unterschätzte Placebo-Effekt.

PS. Statt kleiner österreichische Pinkerl trägt man bei uns Rucksäcke, und die sind bei den einen mit einem Kieselstein und bei anderen mit Zentnersteinen beladen. Nein, das Gras auf Nachbars Rasen ist nicht grüner.

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Veröffentlicht von: GüntherS
Beiträge: 141
Angemeldet am: 21.08.2015
Veröffentlicht am: 25.08.2015

Lieber Rolf, vielen Dank für Deine ausführliche Aufklärung, damit ich die Sache zukünftig etwas "sinngemäßer" sehen kann ;-) ! Das tut mir natürlich leid für Dich! Klingt selbstverständlich nicht angenehm. Ich könnte mir aber umgekehrt gut vorstellen, dass jemand, der gerade mit einem Krebsleiden kämpft und hofft, seinen Lebensstil doch noch rechtzeitig geändert zu haben, bevor ihn der Sensenmann endgültig schnappt - der also gegen die Zeit kämpft -, sich wünschen würde, doch lieber an einer Arthrose zu leiden, denn dann hätte er - vor allem wenn er von so hoher Lebenserwartung ausgehen könnte wie Du - noch immer genügend Zeit, um seinen Lebensstil zu ändern. "Aber bei Krebs rennt einem leider die Zeit davon, sodass es eh gar keinen Sinn mehr hat". Weißt Du, was ich meine? Sinngemäß: jeder trägt sein Pinkerl.

Und eigentlich wollte ich ja ohnehin nur auf Deinen geäußerten Wunsch nach einer Krebserkrankung reflektieren. Bei Arthrose und Co. bist eindeutig Du der (unfreiwillige) Experte. Und ich will Dir daher auch gar nicht widersprechen (manchmal sehen jedoch die sog. "Experten" den Wald vor lauter Bäumen nicht, schon einmal darüber nachgedacht?). Nur in einem Punkt muss ich es dennoch tun. Dir widersprechen. Du meintest, der Doc. würde nie über Übersäuerung reden. Ich gebe Dir recht, dass es bei ihm nicht so das zentrale Thema ist, wie bei anderen, die alles - ja förmlich sogar das Schlechtwetter - kausal auf Übersäuerung zurückführen. Wenn man seiner Ernährungs- und Bewegungsform folgt, hat man das Problem mit dem drohmedizinischen Begriff der Übersäuerung ja in der Regel erst gar nicht, sodass er sich den ständigen Wink mit diesem Zaunpfahl ersparen kann. Dass er es niemals täte, stimmt aber nicht! Ich hab mir jetzt gleich mal sein erstbestes Buch in meinem Regal zur Hand genommen, die "Frohmedizin" aus 2009 (weil es ein kleines Buch ist, lag es obenauf, also griffbereit), hab in den Index gekuckt und siehe da ... auf Seite 266 steht:

"Die Sache mit der Übersäuerung: Die, die mit dem Begriff der "Übersäuerung" operieren, werden von der seriösen Wissenschaft (dazu sollten Sie mal Einstein-Komentare hören) immer noch Scharlatane genannt. Ich bleibe da neutral. Ich weiß, dass man den ph-Wert messen kann. Nicht im arteriellen Blut, weil da ein gut funktionierender Puffer zu viel Säure neutralisiert. Aber im venösen Blut, mit der sogenannten Jörgensen-Methode. Saures Bindegewebe kann man messen. Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung führt ganz langsam zu einer Bindegewebs-Azidose. Zu einem sauren Bindegewebe. Hat Dr. F.X. Mayr jahrelang erforscht und mit Diät in den Griff gekriegt. Und nach ihm viele andere Ärzte, die nicht nur schulmedizinisch, sondern ganzheitlich denken." (Zitat Ende, es geht aber über zwei Seiten weiter mit diesem Thema)

So weit, so gut. Wollte ich nur richtigstellen. Weil es mich schon damals beim Lesen freute, dass der Doc. auch solchen Themen gegenüber aufgeschlossen ist. Das hatte mich beeindruckt und ich hab es mir daher gemerkt. Ich wünsch Dir alles Gute und liebe Grüße!

P.S.: der Spruch mit dem "Pinkerl" oben geht ja für viele noch weiter. Nämlich mit der Ergänzung "bis er es ablegt". Das klingt für Dich vielleicht nach Sarkasmus pur, ist aber ganz sicher nicht so gemeint, das kannst Du mir glauben. Aber auch ich hab mich schon von so manchem Pinkerl erfolgreich befreit. Insbesondere seit ich Kartoffeln, Nudeln, Reis und Brot gestrichen habe (und obendrein mehr auf die "güne Kraft", die "Kraft des Windes" vertraut und diese genutzt habe). Gesundheit ist bekanntlich Eigenverantwortung. Und der erste Schritt, wenn man diese wahrnehmen will, beginnt im Kopf.

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 24.08.2015

Schön, dass es Menschen wie Dich gibt, Günther, für die Arthrose und Rheuma sinngemäss völlige Fremdwörter sind. Für mich ist ein Leben wie Eures eigentlich nicht vorstellbar, weil solches Glück, ohne Arthrose leben zu dürfen, undenkbar für mich ist. Ihr habt gar keine Ahnung, was für ein riesiges Glück Ihr habt!

Dennoch muss ich einige deiner Annahmen richtigstellen:

1. Sogar mit Hilfe der Schulmedizin hat man heutzutage gute Chancen, die allermeisten Krebsarten zu überleben. Wenn man nun noch den Lebensstil gemäss Dr. Strunz ändert, erhöht man diese Chancen nochmals beachtlich, eben weil Krebs reversibel ist. Nun, den Krebs überlebt man, oder man stirbt daran. Das Urteil lautet nicht lebenslänglich, insofern kann das auch Trost sein. Ich würde es aber vorziehen, an Krebs zu versterben, als den Rest meines Lebens mit ständigen Gelenkschmerzen dahinzusiechen. Ein Aussenstehender wie Du kann dies(es Leiden) nur schwer nachvollziehen. Ich bin 55 und habe seit dem zarten Alter von 25 Jahren Hüftarthrose, für einen jungen Mittel- und Langstreckenläufer eine Katastrophe. Noch dazu sind nun leider alle Familienmitglieder langlebig, ich darf also von einer Lebenserwartung von gegen 90 Jahren ausgehen, d. h. ich darf mich noch ca. 1/3 Jahrhundert mit meinen Polyarthrosen rumquälen. Ich mag mir gar nicht ausdenken, wie mein Leben im höheren Alter aussehen mag.

2. Es gibt in der Medizin keinen einzigen dokumentierten, geprüften Fall von (vollständiger) Arthrose-Heilung, d. h. einer sog. "restitutio ad integrum". Die von dir erwähnten Fälle im Netz sind bestenfalls (wenn sie denn überhaupt wahr sind) Remissionen, d. h. Abschwächung der Symptome ohne Heilung.

3. Ich bin kein Kartoffeljunkie, im Gegenteil, ich habe eigentlich immer schon wenig Kartoffeln gegessen, bisweilen jahrelang keine. Meine diesbezüglichen Posts bezogen sich auf Kartoffel-Statements des Doc, die manchmal im Widerspruch zu jenen des von mir sehr geschätzten Chris Michalk standen. Von Übersäuerung spricht übrigens auch Dr. Strunz (als Schulmediziner) nie. Übersäuerung ist nur eine unter vielen alternativmedizinischen Hypothesen.

4. Ich wünsche mir keine Krankheit. Ich wünschte mir stattdessen eine andere Krankheit. Auch unrealistische Wünsche wird man wohl noch haben dürfen, zumal mein Wunsch ja alles andere als verwerflich, sondern zutiefst human ist.

5. Arthritis ist eine Gelenkentzündung (Ursache), die unbehandelt zur Gelenkknorpelzerstörung (Knorpelfrass als Folge) führt. Arthrose ist Knorpeldegeneration (Ursache), weil die knorpelabbauenden die knorpelaufbauenden Prozesse überwiegen, und die trotz Behandlung fortschreitet und Gelenksentzündungen (Arthritis als Folge) verursacht. Auch wenn man die Entzündungen durch Lebensstiländerung (v.a. Ernährung) eindämmen kann, schreiten die knorpelabbauende Prozesse dennoch unaufhaltsam fort, wenn auch langsamer, bis zur totalen Knorpelzerstörung. BTW: an meinen 20(!) entzündeten, deformierten Fingergelenken lassen sich gemäss Chirurg bestenfalls max. 8 Prothesen einsetzen, den ganzen Rest müsste man operativ versteifen…

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Veröffentlicht von: GüntherS
Beiträge: 141
Angemeldet am: 21.08.2015
Veröffentlicht am: 24.08.2015

Uiii, Rolf, meine Oma hätte Dir jetzt geantwortet: "Bub, versündige Dich nicht!" Eine Krankheit wie Krebs (an der man in der Regel leider immer noch recht schnell stirbt, während man mit Arthrose überleben kann - wenn auch sicher nicht angenehm, keine Frage) wünscht man sich einfach nicht! Und MS genausowenig! Aber ähnliche Sätze habe ich leider schon oft gehört. So ala: "den anderen geht´s gut, denn die haben Krankheiten, die man heilen kann, nur meine ist halt leider unheilbar". Wer sagt denn, dass Arthrose unheilbar wäre? Und dass es unausweichlich an den Genen liegen würde? Das Internet ist voll von gegenteiligen Berichten, wie ich mich zu erinnern glaube.

Ich will Dir nicht zu nahe treten, aber es scheint allgemein bekannt zu sein, dass Arthrose von Übersäuerung kommt. Wenn dann noch eine genetische Veranlagung in diese Richtung dazu kommt (ist natürlich blöd), ist es natürlich doppelt wichtig, jede Übersäuerung zu meiden. Und welches Lebensmittel trägt ganz besonders zur Übersäuerung bei? Kartoffeln (neben Getreide, Reis etc.)! Also gekochte Kratoffeln. Roh würden sie basisch wirken, aber a) wem schmeckt das schon und b) sagt man ja, dass das nicht so gesund sei.

Lieber Rolf, ich will da jetzt nicht durch alle möglichen Beiträge durchsurfen, aber ich glaube, DU warst der, der immer die Kartoffel in Schutz genommen hat und nicht verstand, warum man diese verteufeln würde (so wie es der Doc. macht). Sollte ich mich irren und das warst gar nicht Du, dann verzeih mir bitte und betrachte diesen meinen Hinweis als gegenstandslos! Dennoch könntest Du ja mal schauen, ob Du etwas gegen Übersäuerung tun solltest (die klassischen Schulmediziner werden Dir da natürlich in der Regel nicht helfen können).

Falls ich aber mit meinem Verdacht bezüglich Deiner Kartoffelliebe Recht haben sollte und Deine Eltern vielleicht diese Liebe mit Dir teilten - bzw. diese an Dich weitergaben - dann hat es vielleicht gar nicht so viel mit vererbten Genen sondern viel mehr mit tradierten Verhaltensweisen zu tun. Wahrscheinlich eine Kombination aus beidem. Hm?

Ich hatte nie Arthrose und kenne auch niemanden persönlich, der darunter leidet (außer meine Oma - diesmal aber andere :-) -, die hat sich quasi ausschließlich von Kartoffeln ernährt, jedoch extrem viel geschuftet und es trat bei ihr erst im hohen Alter auf, sodass man es halt aufs Alter schob). Ich bin mir ziemlich sicher, mal im Zusammenhang mit Arthrose von der "Kartoffelkrankheit" gelesen zu haben (finde aber leider die Quelle nicht mehr). Das hab ich mir deshalb gemerkt, weil ich, als ich das vor Jahren las, gleich an meine Oma denken musste.

Lieber Rolf, normalerweise würde ich jemandem, der sich eine Krankheit wünscht, gar nicht antworten. Aber aus Deinen Zeilen ließ sich heute eine gewisse Verzweiflung herauslesen. Und weil ich grad Zeit hatte,... vielleicht konnte ich ja ein bisschen helfen ;-).

Liebe Grüße,

Günther

P.S.: soweit ich weiß, deutet doch die Endung "itis" auf etwas Entzündliches, eher Kurzfristiges hin, während die Endung "ose" auf etwas Chronisches (bzw. chronisch Gewordenes) hindeutet. Daraus schließe ich mal ganz laienhaft, dass das, was bei einer "Itis" hilft, auch bei der "Ose" nicht so verkehrt sein kann, wenngleich man bei letzterer sicher schwerere Geschütze auffahren muss - weil es eben schon chronisch geworden ist. Und vor allem schließe ich daraus, dass auch eine "Ose" längerfristig heilbar ist. Ich drück jedenfalls die Däumchen!

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 24.08.2015

„Es gibt keine Krankheit“. Sondern nur genetisch un-korrekte Lebensweise, die krank macht.

Dieser apodiktische Satz von Dr. Strunz stimmt natürlich „nur“ für aus falscher Lebensweise induzierte und somit reversible Malazien. Auch wenn über radikale Lebensstiländerung (Bewegung, Ernährung, Meditation) via Epigenetik, dem An- und Abschalten von Genschaltern, sehr viel bis hin zur Heilung verbessert werden kann, so ist der Arm der Gene aber leider immer noch lang.

Neben den schweren Erbkrankheiten gibt es auch genetisch bedingte Volkskrankheiten, denen auch mit rabiater Lebensstiländerung nicht im Geringsten beizukommen ist. Beispiel: Meine Eltern und alle Geschwister litten/leiden u. a. an Arthrosen der Hüften und aller Fingergelenke. Trotz gesündester Lebensweise, ohne Rauchen, mit viel Bewegung und artgerechter Ernährung, schreiten diese sprichwörtlichen Leiden stetig und unaufhaltsam fort. Es gibt eben leider Krankheiten, die sind dermassen tief in den Genen verankert, da kannste Gene abschalten oder einschalten, so viel du willst und kannst, gegen solcherlei Unbill ist leider kein einziges Kraut gewachsen.

Das Gesagte gilt aber nicht für systemisch-entzündliche Rheumaformen (rheumatoide Arthritis, etc.). Diese Autoimmunerkrankungen sind, wie der Doc mehrfach auch mit Leserbriefen überzeugend dargelegt hat, über eine Lebensstiländerung sehr wohl beeinfluss- und wohl auch heilbar, kurz: reversibel.

Und jetzt ein für viele ganz schlimmer Satz: ich würde jederzeit meine mich stark behindernden Polyarthrosen gegen MS, Krebs oder eine andere schwere systemische Krankheit eintauschen wollen. Weil ich nämlich (ganz im Sinne des Doc) weiss, dass lebensstil-induzierte Krankheiten wie MS, Krebs etc. durch eine Lebensstiländerung auch wieder reversibel sind.

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