Feste Wanderschuhe oder doch nicht?

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Thema Feste Wanderschuhe oder doch nicht?

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Veröffentlicht von: Michaela W.
Beiträge: 1653
Angemeldet am: 19.11.2008
Veröffentlicht am: 27.05.2015

Ich mach das beim Bergwandern immer so, dass ich zwar feste Schuhe von Lowa oder Meindl trage, jedoch die Nike Free immer im Rucksack dabei habe. Es kommen immer Passagen, wo man getrost mal die Schuhe wechseln kann, und dann ist das eine echte Erholung für die Füße, wenn sie mal aus ihrem "Gefängnis" befreit werden.

LG, Michaela

 

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Veröffentlicht von: Gudrun W.
Beiträge: 110
Angemeldet am: 26.01.2010
Veröffentlicht am: 12.05.2015

Hallo!

Vielen Dank nochmal an alle. Ich habe mir jetzt einen "Halbschuh" /Trekkingschuh von North-Face gekauft. Sonderpreis 69€, da hab ich gedacht, ich probier ihn einfach mal aus. Also bin ich jetzt schonmal einige Touren hier bei uns mit gegangen - und - obwohl ich skeptisch wegen der festen Sohle war - ich muss (leider{#emotions_dlg.smile}) sagen: Der Schuh passt richtig gut und ist auch sehr bequem.

Den nehme ich mit und zusätzlich meine Laufschuhe, dann wird's schon klappen.

 

LG

Gudrun

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Veröffentlicht von: Martina M.
Beiträge: 184
Angemeldet am: 18.03.2010
Veröffentlicht am: 07.05.2015

Hallo Marc,deiner Empfehlung bezüglich der Wanderschuhe werde ich unbedingt folgen.

 

Hallo Gudrun,Marc hat wohl Recht: Die klumpigen Bergschuhe sind nicht erforderlich, und ob ein Steinschlag nun gerade den Knöchel trifft oder oberhalb des Bergschuhs an Schienbein oder Knie knallt, weiß keiner - trotzdem hab ich in den Bergen noch niemand mit Vollschutz gesehen.

Ich wandere in den Bergen, letztes Jahr auch in der Steiermark, mit leichteren Bergschuhen von Meindl, habe dann aber erst mal Blasen, weil das so ungewohnt ist, trotz ausgiebiger Probetouren zuhause. Im Ergebnis kommen dann die Nike Free 5.0 zum Einsatz, die ich vorsorglich schon im Rucksack mitnehme. Mit denen stehst du am Stein wie eine Fliege an der Wand - ein wunderbares Gefühl.  Gut trainierte Läuferknöchel brechen nicht so schnell, außerdem setzt man mit den flachen Sohlen natürlicher auf und ein Umknicken ist auch auf wackeligem Untergrund unwahrscheinlicher. Bei Nässe UND Kälte müsste man dann aber wirklich Ersatzschuhe und -socken dabeihaben.

Ein sehr guter Tipp sind auch die Teleskop-Wanderstöcke: Bergauf am Rucksack verstaut, leisten sie beim Abstieg sehr gute Dienste.

Berg Heil, eine herrliche Zeit wünscht dir Martina.

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Veröffentlicht von: Marc P.
Beiträge: 14
Angemeldet am: 24.01.2015
Veröffentlicht am: 07.05.2015

Liebe Gudrun,

 

nun hast Du von Five Fingers (sorry Leute, es sind einfach keine echten Barfußschuhe) bis hin zu den Klobigen Bodden wie LOWA oder MEINDL alles empfohlen bekommen und bist wahrscheinlich keine Spur schlauer. Liegt vielleicht auch daran, dass wir alle nicht genau wissen, was Dich auf deiner Route erwartet.

 

Um die gesundheitlichen aber auch komfortablen Eigenschaften eines Barfußschuhs mit den sinnvollen schützenden Eigenschaften eines hohen Wanderschuhs (Schutz vor Nässe und scharfen Kanten an Steinen, sorry aber wie mich ein hoher Wanderschuh vor Steinschlag schützen soll ist mir ehrlich ein Rätsel)  zu vereinen, kann ich dir nur wärmstens die Wanderschuhe von Vivobarefoot (Tracker)  empfehlen. Diese haben die Barfußssohle (an die Du dich im Vorfeld sicher einige Zeit gewöhnen musst und solltest!!), und sind gleichzeitig Wasserdicht und haben einen hohen Schaft.

 

Wohin Du mit diesen Schuhen sicherlich nicht gehen solltest sind Regionen, die die Benutzung von Steigeisen erforderlich machen, wobei ich nicht denke, dass dir das bei Deinem Almausflug passieren wird. Hier sind sicher die klobigen Bodden unersetzbar.

 

Viel Spaß beim Wandern

Marc

 

 

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Veröffentlicht von: Gudrun W.
Beiträge: 110
Angemeldet am: 26.01.2010
Veröffentlicht am: 05.05.2015

Vielen Dank für eure Meinungen und Tipps.

Das Thema ist offensichtlich nicht ganz einfach. Aber offensichtlich hat der schwere Schuh doch auch seine Berechtigung.

 

LG und danke

Gudrun

 

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Veröffentlicht von: Reinhard B.
Beiträge: 41
Angemeldet am: 01.10.2013
Veröffentlicht am: 04.05.2015

Hallo Gudrun,

Neben Sambaschühchen, Jesussandalen dürfte auch der Nike Free (den ich übrigens auch habe) ziemlich weit vorne liegen in der Rangfolge der ungeeignesten Bergwanderschuhe, vorausgesetzt du bewegst dich nicht nur auf asphaltierten Forstwegen.

Die Gründe hierfür sind:

Er bietet keinen Schutz gegen Nässe. Das Wetter in den Bergen schlägt bekanntlich blitzschnell um.

Aufgrund der Struktur der Sohle graben sich kleine Kieselsteine richtig tief rein, was mich auch bei bestimmten Laufstrecken stört.

Der Nike Free bietet keinen Seitenhalt. Ein kräftig verstauchter Knöchel. Dann ist Feierabend. Unsere österreichischen Freunde sind auf derartige Ereignisse spezialisiert. Da wird kräftig abkassiert und auch kräftig über die Flachlandtiroler gelästert.

Es müssen andererseits auch keine monströsen Bergstiefel sein. Ein Treckingschuh (Goretex) dürfte es auch tun.

Auf einen Punkt möchte ich noch aufmerksam machen, der gerne übersehen wird. Nämlich der enorme Flüssigkeitsbedarf. Bei einer mehrstündigen Wanderung brauchst du gut und gerne 3 Liter, sonst trocknest du aus wia a Zwetschgn.

Muskelkater bekommst du wahrscheinlich auch, selbst wenn du regelmäßig joggst. Er kommt übrigens nicht vom rauflaufen, sondern vom runterlaufen. Diese Muskulatur ist i.A. schlecht trainiert.

Falls du Probleme mit den Kniern hast, Teleskopstöcke mitnehmen. Auch bei Muskelkater hilfreich.

Jedenfalls viel Vergnügen, eine erholsame Zeit und schönes Wetter.

Grüße

Reinhard

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Veröffentlicht von: Josef M.
Beiträge: 206
Angemeldet am: 05.01.2002
Veröffentlicht am: 04.05.2015

Servus,

so wie Steffen das schreibt, stimmt es schon.

Ich persönlich würde mir solche Holzkisten jedoch nicht mehr anziehen.Leider ist das "Natural Running" in Bergwanderkreisen noch nicht so richtig angekommen und sogar verpönt. Hier hat man über 100 Jahre lang solche Kisten getragen und die alten Haudegen haben solche Teile auch noch vererbt, wo man sie wieder neu besohlt hat.

Ich hatte einmal ein sehr gutes Modell (angeblich) von Lowa. Die machen ja auch wirklich gute Schuhe.

Womit ich die Dinger eingeschmiert hatte inklusive Reinpinkeln. Die Dinger wurden nie gehfähig weich. Hab sie dann fürn Appel undn Ei verkloppt.

Bei meiner letzten Frage in der Bergsportabteilung eines Sportgeschäftes, ob es nicht so etwas, wie Nike Free abgewandelt als Bergschuhe gäbe, wurde ich nur belächelt (so wie vor 10 Jahren noch in der Laufschuhabteilung).

Wenn die Schuhe nicht steigeisenfest und für Situationen benötigt werden, wo einem wirklich permanent der Schotter um die Knöchel schlägt, würde ich zu einem weicheren Modell greifen. Die ersten Ansätze für "Natural Bergwandering" gibts schon. Man muß nur suchen. Ich meine, dass die Amerikaner da wieder mal Vorreiter sind.

jomo

 

 

 

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Veröffentlicht von: Steffen H.
Beiträge: 37
Angemeldet am: 20.05.2014
Veröffentlicht am: 04.05.2015

Hallo Gudrun,stell' Dir einfach mal vor, Du berg-wanderst in den NikeFrees. Es gibt Hänge, viele Steine, Geröll. Von letzterem knallt Dir etwas gegen Deinen Knöchel.

Feste, hohe Wanderschuhe haben eine simple, aber wichtige Schutzfunktion. Muskeltraining, Eiweiß, NEM's gut & schön - die helfen gegen Steinschlag rein gar nichts.

Warum sind bei bestimmten Berufen feste Schuhe mit Stahlkappe vorgeschrieben?

Also: Augen zu und durch!

einen schönen Urlaub in den Bergen

St

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Veröffentlicht von: Markus
Beiträge: 578
Angemeldet am: 25.07.2013
Veröffentlicht am: 04.05.2015

Hallo Gudrun,

 

sofern du dich lange genug daran gewöhnt hast: Fivefingers!

 

Deine Füße sollten also fähig sein, den Boden zu "begreifen" und dein Hirn dazu, diese Informationen riichtig und schnell in Lageveränderungen umzuwandeln. Schau dir doch unter diesem Aspekt die Sohlen und den Schuhschaft von Kletterschuhen an. Bergstiefel sind dagegen Panzer. Gemsen tragen auf jeden Fall keine Panzer ;o)

 

Bitte kauf dir aber keine Fivefingers und gehe sofort ins Hochgebirge, das kann nur schiefgehen. Übe jeden Tag sukkzessive mehr normales Laufen, beginnend von 5 Minuten an. Nach einigen Monaten bis einem Jahr sollten deine Füße und dein Kopf es wieder gelernt haben den Untergrund zu verstehen und die verkümmerten Muskeln und Sehnen im Fuß und Achillessehne wieder aufgebaut sein (deine Haltung bis hoch zum Hals hoffentlich ebenso), danach kannst du dich auch auf Tagestouren ins Mittelgebirge steigern. Und evt. auch ins Hochgebirge.

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Veröffentlicht von: Harald K.
Beiträge: 66
Angemeldet am: 30.11.2010
Veröffentlicht am: 04.05.2015

Für den Anfang vielleicht LOWA Renegade. Die sind leicht, geben trotzdem guten Halt und sind nicht zu klobig.

Falls Du eine geführte Tour machen möchtest, wird Dir der Veranstalter mitteilen welcher Kategorie die Schuhe entsprechen müssen.

 

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Veröffentlicht von: Gudrun W.
Beiträge: 110
Angemeldet am: 26.01.2010
Veröffentlicht am: 03.05.2015

Hallo,

zum ersten Mal fahre ich auf eine Hütte in der Steiermark. Bisher meistens nur Küsten/Inseln.

Nun trage ich seit Jahren zum Laufen nur Nike Free. Jetzt lese ich, dass man zum Bergwandern unbedingt diese dicken, festen, hohen Wanderschuhe tragen soll.

Die grausen mich schon beim Ansehen. Welche Schuhe empfehlt ihr zum Bergwandern?

 

LG

Gudrun

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