Fleisch

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Thema Fleisch

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Veröffentlicht von: Lisa B.
Beiträge: 546
Angemeldet am: 02.08.2008
Veröffentlicht am: 03.12.2008

Hallo Michael, danke für den Beitrag! Ich frag mich, ob mein Blähbauch auch was mit zu viel rohem Gemüse zu tun hat. Dr Strunz meint ja man soll roh essen, aber was hilft es, wenn ich es nicht verdaue??? Genau wie zu viel Eiweiß. Ich hab schon oft gehört dass der Körper allerhöchstens 40 g verdauen kann. Dann braucht er erstmal Pause bevor man nachschiebt... lg Lisa

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Veröffentlicht von: Michael S.
Beiträge: 78
Angemeldet am: 18.11.2008
Veröffentlicht am: 02.12.2008

Hallo, Ihr Lieben! Ich habe etwa zwanzig Jahre vollkommen ohne Fleisch, Fisch und Eier gelebt. Ebenso gab es bei uns zu Hause, also in meiner ganzen Kindheit und Jugendzeit kaum anderes vom Tier als Milch und Produkte daraus. Heute würde ich sagen, dass mir diese Ernährungsform intellektuelle und auch körperliche Probleme eingebracht hat, kurz, ich konnte mich körperlich und geistig eindeutig nicht so entwicklen, wie es hätte sein können, davon bin ich heute überzeugt. Im Sommer 1998, da war ich im 44.Lebensjahr, entdeckte ich die erst einmal pflanzliche Rohkost für mich, die anfangs gut eingeschlagen ist. Ich muss hier einfügen, dass ich nie Probleme mit dem Körpergewicht hatte, aber, trotz immer viel Sport, immer auch etwas lasch, nicht gut und markant durchdefiniert, wenn man von meinen Langstreckenbeinen einmal absieht. Mit Rohkost wurde ich noch schlanker, hatte bald aber nicht mehr genügend Kraft, beim Laufen richtig Gas zu geben. Außerdem entwickelte sich ein Blähbauch, den ich heute relativ eindeutig auf die Unmengen Obst zurückführe, die ich täglich über ein langen Zeitraum gegessen habe. Inzwischen bin ich kein reiner Rohköstler mehr, und ich esse auch wieder Fleisch, Fisch und Eier. Mein Blähbauch reagiert deutlich auf das Weglassen von Zucker, Honig und Obst, auch schon auf das deutliche Reduzieren der Menge und kommt am besten mit nur einer Sorte Obst am Tag klar. Äpfel esse ich überhaupt keine mehr, weil sie viel Sorbit enthalten, was unter Umständen das Fruchtzucker-Transportmolekül auschaltet und so die Aufnahme von Fruchtzucker durch die Dünndarmwand unmöglich macht. Der Fruchtzucker wandert in den Dickdarm weiter und wird dort von den Bakterien verdaut, was zu Blähungen führt. So soll es jedenfalls sein. Fakt ist schließlich aber, dass meine Fitness und Kraft phänomenal zunehmen, wenn ich Fleisch oder Fisch esse, auch Eier sind gut. Schließlich möchte ich auch noch sagen, dass der Genuss von Milch und Produkten, dessen sollte man sich bewusst sein, auch immer den Tod von Tieren, nämlich Kälbern zur Folge hat, weil der Milchkonsument ja eben Kälbern die Milch wegnimmt. Von tierfreundlichen Vegetarismus ist da also auch nicht mehr zu sprechen. Ich würde, das gebe ich zu, auch am liebsten ohne Fleisch und Fisch leben, sehe zur Zeit aber keine Alternative. Milch und Produkte sind sie für mich jedenfalls nicht, weil sie im Körper mehr Probleme verursachen als Fleisch unn Fisch, die faktisch problemlos aufgenomen und offenbar auch verstoffwechselt werden.

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Veröffentlicht von: Claudia H.
Beiträge: 117
Angemeldet am: 01.01.2002
Veröffentlicht am: 25.11.2008

Da stimme ich abolut zu, es ist nicht notwendig, Fleisch zu konsumieren um seinen Eiweissbedarf zu decken. Die Frage des Brauchens beantworte auch ich eindeutig negativ. Die des Dürfens hingegen habe ich für mich persönlich positiv beschieden. Bei Rindfleisch aus Biolandanbau u.a. positiv, weil keine Futtermittel aus Entwicklungsländern zugekauft werden dürfen. Und gerade diese zugekauften Futtermittel führen dazu, dass Fläche in diesen Ländern zum Anbau für Exportprodukte genutzt wird, von denen sie wenig bis keinen finanziellen Nutzen haben und nicht für den Anbau von Getreide etc. zur Selbstversorgung, die dringend notwndig ist. Allerdings ändert der Konsum von Bioland- Rindfleisch nichts an der Tatsache, dass er luxuriös bleibt und es nicht möglich wäre, auch nur die deutsche Bevölkerung mit diesem Fleisch ausschliesslich ernähren zu können. Ich bin mir dieses Luxus bewusst und dankbar.

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Veröffentlicht von: Sabine W.
Beiträge: 39
Angemeldet am: 03.09.2008
Veröffentlicht am: 21.11.2008

Hallo zusammen, ich ernähre mich seit langem fleischlos UND ohne KH aus Mehl, Getreide und Zucker. Decke meinen Eiweißbedarf mit Milchprodukten, Eiern (alles bio, ist mir wichtig!), reichlich Sojaprodukten (gentechnikfrei- auch wichtig!) und gelegentlich kommen auch Fleischersatzprodukte mit Weizeneiweiß auf den Tisch oder Grill. Noch gelegentlicher darf es auch mal Lachs sein. Und nicht zu vergessen: Der Eiweißshake morgens nach dem Training, manchmal gibt es auch abends noch einen. Dazu reichlich Obst, Gemüse,Nüsse aus Bioanbau - da fehlt nichts mehr, Leistung, Energie, Laune, Figur, Gesundheit - alles stimmt! Aber erst SEIT der Ernährungsumstellung... davor war das Leben schon ein K(r)ampf. Von meiner Seite aus habe ich jedenfalls alles getan, um das Welthungerproblem zu lösen! :-) Nein, Scherz beiseite. Wollte nur noch mal Reinhard M. bekräftigen: Eiweißbetont essen heißt nicht zwangsläufig Fleisch essen. Gruß, Sabine

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Veröffentlicht von: Reinhard M.
Beiträge: 1809
Angemeldet am: 04.03.2008
Veröffentlicht am: 17.11.2008

Hallo Kai Uwe, ich glaube, die GDE hat seinerzeit auf das Falsche Pferd gesetzt, nämlich KH. Sie kann jetzt nicht einfach so, von heute auf morgen umschwenken. Damit würde sie die Glaubwürdigkeit verlieren (die sie ja noch immer bei der Mehrheit hat). Ich glaube eher, dass bereits die Zeit des Umschwenkens begonnen hat. Es wird ein langwieriger Prozess sein zu dem intensive (und natürlich teure - schließlich wollen wir damit auch ein bißchen Geld verdienen) wissenschaftliche Studien die Grundlage liefern. Am Ende (in ca. 20-30 Jahren) wird die DGE dann dort sein, wo Dr. Strunz schon gestern war. Selbst wenn die DGE heute radikal umschwenken würde, würden die Menschen deshalb nicht gleich darauf reagieren. Wie bereits abgehandelt, glaubt der Mensch ja nicht was richtig ist oder was "Autoritäten" sagen, sondern was er gerne glaubt und oft genug hört. Einen Körper zu bewegen wird mit zunehmender Masse schwieriger. Das gilt auch für Menschen. Ach übrigens: Um Eiweiss zu essen, muss man nicht Fleisch zu sich nehmen.

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Veröffentlicht von: Kai Uwe S.
Beiträge: 33
Angemeldet am: 02.09.2008
Veröffentlicht am: 14.11.2008

Hallo Claudia, ich stimme dir da wirklich zu, der Teil, den man selber beitragen ist klein. Wenn man dann die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung betrachtet wird einem klar, warum die so hohe KH-Mengen empfehlen. Wenn ALLE ab sofort sich nur noch von Fleisch ernähren würden, gäbe es in Deutschland meiner Meinung nach eine Hungersnot. Ich habe irgend wo mal gelesen, dass zum Aufbau von 1 kg Rindfleisch im Vergleich ca. 100 kg Kartoffel notwendig seien. (Bitte lege mich nicht auf die Menge fest!) Das heißt, die DGE macht nach meinem Verständnis keine Empfehlungen für die Gesundheit der Menschen, sondern für die wirtschaftlichen Interessen einiger weniger. Es kann nicht mehr jeder sich sein Wild selbst jagen, daher wird, wie jedem klar ist, auch das Fleisch mittlerweile in "Fabriken" erzeugt. Mit allen damit zusammenhängenden Folgen der intensiven Bewirtschaftung, ausgerichtet auf möglichst hohe Erträge (Antibiotika, Tierquälerei, Gentechnik, etc). Mir stellt sich aber nicht die Frage ob das nun bei 6 Mrd. Menschen empfohlen werden kann, sondern was zu tun ist, um das 6, 7 oder auch 8 Mrd Menschen empfehlen zu können. Hier kommt jedem Einzelen eine Aufgabe zu, damit anzufangen. Ohne Bedarf wird sich dazu niemand Gedanken machen. Ohne denkbaren Gewinn, keine Anstrengungen. Und sowas wie "Volksgesundheit" wird noch nicht als Gewinn gesehen. Das sollte allen klar sein.

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Veröffentlicht von: Claudia H.
Beiträge: 117
Angemeldet am: 01.01.2002
Veröffentlicht am: 11.11.2008

Hallo Erich, noch ein Nachtrag. Bevor Du ein schlechtes Gewissen im Hinblick auf Fleischkonsum bekommst, denke doch über die Süsswarenindustrie nach. Schlimm genug, dass diese hierzulande dafür sorgt, dass Kinder denken, von Nutella werde man ein athletischer Fussballer, von Fruchtzwergen klüger und ein Spiele-Nachmittag mache mit Toffifee mehr Spass. Pervers wird es doch, wenn man überlegt, dass diese und andere Produkte auch in Ländern vertrieben werden, in denen ein Grossteil der Bevölkerung an Hunger, Armut und den Krankheitsfolgen leidet. Da ich kein Vertreter der Argumentation bin, wenn ich´s nicht esse, ist´s doch egal, mein Beitrag nützt nichts, also ran dran, sollte man diese Produkte meiden und nicht die Produkte aus der Region, u.a. Fleisch. Es schadet niemandem, wenn ich diese Nahrung kaufe und verzehre. Aber bei dem Industriemüll ist mein bescheidener Beitrag immerhin ein Glas Nutella etc. weniger Umsatz - was sich ledier nicht bemerkbar macht, aber ich hab´ eben meinen Beitrag, den ich zu leisten vermag, geleistet. Und schau´ doch `mal in Deinen Kleiderschrank: Wer weiss, welche ausgebeuteten Kinderarbeiter da an der Nähmaschine für Deine Sachen gesessen haben.

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Veröffentlicht von: Claudia H.
Beiträge: 117
Angemeldet am: 01.01.2002
Veröffentlicht am: 10.11.2008

Nachtrag: Auch ich hatte zu den Fleisch-News vom 06.11. einen Beitrag geschrieben. Sollte dieser wegen der automatischen Abmeldung ins Loch beim webmaqster gefallen sein und nicht erscheinen, liegt es mir auf der Seele, ein paar Sätze daraus hier zu wiederholen, um ein vollständiges Bild zu geben. Ich empfinde es als puren Luxus, statt der aus der Not geborenen "Sättigungsbeilge" mehr Fleisch/Fisch/Geflügel und Gemüse essen zu können und zu dürfen. Diese Sättigungsbeilage ist bei vielen zum Objekt der Begierde mutiert, bei deren Weglassen sie einen Verzicht empfinfden. Verzicht ? Wie viele würden liebend gern mehr Fleisch etc. essen, können sich dies aber nicht leisten. Luxus ist das für mich und ich bin dankbar, dass ich mich so ernähren kann. Das noch kurz aus meinem Posting zu den News vom 06.11., das hoffentlich noch erscheint.

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Veröffentlicht von: Claudia H.
Beiträge: 117
Angemeldet am: 01.01.2002
Veröffentlicht am: 10.11.2008

Hallo Erich, auf alle Argumnente, die ich habe, kann ich jetzt zeitbedingt nicht eingehen. Erstmal nachfolgendes. Ich esse nach dem Motto: Fleisch ist mein Brot. Fisch mein Reis. Geflügel meine Kartoffeln. Wenn ich zufriedenes deutsches Bio-Rind geniesse, Fisch aus nicht überfischten Gewässern esse und glückliche Freiland-Bio-Hühner vernasche, habe ich ein besseres Gefühl als zB Milchprodukte von traurigen Stallkühen zu mir zu nehmen. Auch hilft es niemandem, wenn ich auf vorgenannte Nahrung verzichte und stattdessen Solidaritätshirse in mich hineinstopfe. Deine Bedenken sind ehrenwert, aber wie ich finde unbegründet, wenn Du Dich z.B. von den Bio-Bauern in Deiner Regional ernähsrt. Ich muss jetzt leider Schluss machen, bin gespannt auf Beiträge anderer und melde mich auch nochmal. Bis dahin ein herzlicher Gruss Claudia

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Veröffentlicht von: Reinhard M.
Beiträge: 1809
Angemeldet am: 04.03.2008
Veröffentlicht am: 10.11.2008

Hallo Impreza, du hast prinzipiell Recht. Aber ich bin kein Anhänger (mehr) von Selbstgeisselung. Was hilft es mir, wenn ich durch KH-verzehr die Ernährung der Weltbevölkerung erleichtere, ich aber ganz persönlich davon krank werde? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Es gibt auch pflanzliches Eiweiss (z.B. Soja). Es gibt gute Fettsäuren auch in Insekten. USW.

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Veröffentlicht von: k.A. .
Beiträge: 706
Angemeldet am: 24.09.2002
Veröffentlicht am: 07.11.2008

Unabhängig davon, ob eine überwiegend Protein- bzw. eiweißbetonte Ernährung "gesund" -weil genetisch richtig(!) ist, stellt sich mir die Frage, ob diese Ernährung angesichts von über sechs Milliarden Menschen wirklich empfohlen werden kann. Ohne -zum jetzigen Zeitpunkt- auf Details einzugehen halte ich diese Ansicht einfach für grotesk! Es gibt auch andere Aspekte, -jenseits des jeweiligen persönlichen Spitzen-Hawaii-Triathlon-Feelings... Ich freue mich auf Antworten, die meine Bedenken entkräften könnten. Gruß Impreza

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