für was trinken wir Milch?

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Veröffentlicht von : Huland
Beiträge: 201
Angemeldet am : 26.02.2018
Veröffentlicht am : 12.01.2019
 

Ich möchte hier noch die Galaktose einwerfen. Als Retter von in Not geratenen (Hirn)Zellen.

Dieses tolle Kohlyhydrat kann die Zellen von Mitmenschen mit Diabetes 1 ohne Spritzen, Diabetes 2 und Diabetes 3 ernähren, weil es ohne Insulin, also ohne die Nutzung von Glykogentransportern in die Zellen kommt.

Galatose (und Kokosfett) sollen bei Dementen (zumindest bei bestimmten Demenzformen, wo die Hirnzellen leider insulinresistent geworden sind) eine deutliche Verbesserung zeigen können, da diese nun wieder mit Energie versorgt werden können.

Off Topic: Wusstet ihr, dass das insulinabbauende Enzym auch für die Auflösung und Entfernung von Plaques im Gehirn zuständig ist?
Das bedeutet wenn andauernd ein hoher Insulinspiegel vorhanden ist (Kohlyhydratmast mit schlechten Kohleydraten) werden Plaques nicht mehr abgebaut, weil das Enzym ständig nur am Insulin abbauen ist.

Daher ist der Blutzuckerwert kein guter Indikator, da der Blutzucker lange normal bleibt, aber das Insulin viel zu hoch ist. Erst ganz ganz spät wenn der Diabetes 2 da ist, dann erst steigt der Blutzucker und der Hba1c.

Aber nun zurück zur Milch:

Mir schmeckt Sahne, Joghurt und Quark einfach zu lecker.

@Thorsten: Gab es nicht auch ein Volk in Asien, ich glaube die Mongolen, die auch sehr sehr viel Milch konsumieren?

LG
H

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1683
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 12.01.2019
 

Auch wenn Herr Michalsen seine Thesen in seinem Buch zum Besten gibt, wird es nicht besser oder richtiger. Er spricht von einer "großen schwedischen Studie", benennt sie aber nicht und hat auch keine Fußnote daran geheftet. Also welche "große schwedische Studie" mag da gemeint sein?

Dann schreibt er auf einmal: "Essen Sie bei Milch und Käse gute Bio-Produkte". Was den nun? Also doch dieses grundsätzlich ungesunde Milchzeug, aber in Maßen?

Und zum Thema Säuren heißt es u.A.: "[...] die säurefördernde Faktoren wie die schwefelhaltige Amino- und die Phosphorsäure sowie Schutzfaktoren (Minerale, Kalium oder Kalzium) [...]"
Kalzium schützt also vor Übersäuerung. Es sei denn, es ist in Milch???

Bis jetzt fehlt mir immer noch ein valides Studienergebnis, dass belegt, dass Milch ein Kalziumräuber ist und die Knochenstabilität beeinträchtigt (in welchem Kontext überhaupt?).

Im Gegensatz dazu habe ich aber z.B das hier gefunden:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3796667/

"This study was performed to determine the effects of dietary calcium (Ca) intake, milk and dairy product intake, and serum vitamin D level on bone mineral density. [...] Additionally, the risk for osteoporosis significantly decreased as the Ca/P ratio increased (quartile 4 vs. quartile 1: OR 0.76; 95% CI: 0.58-0.98). The degree of risk was 0.96 (0.66-1.38) in those who consumed < 1 portion of milk or dairy products daily, and 0.71 (0.53-0.96) in those who consumed > 1 portion per day, compared with those who had zero intake. The risk for osteoporosis significantly decreased as the serum 25(OH) vitamin D level increased. From these results, we advocate an increase in Ca, milk, and dairy product intake, and that serum 25(OH) vitamin D levels be maintained within the normal range, for the maintenance of bone health and the prevention of osteoporosis in adults."

Kommt wohl wieder mal darauf an, wen man fragt. Vegetarier, Veganer, Normalos, Schweden oder Koreaner.

 

Übrigens wissen wir ja mittlerweile, dass es durchaus Faktoren gibt, die die Nutzung und Einlagerung von Kalzium in Knochen unterstützen oder behindern. Man denke z.B. nur mal an Vitamin K. Auch das Spurenelement Bor kann einen großen Einfluß auf die Festigkeit der Knochen und ihre Mineralisation haben.

Mein Tipp: Wer Milch mag und verträgt, solldoch bitte auch gerne weiter konzumieren. Es müssen ja nicht gleich mehrere Liter täglich sein.

Was das mögliche Befeuern eines Tumorwaschtums angeht, Milch ist für die Kleinsten einer Spezies ein Vollnahrung(!), die alles(!) liefert, was zu einer schnellen Entwicklung, Kräftigung, Wachstum benötigt wird. Ja, Milch ist anabol und befeuert den Zell- und Gewebeaufbau und Regeneration. Selbstredend auch den von Krebszellen, wenn welche vorhanden sind. Das heißt aber nicht notwendigerweise auch, dass Milch Krebs hervorruft/verursacht.

Selbst Dr. Strunz wird nicht müde, in unregelmäßigen Abständen die wohltuende Wirkung von Wachstumshormonen zur Regeneration und Zellerneuerung zu betonen. Auch wenn hier durchaus etwas mehr Differenzierung, auch bezüglich Krebswachstum (reagiert auch auf Wachstumshormone) angebracht wäre.

Ach so, die Massai, das noch vergleichsweise traditionell und ursprünglich lebende Naturvolk in Afrika, das sich hauptsächlich von ihrem Vieh (Fleisch) ernährt, konsumiert auch eine ganz ordentliche Menge Milch. Gerne auch vermischt mit Rinderblut. Von lebenden Rindern!
"Ihre Kultur dreht sich um das Rind. Ein „guter“ Massai hat nicht weniger als 50 Rinder. Das Trinken von Rinderblut, teilweise vermischt mit Milch, gehört zum Leben und den Zeremonien dazu. Dabei wird dem Rind der Kopf festgehalten und mit einem Pfeil die zum Anschwellen gebrachte Halsvene angeritzt – jedoch nicht durchtrennt. Nach dem Auffangen von bis zu zwei Litern wird das Rind verbunden und lebt weiter. Nach Zugabe der Milch wird das Gefäß lange geschüttelt, "

Da finde ich bloßes Melken irgendwie sanfter/harmloser.

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von : Ramona S.
Beiträge: 574
Angemeldet am : 07.06.2011
Veröffentlicht am : 11.01.2019
 

Der Milch-Konsum bleibt einen höchst individuelle Sache.

Ich habe mir meine eigene Frage inzwischen beantwortet. 150 ml sind auf keinen Fall zu viel.

https://www.strunz.com/de/news/milch-1.html

https://www.strunz.com/de/news/milch-und-quark.html

Ein 3/4 Liter Milch und zwei Scheiben Emmentaler Käse (50 bis 60g) enthalten bereits über 1000 mg Kalzium.

Die DGE empfiehlt Erwachsenen täglich 200 bis 250 ml fettarme Milch und/oder Milchprodukte sowie 2 Scheiben (50 bis 60 g) fettarmen Käse zu verzehren. Das ist nicht viel. 

In der Buch-Leseprobe (google.books.com) vom Prof. Michalski „Heilen mit der Kraft der Natur: Meine Erfahrung aus Praxis und Forschung – Was wirklich hilft“  mit dem Suchbegriff: Milch findet man schon die ersten Studien-Erwähnungen im Text.

Ab S. 298 -im echten Buch- auch mit Literatur-Nachweise.

Bild 2: weitere Kalzium-Quellen

 

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1683
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 11.01.2019
 

Die Natur ist schon fies. Da werden Kleisten (Säuglinge, Kälber, Lämmer, ...) mit so einem ätzenden, Kalzium raubenden Krebspromotor in den Lebensstart geschickt. Wenn das nicht Evolution & Selektion (survival of the fittest) in Reinkultur ist...coolcoolcool

Ganz schön pervers, diese Mutter Natur.

 

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1683
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 11.01.2019
 

Hi Ramona,

also wenn vegetarischer Chefarzt ohne weitere Quellenangaben solche Aussagen über Milch macht, bin ich erst mal sehr, sehr skeptisch.

Da würde ich gerne mal die entsprechenden Studien sehen/lesen.

https://vegan-taste-week.de/vegetarischer-chefarzt-charite-prof-andreas-michalsen

 

LG, Thorsten 

Veröffentlicht von : Ramona S.
Beiträge: 574
Angemeldet am : 07.06.2011
Veröffentlicht am : 11.01.2019
 

Wie so häufig im Leben, die Menge macht’s.

Frage: Milch zieht Kalzium aus den Knochen und ist ein Stimulator für Krebswachstum

sorgt der von Milchprodukten hervorgerufene Säureüberschuss sogar für eine Negativbilanz. „Lange dachte man, dass Milch durch ihren Kalziumgehalt die Knochen schützt“, schreibt er in seinem Buch „Heilen mit der Kraft der Natur“. „Heute wissen wir, dass es genau umgekehrt ist: Aufgrund der Säure, die Milch im Körper erzeugt, übersteigt der Kalziumabfluss bei Weitem das Kalzium, das man zuführt. Milchprodukte haben also eine negative Kalziumbilanz und sind keine Osteoporosetherapie“

Quelle: https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/milch-ungesuender-als-gedacht-12338/

Ab welcher Menge ?  

In den Rezepten hier auf Strunz.com zumeist 150ml fettarme Milch in diversen Einzelrezepten.

Sind 2 x EW-Shakes/Tag mit a 200ml mit 0,3% Milch schon krebsstimulierend?

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1683
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 11.01.2019
 

Tja, Otto, das Schöne an einer Meinung ist, dass jeder eine haben darf. Egal ob faktenbasiert oder nicht.

Aber Kinder haben  Mittelohrenzündungen wegen ihres Milchkonsums? Ich gehe mal davon aus, dass das auch valide mit Quellen belegen kannst. Ich jedenfalls gehöre nicht in diese Gruppe. Die Anzahl meiner Mittelohrenzündungen insgesamt kann ich an einer Hand abzählen. Und ein Liter Milch am Tag war in meiner Kindheit/Jugend nicht ungewöhnlich; und ist es auch heute nicht. Ich bin auch gänzlich allergiefrei.

Trotz oder wegen Milch?

übrigens ist nicht mal eine Mandel oder Forelle „für den Menschen gemacht“.

Es geht bei Nahrungsmitteln darum, dass sie verträglich sind (nicht notwendigerweise für alle), dem Körper das zuführt, was er braucht, schmackhaft ist (!), verfügbar ist (!), handhabbar ist.

Die Betroffenen werden schon irgendwann merken, dass die Kompensationsmechanismen des Körpers zwar sehr potent sind, aber nicht unendlich und dass sich Biochemie nicht um Ethik und Moral schert.

Aber ach das ist eine Form von Evolution; so oder so.

Veröffentlicht von : Otto M.
Beiträge: 328
Angemeldet am : 05.02.2008
Veröffentlicht am : 10.01.2019
 

Hallo, danke Juli für diesen Beitrag. Der beste - finde ich!

Ich trinke seit vielen Jahren keine Milch und esse auch seit vielen Jahren kein Brot. Ich habe mich noch nie so gut gefühlt wie heute,  obwohl  ich  schon etwas in die "Jahre" gekommen bin!smileObst, Gemüse, Fleisch und Fisch sind meine Nahrungsgrundlage!

Milch ist für Kälber und kleine Kinder (Muttermilch) gedacht, aber nicht für erwachsene Menschen bzw. für erwachsene Rinder! Ich weiß von keinem Rind, was Milch trinkt! Milch verschleimt den ganzen Körper und bereitet Entzündungen im Körper, deshalb haben kleine Kinder ständig Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen, ständige Erkältungen, ein geschwächtes Immunsystem, Mandelentzündungen, Milchschorf in der Babyzeit. Kuhmilch ist schädlich und ist Auslöser für viele Allergien.

Aber jeder soll das tun, was er für richtig hält. Jeder muß seine Erfahrungen selbst sammeln und kommt eines Tages auch zur Erkenntnis oder auch nicht, und ist dann Dauergast beim Arzt. Ich brauche keinen Arzt mehr.....laughing LG

Veröffentlicht von : Paul T.
Beiträge: 138
Angemeldet am : 30.01.2018
Veröffentlicht am : 09.01.2019
 

Stimmt, der Shake schmeckt besser mit Milch.

Trotzdem nehme ich diesen ausschiesslich mit Wasser, schön runtergekühlt (Wichtig! Ich stell ihn sogar noch etwas in den Tiefkühler).
Ausnahme ist wenn ich einen neuen Geschmack teste.

Bei den 3 Shakes pro Tag wäre mir das zu viel Milch und man gewöhnt sich sehr schnell daran.
Liegt sicher auch daran dass ich ein reines, qualitativ sehr gutes Whey benutze.
Nicht so eine Plörre mit Pflanzen-, Ei- oder Milcheiweiss.

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 649
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 09.01.2019
 

....und wer bei der Ernährungsethik zu tief wühlt, sollte sich immer darüber im klaren sein, dass die Evolution der Ethik den Stinkefinger zeigt.

"Survival of the fittest" oder zu deutsch "friss oder stirb".

Der einzige Ausweg für überethische 2-Minuteneier ist da in Zukunft MemphisMeat und etwaige vegane Pendants (bzw. Soylent Green).

Bon Appetit

Martin

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 649
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 09.01.2019
 

"Milch ist für Babies" (Arnold Schwarzenegger).

Nicht meine Meinung. Ich würd sagen: Geschmacksache

Ein SchokoWhey-Shake schmeckt mit Milch einfach besser und stellt dann immerhin einen ziemlich guten Ersatz bei Schokoladenkoller.

LG

Martin

Veröffentlicht von : Julia S.
Beiträge: 149
Angemeldet am : 20.10.2011
Veröffentlicht am : 08.01.2019
 

Hallo Zusammen. das Thema"Milch" beschäftigt auch mich seit Jahren. Auslöser war ein Bericht über die sog. "EU-Eitermilch" im TV, lange habe ich keine getrunken, weil es mich nur noch geekelt hat. Habe experimentiert mit sog. Milch-Ersatz aus Pflanzen. War für mich keine gute Lösung, da es mir nicht schmeckte und auch hier die Produktion nicht unbedingt umweltverträglich ist. Genauso ging es mir mit Eiern und Fleisch. Immer wieder entsetzen mich Berichte über qualvolle Massenhaltung, übermäßiger Einsatz von Antibiotika etc. Habe in den Jahren mein Kaufverhalten verändert, versuche, nach und nach nur noch Produkte aus nachhaltiger Produktion mit artgerechter Tierhaltung zu kaufen. Vegane Ernährung ist für mich keine Option, ich brauche tierische Produkte. Wenn ich das ganze Thema für mich betrachte, komme ich zu folgender Überzeugung: Menschen essen Tiere seit vielen Jahrtausenden, nutzen diese als "Futter"! Ist nun mal so. Und ich auch, brauche diese Grundnahrungsmittel, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Ich kann nur für mich versuchen, durch mein Kauf- und Essverhalten, so wenig Schaden auf dieser Erde zu hinterlassen. Wenn jemand aus moralischer oder aus welcher Überzeugung auch immer, tierische Produkte meidet, bitte schön: Jeder Jeck ist anders.

P. S. Bäume, etc. haben viel komplexere Kommunikationsstrukturen als wir bisher wissen, ist weitestgehend noch unerforscht... vieleicht leiden sie auch mehr als wir glauben und wissen.

Gruß Julia

 

Veröffentlicht von : Gundula K.
Beiträge: 133
Angemeldet am : 22.12.2016
Veröffentlicht am : 08.01.2019
 

Lieber Thomas,

 

"... biochemie ist keine moralische instanz;-) ..."

(Ich habe Dein Smiley am Satzende positiv bemerkt)  :-)

richtig, da werden nur Zahlen verglichen und Mengenverhältnisse bestimmt und aufgelistet - emotionslos.

 

"Moral" ist dem Menschen eigen, und zwar nur dem Menschen, nicht aber der Tier- und Pflanzenwelt. Wusste schon Wilhelm Busch:  ... und die Moral von der Geschicht ...

 

Ein Tier, eine Pflanze würde niemals sagen: "Ich bin mehr wert als Du, deshalb rotte ich Dich aus, indem ich Dich kahl fresse oder überwuchere". Es geht immer nach dem Motto "Friss Vogel oder stirb".

Und der Tier-/Pflanzenwelt dürfte Biochemie so ziemlich gleichgültig sein. Diese leben nach dem Gesetz der Vermehrung.

 

Gruß Gundula

 

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 1124
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 08.01.2019
 

biochemie ist keine moralische instanz;-)

Veröffentlicht von : bluesisk
Beiträge: 193
Angemeldet am : 16.05.2016
Veröffentlicht am : 08.01.2019
 

"Aber trotzdem ist ein Tier ein Tier und kein dem Mensch gleichberechtigtes/gleichgestelltes Wesen."

 

An welchen Kriterien machst du das fest?

Wer und was setzt die Maßstäbe für Gleich- und Ungleichstellung?

 

Begriffliches Denken und das dadurch erzeugte Bewusstsein eines (vermeintlichen) separaten Selbst erhebt den Menschen über kein Teil des Daseins.

 

 

meine ich

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1683
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 08.01.2019
 

Liebe Gundula,

ich bin ja grundsätzlich bei dir. Natürlich sind Tiere empfindsame Wesen und sollten nicht unnötigerweise gequält werden. Dafür gibt es ja, auch in diesem unserem Land, entsprechende Tierschutzgesetze. Und wenn die grob misachtet werden (z.B. bei fragwürdigen Tiertransporten, etc.) ist das selbstverständlich verwerflich und gehört verfolgt und geahndet.

Aber trotzdem ist ein Tier ein Tier und kein dem Mensch gleichberechtigtes/gleichgestelltes Wesen. Und der Umstieg auf nicht-tierische Produkte/Nahrung ist eben nicht automatisch mit einem höheren Tierwohl und mehr Tierschutz verbunden.


Daher ist ein bewußter, möglichst schonender Umgagang/Nutzung von Nöten. Sowohl auf der einen, als auch auf der anderen Seite.

LG, Thorsten

Veröffentlicht von : Gundula K.
Beiträge: 133
Angemeldet am : 22.12.2016
Veröffentlicht am : 08.01.2019
 

Recht hast Du, Thorsten,

" ... Biochemie schert sich nicht um Ethik und Moral. ...".

 

 Und ich sehe mich keinesfalls als besser gegenüber anderen Mitmenschen, nur weil ich die Tiere als gleichberechtigt ansehe. Und doch haben wir sie uns "untertan" gemacht, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir meinen, dass wir über ihnen stehen.

Wir Menschen vergessen jedoch zu oft, dass es sich bei Nutz- und Haus-Tieren ebenfalls um empfindsame, schmerzsensible Geschöpfe handelt und nehmen sie sehr gern als Lebewesen an, die "nur" auf der Weide stehen oder "nur" im Stall zu finden sind.

Dass aber Tiere ebenso Kopfschmerzen, Bauchschmerzen usw. haben, das wird gern und oft ausgeblendet.

Ein Tier ist ein Tier und nichts anderes, und man darf nichts Menschliches wie Gefühle, Empfindungen, Schmerzen, Angst in ein Tier hineininterpretieren. Nicht wahr, liebe Forenschreiber - so hätten wir es gerne.

Und die nicht so denken, denen wird ein "... Bitte Tiere nicht vermenschlichen. ..." entgegen gehalten.

 

Wisst Ihr, was für mich "Tiere vermenschlichen" heißt?

1) Tiere küssen und auf dem Arm herumtragen, sie knuddeln, obwohl sie es aktuell nicht mögen.

2) Tiere in Kleidung stecken und tolle Faschingshüte aufsetzen

3) Tieren das Fell und die Nägel färben - Amerika lässt grüßen und nicht nur die ...

4) Tiere ständig das Fell waschen, obwohl die Natur das nicht so vorgesehen hat 

5) Tiere mit menschlicher gekochter und gewürzter Nahrung füttern

6) Tiere zwingen, etwas zu tun, was ihnen zuwider ist (in der Hundehütte kurz anketten, Katzen in der Wohnung halten, Vögel in Käfigen, Kühe/Schweine auf Spaltböden und angekettet, in Schweinebuchten ...) - vermenschlichen im Sinne von Zwang

7) usw., usf.

 

Die Liste ist bei weitem nicht vollständig. Ihr, liebe männliche und weibliche Forenschreiber könnt sie beliebig erweitern - jederzeit.

 

Gruß Gundula

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1683
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 07.01.2019
 

Ich würde es vermeiden, bei dem Thema moralisieren zu wollen. Biochemie schert sich nicht um Ethik und Moral. Und für diejenigen, die Milch vertragen, ist es ein hochwertiges Lebensmittel.

Wer glaubt, pflanzlicher Milchersatz wäre irgendwie „moralisch Überlegen“, sollte  sich mal mit industriellem Ackerbau und Monokulturen und deren Auswirkungen auf  Fauna und Flora beschäftigen. Aber schon klar, ein Kälbchen ist einfach viel niedlicher als eine Feldmaus, Babyratte oder Opossum.

Schwarze Schafe gibt es in allen Bereichen der Nahrungserzeugung.

Und was das Thema „nicht für den Menschen gemacht „ angeht, kein Nahrungsmittel ist explizit für seinen Verzehrer gemacht. Auch an der Antilope hängt kein Schild „nur für Löwen“! 

LG, Thorsten 

Veröffentlicht von : Paul T.
Beiträge: 138
Angemeldet am : 30.01.2018
Veröffentlicht am : 07.01.2019
 

Passt das doch so gar nicht in die ursprüngliche Ernährung vor dem Ackerbau und auch nicht gemäß der Leitlinie von Dr. Strunz.

Und wieso verkauft dann Herr Strunz Whey Proteine im Shop?? surprised

Whey heisst übrigens Molke... 

Veröffentlicht von : Paul T.
Beiträge: 138
Angemeldet am : 30.01.2018
Veröffentlicht am : 07.01.2019
 

Wollen unsere Damen des Strunz-Forums wirklich (fast) dauerschwanger sein, damit sie Milch für Säuglinge produzieren können? Die dann abgepumpt und an andere Menschen, aber nicht an das eigene Kind, gegeben wird?

Bitte Tiere nicht vermenschlichen.

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