"Geld oder Leben" Blog 3.8.15

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Thema "Geld oder Leben" Blog 3.8.15

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 11.08.2015

Gundula, jetzt muss ich leider auch noch meinen Senf dazugeben und den Doc ein klein wenig in Schutz nehmen...

Dr. Strunz erhält wahrscheinlich täglich Unmengen an (E-)Post von seinen Patienten und anderen Hilfesuchenden oder gar Verzweifelten. Ich kann mir gut vorstellen, dass er terminlich-zeitlich einen mehr als ausgefüllten Arbeits-/Alltag hat. Früh aufstehen, erste Trainingseinheit, dann vormittags Praxis/Patienten, nachmittags nochmals Sport/Therapie/u. U. Physiotherapie (Unfallfolgen), Studium der Fachliteratur, Blogschreiben, etc. pp. Da bleibt nur noch (wenig) Zeit, die wirklich wichtige Korrespondenz zu bewältigen.

Dass er da auf deine Zusendung bez. Tierernährung oder deine Anfrage um kostenfreie Behandlung nicht reagiert, verstehe ich vollkommen. Würde/könnte ich an seiner Stelle wahrscheinlich auch nicht. Der kriegt wahrscheinlich Hunderte ähnlicher Anfragen. Deshalb auch Empathie, sich in die Lage anderer – auch des Doc – hineinversetzen und einfühlen.

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Veröffentlicht von: Forum User
Beiträge: 23
Angemeldet am: 24.07.2014
Veröffentlicht am: 11.08.2015

Hallo?!!  
Wenn Hans eine gute Tat tun will, soll er das tun und den Weg dafür finden. Wenn Gundula gute Ideen hatte und keine Antwort erhält, war das vielleicht der falsche Weg.

Verletzte Eitelkeiten oder was geht hier ab?

Ich vermisse das „alte Forum“, das ich oft lese, um konstruktive Beiträge zu lesen.

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Veröffentlicht von: Hans K.
Beiträge: 141
Angemeldet am: 25.08.2014
Veröffentlicht am: 10.08.2015

Wenn man wirklich will, gibt es auch in so einem Fall Wege dies zu bewerkstelligen. Soll doch Dr. Strunz als Vertrauensperson fungieren - wäre mir genug. Dr. Strunz würde ich vertrauen. Dann gibt es einen Betrag und ein Konto und eine Überweisung - fertig. Kein Datenaustausch, keine Übermittlung von sensiblen Daten.

Aber man muß es halt auch WOLLEN!!!

 

 

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 10.08.2015

Hans, kein Arzt - auch der Doc nicht - wird Dir diese sensiblen, datengeschützten Kontaktdaten mitteilen. Die würden sich ja strafbar machen.

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Veröffentlicht von: Hans K.
Beiträge: 141
Angemeldet am: 25.08.2014
Veröffentlicht am: 10.08.2015

Kein Interresse an meinem Hilfsangebot? -Merkwürdig!

Ich meinte, und meine es immer noch so wie ich es geschrieben hatte!

Allerdings mache ich mich auch nicht zum Affen, und laufe Leuten hinterher, um mein Geld los zu werden.

Oder war das mit der alten Frau nur ein Fake...?

 

 

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Veröffentlicht von: Hans K.
Beiträge: 141
Angemeldet am: 25.08.2014
Veröffentlicht am: 07.08.2015

Dieses Gelaber wer wann wofür und warum für was verantwortlich sein könnte/wollte/müßte geht mir auf die Gonaden!

Thorsten meint, durch pseudophilosophische Ergüsse sein Gewissen beruhigen zu können, um ja nichts selber locker machen zu müssen.

Rolf hat im Prinzip recht, mahnt aber auch nur an...

Ich mach es anders: Wer die Frau kennt, die auf die Vitamin C Infusionen mit einer Erleichterung ihrer Erkrankung/Leiden rechnen kann, möge mir bitte die Kontaktdaten zusenden, damit ich wenigstens Anfangs ein bißchen helfen kann. Wie lange ich das kann, muß sich erst herausstellen, aber ich werde mir größte Mühe für eine möglichst lange Unterstützung geben.

Ich werde auf kein Spendenkonto einzahlen, sondern nur die mir zur Verfügung gestellten und glaubhaften Rechnungen bezahlen!

Der behandelnde Arzt kann mir diese nach Kontaktaufnahme direkt zustellen.

Über das weitere Prozedere können wir gerne über dieses Forum reden, sofern das der Admin zuläßt.

Auf gehts!

Hans

 

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 06.08.2015

Mir schwebt eben - naiverweise - immer noch das (über)grosse Ideal, der Eid des Hippokrates bzw. die zeitgemässere "Genfer Deklaration" des Weltärztebundes, vor. Darin heisst es u. a. (Zitat): "... gelobe ich feierlich: mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen", und weiter: "Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein".

Aber es ist immer gut, wenn (m)eine abweichende, vielleicht etwas vernebelte Sicht differente Resonanz erfährt. Das schärft den Blick. Wie sagte weiland Nina Ruge doch immer: Alles wird gut.

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Veröffentlicht von: Monika L.
Beiträge: 383
Angemeldet am: 07.02.2010
Veröffentlicht am: 06.08.2015

Hallo

Ich habe für 30g Vit C als Infusion jeweils 75€ gezahlt. Inszwischen habe ich aber auf liposomales Vit C gewechselt. 3-4g sollen einen ebenso hohen Spiegel bewirken wie eine Infusion, da es wesentlich besser aufgenommen wird und auch nicht so schnell ausgeschieden wird. 

Der positive Nebeneffekt ist, dass es wesentlich billiger ist. Eine Dosis kommt dann etwa auf 5 €. Und die Rennerei zum Arzt entfällt auch. 

LG

 

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 578
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 06.08.2015

Lieber  Rolf,

bitte verstehen Sie meine Empörung gegen Ihre Empörung nicht als persönlichen Angriff.

 

"Wiederholt wies ich darauf hin, dass mein Einwand sich nur auf diesen einen besonderen Einzelfall bezieht. Weswegen verallgemeinern?"

Weil es eben kein Einzelfall-Problem ist. Derartige Fälle gibt es mit Sicherheit viele; aus vielen Bereichen der Medizin. Dieser hier ist lediglich von Doc Strunz in seinen News publik gemacht worden.

Selbst der betroffene Hausarzt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weitere Patienetenfälle haben, in denen ein kleiner und moderater Griff in seine eigene Geldbörse den Betroffenen eine bessere Steigerung der Lebensqualität bieten würde, als das, was die KK bezahlen wollen.

Wird hier ein Präzedenzfall geschaffen, kommen ganz schnell ganz viele Patieneten auf die Idee, auch bei ihrem (Haus)arzt die ethisch-moralische Keule ("Kostet Sie doch nicht wirklich viel") auszupacken, oder den Arzt zu wechseln.

Dann wird das Ganze sehr wohl sehr schnell zu einem Problem; für den betroffen Arzt.

 

"Die Klage der Rentnerin wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abgewiesen werden, und die Infusionen wird sie sich nicht leisten können."

Vermutlich, leider , ja.

 

"Ihr Hausarzt wird sodann die Infusionen wegen der paar läppischen Kröten (höchstwahrscheinlich) einstellen."

Vermutlich ebelnfalls, leider, ja.

 

"Und auch ich weiss (aus eigener leidvoller Erfahrung), dass Arztpraxen keine karitativen Institutionen sind, im Gegenteil."

Ich glaube, wir sollten uns davon verabschieden, im Gesundheitswesen irgend etwas Karitatives sehen zu wollen. Es geht ums Geschäft. Ich finde den Begriff "Gesundheitsindustrie" sehr passend.

 

"Dr. Strunz selber schreibt in seinem Post, dass es um "Geld oder Leben" geht. Noch Fragen?"

Ja, wenn es Doc Strunz darum ginge, den Arzt anzuprangern, der lieber eine Patientin in der GKV-Klasse leiden lässt, als ihr mit ein paar Euro aus dem eigenen Säckel zu mehr Lebensqualität zu verhelfen, dann hätte ich die Frage, wieviele Aminogramme ein gut situierter "Landarzt" denn schon mal dem einem oder anderen mittellosen, schwer kranken Patienten gestellt hat.

Frage ich aber nicht! Ich gehe nämlich eher davon aus, dass Doc Strunz das Gesunheitssystem als solches anprangert; oft genug zu Recht.

Arzt ist auch (nur) ein Beruf; unter vielen. Nur weil es ein Beruf ist, der direkt Leib und Leben tangiert, hat das noch lange nichts mit Karitativität zu tun. Wer karitativ tätig werden will, kann das sicher in einer entsprechenden Organisation besser tun.

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Veröffentlicht von: Hans K.
Beiträge: 141
Angemeldet am: 25.08.2014
Veröffentlicht am: 06.08.2015

Kann mir jemand sagen, wieviel so eine Vitamin C - Infusion kostet, und wieviele gebraucht werden?

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 06.08.2015

Ich verstehe Thorstens Empörung über meine Empörung nicht ganz. Wiederholt wies ich darauf hin, dass mein Einwand sich nur auf diesen einen besonderen Einzelfall bezieht. Weswegen verallgemeinern? Die Klage der Rentnerin wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abgewiesen werden, und die Infusionen wird sie sich nicht leisten können. Ihr Hausarzt wird sodann die Infusionen wegen der paar läppischen Kröten (höchstwahrscheinlich) einstellen. Und auch ich weiss (aus eigener leidvoller Erfahrung), dass Arztpraxen keine karitativen Institutionen sind, im Gegenteil.

Dr. Strunz selber schreibt in seinem Post, dass es um "Geld oder Leben" geht. Noch Fragen?

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 578
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 03.08.2015

Ich finde es immer wieder erstaunlich und erschreckend, wie schnell sich einige Mitmenschen ereifern und das verdiente Geld anderer Leute (hier des Hausarztes) verplanen, bzw. meinen zu wissen, wie dieser es denn gefälligst auszugeben und einzusetzen hätte.

Rolf, wieviel ihres Sauerverdienten geben Sie denn empathisch für das Wohl anderer aus?

Sorry, mir fehlt jedes Verständnis dafür, wenn jamand von einem Arzt oder anderen Mitmenschen erwartet seine hauptberuflichen Leistungen aus reiner Empathie  nicht nur kostenlos zu erbringen, sondern auch noch dafür in die eigene Tasche zu greifen.

Hier (im Falle der krebskranken Renterin) steht für mich eindeutig das (Gesundheits-)System als solches am Pranger.

Was die Krankenkasse angeht, die hat sicherlich einen gewissen Ermessensspielraum. Aber auch nicht grenzenlos.

Ich wünsche der Dame und ihrem Arzt, dass sie auf die eine oder ander Weise doch eine Gemeinschafts- oder Sozialkasse dazu bringen können, die Kosten zu übernehmen. Noch dazu, wo ich mal annehme, dass eine konventionelle Therapie / CHemo in kürzeren Abständen auch nicht preiswerter zu haben wäre; von den zusätzlichen Behandlungen der NEbenwirkungen ganz zu schweigen.

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 03.08.2015

Sorry. Mein Rechenfehler. Bei 5.000/Monat bzw. ca. 60.000 netto sind's dann wahrscheinlich knapp (weniger) als 1%. Auch immer noch nicht viel.

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 03.08.2015

Einverstanden. Aber bei 107.000 sind ca. 500 Euro immer noch nur ca. 0.5%. Meine Frustration ergiesst sich auch nur auf diesen einen Ausnahmefall, wo es um Geld oder Leben bzw. Leben oder Tod geht.

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Veröffentlicht von: Markus
Beiträge: 578
Angemeldet am: 25.07.2013
Veröffentlicht am: 03.08.2015

Hallo Rolf,

 

 

ich versteh schon, was du meinst. Aber 2011 lag das druchshcnittle zu versteurnde Einkommen von Allgemeinmedizinern bei 107.000 Euro, also der Hälfte deiner Schätzung. Dies macht netto grob 5000 Euro im Monat. 

Und diese Patientin wird kaum die einzige sein, bei der die Behandlung grenzwertig ist. Bei vielen Laborwerten und Physiotherapieüberweisungen kann der Arzt sich ja erst nach dem Quartalsende sicher sein, ob er evt. aus seinem Privatvermögen daraus haften darf. Sollte der Arzt dann bei älteren Dame, die unter allg. Unwohlsein leidet, auch mal schnell für 25 Euro aus seinem Privatverögen einen Vitamin-D-Test zahlen, ein ausreichender D-Spiegel halbiert immerhin mal eben das Krebsrisiko, da ist das Ergebnis/Geldeinheit deutlich höher, wenn auch nicht so greifbar.

Sorry, das Krankheits-System bei uns ist zu arg verfahren mittlerweile, no chance, dies verständlich zu machen.

 

 

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 03.08.2015

Ein wirklich empathischer Arzt hätte der verarmten, verkrebsten Rentnerin die C-Infusionen kostenlos verabreicht. Wäre ich (dieser) Hausarzt, täte ich das anstandslos. Anstand. Empathie. Mitleid. Mitleiden. Ich verstehe das nicht, diesen Hausarzt nicht. Ich könnte deshalb die Wände hochgehen. Mir raubt diese Tatsache den Schlaf.

Diese Rentnerin ist weniger auf Empathie und Mitleid des Richters angewiesen (der muss streng nach dem Buchstaben des Gesetzes urteilen, der kann gar nicht anders), sondern sie ist von Empathie und Mitleid ihres Hausarztes völlig abhängig. Ihr Hausarzt weiss ja, dass es buchstäblich um Leben oder Tod der Rentnerin geht, er weiss ganz genau, dass die Rentnerin seine Infusionen nicht bezahlen kann und dass dieser Ausnahmefall vor Gericht wegen der Beweislage keine Chance haben wird.

Bei einem grob geschätzten Einkommen eines Hausarztes von sagen wir mal 200.000 Euronen machen die paar kostenlosen Infusionen von maximal wenigen Hundert Euro pro Jahr nur wenige Promille aus, nicht mal 1 Prozent seines Einkommens!

Habe ich ein falsches, verqueres Verständnis von Empathie? Für mich ist nicht die Versicherung auf der Anklagebank, sondern dieser Hausarzt. Was für ein verkommenes Pack.

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