Heutige News: Cholesterin(-Senker)

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Veröffentlicht von : UlliS
Beiträge: 217
Angemeldet am : 02.08.2003
Veröffentlicht am : 31.01.2017
 
  1. Das stimmt, man kann nicht einfach von Tieren auf Menschen schließen. Es gibt aber kleinere Studien an Tieren und Menschen in denen gezeigt werden konnte, dass mit Antioxidantien (hauptsächlich Vitamin C) die Ablagerungen in den Blutgefäßen rückgängig gemacht werden konnten. Die Medizin hält das für unmöglich, ohne es jemals überprüft zu haben.
  2. Stimmt auch. In Gemüse und Früchten ist nur noch wenig Vitamin C. Ascorbinsäure provoziert keine Nierensteine. Das ist ein Gerücht. Fast alle Tiere produzieren Vitamin C. Es gibt viele Menschen, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten große Mengen Vitamin C einnehmen. Es nicht bekannt, dass dadurch jemals jemand zu Schaden gekommen wäre. Den Tieren geht es anscheinen auch ganz gut. Ich habe noch nie gehört, dass ein Tier von dem selbst produziert Vitamin C Nierensteine bekommen hat.
  3. Neandertaler haben Low Carb gelebt. Auch Fleisch enthält Vitamin C. Neandertaler haben auch Pflanzen gegessen. Glucose ist eine Vitamin C Gegenspieler. Neandertaler sind nicht so alt geworden wie wir.
  4. Es gibt eine Theorie die besagt, dass  das oxidierte Cholesterin die Entzündung auslöst. Das Cholesterin wird als Reparaturkitt eingesetzt. Das funktioniert normalerweise auch gut. Nur das oxidierte Cholesterin macht es nur noch schlimmer.

Es gibt keine Garantie dafür, dass Vitamin C vor Arthrosclerose schützt. Es gibt aber sehr viele deutliche Hinweise dafür! Vitamin C ist ein Pfennigartikel der auch in hohen Dosen völlig ungefährlich ist. Vitamin C hat noch viele andere positive Eigenschaften. Für mich ist die Einnahme von Vitamin C ein „no brainer“. Man kann nicht glauben, dass es so einfach ist und sich niemand dafür interessiert. Es ist aber so. Und wer nicht auf einem OP-Tisch enden will, der sollte sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen. Sterben müssen wir alle mal, aber „I want to die in my boots!“.

LG Uli

Veröffentlicht von : Reinhard S.
Beiträge: 216
Angemeldet am : 26.08.2015
Veröffentlicht am : 31.01.2017
 

Ich fasse mal zusammen: Die Situation scheint reichlich diffus und kontrovers.

1. "Hohes Cholesterin, angeblich kein Risiko": Selbst Dr. Strunz empfiehlt in einigen Posts möglichst tiefe Cholesterin-Blutwerte anzustreben. Ich frage mich dann: sind das seriöse Studien, die Perlmutter zitiert? Immerhin geht es um Leben oder Tod. Und vom tierischen auf den menschlichen Organismus zu schliessen, erwies sich öfter schon als suboptimal. Tiere mit hohen Cholesterin-Blutwerten haben vielleicht auch eine körpereigene Vitamin-C-Fabrik.

2. Vitamin C: Gemüse und Früchte sollen heutzutage nur noch bescheidene Gehalte an Vitamin C zu haben. Isolierte künstliche Ascorbinsäure aus NEM sollen wiederum Nierensteine provozieren (Oxalatsäure). Schwierig.

3. Homo sapiens hat ja keine eigene C-Synthese mehr. Die wurde ihm von der Evolution weggenommen, wahrscheinlich wegen fehlendem evolutivem Anpassungsdruck. Das einstige Nahrungsangebot hatte offenbar genügend Vit. C. Trotzdem: Wie machten es dann die Neandertaler (neben Omega-3), die in nördlichen Regionen während der Eiszeiten vorwiegend Fleisch assen.

4. Woher rührt die Primärursache "Entzündung in den Gefässen", deren Schäden dann offenbar durch Cholesterin (über-)repariert werden?

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 737
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 30.01.2017
 

alles was man liest zum thema "hohes cholesterin kein infarktrisiko"...das alles bezieht sich lediglich auf menschen ohne vorinfarkt!

zum Thema zeit nach einem infarkt/statine, da liest man nichts - auch nicht beim doc. alles bezieht sich auf gesunde probanden ohne vorinfarkt...da werden alle mit einem mal sehr vorsichtig...

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 950
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 30.01.2017
 

Ich empfehle hier jedem, der sich dafür interessiert, das Buch "Dumm wie Brot". Da steht alles zum Thema drin! Dr. Perlmutter stellt zB fest, dass seit 19 Jahren widerlegt ist, dass ein hoher Cholesterinwert irgendwie mit einer erhöhten Sterblichkeit einhergeht.

Im Gegenteil! Höhere LDL Werte bedeuten, dass das Hirn wesentlich besser geschützt ist usw usw usw. Perlmutter zitiert in seinem Buch alle wesentlichen medizinischen Studien.

Gefährlich sind die ständig hohen Kohlenhydratwerte "im Blut", denn die führen eben zu einer leichteren oxidation des LDL...und nicht nur da entstehen Probleme!

ERGO: Statt Statine 5-10g Omega-3 nehmen.

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 737
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 30.01.2017
 

das wichtigste antioxidant des körpers ist das glutathion. bildet der körper selbst...wenn genügend aminos vorhanden sind.

 

Veröffentlicht von : UlliS
Beiträge: 217
Angemeldet am : 02.08.2003
Veröffentlicht am : 30.01.2017
 

Das Cholesterin ist nicht gefährlich. Viele Tiere haben einen viel höheren Cholesterinspiegel als wir Menschen. Probleme macht das oxidierte Cholesterin. Das kann man auch in jedem halbwegs vernünftigen Buch über Biochemie nachlesen. Was verhindert Oxidation? Antioxidantien! Darum senken ja auch Gemüse und Obst das Risiko für Ablagerungen in den Blutgefäßen. Das wichtigste Antioxidans in Gemüse und Obst ist das Vitamin C. Tiere produzieren das geschickterweise selber. Darum haben Tiere auch die Ablagerungen nicht.

Vitamin C ist ein Pfennigartikel!

LG Uli

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1213
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 30.01.2017
 

Da kommt dann z.B. auch Vitamin C ins Spiel. Antioxidant und wichtiger Faktor für (Binde)Gewebeaufbau und Reparatur. Zusätzlich noch die ganzen Mechnismen, die den Körper befähigen, bei Bedarf die notwendige und ausreichende Menge NO zu bilden:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2000/daz-21-2000/uid-6724

 

Fehlt Vitamin C, springt vermutlich Lipoprotein(a) als "Notfall-Reparaturmechanismus" ein. Da das aber auf Dauer (chronisch Vitamin C unterversorgt) "Pfusch am Bau" wäre, nimm das Unheil seinen Lauf:

https://de.wikipedia.org/wiki/Lipoprotein_a#Charakteristik

 

Unterm Strich bleibt: Man kann etwas gegen die Risikofaktoren unternehmen, ohne mit Statinen symptomatisch behandeln zu müssen.

LG,
Thorsten

 

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 737
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 30.01.2017
 

cholesterinablagerungen in den Gefäßen, sind die sekundärursache. die primärursache ist die entzündung in den gefäßen, erst dann erfolgt die Cholesterinablagering als reparaturmechanismus.

man unterscheidet beim ldl auch zwischen großen und kleinen molekülen. 30% der bevölkerung hat auch die kleinen. diese haben ein 5 bis 7fach höheres potential, sich abzulagern und selbst entzündungen zu produzieren. im endothelgewebe lösen sie besonders potent oxidationsprozesse aus.

sind diese kleinen moleküle vorhanden, kann man ernährungstechnisch dagegensteuern, bei hohen werten helfen die statine. in diesem fall sollen sie wirklich helfen!

egal wie hoch das ldl ist, es darf eben nicht oxidieren. die kleinen ldl-partikel oxidieren leider sehr schnell und das gerade im endothelgewebe...der kritischste ort.

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1213
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 30.01.2017
 

Cholesterin-Hardcore

So wie es aussieht, ist es mit der bloßen Bestimmung von LDL, HDL, Trigylceriden und Lipoprotein(a) nicht getan:

http://eatingacademy.com/nutrition/the-straight-dope-on-cholesterol-part-i

(Achtung, umfangreiche, schwere Kost)

 

Entscheidender, als die Masse der einzelnen Fraktionen, ist anscheinend die Anzahl an (LDL)Partikeln im Blut.

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von : Reinhard S.
Beiträge: 216
Angemeldet am : 26.08.2015
Veröffentlicht am : 30.01.2017
 

Fakt I: Ablagerungen in den Gefässen ist Cholesterin. (Zitat) "Präziser: LDL‐Cholesterin und Lipoprotein a. Nichts sonst."

Fakt II: Cholesterinsenker senken das Cholesterin, nicht aber das Krankheitsrisiko.

 

Ein Widerspruch, den ich mir wünsche, Dr. Strunz hätte ihn eingehender thematisiert. Wenn Cholesterinablagerungen in den Gefässen die Hauptursache für Gefässkrankheiten sind und Statine die Cholesterin-Blutwerte senken (senken sie auch die Ablagerungen?), dann müsste ja das Erkrankungsrisiko (Prävalenz/Inzidenz) zwingend auch sinken. Oder?

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