Hohes Alter ist keine Sache der Gene

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Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1576
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 16.12.2017
 

Koffein und Sport lösen auch Autophagie aus.

Recht interessant sind die Ausführungen von Dr. Frank Madeo zu dem Thema.

Einfach mal bei YouTube suchen, oder in älteren Forenbeiträgen von mir.

LG und einen schönen dritten Advent, Thorsten 

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 1058
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 16.12.2017
 

autophagy kann man auch ohne hungern anheizen. die substanz spermidin löst zuverlässig, auch ohne hungrige zelle die reaktion aus.

enthaltenz.b.  in weizenkeimöl, nüssen und konzentriert im sperma.

 

Veröffentlicht von : Ramona S.
Beiträge: 550
Angemeldet am : 07.06.2011
Veröffentlicht am : 16.12.2017
 

Hallo Thomas,

vielen Dank für deine Beträge und somit Daumen nach oben.

Einfach nochmal das intermittierende Fasten (bei mir 16/8) sich nochmal in Erinnerung rufen, jeden einzelnen der 17 Vorteile nutzen und möglichweise „teilungswütige Stammzellen zur Räson bringen“.

… Kann doch nicht so schwer sein!...

Als Einzelperson wirklich nicht schwer, mit einem Hauch Selbstdisziplin ist einiges möglich. In Partnerschaften mit eingeschliffener Ess-Routine und somit ständige Kompromisse inkl. der ein oder anderen gefühlten Kraftprobe (schließlich geht es ja ums Essen) lässt insbesondere Frauen wohl doch eher einknicken, obwohl sie es gern anders hätten.

Intermittierendes Fasten: Vorteile

1. Der Körper bekommt Zeit sich zu erholen

2. Es werden mehr Wachstumshormone zur Zellerneuerung ausgeschüttet

3. Weniger Müdigkeit

4. Besserer Schlaf

5. Immunabwehr wird gestärkt

6. Der Stoffwechsel wird erhöht

7. Hautalterungen werden gestoppt und Zellen können repariert werden (Anti Aging Gene werden aktiviert)

8. Die Körperzellen reinigen sich selbst. Die sogenannte Autophagie ist eine Zellreinigung, die erst beim Fasten ausgelöst wird. Erst wenn die Bauspeicheldrüse kein Insulin mehr ausschüttet, kann der Körper mit der Zellreparatur und Zellreinigung starten.

9. Cholesterinspiegel wird optimiert (weniger LDL und mehr HDL)

10. Optimierung der Blutfette

11. Senkung von Blutdruck

12. Abnehmen durch Verlust von Körperfett und nicht durch Verlust von Wasser oder Muskelmasse

13. Arthrose kann verhindert oder sogar Rückgängig gemacht werden

14. Allgemein heilen Entzündungen im Körper besser

15. Krebs-Ausbruch kann verhindert werden

16. Diabetes Typ 2 kann verhindert werden oder sogar rückgängig gemacht werden

17. Hashimoto-Patienten können trotz Schilddrüsenunterfunktion abnehmen.

 

Quelle: http://www.diaetplan-kostenlos.de/intervallfasten-16-zu-8/

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 1058
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 16.12.2017
 

Beim lesen der letzten Sätze, komm ich immer wieder ins stolpern: Die Ergebnisse geben Hoffnung, ein Medikament gegen das Altern zu entwickeln (...)

Was soll das? Da steht doch schon, was man machen soll, einfach nur weniger essen!

Da wären wir wieder bei der metabolischen Flexibilität. Mal Low Carb, wenig essen, dann wieder mal nachladen, man will ja nicht verhungern. Sich vielleicht nicht immer 100%tig sattessen, sondern nur zu 80%, wie die alten Bewohner Okinawas. Oder mal interm.Fasten, sprichdie Autophagy aktivieren.

Kann doch nicht so schwer sein!

 

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 1058
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 16.12.2017
 

Hier habe ich einmal, ohne weiteren Kommentat,  einen Artikel unserer Tageszeitung ins Forum kopiert, den ich interessant fand:

 

Hohes Alter ist keine Sache der Gene

Kiel Im deutschen Kaiserreich geboren, zwei Weltkriege und Hunger überlebt und über 70 Jahre bundesrepublikanische Friedenszeit genossen: Immer mehr Frauen und Männer erreichen ein biblisches Alter. Inzwischen werden sogar 100-jährige Romanhelden gefeiert, die aus dem Fenster springen. Während das Statistische Bundesamt erst 2011 überhaupt begann, Senioren im dreistelligen Alter gesondert zu erfassen, versuchen Forscher der Uni Kiel schon seit dem vergangenen Jahrzehnt das Rätsel um die Methusalems zu lüften. Bereits 2009 sorgten die Mitglieder des Exzellenzclusters „Entzündungsforschung“ weltweit für Aufsehen, als unter Leitung von Professorin Almut Nebel vom Institut für Klinische Molekularbiologie die ersten Studien zum Langlebigkeits-Gen FOXO3 veröffentlicht wurden. Seitdem spielen sie im Wettbewerb um neue Erkenntnisse zur Altersforschung in der ersten Liga mit.

In diesem Dezember konnte das Kieler Forschungsteam nun erstmals zeigen, welche Veränderungen des Gens zu einer besonders langen Lebenszeit beitragen und wie sich neben den genetischen Voraussetzungen Umwelt- und Ernährungsbedingungen auf die Lebenszeit der Menschen auswirken. „Es scheint, dass die lebensverlängernden Effekte von FOXO3 vor allem dann zum Tragen kommen, wenn das Nahrungsangebot nicht zu reichhaltig ist“, berichtet Professorin Nebel, die in ihren Institutskühltruhen auf das Erbgut von mittlerweile mehr als 3000 Hochbetagten zurückgreifen kann.

„Wir können mit unseren neuen Daten zeigen, dass insbesondere zwei Varianten im Gen FOXO3 ein langes Leben fördern“, erklären Dr. Friederike Flachsbart und Dr. Janina Dose. „Diese Veränderungen fanden wir häufiger bei Hundertjährigen als bei Menschen zwischen 60 und 75 Jahren.“ Auch der Vergleich von Erbgut aus Frankreich und Dänemark zeigte, dass sich das genetische Muster der Hundertjährigen ähnelt.

Zudem fanden die Kieler heraus, dass FOXO3 eine sehr wichtige Rolle im Insulinstoffwechsel spielt. „Hier reagiert das Gen insbesondere auf ernährungsbedingten Stress, also Hunger oder Überfluss.“ Die Forschenden gehen davon aus, dass die beiden Langlebigkeitsvarianten in FOXO3 unter normalen und nährstoffarmen Bedingungen zu einer höheren Expression des Gens führen. Zu viel essen könnte also die Hoffnung, 100 Jahre zu werden, zunichte machen.

Übrigens: In der Jungsteinzeit, also vor etwa 7000 Jahren, kamen die beiden Langlebigkeitsvarianten des FOXO3 in der Bevölkerung deutlich häufiger vor als heute. Das zeigen Skelettuntersuchungen. Erst als die Menschen sesshaft wurden und mehr Kohlenhydrate und tierisches Eiweiß zu sich zu nahmen, wurde das FOXO3 seltener. Als nächstes wollen die Kieler jetzt untersuchen, welchen Einfluss die beiden Langlebigkeitsvarianten in Wechselwirkung mit Nährstoffen wie Zucker und Fetten haben.

„Beruhigend für alle, die das FOXO3-Gen nicht haben, ist, dass wir es zu 75 Prozent selbst in der Hand haben, ob wir alt werden oder nicht“, beruhigt Nebel. Studien zeigen nämlich, dass die Gene nur zu etwa einem Viertel für die Unterschiede in den Lebensspannen verantwortlich sind. Trotzdem sind die Ergebnisse der Kieler Grundlagenforscher über den Alterungsprozess wichtig, denn sie können später für die Entwicklung von Medikamenten und Therapien genutzt werden. „Faltenfrei mit 103“ wird man dann zwar auch nicht. Aber vielleicht kann man Risikogene ausschalten oder Reparaturgene aktivieren. Margret Kiosz

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