Infekt alle paar Wochen

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Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 171
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 23.08.2017
 

Ok, ist schon ein bisschen her, das ich das Buch gelesen habe:

Die zentrale Aussage ist, dass bei der Studie am NIH die Sättigung an einem Zelltyp (Immunzelle?) gemessen wurde, der Vitamin C aktiv ins Zellinnere pumpt, und das mit der Begründung, dass dieser Zelltyp einfach zu untersuchen ist. Daraus kann man aber nicht den Schluss ziehen, dass bei der entsprechenden oralen Zufuhr alle Zellen gleich gesättigt sind. Bei vielen Zelltypen diffundiert das Vitamin C passiv durch die Zellwand.

Ich würde jedem empfehlen das Buch zu lesen, auch wenn man sich für das Thema Vitamin C nicht interessiert. Man kann hier lernen, wie man bzgl. Vitaminen/Mikronährstoffen mit (Pseudo-) Wissenschaft hinters Licht geführt wird.

LG Uli

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 921
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 22.08.2017
 

Und was ist das Problem mit dem NIH und seiner "Wissenschaft"?

Nicht zuletzt ist das NIH dem NCBI übergeordnet. Und bei letzterem findet man eine Vielzahl hochwertiger Studien und Publikationen.

Debunkt doch bitte mal (Vielleicht mal eine passende Textstelle / Link). Ich habe leider nicht alle verfügbare Literatur zu dem Thema zur Verfügung, würde aber gerne dazu lernen.

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 171
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 22.08.2017
 

"Experimentelle Studien zeigen, dass bei einer täglichen Vitamin C Aufnehme von 200mg die intrzelluläre, also die tatsächlich physologisch wirksame Vitamin C Konzentration 80% ihres Maximalwertes erreicht."

Die entsprechende "Wissenschaft" dazu stammt vom NIH. Der Nonsens ist schon lange debunkt. Lies mal das Buch "Ridiculous Dietary Allowance", von Steve Hickey und Hilary Roberts.

Und Einzelfälle beweisen gar nichts.

LG Uli

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 921
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 22.08.2017
 

Aus "Chemische Köstlichkeiten" von Klaus Roth:

https://books.google.de/books?id=4eOot9BZ4kEC&pg=PA124&lpg=PA124&dq=mensch+vitamin+c+recycling&source=bl&ots=RwGQfMFwuw&sig=z3FDaovCPtOBLoBp_Ok_k5xmdOY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjb6or38-rVAhVHb1AKHV3LAlA4ChDoAQgrMAE#v=onepage&q=mensch%20vitamin%20c%20recycling&f=false

 

"Ein erwachsener Mensch besitzt ein Vitamin C Reservoir von etwa 2g."

"Experimentelle Studien zeigen, dass bei einer täglichen Vitamin C Aufnehme von 200mg die intrzelluläre, also die tatsächlich physologisch wirksame Vitamin C Konzentration 80% ihres Maximalwertes erreicht." !

 

Es mag sich jeder selber seine Gedanken machen, in wie weit eine Dauer-Hochdosis-Applikation für Jedermann nötig und sinnvoll ist.
Mehr als 2g/d wird in den seltensten Fällen notwendig sein oder weitere Vorteile bringen. Aber auch keinen Schaden anrichten.

 

Linus Pauling wurde mit seinen Mege Vitamin-C Dosen 93 Jahre alt.
Helmut Schmidt mit Zigaretten rauchen und Cola 96 Jahre.

Keiner von beiden ist in irgendeiner Form ein Beleg für die Langlebigkeit bei einer von beiden Lebensweisen.

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 921
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 22.08.2017
 

Ein bisschen sehr monokausal, deine Ursache - Wirkungs - Beziehung, findest du nicht?

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 171
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 22.08.2017
 

Das Tier bei dem die Vitamin C-Eigensynthese „verloren gegangen“ ist war noch kein Mensch. Man vermutet, dass der erste Mutant vor ca. 20 Millionen Jahren aufgetaucht ist. Mutationen setzen sich immer nur dann durch, wenn sie einen Vorteil bringen. Dieses Tier hat wohl in einer Umgebung gelebt, in der es mit dem was es gefressen hat viel Vitamin C aufgenommen hat, aber relativ wenig Kohlehydrate (Blätter?). Vitamin C wird aus Glukose synthetisiert. In dieser Konstellation war die Mutation ein Vorteil und hat sich durchgesetzt. Die Umgebungsbedingungen haben sich aber wieder dahingehend geändert, dass wesentlich weniger Vitamin C aufgenommen wurde. Die Mutation ist geblieben. Als Anpassung daran können Tiere die über keine Eigensynthese verfügen Vitamin C recyceln. Ein Tier von der Masse eines Menschen (70kg) würde täglich etwa 2-4 Gramm Vitamin C produzieren. Ich glaube nicht, dass das durch Recycling vollständig kompensiert wird. Zumal Tiere im Falle einer Infektion oder Vergiftung die Eigensynthese um das fast zehnfache erhöhen.  

Ein Mensch, der einen giftigen Pilz isst, stirbt daran. Ein Reh beispielsweise überlebt es. Der Grund heißt: Vitamin C.

Ein Reh ist ungeschützt Wind und Wetter ausgesetzt ohne krank zu werden. Wir Menschen bekommen mehrmals im Jahr unsere Grippe und fallen für 2 Wochen aus. Der Grund heißt: Vitamin C.

Tiere bekommen keinen Herzinfarkt und auch keinen Schlaganfall. 50% der Menschen in der westlichen Welt leiden und sterben daran. Der Grund heißt: Vitamin C.

LG Uli

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 921
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 22.08.2017
 
Nicht vergessen sollte man, dass der Mensch auch über ein potentes System zum Recycling von Vitamin C verfügt:

http://edubily.de/2015/09/paleo-low-carb-vegan-das-beste-ernaehrungskonzept/

"Vitamin-C-Stoffwechsel

Wir können im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren kein Vitamin C synthetisieren. Häufig wird das als Argument genutzt, um eine pflanzenbasierte Ernährung zu rechtfertigen. Diesbezüglich muss allerdings beachtet werden, dass die Säuger, die kein Vitamin C synthetisieren, über potente Vitamin-C-Recycling-Systeme verfügen – nicht aber diejenigen, die Vitamin C synthetisieren können.

So haben Wissenschaftler festgestellt, dass rote Blutzellen (Erythrozyten) bei uns (auch bei Fledermäusen und Meerschweinchen) Vitamin C via GLUT1 aufnehmen. Alle anderen Säugetiere können das nicht. Dort findet man lediglich ein GLUT4-Protein. GLUT1 zeigt keine Insulin-Abhängigkeit (=> ist immer da) und zeigt eine generelle Präferenz für Dehydroascorbinsäure über Glukose.

Wird Vitamin C, also Ascorbinsäure, „verbraucht“, entsteht die oxidierte Form namens Dehydroascorbinsäure.

Im Gegensatz zu Vitamin-C-synthetisierenden Spezies, können menschliche rote Blutzellen dieses verbrauchte Vitamin C via GLUT1 aufnehmen. Dort wird es sehr rasch zu Vitamin C reduziert, was – logischerweise – Vitamin C regeneriert.

Daraus folgt ein dramatisch niedriger Verbrauch an Vitamin C im Vergleich zu vielen anderen Spezies, die nicht über dieses Recycling-System verfügen."

https://www.sciencedaily.com/releases/2008/03/080320120726.htm

"A new study appears to explain how humans, along with other higher primates, guinea pigs and fruit bats, get by with what some have called an "inborn metabolic error": an inability to produce vitamin C from glucose."

Man muss sich das Zeug also nicht unbedingt in hohen einstelligen oder sogar zweistelligen Gramm-Bereichen zuführen.

 

War der Verlust der Vitamin-C-Eigen-Synthese-Fähigkeit ein evolutionärer "Unfall"? Gab es eine ausreichende Versorgung über die Nahrung?

Wäre letzteres der Fall, hätte es nicht dieser Recyclingfähigkeit bedurft.
Ich vermute (!), dass das Recycling von Vtiamin C einfach (energie)effizienter als die Neusynthese ist. Mit seinem leistungsfähigen Gehirn leistet sich der Mensch ein Organ, das zwar nur ca. 2% seiner Körpermasse ausmacht, aber mit 20-25% Energieverbrauch zu Buche schlägt; bevorzugt Glukose!
Der weit verbreitete Weg der Vitamin-C-Eigensynthese im Tierreich beruht aber, soweit ich weiß, auf Glukose als Ausgangsstoff. War der Verzicht auf diese Fähigkeit beim Menschen vielleicht eine Notwendigkeit, um die Energieversorgung des Gehirns dauerhaft sicher zustellen? Wieviel Vitamin C hat "Steini" denn so täglich zugeführt, oder die Eskimos?

DIe Wahrheit, der wirkliche (Zufuhr)Bedarf dürfte wie so oft irgend wo zwischen der als recht niedrig anzusehenden DGE Empfehlung und einer je-mehr-desto-besser Einstellung liegen.

Im Zweifelsfall bin ich aber ganz bei Ulli. Vitamin C / Ascorbinsäure ist im Zweifelsfall die billigste Art und sinnvollste , etwas teureren Urin zu produzieren; solange man keine Durchfallproblematik oder andere Unverträglichkeiten entwickelt. Aber auch hier wieder: gerne zyklisch agieren (mal mehr mal weniger Vitamin C zuführen, im Falle von Infekten gerne mehr).

Siehe auch: https://www.strunz.com/de/forum/wunder-gaumen-durch-vitamin-c?sort=2

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 171
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 22.08.2017
 

„warum Vitamin C in Tabletten form nehmen, das kann man doch super gut über die Ernährung aufnehmen.“

Hinter solchen Aussagen steckt das sogenannte Vitamin-Missverständnis bzgl. Vitamin C. Bei dem Begriff Vitamin denken immer alle an kleine Mengen. Vitamin C ist aber tatsächlich keine Vitamin sondern ein Metabolit. Tiere produzieren Vitamin C selber in Grammbereich. Wir Menschen haben einen Gendefekt der dazu führt, dass bei uns die Eigensynthese von Vitamin C nicht mehr funktioniert. Wenn Tiere diesen Stoff im Grammbereich benötigen, warum sollten bei uns Menschen ein paar Milligramm ausreichend sein. Wer mit Vitamin C eine Wirkung erzielen will muss mehrere Gramm davon zuführen. Über die normale Ernährung ist das nicht möglich. Das Ascorbinsäure-Pulver, das man mittlerweile in jedem Supermarkt kaufen kann, ist exakt der Stoff, den Tiere in ihrer Leber selber produzieren.

LG Uli

Veröffentlicht von: Stefanie B.
Beiträge: 14
Angemeldet am: 02.06.2017
Veröffentlicht am: 07.06.2017
 

Gelee Royal nehmen wir Zuhause alle 4 Monate, also 3 Mal im Jahr. Ich selber hatte keine Erkältung das ganze letzte Jahr. Also eine Probe ist es wert.

Veröffentlicht von: Nikolas R.
Beiträge: 22
Angemeldet am: 01.06.2017
Veröffentlicht am: 07.06.2017
 

Ich habe jetzt auch schon oft in meinem Bekanntenkreis von Gelee Royal gehört, ein paar von meinen Bekannten benutzen es, und schwören drauf. Soll wohl für vieles gut sein, nicht nur für das Immunsystem, anscheinend auch für den Blutzucker. Werde es selber mal testen.

Veröffentlicht von: Angie B.
Beiträge: 1
Angemeldet am: 06.06.2017
Veröffentlicht am: 06.06.2017
 

Hallo,

mit was ich gute erfahrung gemacht habe, und das immer noch mache ist Gelee Royal. Es stärkt da Immunsystem und noch vieles mehr. Seid dem ich es benutze, ist jetzt schon ca 4 Jahre, war ich kein einziges mal erkältet.

Ich benutze es zwei mal im Jahr, und fühle mich auch super gut, natürlich ist auch die Ernährung das A und O. Viel Gemüse und Obst. Und das wichtigste Wasser, viel trinken.

LG

Veröffentlicht von: Eva S.
Beiträge: 18
Angemeldet am: 29.05.2017
Veröffentlicht am: 06.06.2017
 

Hallo,

warum Vitamin C in Tabletten form nehmen, das kann man doch super gut über die Ernährung aufnehmen.

Hagebutten Tee ist auch voller Vitamin C, denn kann man super als Saft trinken wenn der abgekühlt ist.

Veröffentlicht von: Anne-Katrin M.
Beiträge: 7
Angemeldet am: 10.05.2017
Veröffentlicht am: 10.05.2017
 

Hallo Flieder,

ich hatte auch das Problem, als ich noch Studentin war. Insbesondere im letzten Semester hatte ich wegen Prüfungen und Semesterarbeiten keine Zeit für Sport und fürs Kochen, hab mich nur mit Fertiggerichten ernährt!

Die Auswirkungen kamen als ich nach dem Abschluss meinen ersten Job gefunden habe: ich war müde, mein Verdauungssystem hat fast versagt, ich war oft krankgeschrieben. Schuld war das Immunsystem, oder die Tatsache, dass ich es lange vernachlässigt habe. Ich musste erst Medikamenten nehmen und dann später zu speziellen Nahrungsergänzungen wechseln. Ich habe einige davon probiert, aber ich fand Regulat am besten, weil es vegan ist und ich wollte meinen veganen Lebensstil weiter führen.

VG Anne

Veröffentlicht von: Flieder
Beiträge: 20
Angemeldet am: 15.01.2017
Veröffentlicht am: 09.05.2017
 

Upps! So viele wichtige Antworten!

Ihr seid super! Danke.

Ich denke, das liegt wirklich an zu wenig Kohlenhydraten und zu wenig Eiweiß und zu wenig Fett!

Da habe ich eine Menge zu tun! Aber ihr habt mir die Augen geöffnet!

Ich werde was ändern und euch weiter berichten....

Vorerst tausend Dank...und schönen Feierabend!

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 921
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 09.05.2017
 

Hallo Flieder.

Ich versuch mich mal als Übersetzer:

Zu wenig Carbs?
https://bengreenfieldfitness.com/2011/08/the-hidden-dangers-of-a-low-carbohydrate-diet/

"There can be long term health issues as your body is chronically carbohydrate depleted over extended periods of time. Your liver is exposed to extra stress as it is forced to assist with manufacturing glucose from fats and proteins, potentially toxic amounts of ammonia are produced as proteins are converted into glucose,
your body has a more difficult time producing mucus and the immune system becomes impaired as risk of pathogenic infection increases, and your body loses the ability to produce compounds called glycoproteins, which are vital to cellular functions."

Es kann langfristig zu Gesundheitsproblemen führen, wenn der Körper chronisch (dauerhaft) einer reduzierte Kohlenhydratversorgung ausgesetzt ist. Die Leber ist zusätzlichem Stress (Anforderungen/Belastungen) ausgesetzt, wenn sie Glukose aus Fetten (Glycerin) und Proteinen herstellen muss, mit dem potentiellen Anfall giftiger/schädlicher Mengen von Ammoniak, wenn Proteine in Glukose umgewandelt werden. Der Körper hat verstärkt Schwierigkeiten Schleim zu produzieren [f. Schleimhäute!] und das Immunsystem wird beeinträchtigt, die Infektgefahr steigt, der Körper verliert die Fähigkeit Glykoproteine zu produzieren [u.A. für das Immunsystem, Antikörper, Zellfunktionen, etc.].

 

https://chriskresser.com/7-things-everyone-should-know-about-low-carb-diets/


"Low-carb diets generally improve immunity to bacteria and viruses, but not all is roses and gingerbread. Low-carb diets, alas, impair immunity to fungal and protozoal infections. The immune defense against these infections is glucose-dependent (as it relies on production of reactive oxygen species using glucose) and thyroid hormone-dependent (as thyroid hormone drives not only glucose availability, but also the availability of iodine for the myeloperoxidase pathway). Thus, anti-fungal immunity is downregulated on very low-carb diets."

Low-Carb Diäten können Immunabwehr gegenüber Bakterien und Viren verbessern, aber es ist nicht alles Eitel-Sonnenschein.
Low-Carb Diäten beeinträchtigen die Abwehr von Pilz- und [Einzeller-]Parasiten-Infektionen. Die Immunabwehr gegen diese ist glukose-abhängig (sie ist von der Erzeugung von ROS (Radikale) aus Glukose abängig) und Schilddrüsenhormon abhängig (SD-Hormone steuern nicht nur die Glukoseverfügbarkeit/verwertung, sondern auch die Verfügbarkeit von Jod fürden Myeloperoxidase Stoffwechselpfad). Die Pilzabwehr ist unter Low-Carb herunterreguliert.
 
 

http://www.livestrong.com/article/555693-the-connection-between-carbohydrates-sinus-problems/

"According to the Mayo Clinic, a low-carb or no-carb diet can actually be detrimental to the overall health of your body. While it might eliminate some of your sinus problems, it could actually cause more serious health problems. A low carbohydrate diet may cause headache, dizziness, fatigue, muscle weakness, nausea, diarrhea and constipation."

Gemäß der Mayo Clinic kann eine Low-Carb oder No-Carb Diät nachteilig für die Gesamt-Gesundheit des Körpers sein. Während es einige Nebenhölen-Probleme beseitigen kann, können dadurch einige schwerwiegendere Gesundheitsprobleme verursacht werden. Eine Low-Carb-Diät kann Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Muskelschwäche, Übelkeit, Durchfall und Verstopfung verursachen.
 

Glukose ist für den Körper nicht nur Engergielieferant sondern auch Bestandteil vieler (Glyko)proteine, Zellstrukturen, Schleim, Knorpelgewebe, Antikörper, Immunabwehr,... Wenn die Nahrungszufuhr und körpereigene Syntheseleistung nicht ausreichen, um alle Bedürfnisse abzudecken, kann es, muss es Stellenweise zu Unterversorgung kommen und es bleiben einzelne Funktionen auf der Strecke.
Wer über eine hohe Glukoneogeneseleistung verfügt und wenig intensiven Sport treibt, kommt u.U. mit wenig Glukose/LC aus der Nahrung aus. Andere brauchen u.U. etwas mehr.

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: Stefan W.
Beiträge: 76
Angemeldet am: 11.06.2013
Veröffentlicht am: 09.05.2017
 

Hallo Flieder,

klingt als wuerden Aminosaeuren fuer's Immunsystem fehlen...

Wenn das beim Umstieg auf low carb passiert, dann isst Du zu wenig. Wahrscheinlich zu wenig Fett und Eiweiss. Bei wenig Fett nimmt der Koerper dann Eiweiss als Energielieferant - dann fehlt's fuers Immunsystem. Bei zu wenig Eiweiss fehlt's dann eben sofort ...

Das ist auch der Ansatz von Thorsten - denn mehr KH fuehren dazu dass kein Eiweiss verzuckert werden muss und damit dann fuer's immunsystem zur Verfuegung steht.

Pruefe also bitte grundsaetzlich Deine low carb Implementation. Bekommst Du genuegend Kalorien u. Protein?

Wenn Du beim Bluttuning warst - wie war Dein RQ? Welche Aminosaeuren waren Mangelware? Mein Tipp waere, die die gefehlt haben, als Aminosaeure-Praeparat zusaetzlich aufzunehmen.

 

Veröffentlicht von: Matthias
Beiträge: 42
Angemeldet am: 02.03.2017
Veröffentlicht am: 08.05.2017
 

Gegen "retard"-Vitamin-C spricht gar nichts, die Drops hier aus dem Shop sind ja auch "retard".

Ich schrieb ja, dass ich bei einer drohenden Erkältung auf retard verzichte. Da will ich eine schnelle Wirkung.

Weiterhin: 30 mg Zink am Tag ist ja schonmal ok.

Vielleicht einfach mal bei der nächsten beginnenden Erkältung das Spielchen mit 1 g Vit-C pro Stunde ausprobieren. Bei mir funktioniert es, und bei mehreren aus meinem Umfeld auch, die ich dazu überredet habe :)

So früh wie möglich loslegen, das steigert die Chancen und reduziert die notwendige Menge an Vit-C bis zum Sieg über die bösen Viren.

 

Veröffentlicht von: Flieder
Beiträge: 20
Angemeldet am: 15.01.2017
Veröffentlicht am: 08.05.2017
 

Danke für eure ausführlichen Antworten.

@ Thorsten 
Mein Schulenglisch genügt nicht, dass ich das alles verstehen kann. Wenn es dir nicht zuviel Arbeit macht, wäre eine Kurzübersetzung super!

@ Matthias
Sieht so aus, dass ich mehr NEMs zu mir nehmen sollte. Bin da eher vorsichtig, weil ich eben an die Niere denke auf Dauer!

Aktuell nehme ich Vit. C retard Kapseln. Scheint dann wohl nicht so toll zu sein! Und eine Zink 30 mg/Tag. Dieses dauernde Tablettenschlucken ist halt gar nicht meines!

Veröffentlicht von: Matthias
Beiträge: 42
Angemeldet am: 02.03.2017
Veröffentlicht am: 08.05.2017
 

Hallo Flieder,

die Idee habe ich aus diesen (und weiteren Strunz-) News:
https://www.strunz.com/de/news/vitamin-c-der-alleskoenner.html

Danach habe ich neben den Dr. Strunz Büchern noch drei englischsprachige Bücher über Vitamin C gelesen sowie diverse Videos und Webseiten konsumiert.

Nach Abwägung, was ich davon glauben kann und was nicht, bin ich zum Vit-C Fan geworden.

Zu deinen Fragen:

- 1 g pro Stunde: ja, mindestens. Soviel, dass die Beschwerden verschwinden, und weniger, wenn es zu Blähungen oder Durchfall kommen sollte. Dann wäre das Virus aber schon besiegt.
- Meine Niere hat sich nicht beschwert. Das Thema "Nierensteine durch Vit-C" ist Quatsch. Trotzdem war ich vor vier Wochen beim Ultraschall und habe alle Bauchorgane prüfen lassen. Keine Nierensteine zu finden. Vit-C nehme ich seit 8 Monaten täglich mindestens 5 g. Komischerweise wurde auch kein Gallenstein gefunden, der vor vielen Jahren mal gesichtet wurde... Hat sich vielleicht aufgelöst durch besseren Cholesterinstatus und auch Vitamin C?
- Welche Produkte:
Ich nehme diverse Vit-C Produkte. Zum Beispiel die kleinen Drops hier aus dem Shop, wenn ich unterwegs bin.
Bei einer sich ankündigenden Erkältung nehme ich pro Stunde 1 g in Form von zwei 500 mg Kapseln, die außer der Kapselhülle den reinen Wirkstoff Ascorbinsäure enthalten. Eine Retardfunktion will ich in dieser Situation nicht.
Bisher hat eine Gesamtmenge von 10-15 g Vit-C immer ausgereicht. Das macht dann 2 bis 3 € für die Kapseln, dafür keine Erkältung. Billiger geht es mit Vit-C Pulver.
Sind die Symptome am nächsten Morgen wieder zurück, hat man zu wenig genommen. Dann sofort weitermachen.
Hat man "Durchfall", war es zu viel Vit-C. Dann ist aber die Erkältung definitiv auch besiegt und der Darm ist ebenfalls gesund. Und die Harnwege sind gleich mit entzündungsfrei...
Weitere Anmerkungen:
- Vit-C und Glukose konkurrieren bei der Verarbeitung im Körper, da sie chemisch ziemlich ähnlich sind (http://orthomolecular.org/pics/glu_vs_c.gif). Da ich kaum KH esse, bei mir kein Problem.
- Ich habe auch weitere NEMs im Einsatz, die das Immunsystem stärken. Dies ist sicher hilfreich. Mein Zinkwert liegt bei 1200, Vit-E bei 20, Vit-D bei 60.

 

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 921
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 08.05.2017
 

Hallo FLieder.

Zu wenig Carbs?
https://bengreenfieldfitness.com/2011/08/the-hidden-dangers-of-a-low-carbohydrate-diet/

"There can be long term health issues as your body is chronically carbohydrate depleted over extended periods of time. Your liver is exposed to extra stress as it is forced to assist with manufacturing glucose from fats and proteins, potentially toxic amounts of ammonia are produced as proteins are converted into glucose, your body has a more difficult time producing mucus and the immune system becomes impaired as risk of pathogenic infection increases, and your body loses the ability to produce compounds called glycoproteins, which are vital to cellular functions."

 

https://chriskresser.com/7-things-everyone-should-know-about-low-carb-diets/

"Low-carb diets generally improve immunity to bacteria and viruses, but not all is roses and gingerbread.

Low-carb diets, alas, impair immunity to fungal and protozoal infections. The immune defense against these infections is glucose-dependent (as it relies on production of reactive oxygen species using glucose) and thyroid hormone-dependent (as thyroid hormone drives not only glucose availability, but also the availability of iodine for the myeloperoxidase pathway). Thus, anti-fungal immunity is downregulated on very low-carb diets."

 

http://www.livestrong.com/article/555693-the-connection-between-carbohydrates-sinus-problems/

"According to the Mayo Clinic, a low-carb or no-carb diet can actually be detrimental to the overall health of your body. While it might eliminate some of your sinus problems, it could actually cause more serious health problems. A low carbohydrate diet may cause headache, dizziness, fatigue, muscle weakness, nausea, diarrhea and constipation."

 

Einfach mal die Carbs langsam wieder auf ~1,5-2g/(d * kg KG) erhöhen und ausprobieren. Aber "gute" Carbs, keine leeren Industrie-Carbs.

LG,
Thorsten

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