Interaktionen - zwei Fragen, bitte um Rat

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Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 385
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 22.05.2018
 

Ok, einverstanden

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1436
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 22.05.2018
 

"Mein Fazit: die Fitten werden fitter, die Fetten werden fetter."

Die vermutung habe ich auch shon seit längerem.

 

"Jedes fünfte Kind in D ist zu dick, jeder achte (10Mio) in D hat Diabetes (= Ist also auch zu dick)."

Übergewicht ist sicher ein Risikofaktor für Diabetes / Metabolisches Syndrom, aber kein Automatismus (weder in die eine noch in die andere Richtung).
Dr. Lustig führt in seinem jüngsten Vortragsvideo u.A. in  Bezug auf die USA aus:

30% der Bevölkerung sind Übergewichtig/Fettleibig, davon leiden 80% am Metabolischen Syndrom. D.h. 20% sind fett und gesund(!).

Darüber hinaus leiden von den 70% Nicht-Übergewichtiger/Fettleibiger ca 40% am Metybolischen Syndrom. D.h., die sind nicht fett und trotzdem krank und stellen die sogar die Zahlenmäßig größere Gruppe.

"Diabetes = Ist also auch zu dick" kann ich daher so nicht unterschreiben.

 

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1203
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 22.05.2018
 

Hallo Herbert,

"Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, da es sich um zentrale Säulen handelt: Mn, Cu, Zn, Selen einerseits, Aminos (speziell Cystein, Glycin, Glutamin) andererseits. Es muss einen Weg geben, das dauerhaft im Gleichgewicht zu halten."

Da bin ich bei Dir. Außer das man in Berlin lebend kein Mangan einnehmen darf weil das Wasser stark manganhaltig ist. Tatsache...mein Wert ist obere Grenze im Vollblut und ich nehme kein Mangan ein.

Zumindestens was meinen Körper und den meiner Frau angeht, war das 1:1 nachvollziehbar. Auch bei Ihr waren genau diese Metalle total im Keller und nach einer Erhollungsphase von 3 Monaten bei Ihr wieder richtig gut. Sie hat Mg sogar mit 36 mg/l. +4%...klasse.

Ich beschreibe nochmal genau den Einnahmeplan, den wir verfolgt hatten:

Morgens:

700mg L-Gltuation

1g Glycin

700mg NAC

300mg Mg

2mg Kupfer

200 mcg Selen

 

Mittags:

700mg L-Gltuation

1g Glycin

700mg NAC

300mg Mg

2mg Kupfer

 

Abends:

700mg L-Gltuation

1g Glycin

700mg NAC

25mg Zink

 

Zu Bett:

700mg L-Gltuation

1g Glycin

700mg NAC

300mg Mg

Das führte zu dem beschriebenen Bild: Alu raus aus dem Blut. Leberwerte top. Mineralien im Keller. Danach nur die drei Aminos in der Art abgesetzt. Deutliche Besserung nach 3 Monaten :-/

N=2 ist noch keine Statistik, es sind nur Einzelfallbeschreibungen.

Ich hatte auch mein Glutathion messen lassen. Das lag bei : Megavoll :-) ...100% verfügbar.

Tja...dazu die andere Story mit dem Kupfer, was auf 0,55 mg/l runtergefallen war.

Zu dem alten B12 Wert...aktuell habe ich zwischen 800-1000. Ich hatte vor einem Jahr >7500 weil ich Infusionen mit B12 bekam, also nicht nur B12, das waren sogenannte Mito-Boxen (kosten 220,- das Stück) bei meinem Doc. Dazu viele Aminos, 7,5mg Vit.C ...alle B's ...also so eine Aufbaupackung. Auch Fettsäuren...die haben sehr gut getan. Und mein Doc Heinrich meinte auch: "B12 ist therapeutisch hoch und somit vollkommen ok." Das ist nur nicht ok, wenn man kein B12 nimmt! Denn dann stimmt was gewaltig nicht...ich meine es wäre ein Hinweis auf Krebs, müsste aber nachschlagen.

VG,

Robert

PS: Das mit Kuklinski gibt mir auch zu denken wenn ich so manchen B12 Wert sehe der bei 200-400 rumdümpelt...

 

 

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 385
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 22.05.2018
 

Unübersehbar ist der Trend weg von Couch und Primitivkultur, sprich: Konsumismus. Immer mehr Menschen haben die Sattheit satt

Wenn man sich die Zahlen der Zunahme von Diabetes und Adipositas so anschaut, kann ich das kaum glauben.
Mir scheint eher, dass die "Schere" weiter auseinander klafft. Sprich: die, die sowieso zum Sport tendieren werden extremer, die anderen leider auch.

Mein Fazit: die Fitten werden fitter, die Fetten werden fetter. Dazwischen dümpelt eine verschwindend kleine Anzahl von "Bekehrten".

Jedes fünfte Kind in D ist zu dick, jeder achte (10Mio) in D hat Diabetes (= Ist also auch zu dick).

Vielleicht werdens ja tatasächlich mehr, die den Konsumismus satt haben. Aber absolut gesehen sind es vermutlich immer noch sehr wenige.

LG

Martin

Veröffentlicht von : Herbert A.
Beiträge: 87
Angemeldet am : 08.07.2013
Veröffentlicht am : 22.05.2018
 

Hallo Robert,

es wäre jammerschade, wenn diese Konflikte unvermeidbar wären. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, da es sich um zentrale Säulen handelt: Mn, Cu, Zn, Selen einerseits, Aminos (speziell Cystein, Glycin, Glutamin) andererseits. Es muss einen Weg geben, das dauerhaft im Gleichgewicht zu halten.

NAC, Glycin und Glutamin sind die smarten Drei, die Du genau in der richtigen Reihenfolge genannt hast. Alle drei zusammen ergeben Glutathion, das wichtigste endogene Antioxidans. Cystein ist dabei der geschwindigkeitsbestimmende Faktor. Also rein damit!

Mn [nicht Mg, das sekundär aber natürlich auch beteiligt ist], Cu und Zn sind unabdingbar für die drei Superoxiddismutasen. Also rein damit! Das gilt vor allem für Ausdauersportler. Besonders wichtig ist dabei die manganabhängige SOD-2, von der es drei leistungsrelevante Ausprägungen (Polymorphismen) gibt.

Du nennst an einer anderen Stelle B12 – mit einem Wert > 7000. Ist das auf pg/ml bezogen? Liegt sehr hoch. Normalerweise lautet die Obergrenze „> 2000“. Begründungen findet man selten. Kuklinski wenigstens weist darauf hin, dass B12 nur zu 20 % bioaktiv sei. Das ergibt Sinn.

4-HNE: Ein SH-Gruppenräuber, wenn erhöht. Lässt sich lt. Kuklinski jedoch mit täglich 2 g NAC regulieren.

Vitamine: Habe alles durchmessen lassen – außer Vit. C und E, da ich diese sowieso täglich „ausreichend“ einnehme. Der Molekularmediziner rät dennoch, die Pegel wenigstens einmal im Leben zu testen, und zwar „nach Belastung“. Guter Tipp! Allerdings mache ich alle meine Blutuntersuchungen nach Belastung, denn das ist bei mir der Normalzustand – und darüber brauche ich eine Aussage.

Das System der exogenen und endogenen Antioxidantien sollte man besser nicht kleinreden, denke ich.

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1203
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 19.05.2018
 

Hallo Herbert,

sehr guter Beitrag, der mir aus dem inneren spricht :-)...nur mit knallharter Konsequenz geht es. Ich stelle nur fest: Das verstehen die meisten nicht.

Aber gut, zu den schwefelhaltigen Aminos. Ich hatte letztes Jahr mit: NAC, Glycin und L-Glutamtin, was ich auf 3-4 Portionen am Tag verteilt per Kapseln eingenommen habe, fast sämtliche Mineralien in mir komplett runtergedrückt. Eingenommen hatte ich diesen Mix wegen zu hoher Aluwerte im Blut. 8-10 Wochen lang zu den NEMs dazu.

Sprich Mg, Cu, Zn und Se waren so schlecht wie noch nie. Obwohl ich Mg=1g, Cu=4mg, Zn=40mg und Se=200mcg jeden Tag brav genommen habe.

Ich lies die Aminos in der Form dann weg und Mg, Zn und Se wurden auch sofort wieder gut und sind inzwischen wieder sehr gut (Vollblutmessung). Nur mit Cu bin ich noch am straucheln, wird aber auch seitdem ich Vitamin C "nur" noch 600-1000mg nehme, auf 2-3 Portionen. Und Zn nehme ich nur noch 25mg da ich dort inzwischen +5% vom Mittelwert liege. Das passt.

Ja, das war meine Erfahrung. Ich gebe NAC die Hauptschuld ;-) ..aber nur gefühlt. Ich kann es nicht beweisen.

VG,

Robert

Veröffentlicht von : Herbert A.
Beiträge: 87
Angemeldet am : 08.07.2013
Veröffentlicht am : 19.05.2018
 

Steht doch alles bei Gröber (245 ff.): Grundsätzlich verringert Eisen die Resorption und Wirkung von Mineralstoffen/Spurenelementen (Mg, Ca, Zn, Mn). Einnahmeabstand von 2-3 h kann daher nicht schaden. Einnahme empfiehlt sich zu den Mahlzeiten, unter Beachtung weiterer absorptionshemmender Nahrungsbestandteile (Phytate, Oxalate, Phosphate; Kaffee, Tee, Milch, Cola).

Schwefel (siehe Methionin, Carnitin, Cystein) ist übrigens nicht aufgeführt. Eine Konkurrenz scheint mir unwahrscheinlich zu sein, denn: In der Atmungskette (Energieproduktion) eines jeden Mitochondriums einer jeden Zelle gibt es in den Komplexen I bis III sogenannte Eisen-Schwefel-Zentren.

Robert: Deine Erfahrungen mit schwefelhaltigen Aminos und Mineralien kann ich nicht bestätigen. Supplementierst Du komplett, also alle Vitalstoffe, bis eine hohe Sättigung erreicht und nachgewiesen ist? Wenn nicht, ist das meines Erachtens ein elementarer Fehler, da Imbalancen unvermeidlich wären. Nach meiner Erfahrung ergibt es keinen Sinn, über Individuelles zu reden, bevor die Basis absolut in Ordnung ist. Bei all den Berichten über Allergien und Störungen verschiedenster Art würde ich zuallererst fragen: Hat der Körper denn alle Vitalstoffe, und zwar seit längerer Zeit (Jahren)? Wird auch der Trias, speziell dem Sport, Rechnung getragen?

Ich betreue in meinem privaten Umfeld seit vielen Jahren mehrere Personen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen, großer Altersdifferenz und jahrzehntelangen Gesundheitsproblemen. In allen Fällen wurden die Ziele perfekt erreicht, nach Lehrbuch eben, stets unter Lowcarb-Bedingungen (wenngleich aus unterschiedlichen Gründen). Wenn ich mir die aktuellen Blutbilder einer 73-Jährigen und einer 92-Jährigen anschaue, freue ich mich einfach nur, bin aber nicht überrascht: Glukose, HbA1c, Kreatinin, GFR, Harnsäure, Neutralfette, HDL, oxLDL, CRP, etc. – alles einwandfrei, altersbezogen überragend.

Bedingung unserer Zusammenarbeit ist Disziplin und Konsequenz bei der Umsetzung der Vorgaben. Letztere bestimme ich, und es gibt hier keine Flexibilität. Die wird allerdings auch schon lange nicht mehr reklamiert, denn die Ergebnisse sprechen für sich. Im Grunde ist doch alles ganz einfach, wenn man das Wissen hat, die Zusammenhänge erkennt – und über Charakter verfügt. Nur so kann man Verantwortung übernehmen (für sich und für andere – eine wunderschöne Sache).

Damit erklärt sich auch, weshalb die meisten Studien Schrott sind. Flexibilität ist übrigens auch nur ein Wort. Es impliziert in unserem Gebrauch die Wohlfühloase. Luxus (Übersättigung, Verwöhnung, mangelnde Vertikalspannung) war jedoch schon immer ein Dekadenzphänomen. Auch Paläo ist natürlich nur ein Wort, eine Metapher. Es verbietet sich jede Romantik. Man sollte lesen können. Niemand will zurück ins Bärenfell. Das frühe Leben war hart und kurz, geprägt von Mangel, jenseits jeder geistigen Existenz. Flexibilität wäre das Letzte, was man mit frühzeitlichen Lebensbedingungen assoziieren würde.

Gleichwohl erlaubt sich unsere Zivilisation eklatante Mangelzustände einerseits, Maßlosigkeit andererseits. Homo sapiens sapiens? Dass ich nicht lache!

Analog verhält es sich bei der Insulinresistenz. Falscher Bezugsrahmen, falsches Setting, falscher Fokus. Warum die Angst? Wegen Epilepsie muss meine 92-Jährige ketogen leben. Das funktioniert bestens, während die Schulmedizin hier vollkommen versagt (lächerlicher-, aber nicht lustigerweise, wenn man generalisierte Anfälle miterlebt hat). Nix IR, im Gegenteil. Seit einiger Zeit kann ich ihr wieder einige Kohlenhydrate erlauben, ohne dass der Blutzucker nennenswert reagiert. Blutdruck, Puls, Blutzucker, Hirnströme – das ist der Schlüssel. Alles messbar, alles paletti.

Was Dr. Strunz gestern zum Thema Epilepsie gesagt hat, kann ich nur unterstreichen. Die Symptomatik ist seit 10 Monaten vollkommen verschwunden. Es braucht eben ein Komplettsystem und kontrollierte Bedingungen, dann ist alles reproduzierbar. Heißt Stabilität, und darauf kommt es doch wohl an.

Apropos Vertikalspannung: Unübersehbar ist der Trend weg von Couch und Primitivkultur, sprich: Konsumismus. Immer mehr Menschen haben die Sattheit satt. Kürzlich fand in Spanien die Ultra-Trail-WM statt: 85 km, 5.000 Höhenmeter. Noch eindrücklicher ist die Tour der Giganten durchs Aostatal: 240 km, 24.000 Höhenmeter. Nicht schlecht – auch wenn der schnelle Marathon für mich das Maß der Dinge bleiben wird,

Veröffentlicht von : juliti
Beiträge: 74
Angemeldet am : 08.05.2012
Veröffentlicht am : 16.05.2018
 

Vielen herzlichen Dank für Eure Antworten!

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1203
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 16.05.2018
 

Ich würde L-Carnitin und Eisen zeitlich trennen, da Carnitin auch Metalle binden kann. Ja, ist beides im Fleisch drin, aber Eisen liegt im Fleisch wahrscheinlich auch in einer anderen Bindung vor wie im NEM.

Ich habe jedenfalls sehr schlechte Erfahrung mit schwefelhaltigen Aminos + Mineralien gemacht, die man gleichzeitig einnimmt. Einfach zeitlich trennen sollte ja möglich sein.

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 385
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 16.05.2018
 

Hallo Juliti,

zum Thema Calzium:

Im Soya-Protein ist ca. 280mg/100g enthalten, im Whey-Protein ca. 480mg/100g.

Ich würde sagen, das geht beides nicht. Iß Fleisch oder Fisch plus Salat bzw. irgend was anderes und nimm den Whey-Shake mindestens 2Std vorher. Dann ist er schon verdaut. Whey ist am leichtverdaulichsten.

Carnitin kannst Du bedenkenlos zum Eisen dazu nehmen. Ist schließlich auch im Fleisch (z.B. in Lamm).

LG

Martin

Veröffentlicht von : juliti
Beiträge: 74
Angemeldet am : 08.05.2012
Veröffentlicht am : 16.05.2018
 

Ich habe zwei Fragen zu Wechselwirkungen/Interaktionen, hoffentlich passt das in diese Rubrik.

Eisen: Mein Ferritin ist bei 39 ng/ml, Hb 12,7 g/dl. Habe mir die Eisenkapseln vom Doc bestellt, gebe noch zusätzlich Vit. C dazu. Kann ich da noch Carnitin dazutun (schmeckt mir gut) oder behindert dieses die Eisenaufnahme?

Calcium/Antibiotikum: wegen Borreliose werde ich vermutlich ein AB nehmen müssen, das nicht zusammen mit Milchprodukten/Calcium eingenommen werden darf, da sich die Wirkung sonst abschwächt.

Könnte ich es zusammen mit Whey protein einnehmen? Eigentlich ist ja das Casein die Ca-reiche Fraktion der Milch? Ich habe sonst Mühe, auf genügend Eiweiß zu kommen und man kann das Zeug nicht nüchtern nehmen. 

Das Sojaproteinisolat aus dem Shop könnte auch gehen, aber ich konnte noch nicht sicher herausfinden, ob in Whey und Soy auch relevante Mengen an Calcium enthalten sind, die die AB-Aufnahme behindern könnten.

 

Danke für Eure Hilfe!

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