Könnte man sich ein Aminogramm sparen?

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Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1149
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 13.10.2017
 

Kleines Update. Ich hielt es für sinnvoll, nach ca. 3,5 Monaten mal nachzumessen. Und es ergeben sich einige interessante Erkenntnisse:

I) Meine Frau hat ein wesentliches besseres Aminosäureprofil (nur 2 Aminos unter der unteren Grenze, fast alle besser als meine, z.T. deutlich)...aber mein Gesamteiweiß-Wert ist mit 7,7 deutlich besser als Ihrer mit 6,5 ?! Hä? Wiesondasso?

II)

Fast alle Aminons sind bei mir schon besser, jedoch auch 2 schelchter geworden. Ich achte jetzt auch drauf, ca 30% der täglichen Energieaufnahme per Eiweiß zu mi zu nehmen, insbesondere die Aminos (Trypto, Citrullin, ...), die bei mir noch zu niedrig sind. Aber auch einfach viel MAP.

Aber: Es bringt was, sprich es hat sich definitiv etwas zum Besseren getan im Blutbild (und ich fühlre mich auch besser).

III)

Trypto ist immer noch unverändert im Keller. (0,3 bei einer unteren Grenze lt. Labor von 0,7). Ich werde nun über den Tag verteilt noch mehr Trypto zu mir nehmen...5g anstatt 2g.

Blöde Frage: Speichert der Körper Trypto auch "in den Muskel", wie er es bei anderen Aminos macht?

IV)

Meine Leukos lagen über 10-20 Jahre knirsch bei 3,9 ...und jetzt bei 6,5 :-) ...das schiebe ich 100% der besseren Versorgung mit Eiweiß zu.

VG

Robert

PS: Somit erneut ein Ja: Ein Aminosäureprofil ist extrem sinnvoll anzufertigen, wenn man es sich leisten kann. Einfach um sich die Zahlen schwarz auf weiß um die Ohren zu hauen...und sich auch darüber zu freuen, dass viele Werte (IMD misst 20) sich schon verbessert haben. Und das man auf dem richtigen Weg ist. Hier ein ganz dickes Danke an den Doc, darauf bin ich nur durch ihn gekommen. Das habe ich sonst nirgends gelesen, dass man so sehr auf die Aminos aufpassen soll!

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1149
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 25.06.2017
 

So jetzt kann ich noch etwas zu diesem Thema beitragen. Habe nun seit Freitag mein 1. Aminogramm im Leben erhalten und so ein bißchen kann ich meine Probleme auch hier ablesen. Was dazu sehr wichtig ist: Mein Gesamteiweißspiegel lag immer bei ca. 7,5 +/- z.T. sogar bei 8.5.

==> Bei mir (!) hat der somit NICHT signalisiert, dass ich erhebliche/extreme Mängel habe an den Aminos! Somit ganz klar die Aussage: NEIN, man kann sich das Aminogramm nicht sparen.

Was habe ich entdeckt:

L-Arginin (und das, wo ich des seit 9 Monaten einnehme)

L-Tryptophan (tja, damit wären die Durchschlafprobleme geklärt,wa)

Dazu habe ich leichte Mängel bei:

Cystein, Glycin, Leucin, Threonin und Methionin.

Auch Glycin ist beim Schlaf beteiligt...und ganz interessant finde ich den Hinweis auf: Methionin und den Abbau von Histamin! Na, klingelt es bei dem einen oder andern ;)

Ergo: Ich bin dem Doc mal wieder richtig dankbar; denn er ist so ziemlich der Einzige, der auf die Wichtigkeit der Aminos hinweißt und diese auch immer mißt. Kann man in Berlin lebend bei IMD direkt selbst machen. Kostet 99,- Euro und 2 Wochen später (dauert leider etwas) ist man schlauer. Deutlich schlauer!

Aktionsplan: Ich habe mich am WE mit reichlich Aminos eingedeckt. Neben MAP insbesondere die, die fehlen. Die werde ich jetzt mal 4 Monate einnehmen und dann nachmessen :) ...jetzt wes ick auch, warum ich so ein Mißmuffel sein kein. Bei dem extrem niedrigen Trypto-Level kein Wunder...da werde ich sehr wahrscheinlich viel zu wenig Serotonin haben...und wie schon erwähnt: Auch der Schlaf ist seit ca. 1 Jahr schlecht mit wach werden...pünktlich um 3:30. Kann man die Uhr nach stellen. Und wehe das geht nicht weg ;-)

VG

Robert

 

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1149
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 13.06.2017
 

Hallo Markus,

heißt das eigentlich im Umkehrschluss: Wenn das Gesamteiweiß gut ist, dann hat man keine Probleme mit der SD?

VG

Robert

Veröffentlicht von : Markus
Beiträge: 720
Angemeldet am : 25.07.2013
Veröffentlicht am : 13.06.2017
 

Für die Proteinsynthese ("Gesamteiweiß im Serum" ist ja Globulin und Albumin) benötigt es ebenfalls Schilddrüsenhormone. Freie Hormone, insbesondere fT3. Wenn dieses den Refenrenzbereich nur knapp erreicht hat, ja wieso sollte denn dann die Proteinsynthese am oberen Limit sein wenn dieses Hormon gerade Energieknappheit anzeigt?

Dumm für den, der da in Dauerketose lebt!

Weiterhin sollte Cortisol (etwa durch 5x die Woche Training, gar chronisches Cardio, macht das hier irgendwer?{#emotions_dlg.laughing})  eher unten sein (bis auf den Morgen-Wert) damit die Proteine nicht gleich wieder in kataboler Stoffwechsellage zerllegt werden. 

 

Und Wachstumshormon (gemessen als IGF-1) sollte ebenfalls in richtiger Menge vorhanden sein.

 

Natürlich müssen auch die Aminos da sein, ebenso Zink. Testosteron wird hier etwas überschätzt: Denn auch Kinder können wachsen und somit zeitweise eine sehr ordentliche Proteinsynthese betrieben, dies geschieht fast ohne Testosteron. By the way, ebenso ist das bei Frauen ...

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1372
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 13.06.2017
 

"low carb aktiviert ampk.die zelle ist katabol. die erzeugung des eiweißspiegels ist aber ein anaboler vorgang...es müsste also das mtor-signaling aktiviert werden. auch die produktion von testosteron ist ein anaboler vorgang...liegt vielleicht hier der hase begraben?"

Ich würde mal sagen: Bingo!
Vor allem, wenn auch noch ein Kaloriendefizit dazu kommt.

Zyklen (anabole und katabole Phasen im Wechsel) könnten sich sehr Positiv auswirken.

Bei viel Sport sind durchaus auch mal leere Kohlenhydrate sinnvoll; besonders nach dem Sport (der gut durchblutete Muskel is insulinsensitver und fischt von Haus aus mehr Glukose aus dem Blut).

Allerdings müssen auch die nötigen Voraussetzungen für einen funktionierenden (Glukose)Stoffwechsel gegeben sein.

http://edubily.de/2015/11/chrom-insulinsensitivitaet-depressionen/

http://edubily.de/2017/05/multivitamin-chrom/

https://www.strunz.com/de/news/die-geheimnisse-von-forever-young-vitamineral-32.html

https://www.strunz.com/de/news/unschuldig.html

https://www.strunz.com/de/news/mehr-mut.html

 

LG,
Thorsten

 

 

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 919
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 12.06.2017
 

@Thorsten st

ich habe bei meinen aminogrammen unterschiedlich vor der messung gegessen. mal 2 Std vorher eiweissreiches frühstück, mal am nachmittag mit mehreren stunden pause nach der letzten mahlzeit, oder auch direkt davor...1 std....einen wheyshake.

Die auswirkungen auf die messung war unauffällig. eher war es so, dass sich das profil linear verschob: aminosäuren die tiefe stände aufwiesen, blieben tief, die hohen- bei mir z.b. die bcaas- blieben hoch.

die tiefen stände von glutamin, lycin und arginin bekam ich erst durch direkte substituierung der einzelaminos hoch.

paradoxerweise ist mein eiweißspiegel seit optimierung des aminogrammes und erhöhter eiweisszufuhr und erhöhtem zinkspiegel von 7.5 auf 6.8 abgesunken...

...gleichzeitig zur aminooptimierung führte ich low carb ein...50g carbs.

low carb aktiviert ampk.die zelle ist katabol. die erzeugung des eiweißspiegels ist aber ein anaboler vorgang...es müsste also das mtor-signaling aktiviert werden. auch die produktion von testosteron ist ein anaboler vorgang...liegt vielleicht hier der hase begraben?

 

Veröffentlicht von : Yellowbubb
Beiträge: 199
Angemeldet am : 09.09.2016
Veröffentlicht am : 12.06.2017
 

Das Testosteron ist mir ein wirkliches Mysterium. Ich habe innerhalb von 12 Monaten 3 mal messen lassen und dennoch ist trotz enormen Aufwandes kein wirklicher Ertrag sichtbar. Vielleicht könnte der Doc hier weiterhelfen?

@Thorsten, der Doc war der Meinung, ich solle ruhig frühstücken, bin aber dann doch mit nüchternen Magen nach Roth gefahren. Zudem hat er mir empfohlen, 24 Std. vor Blutabnahme keine NEM´s und Eiweißshakes zu mir zu nehmen.

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1149
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 12.06.2017
 

Auch ich würde gern wissen, wie man einen Testosteronspiegel anhebt...kriege mein Ergebnis zum Thema am Freitag.

@Thorsten: Ich habe es Nachmittags abnehmen lassen und habe ganz normal gegessen. Ich habe nun schon häufiger drüber nachgedacht, wie sinnvoll es ist, vor der Entnahme dies und jener wegzulassen. Bzw. für wie lang? Einen Tag? 10h? Man sollte nicht direkt vorher noch etwas einnehmen...aber 48h vorher aufhören, die NEMs zu nehmen, klingt für mich auch irgendwie sinnlos. Ist doch dann klar, dass man niedrigere Werte hat.

Aber sicherlich interessant...auf der anderen Seite will man auch wissen: Was ist in den Zellen los (Mineralien) und nicht, was habe ich den Tag eingeworfen...

Veröffentlicht von : Oliver A.
Beiträge: 4
Angemeldet am : 15.09.2014
Veröffentlicht am : 12.06.2017
 

Hallo allerseits,

 

wie ich mein Testosteron angehoben habe? Ich habe es mit Testosteron-Gel versucht, bekam aber fette Kopfschmerzen davon.

 

Dann habe ich es aufgegeben. Daher reihe ich mich ein in die Reihe derer, die wissen wollen, wie man sein Testosteron anhebt ;-)

 

Viele Grüße

Oliver

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1372
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 12.06.2017
 

Aminogramm und Frühstück?

Seid ihr nüchtern, wenn ihr das Blut für ein Aminogramm abnehmen laßt?

Was habt ihr am Abend vorher oder als letztes vorher gegessen (Frühstück)?

Schlägt sich das Frühstücksei und der Schinken / Lachs auf das  Aminogramm nieder?

Wer hat da Erfahrungen und ggf. Erninnerungen an den Ablauf und mögliche Zusammenhänge?

 

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 919
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 12.06.2017
 

geht mir genauso. gutes aminogramm, guter zinkwert aber tiefes testosteron.

Veröffentlicht von : Yellowbubb
Beiträge: 199
Angemeldet am : 09.09.2016
Veröffentlicht am : 12.06.2017
 

Hallo Oliver,

mich würde auch interessieren, wie du das Problem mit dem Testosteron gelöst hast. Auch mein Aminogramm ist mittlerweile top, ebenso Zink. Dagegen ist mein Gesamteiweiß eher mau. Beim Testosteron bewege ich mich im niedrigen zweistelligen Bereich und alle Versuche es anzuheben, sind gescheitert.

Viele Grüße

Yellowbubb

Veröffentlicht von : Mario N.
Beiträge: 117
Angemeldet am : 22.09.2016
Veröffentlicht am : 12.06.2017
 

Hallo Oliver,

zu wenig Testosteron

Wie hast Du das Testosteron angehoben?

Danke,
Mario

Veröffentlicht von : Oliver A.
Beiträge: 4
Angemeldet am : 15.09.2014
Veröffentlicht am : 11.06.2017
 

doc_c macht leider einen Gedankenfehler.

 

Bei mir beispielsweise hat Herr Dr. Strunz ein ausgezeichnetes Aminogramm gemessen (»Sehr selten«), aber ein recht schlechte Gesamteiweiß. Das heißt, man kann sehr wohl ein sehr gutes Aminogramm haben, aber gleichzeitig ein schlechtes Gesamteiweiß.


Die Lösung: Das Gesamteieiweiß ist ein Parameter, der die Konzentration aller Proteine im Blut angibt, nämlich:

  • Immunglobuline
  • Transportproteine (z.B. Albumin)
  • Enzyme
  • Proteohormone Gerinnungsfaktoren

 

Das Aminogramm misst die einzelnen Aminosäuren im Blut (Arginin, Lysin etc.).

 

Bei einen sehr guten Aminogramm nimmt man also prinzipiell genug Eiweß zu sich. Jedoch werden bei einem gleichzeitig vorliegendem niedrigem Gesamteweiß die Aminosäuren nicht hinreichend in die oben erwähnten Proteine umgewandelt.

 

Dafür gibt es drei Gründe (»Läuse und Flöhe«):

  • zu wenig Zink
  • zu wenig Wachstumshormon
  • zu wenig Testosteron

 

Bei mir war es Testosteron.

Veröffentlicht von : Mario N.
Beiträge: 117
Angemeldet am : 22.09.2016
Veröffentlicht am : 09.06.2017
 

Du kennst sicher die Infos von Dr. Strunz dazu? Zn, Darm, ....
Wie sagt Dr. Strunz immer so schön: "Es gibt Läuse und Flöhe".

Veröffentlicht von : Yellowbubb
Beiträge: 199
Angemeldet am : 09.09.2016
Veröffentlicht am : 09.06.2017
 

Hallo Mario,

das kann ich bestätigen. Mittlerweile ist mein Aminogramm ausgezeichnet. Einzig Arginin fällt dabei aus dem Rahmen aber anonsten sind beinahe alle Werte top. Mein Gesamteiweiß schwankt seit über einem Jahr um die 6,95. Besserung ist nicht in Sicht, trotz entsprechender Ernährung.

Also muß es auch andere Einflußfaktoren geben!

VG

Yellowbubb

Veröffentlicht von : Mario N.
Beiträge: 117
Angemeldet am : 22.09.2016
Veröffentlicht am : 09.06.2017
 

Zitat Dr. Strunz: "In Ihrem recht guten Amingramm finden sich noch drei Schwachstellen"

TRY: 58
ARG: 135
TAU: 78

Mein Gesamteiweiß ist dennoch unterirdisch: 6,19

Gruß,
Mario

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1149
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 09.06.2017
 

Ich würde sagen, es hängt ganz stark davon ab, ob der vor mir Geld hat oder nicht. Alles was man direkt analysiert, kann man auch auswerten. Strunz mag nicht raten und ich sehe das inzwischen sehr ähnlich.

Kuklinski sagt jedoch: Wenn der Patient vor mir sich die Behandlung kaum leisten kann, dann nur das Notwendigste. Das wäre in diesem Fall das Gesamteiweiß.

Es gibt jedoch eine hohe psychologische Komponente, da man das, was man Schwarz auf Weiß sieht, auch glaubt. Und eben: Man muss nicht raten.

Preisvergleich dot de :-) das Gesamtaminogram bei IMD in berlin kostet 99,- Euro, 20 Werte. Ein Einzelwert: 33,- Euro.

Veröffentlicht von : Tobias K
Beiträge: 30
Angemeldet am : 27.04.2015
Veröffentlicht am : 09.06.2017
 

Hallo,

ich kann die Frage nicht beantworten, jedoch etwas zu den Kosten sagen. Mich hat ein Aminogramm in einem Münchner Labor weniger als 40 Euro gekostet. 

Das ist denke ich ein Preis den sich jeder leisten kann.

 

VG Tobias

Veröffentlicht von : doc_c
Beiträge: 5
Angemeldet am : 06.06.2017
Veröffentlicht am : 09.06.2017
 

Ich finde, da sollte man nicht rumsparen, auch wenn 220 Euro für den ein oder anderen immer noch viel Geld ist.

Wenn man das dem durchschnittlichen Patienten vorschlägt, ist das für ihn zu viel.

Ich stelle meine Frage mal anders: Wenn ein schlechtes Gesamteiweiß vorliegt, kennt jemand von Euch einen Fall, in dem das Aminogramm gut war?

Wenn ich Strunz richtig verstehe, würde er erst einmal zu Fleisch/Fisch/Eiweißpulver raten. Das kann ich auch, wenn ein mässiges Gesamteiweiß einen entsprechenden Hinweis gibt.

Vielleicht mag es Sinn machen, ein Aminogramm anzufertigen, wenn ein Patient schon ein Jahr lang ausreichend viel Protein konsumiert. Aber würde es vor ausreichendem Proteinkonsum Sinn machen, einzelne Aminosäuren zu substituieren? Das wäre ja der einzige Schluss, den man zusätzlich aus einem Aminogramm abteilen könnte?

Also: Ab welchem Gesamteiweiß kann *frühestens* erwarten ein vollständige Aminogramm vorzufinden?

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