Koronare Herzkrankheit - Medikamente plus NEMs?

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Veröffentlicht von : Blackdove1977
Beiträge: 78
Angemeldet am : 06.10.2018
Veröffentlicht am : 16.05.2019
 

Hallo!

ich habe bei Herzproblemen gute Erfahrungen mit Kalium zusätzlich gemacht. Zumindest bei Rhythmusstörungen. Beim Q10 darauf achten, daß das Simvastatin das Q10 massiv wegfrisst, eventuell macht es Sinn, auf 200 mg täglich hochzugehen. 

Viele Grüße, Nina

Veröffentlicht von : Karin R.
Beiträge: 4
Angemeldet am : 12.05.2019
Veröffentlicht am : 16.05.2019
 

Hallo Uli,

ganz herzlichen Dank für deine Literaturtipps, heute sind die Bücher eingetroffen. Ich bin schon am lesen - sehr hilfreich!

liebe Grüße Katy

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 1346
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 14.05.2019
 

hallo karin. um eine zu starke blutverdünnung würde ich mir weniger gedanken machen. die situation bei deiner mutter ist nicht einfach. 95% sind so gut wie dicht.

offenbar gibt es bei den gerinnungswerten keine zahlen, wie z.b. beim cholesterin, die angepeilt werden. das finde ich schon eigenartig.

Veröffentlicht von : UlliS
Beiträge: 274
Angemeldet am : 02.08.2003
Veröffentlicht am : 14.05.2019
 

Hallo Katy,

ich kann dir nur nochmal empfehlen, die von mir genannten Bücher zu lesen. Da sind einige „hoffnungslose Fälle“ (go home and die) beschrieben. Ich denke das ist in deiner Situation sehr hilfreich.

Gruß Uli

Veröffentlicht von : Karin R.
Beiträge: 4
Angemeldet am : 12.05.2019
Veröffentlicht am : 14.05.2019
 

Hallo liebe Foristen,

ganz herzlichen Dank für die vielen Antworten! Wenn es ums Herz geht, ist die eigene Unsicherheit halt schon größer als bei Haut- oder Verdauungsproblemen. Da tut eure Hilfe gut, als Ergänzung zu eigenem Wissen und als Bestätigung, das die bisherige Richtung stimmt. Jetzt mache ich mich daran, eure Anregungen in unseren Plan einzubauen.

Hallo Thomas, eines der Herzkranzgefäße ist - anatomisch bedingt- so klein, das kein Stent gesetzt werden kann. Deswegen wurde bei der Untersuchung nichts gemacht, statt dessen ein Bypass (oder gleich 3 Bypässe) erwogen. Die Herzchirurgen haben die OP aber abgelehnt - auch ein Bypass sei an dem kleinen Gefäß nicht möglich. Man hätte dann in den anderen Gefäßen die Stents in einer zweiten Katheteruntersuchung setzen müssen. Bei der Risikoabwägung wurde beschlossen, es fürs erste so zu lassen, nur wenn sich starke Beschwerden einstellen doch noch Stents zu setzen.

Am meisten Sorgen macht mir die Blutgerinnung, das Nems + Medikamente zu viel werden. Da suche ich nach einer Möglichkeit der Kontrolle.

Ganz liebe Grüße Katy

Veröffentlicht von : Stefan W.
Beiträge: 428
Angemeldet am : 11.06.2013
Veröffentlicht am : 14.05.2019
 

Diabetikern unbedingt Benfotiamin (aktive Form von Vit. B1) geben plus Chrom und Biotin!!!!

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 1346
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 13.05.2019
 

ach ja, moch zur blutgerinnung. da werden nur pauschalangaben zur medikamentenmenge gemacht. 75mg clopedogril und 100mg ass...egal, ob der patient 70 oder 120kg wiegt. auch über die thrombozytenzahl können laut meinem kardiologen keine angaben gemacht werden. er konnte mir nicht sahen, welches thrombo.-niveau erreicht werden soll. das fand ich sehr merkwürdig.

bei mir war es so, dass der blutverdünner plus o3, opc zu stark wirkte und ich leicht einblutu gen bekam und wunden nur heilten, wenn ich den verdünner ein paar tage absetzte. ich habe daraufhin den verdünner auf 50mg ass reduziert. vorher nahm ich clopedogrel. ich werde demnächst noch einmal nachmessen lassen und dann dann ass wohl ganz weglassen.

als nächstes ist das statin dran.

zum statin: bei mir war es so, dass ich von simvastatin die doppelte menge benötigte, wie von atorvastatin, um den gleichen cholesterinwert zu erreichen. 

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 1346
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 13.05.2019
 

hallo karin. 95%-tige verengungen und es wurden keine stents gesetzt? hat man die verengungen so gelassen? eigentlich gibt es probleme, wenn  sicn ein gefäß über 80% verengt. ich kann mir nicht vorstellen, dass eine 95%stenose nur mit statinen und blutverdünnern behandelt wird!

aber egal. was ihr da nem-technisch eingeleitet habt, klingt schon mal gut. auf jeden fall würde ich noch vitamin d und k2  nehmen. vitamin d spiegel von 60 bis 80 ng sollten angepeilt werden. omega3 sollte einen index v

on 8 bis 11 erreichen und das verhältnis omega3:omega6, sollte am besten bei 1:1 oder 1:2 liegen. das gilt als entzündungsneutral.

wenn verengungen/ablagerungen vorliegen, die gefaße damit nicht mehr "aalglatt" sind, wird deine mutter um statine nicht herum kommen. es sei denn, sie kommt auch ohne statine auf ein gesamtcholesterin unter 150.

bei einer omega3 zufuhr von über 3g, eher 5 bis 6 g, dann kann sie später die blutverdünner sicher reduzieren, oder auch weglassen. ein weiterer guter verdünner und vor allem auch antioxidant ist opc.  vorerst würde ich aber aufkeinen fall mit den verdünnern herumexperi entieren!

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1932
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 13.05.2019
 

Hallo Katy,

Carnosin  f. Herzleistung
Kalium    f. stabilen Herzschlag/Rythmus
Omega 3 f. Durchblutung, Blutviskosität
Rote-Bete(-Saft) f. NO, weitestellen der Blutgefäße
Magnesium f. Entspannung der Muskulatur (auch Arterien)
Taurin f Herzleistung
Chrom f. Insulinsensitivität
moderat "gute" Kohlenhydrate als Trennkost (KH und Fett nicht zusammen!)
moderate Bewegung
Arginin+Cirtulin f. NO (s.o.)

Ein gutes Multivitamin kann eigentlich nie schaden.

 

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von : UlliS
Beiträge: 274
Angemeldet am : 02.08.2003
Veröffentlicht am : 13.05.2019
 

Hallo Katy,

was Du da angestoßen hast ist schon mal nicht schlecht!

Ich würde noch ein gutes Multivitamin/Multimineral-Präparat oben drauf setzen.

Zudem würde ich Dir noch die folgenden Bücher empfehlen.

  • “The Vitamin Cure for Heart Disease.  How to Prevent and Treat Heart Disease Using Nutrition and Vitamin Supplementation.”
  • “Practicing Medicine Without A License? The Story of the Linus Pauling Therapy for Heart Disease.”

Gruß Uli

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 985
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 13.05.2019
 

Hallo Karin,

Blutdruck kontrollieren ist schon mal gut. dazu kannst du die freien Querschnitte kritischer gefäße messen lassen um ein Bild über den Verstopfungsgrad zu bekommen.

Sien deine eltern übergewichtig. Wenn ja, dann Gewicht runterkriegen, da sinkt der Blutdruck gleich mit.

Ist der Blutdruck am sinken, die Medikamente ausschleichen.

Und zu guter letzt: Bewegung, das wird am schwierigsten, wenn das bisher komplett ignoriert wurde.

Meine Mutter sitzt auch am liebsten im Sessel und ließt...seit Jahrzenten....das zu ändern ist bei 80+ praktisch unmöglich, wenns nicht von selber kommt.

LG

Martin

Veröffentlicht von : Karin R.
Beiträge: 4
Angemeldet am : 12.05.2019
Veröffentlicht am : 13.05.2019
 

Hallo Thomas,

danke für deine schnelle Antwort!

Es war, wenn überhaupt, Gott sei Dank nur ein kleiner Infarkt. Bei der Herzkatheteruntersuchung wurde kein Verschluss gefunden. Der ausführende Arzt meinte deshalb, es war noch kein Infarkt, aber kurz davor. Die Laborwerte (Troponin) sprechen allerdings für einen Infarkt, weshalb die anderen im Ärzteteam auch davon ausgehen. Schäden am Herzen gab es jedenfalls fast keine. Die Pumpleistung ist immer noch sehr gut. Es wurden aber an drei Herzkranzgefäßen Engstellen festgestellt, an zwei Stellen 95 %. Deshalb die heftige Medikamtentation. Clopidogrel soll sie nur für ein Jahr nehmen. Stents wurden nicht gesetzt, da es keine weiteren Komplikationen und Beschwerden gab und in ihrem Fall auch das Stent-Setzen nicht unerhebliche Risiken birgt.

Eine kleine Ernährungsumstellung - Strunzsche Mohnbrötchen statt Brot - praktizieren meine Eltern schon seit etwa einem Jahr, mit positiven Auswirkungen auf ihren Blutzuckerspiegel. Jetzt gehen sie es ernsthaft an - Carbs nur aus Gemüse .... gute Fette, ausreichend Eiweiß. Ich denke, den Diabetes und das Körpergewicht bekommen wir so in den Griff.

Bezüglich NEMs versuchen wir im Moment folgendes:

- Q10 (Auch auf spontanes Anraten ihrer Hausärztin, immerhin!)

- Vitamin C + E

- Arginin + Citrullin

- B12 + Folsäure (+ B6, ist bestellt)

- Omega3

- Magnesium

Bezüglich der Dosierung bin ich unsicher. Blutdruck kontrollieren wir, aber Blutgerinnung weiß ich noch nicht wie. Es gibt da wohl auch Meßgeräte. Hast du damit Erfahrung?

Liebe Grüße Katy

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 1346
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 12.05.2019
 

hallo karin.

die medikamentation klingt nach mehr, als einem "kleinen" infarkt und diabetis.wie alt ist deine mutter? wurden stents gesetzt? hat der herzmuskel eine schädigung nach dem infarkt behalten?

einige der medikamente kenn ich nicht. metformin, betablocker, ass und clopedogril sind natürlich die klassiker.

die maßnahmen müssten jetzt sein:

-diabetis beseitigen.

-entzündungen im körper herunterfahren

-arteriengesundheit wieder herstellen

-ox-und nitrostress ausschliessen, ggf beseitigen.

erst dann kann man drüber reden, die medikamentation eventuell zu ändern. also vorher erst einmal die ernährung optimieren, gezielt nem's zuführen und parallel die schulmedizinischen maßnahmen beibehalten.

...bei älteren menschen ist so etwas schwierig umzusetzen;-)

Veröffentlicht von : Karin R.
Beiträge: 4
Angemeldet am : 12.05.2019
Veröffentlicht am : 12.05.2019
 

Hallo liebe Foristen,

mein Mann und ich sind seit langem stille Mitleser im Forum - und immer wieder begeistert vom Niveau und Wissen, das hier versammelt ist. Wir leben seit drei Jahren lowcarb/phasenweise keto mit sehr gutem Erfolg. Wie viele von euch versuchen auch wir meine Eltern, beide Diabetiker Typ II, mit ins Boot zu holen - nach einer langen Überredungsphase bewegte nun ein aktueller Vorfall (kleiner Herzinfarkt bei meiner Mutter) die Eltern, nun doch mitzumachen.

Jetzt bin ich verunsichert, wie der Zustand meiner Mutter nach dem Vorfall zu berücksichtigen ist. Ergebnis der Herzkatheteruntersuchung: extreme Engstellen in drei Herzkranzgefäßen (95%). Natürlich schlägt jetzt die schulmedizinische Chemiekeule voll zu. Ihr geht es zunehmend schlechter: Übelkeit, Schwäche, Lethargie.... Sie zweifelt selbst an der Medikamentation (ASS, Clopidogrel, Betablocker Bisoprolol, Statin Simvastin, Enalapril, Metformin und Pantoprazol als Magenschutz), traut sich aber auch nicht, auf die Medikamente zu verzichten. Hat von euch vielleicht jemand Erfahrungen mit älteren Patienten? Wäre Einnahme der Medikamente plus NEMs ein Weg? Vielleicht als Übergang, um dann die Medikamente nach und nach absetzen zu können? Wie ist es dann mit Wechselwirkungen? Könnten wir z.B. Blutgerinnung selbst kontrollieren, um nicht überzudosieren? Hat es jemand von euch vielleicht auch ganz ohne Medikamente versucht?

Für Tipps von euch wären wir sehr dankbar!

Liebe Grüße an alle, Katy

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