Leere Kalorien und die Ketose

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Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 168
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 02.02.2017
 

Na dann, viel Spass damit!

LG Uli

 

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 941
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 02.02.2017
 

"Ich denke, dass das mit der Insulinresistenz weit übertrieben ist."

Ich denke nicht; oder driften wir gerade ins Postfaktische/Alternativfaktische ab?

 

Nur so zum Anlesn:
http://www.dr-wiechert.com/artikel/datum/2013/07/01/insulinresistenz-erhoeht-das-krebsrisiko.html

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=42012

http://www.diabetes-deutschland.de/archiv/4791.htm

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3595327/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14713323

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23271574

 

Ich halte den Einflus von Insulin und Insulinresitenz auf Krebsentstehung und -entwicklung für überhaupt nicht übertrieben.

 

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 168
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 02.02.2017
 

Ich denke, dass das mit der Insulinresistenz weit übertrieben ist. Und zudem: lieber Insulinresistent als tot oder verstümmelt. Die Resistenz lässt sich mit ein bisschen Geduld wieder beseitigen. Das andere nicht.

LG Uli

Veröffentlicht von: Gundula K.
Beiträge: 305
Angemeldet am: 06.11.2016
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

Liebe Foristen,  :-)

 

ich bin sogar der ketzerischen Meinung, dass es völlig egal ist, wie man sich ernährt: Man bekommt Krebs oder nicht.

Denn sonst müsste bei vorbildlicher Ernährung - sei es der Strunzschen oder der Keto-Ernährung - unmöglich sein, irgendeine Form von Krebs im Körper zu etablieren.

Und da dies nicht der Fall ist, ist es meiner Meinung nach egal, wie man sich ernährt. Wenn man Krebs bekommen soll, dann bekommt man Krebs!

 

Für mich heißt das:

Das heutige Leben ist lebensgefährlich mit all' seinen chemischen, biologisch-veränderten Wirkungen auf den Körper. Und es ist völlig(!) egal, was man sich als Ernährung antut, entweder man ist stark genug, um die Einflüsse weg zu stecken oder nicht.

Oder nicht heißt:  Krebs!

 

So, jetzt sind alle Foristen eingeladen, ihren hochwissenschaftlichen Senf dazu zu geben. Das Leben lacht nur über Eure Versuche, es zu erklären und macht das, was es immer macht: bestimmen.

 

 

Lieben Gruß Gundula

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 941
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

"Bitte mal googeln: "Metformin Krebs" oder "metformin cancer"."

Hab ich und bin noch einen Schritt weiter gegangen (google Suche nach "metformin cancer ncbi") und dann hier gelandet.

"There are however, several unanswered questions regarding the exact mechanism of the anticancer effect of metformin as well as its activity against various types of cancer both in diabetic and nondiabetic populations.

[...]

The current proposed anticancer molecular action of metformin is mainly associated with the inhibition of the mammalian target of rapamycin complex 1 (mTORC1). The mTOR pathway plays a pivotal role in metabolism, growth and proliferation of cancer cell. Metformin is thought to inhibit mTORC1 pathway.

[...]

It is believed that systemic effect of metformin manifested by the reduction of circulating level of insulin and insulin-like growth factor 1 (IGF-1) might be associated with anticancer action. Insulin/IGF-1 is involved not only in regulation of glucose uptake but also in carcinogenesis through upregulation of insulin/IGF receptor signaling pathway. The excessive food consumption (insulin) leads to increased liver production of IGF-1 that binds to IGF-1 receptor and insulin receptor. Then, through insulin receptor substrate (IRS) the signal is transmitted to phosphoinositide 3-kinase (PI3K), and Akt/protein kinase B (PKB) that indirectly activates (not phosphorylates) mTORC1. Additionally, insulin receptor through growth factor receptor-bound protein 2 (GRB2) propagates signal to Ras/Raf/ERK pathway that drives cell growth. Evidences indicate that these pathways play important role in changes of cellular metabolism that are typical feature of tumor cells. Increased levels of circulating insulin/IGF1 and upregulation of insulin/IGF receptor signaling pathways were demonstrated to be involved in the formation of many types of cancer. Metformin was found to reduce insulin level, inhibit insulin/IGF signaling pathways, and modify cellular metabolism in normal and cancer cells."

Der Trick liegt also zum Großteil in einem niedrigen Insulinspiegel. Den gibt es bei KH-Restriktion, offebar bei Metformin-Einahme, aber auch bei guter Insulinsensitvität und bewegungsreichem Lebenswandel (Sport).
Das Problem bei KH-Restriktion ist, dass man (physiologisch) Insulinresistent wird. Sollten dann, warum auch immer, doch mal KHs aufgenommen werden (z.B. Glucosetropf), schießt der Insulinspiegel richtig in die Höhe.

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 168
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

Bitte mal googeln: "Metformin Krebs" oder "metformin cancer".

LG Uli

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 941
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 
Wenn ich mich recht entsinne, kann Resveratrol helfen, einen zu hohen(!) Blutzuckerspiegel zu senken (=> Verbesserung der Insulinsensitivität), nicht aber einen normalen Blutzuckerspiegel noch deutlich weiter absenken.

Diejenigen, die Metformin aus therapeutischen Gründen nehmen haben i.d.R. einen zu hohen Blutzuckerspiegel. Da kann Metformin dann die Glukoneogenese einschränken und damit helfen, den Blutzuckerspiegel wieder zu senken.

Jemand, der metabolisch ausreichend gesund ist (ausreichnd gute Insulinsensitivität) und einen normal hohen Blutzuckerspiegel aufweist (und vielleicht auch noch ketogen lebt) wird sich und seiner Gesundheit durch eine Metformineinnahme wohl eher einen Bärendienst erweisen, wenn er dadurch seine Glukoneogenese und seinen Blutzucker  nach unten regulieren will.

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: Jean S.
Beiträge: 160
Angemeldet am: 12.03.2016
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

Ich glaube nicht dass Resveratrol irgendeinen Einfluss auf die Gluconeogenese hat oder kennt jemand irgendeine Studie zu dem Thema ?

 

Liebe Grüße,

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 168
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

Metformin wird Menschen verschrieben deren Glucose-Spiegel im Blut zu hoch ist.

Resveratrol ist ein NEM das sehr viele Menschen einnehmen. Ich auch.

Bis jetzt hatte ich damit kein Problem.

LG Uli

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 941
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

"Ich sage nicht, dass ketogene Ernährung DAS Allheilmittel bei Krebs ist."

War nicht speziell auf dich bezogen, Uli. Sorry, wenn das so rüber kam.

 

"Es ist aber auf jeden Fall eine Möglichkeit, es dem Krebs schwerer zu machen."

Ja durchaus. Allerdings wäre dann der logische Weg, erst den Krebs zu biopsieren und seine Hauptstoffwechselpfade bzw. sein bevorzugtes Energiesubstrat zu bestimmen und dann eine entsprechende Diät zu wählen (das kann Keto sein, muss es aber nicht). Ansonsten besteht die reale Gefahr, mehr Schaden anzurichten als Nutzen zu erzielen.

 

"Auch die Gluconeogenese lässt sich runter regeln, mit Metformin (leider Verschreibungspflichtig) oder Resveratrol (frei Verkäuflich)."

Das halte ich für höchst bedenklich. Gluconeogenese ist kein "Hobby" des Körper sondern essentiell lebenswichtig. Es gibt Zellen im Körper, die auf Glukose zwingend angewiesen sind; z.B. die Roten Blutkörperchen (die können ihre Energie mangels Mitochondrien nur durch Glukosevergärung decken). Hinzu kommen eine Reihe wichtiger Glykoproteine, Immunglobuline, Interferone, Antikörper, Schleim der Schleimhäute, etc.. Den Körper künstlich in einen Unterzuckerzustand zu fahren wäre sicher keine gute Idee.

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 168
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

Ich sage nicht, dass ketogene Ernährung DAS Allheilmittel bei Krebs ist. Es ist aber auf jeden Fall eine Möglichkeit, es dem Krebs schwerer zu machen. Vielleicht ist das ja schon ausreichend.  Auch die Gluconeogenese lässt sich runter regeln, mit Metformin (leider Verschreibungspflichtig) oder Resveratrol (frei Verkäuflich).

LG Uli

Veröffentlicht von: Gundula K.
Beiträge: 305
Angemeldet am: 06.11.2016
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

Liebe Foristen,  :-)

 

und genau aus dem Grunde, weil die Krebszellen Alleskönner sind, soll man ja nicht auf die Idee verfallen, die Strunzsche Ernährung sei das Allheilmittel gegen Krebs. - Ist sie auch nicht.

 

Es gibt kein allgemeines Allheilmittel für alle Krebs-Arten.

Wohl aber gibt es Leute, deren Krebs-Art auf verschiedene Dinge gut anspricht. Bei anderen dagegen überhaupt nicht.

 

Auch das könnte man als die Strunzschen Läuse und Flöhe bezeichnen. Bei dem einen hilft das, bei dem anderen das nicht.

 

Lieben Gruß Gundula

Veröffentlicht von: Thomas V.
Beiträge: 324
Angemeldet am: 27.01.2016
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

zu den zuckerwerten in ketose kann ich was beisteuern, gemessen bei mir:

zuckerspitzen in ketose um die 120, tiefstwerte um de 100. langzeitwert 5.5, heisst 115mg

unter carbs: spitzenwerte um die 150, tiefstwerte bei 80, langzeitwert 5.5

...115mg!

mit anderen worten: ob ketose oder nicht, mein körper pendelt sich auf 115mg ein.

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 941
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

Lieber Ulrich,

ich freue mich aufrichtig für dich, dass du deinen Krebs erfolgreich besiegt hast.

Aber: Es ist mitnichten so, dass alles Krebsarten gleichermaßen von Glukose abhängig sind. Krebszellen können teilweise ihren Stoffwechsel je nach Substratangebot umstellen (einige sogar auf Ketone).
Darüber hinaus führt auch eine ketogene Ernährung nicht zu einem signifikant geringeren Blutzuckerspiegel. Da der Körper auf einen bestimmten, physiologisch wichtigen BLutzuckerbereich
festgelegt ist, setzt er alles daran, diesen einzuhalten und auch einen Unterzuckerzustand zu vermeiden. Das "Zauberwort" heißt hier Glukoneogenese. Diese kann aus Protein (aus Nahrungsaufnahme, aber auch aus Abbau von Körperstrukturen wie z.B. Muskel), aber auch durch "Laktat-Recycling" erfolgen. Auch mit ketogener Ernährung ist es nicht möglich, den Blutzuckerspiegel soweit abzusenken, dass Krebszellen "verhungern" würden.

Vielleicht mist ja der Eine oder Andere hier mal seinen Blutzuckerspiegel, wenn er in Ketose ist?!?

Was das "Versklaven" von anderen Zellen angeht, das muss nicht bedeuten, dass die anderen Zellen Zucker liefern. Die eigentliche "Energiewährung" ist ATP. Es würde also reichen, wenn die "Sklaven"-Zellen Zwischenstufen auf dem Weg zu ATP bereitstellen.


Ich stimme dir völlig zu, wenn du sagst "Man sollte zum Thema Krebs keine unsinnigen Informationen verbreiten."
Ketogene Ernährung als universelles Krebs-Allheilmittel ist in meinen Augen so eine unsinnige Information.


Kleiner Gedankengang am Rande: Aggressive Krebszellen, d.h. die, die sich schnell vermehren und ausbreiten, benötigen nicht nur viel Energie, sondern auch viele Baustoffe!

 

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: Thomas V.
Beiträge: 324
Angemeldet am: 27.01.2016
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

hallo ulrich. erst einmal meinen Glückwunsch zu deiner krebsbekämpfung!

allerdingst, einem irrtum unterliegst du: jede zelle kann zucker/glucose erzeugen - nicht aus fett, aber aus eiweiss. zusätzlich gibt es zellen, die derart auf glucose angewiesen sind, dass sie permanent ein aktives tktl1- gen geschaltet haben, sich in der sauren vergärung befinden..auch als schutz vor freien radikalen...so dass sie fleissig glucose erzeugen.

es gibt tatsächlich krebse, die in der lage sind, sich hier zu bedienen, damit die zelle "versklaven".

dummerweise gibt es auch noch krebse, die sogar fette und ketonkörper verstoffwechseln können.

es kommt immer auf den metabolismus des jeweiligen krebses an. ich persönlich vermute aber, das die richtig agressiven exemplare, die schnellen killer...vermutlich...grundsätzlich die zuckerverwerter sind. auch ich würde im fall einer krebsdiagnose sofort auf keto und vitamin c gehen, die eiweisszufuhr drastisch senken, auf unter 1g pro kg körpergewicht.

 

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 168
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 01.02.2017
 

Man sollte zum Thema Krebs keine unsinnigen Informationen verbreiten. Hier schon gar nicht. Krebs ist der Killer Nummer zwei in der westlichen Welt. Ich habe mich lange mit Krebs befasst, weil ich selber Krebs hatte. Dass Krebszellen andere Zellen „versklaven“ um von denen Zucker zu bekommen habe ich noch nie gehört/gelesen. Wie soll das auch gehen. Keine Zelle kann Zucker herstellen. Zucker kann in Fett umgewandelt werden, aber Fett nicht in Zucker. Wenn man keine KHs ist, dann sind auch keine da.

Ketogene Ernährung ist bei Krebs das beste was man machen kann, zusätzlich zu dem was die Schulmedizin anzubieten hat. Wenn man das noch mit Vitamin C Infusionen kombiniert, wird es für den Krebs ziemlich eng. Eine Garantie gibt es aber auch hier nicht. Bei mir hat es funktioniert. Ich hatte Blasenkrebs (T1/G3). Auch nach der dritten Resektion war er noch da. Die Mediziner wollten mir Blase und Prostata raus nehmen. Was das für einen Mann bedeutet, wißt ihr denke ich alle. Nach drei Monaten ketogener Ernährung und Vitamin C war der Krebs weg. Das ist jetzet 2,5 Jahre her.

Wer nicht dem großen Killer zu Opfer fallen will, der sollte sich ernsthaft damit befassen, und nicht einfach darauf vertrauen, dass die Medizin das Problemen schon lösen wird.

LG Uli

Veröffentlicht von: Heiko
Beiträge: 182
Angemeldet am: 23.11.2016
Veröffentlicht am: 31.01.2017
 

Bitte nicht glauben, dass die Ketose/ketogene Ernährung grundsätzlich gegen Krebs hilft. Es gibt genügend (fast alle) Krebsarten, die sich zwar von Zucker ernähren - diesen Zucker aber von anderen Zellen beziehen können, die "versklavt" werden, um Zucker zu erzeugen. Diese Sklaven werden auch von Ketonkörpern gespeist!

Vereinfacht gesagt: Der Krebs ist leider sehr schlau und raffiniert (kleines Wortspiel), um an Zucker zu gelangen, selbst wenn die Ernährung zuckerfrei ist.

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 168
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 30.01.2017
 

@Thomas:

Stimmt! Wenn man tief in die Ketose will, sollte man auch Eiweiß auf ein Minimum reduzieren. Wie viel HKs und wie viel Eiweiß ok, oder schon zu viel ist, ist individuell sehr verschieden. Entscheidend ist auch, was man erreichen will. Doc. Strunz hat dazu vor einigen Wochen ein paar gute News rausgehauen.

LG Uli

Veröffentlicht von: Thomas V.
Beiträge: 324
Angemeldet am: 27.01.2016
Veröffentlicht am: 30.01.2017
 

ulrich, fleisch, fisch, eier...da kommt sehr viel eiweiss zusammen! eine tiefe ketose, wie sie z.b. zur krebsabwehr notwendig wäre, erreicht man damit nicht. stichwort gluconeogenese. 

Veröffentlicht von: UlliS
Beiträge: 168
Angemeldet am: 02.08.2003
Veröffentlicht am: 30.01.2017
 

Ketogen heißt ja nicht, dass man gar keine KHs zu sich nimmt. Ich lebe ketogen und esse zusätzlich viel Gemüse das wenig KHs enthält. Null geht eh nicht. Das ist auch gar nicht notwendig. Fleisch, Fisch, Eier, Speck, Schnalz, Olivenöl, Butter, Kokosöl, Nüsse, …, enthalten viele (!!) Mikronährstoffe.

LG Uli

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