Nachts laufen, oder wenn es dunkel ist - Praxistipps

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Thema Nachts laufen, oder wenn es dunkel ist - Praxistipps

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Veröffentlicht von: Harald K.
Beiträge: 66
Angemeldet am: 30.11.2010
Veröffentlicht am: 15.12.2015

Hallo Regina,

die Ängste im Dunkeln kenne ich auch. Etwas Sicherheit gibt mir dann eine Sprühdose mit Reizgas. Laufe meistens vor Beginn der Dämmerung los, die Augen gewöhnen sich dann bei einsetzender Dämmerung an die Dunkelheit und ich schalte die Lampe nicht ein, bis es richtig dunkel ist bin ich schon auf dem Rückweg. Falls ich die Stirnlampe nutze schalte ich ich die niedrigste Helligkeitsstufe ein, dann ist die Blendwirkung beim Ausatmen nicht so stark oder ich nehme sie in die Hand.   

Viele Grüße

Harald

 

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 590
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 15.12.2015

Hallo Lutz,

Laufband ist schön und gut, unterstützt mir aber zu sehr den inneren Schweinehund: Man kann einfach aufhören und absteigen, wenn man nicht mehr will. Draußen muß ich zusehen, dass auch wieder zurück komme. Und Kälte ist durchaus ein zusätzlicher Reiz für den Körper, der (wünschenswerte) Anpassungsreaktionen provoziert; aber davor kann man sich mit geeigneter Kleidung auch weitestgehend schützen. Nicht zu unterschätzen ist natürlich auch der Coolnes-Faktor. Man muss schon ein ziemlich harter Hund sein, wenn man bei widrigen Bedingungnen draußen trainieren / laufen geht; oder etwas bescheuert, oder beides. Ich falle wohl in letztere Kathegorie...

@ Regina: {#emotions_dlg.smile}

 

LG,
Thorsten

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Veröffentlicht von: Regina R.
Beiträge: 23
Angemeldet am: 15.04.2015
Veröffentlicht am: 15.12.2015

Hallo Thorsten,

vielen Dank für die Tipps!

Ich habe die Symptomatik nur alleine im dunkeln, was nicht zwingend mit Laufen verknüpft ist, nur da schränkt es mich am meisten ein.

Aber die Links aus den News sind gute Tipps. Hätte ich damit gar nicht in den Zusammenhang gebracht. Vielleicht ist das auch der Hintergrund, warum ich manchmal keine Angst habe und manchmal doch, dass der Pegel dieser Spurenelemente bzw. Aminosäure eben schwankt.

Gerade die News über Tyrosin spricht mich an. Ich probiere das mal aus. :)

Viele Grüße, Regina

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Veröffentlicht von: Lutz R.
Beiträge: 1
Angemeldet am: 14.12.2015
Veröffentlicht am: 14.12.2015

Ich ziehe da auch ganz klar das Laufband vor, gerade im Winter muss man dann auch nicht raus in die Kälte..!

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 590
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 14.12.2015

Hallo Regina,

hast du diese Angstsymptomatik nur alleine im Dunkeln oder auch anderweitig (andere Lebenssituationen)?

Das Forum und die News vom Doc bieten da vielfältige Angriffspunkte, damit umzugehen bzw. diese Angst/Ängste abzubauen.

Hier mal einige Links:

http://www.strunz.com/de/news/nothilfe-bei-flugangst.html

http://www.strunz.com/de/news/tyrosin-fuer-den-gesunden-spannungszustand.html

http://www.strunz.com/de/news/glueckliches-bad-mergentheim.html

http://www.strunz.com/de/news/souveraenitaet-ist-essbar.html

 

Für innere Ruhe und Souveränität zu sorgen hilft mir oft sehr. In vielen belastenden Lebenssituationen.
Was speziell das Laufen bei Dunkelheit angeht, so mache ihc das gerne in einer kleinen Gruppe; allerdings nicht wegen der Dunkelheit. Ich genieße es oftmals auch, ganz alleine mit mir und der Natur im Dunekeln zu laufen und nur die Geräusche der Natur und des Waldes zu hören. Das hat, neben Entspannung und Ruhe, auch einen Teil Nervenkitzel und Neugier; fördert die Wahrnehmung und Sensibilität, gerade wenn man nichts bzw. nicht viel sieht.
 
Wenn Du dich in Bestimmten (Lauf)Situationen allerdings unwohl fühlst, würde ich diese nicht unbedingt forcieren. Schließlich soll ja das Laufen an sich positiv verknüpft werden sein und bleiben.
 
LG,
Thorsten
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Veröffentlicht von: Regina R.
Beiträge: 23
Angemeldet am: 15.04.2015
Veröffentlicht am: 14.12.2015

Hallo,

ich laufe auch im Dunkeln, dann aber immer im Ort auf den Gehwegen. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit finde ich es schön dabei die geschmückten Vorgärten und Fenster zu betrachten.

Ich würde auch im Feld laufen, wo ich im Hellen meine Standardstrecken habe, aber wenn es dunkel ist, habe ich Angst. Ich habe es manchmal dann trotzdem gemacht und gehofft, ich würde so die Angst verlieren aber sie geht nicht weg. Das hatte ich schon als Kind, ist nicht immer da. Fühlt sich an wie ein Instinkt und manchmal denke ich, dass man darauf vielleicht hören sollte. Wenn es dämmert ist es wieder nicht so schlimm und tagsüber bin ich manchmal Stunden alleine im Wald unterwegs, was kein Problem ist. Mit Stirnlampe ist teilweise sogar schlimmer, weil ich weniger von meiner Umgebung wahrnehme, bin ich mit jemand anderem unterwegs, habe ich auch keine Angst. Ich wohne in einer ruhigen Gegend, ich habe jetzt gar keine gezielte Angst vor Menschen, die mir böses wollen sondern sie ist undefiniert.

Kennt das jemand und wenn ja, wie geht ihr damit um?

Viele Grüße, Regina

 

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Veröffentlicht von: Ingo W.
Beiträge: 9
Angemeldet am: 29.09.2015
Veröffentlicht am: 13.12.2015

Hallo zusammen,

ich halte es ähnlich wie Martina: Licht ist immer genug da - auch im Wald; nur wenn jemand mit diesem grellen Licht entgegen kommt ist es kurz mal etwas schlecht mit der Sicht. ;)

Die Natur gibt uns alles, was wir brauchen.

 

Liebe Grüße an alle!

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 590
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 10.11.2015

Nachtrag:

Ich habe für meine letzte Dunkel-Laufeinheit meine Stirnlampe zu einer Gürtellampe umfunktioniert.
Um es kurz zu machen: ungeeignet.

- Der Lichtkegel ist deutlich kleiner (zu klein)- Der Lichtkegel scheint nicht weit genug voraus, sondern knapp vor die Füße. Das liegt wohl daran, dass die höchste Kippstellung der Leuchteinheit von Haus aus schon eine leichte (für eine Stirnlampe sinnvolle) Grundneigung nach unten aufweist und nicht höher gekippt werden kann
- Das Killerkriterium ist aber, dass beim Laufen (zumindest bei meinem Laufstil) doch so viel Bewegung in der Hüfte stattfindet, dass der Lichtkegel nervig und hecktisch hin un her zappelt. Da ist der Kopf deutlich ruhiger, bzw. machen Augen und Lampe synchrone Bewegungen mit dem Kopf.

 

Nächster Optimierungsversuch wird ein zusätzliches Halteband mittig über den Kopf (von vorne nach hinten) sein.

 

LG,
Thorsten

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Veröffentlicht von: Martina M.
Beiträge: 184
Angemeldet am: 18.03.2010
Veröffentlicht am: 05.11.2015

Hallo Jungs,

im Dunkeln laufe ich schon wieder seit September, weil ich vor der Arbeit unterwegs bin. Da hilft mir auch die Zeitumstellung Ende Oktober nicht mehr. Ich nehme keine Stirnlampe, sondern nutze das vorhandene natürlich Licht so gut es geht, als Training für die Augen. Die gewöhnen sich sehr gut an Dunkelheit, wenn man sie lässt. Bei Mondschein ist es eh kein Thema und sehr interessant, wie anders das Mondlicht ist. Bei Nebel oder dichter Bewölkung ist auch morgens um 5 soviel Streulicht im Wald, dass die Wege zu erkennen sind. Für holprige Passagen oder bei unbekannten Geräuschen mache ich die kleine Led-Fahrradlampe an, die ich in der Hand mitnehme.

Ich muss aber dazusagen, dass ich morgens immer die gleiche Runde laufe, die ich Meter für Meter kenne. Wenn dann mal viel Schnee liegen sollte, weiche ich auf geräumte und beleuchtete Dorfwege aus.

Und ich stimme allen zu, die das Laufen im Dunkeln als besonderes Erlebnis beschreiben, neulich habe ich sogar einen Dachs getroffen! Die Krönung ist der erste Morgenschimmer am Horizont, fast schon Gänsehautfeeling, wenn man sich die Zeit dafür nimmt.

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 590
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 04.11.2015

Ist zwar schon ein etwas älterer Thread, aber die Thematik passt zur Jahreszeit {#emotions_dlg.smile}

Da nach der Zeitumstellung, zurück auf Winterzeit, ein Teil meines Laufpensums in die Zeit der Dämmerung / einbrechenden Dunkelheit fällt und ich keine Lust habe blind durch die Gegend zu stolpern, habe ich mir vor kurzem eine LED Stirnlampe geleistet. Nach umfangreicher Internetrecherche ist es ein Mittelklassemodell ~55€ geworden.

Der erste "Dunkellauf" war ausgesprochen faszinierend. Bei einbrechender Dämmerung bin ich los gelaufen. Nebelschwaden wabern von den abgeernteten Feldern über die Wege, ein paar rote Wolkenfetzen am Himmel und schon nach wenigen 100m nur noch ich und Natur. Herrlich. Feuchte, kühle Abendluft, die Geräusche des Waldes, ein Käutzechen schreit und Rehe stehen auf den Wegen, die einen mit großen Augen anglotzen. Zum Glück keine Wildschweine...

Aber zurück zum Laufen mit Stirnlampe:
* Unter 150 Lumen halte ich für zu Dunkel. Meine hat zwei Helligkeitsstufen (160 und 250 Lumen) und läßt sich im Fokus ändern. Da kann man den Leuchtkegel optimal einstellen.
* Nicht über 200g. Meine wiegt 165g und das halte ich schon für fast grenzwertig.
* Fein in der Neigung justierbare Leuchteinheit mit guter Rastung ist sehr sinvoll
* Stromversorgung (Akku- oder Battereipack) und Leichteinheit getrennt (Leuchteiheit vorne / Stirn, Stromversorgung am Hinterkopf) ermöglicht eine kompakte, leichte Leuchteinheit mit geringem Hebelarm. Dadurch weniger Rutschen und Wippen während des Laufens und damit ein ruhigerer Lichtkegel
* Ein zusätzliches Halteband mittig über den Kopf (von vorne nach hinten) ermöglicht es, das Strinband angenehm locker zu tragen, ohne dass der Akkupack am Hinterkopf herrunter rutsch und das Stirnband unangenehm auf dem Ohransatz aufliegt. Das muss ich bei meiner Lampe ggf. mal nachrüsten.

Insgesamt ist so eine Stirnlampe eine feine Sache bei Dunkelläufen. Alledings gibt es auch einige systemimmanente Nachteile:
- Wenn das Gehäuse der Leuchteinheit nicht richtig lichtdicht ist (bei Billig-Lampen oft der Fall) hat man ständig Streulich in den Augen. Als Folge öffnen sich die Pupillen nicht weit genug und der eigentliche Leuchtkegel erscheint nicht ausreichend hell.
- Bei Nebel, Niederschlag, Schneefall kommt es zu einer unangenehmen Rückstreuung; vergleichbar mit einer nächtlichen Fernlicht-Fahrt bei Nebel oder Schneefall.
- Wer wie ich beim Laufen durch den Mund (aus)atmet und bei kühler Umgebungsluft kondesierende Atemwölkchen vor sich heraus bläßt, wird regelrecht "geblitzdingst", wenn diese in den noch eng begrenzten Lichtkegel gelangen. Das kann sehr störend sein.

Um die Nachteile zu umgehen werde ich demnächst mal die Stirnlampe zu einer Gürtellampe umfunktionieren. Das dürfte dann auch für andere Verkehrsteilnehmer, Läufer, Mitmenschen weniger störend sein. Die kann mal dann auch mal ansehen, ohne sie gleich zu blenden.

Wie sind eure Erfahrungen?

LG,
Thorsten

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Veröffentlicht von: Jürgen L.
Beiträge: 267
Angemeldet am: 30.04.2002
Veröffentlicht am: 02.12.2009

Nochmals danke für die Tipps. Ja Peter, da hast du recht.

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Veröffentlicht von: Peter S.
Beiträge: 2
Angemeldet am: 10.11.2009
Veröffentlicht am: 10.11.2009

Hallo, ich habe auch eine Stirnlampe. Somit kann man im Prinzip 24 Stunden am Tag laufen. Du solltest dich nicht scheuen auch mal um Mitternacht herum zu laufen, oder abends im Dunkeln bei Schneefall im Wald. Wir in Nordhessen sagen: "Da geht dirs Herze uff wien Kreppel!"

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Veröffentlicht von: Jürgen L.
Beiträge: 267
Angemeldet am: 30.04.2002
Veröffentlicht am: 07.11.2009

ich habe mir eine gute stirnlampe zu gelegt und bin voll begeistert! im dunkeln seine runde drehen, dank stirnlampe ungefährlich, ist eine super erfahrung! ganz neue eindrücke, abenteuer, ... schön auszubrechen aus dem trott. danke für die tipps.

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Veröffentlicht von: Siegfried H.
Beiträge: 6
Angemeldet am: 25.10.2009
Veröffentlicht am: 06.11.2009

"Laufen nutze ich als Stress abbau nach der Arbeit" Hallo Hubert, seit ich früh morgens laufe - da reichen schon 20 oder 30 min - habe ich tagsüber gar nicht mehr so viel Stress den ich abends abbauen müsste. Ich geb' zu die 25m von der Bettkante bis zur Haustür sind die schlimmsten, aber sobald ich draussen bin geht innerlich die Sonne auf - und an DEM Tag stresst mich dann nix mehr.

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Veröffentlicht von: Hubert L.
Beiträge: 268
Angemeldet am: 02.06.2005
Veröffentlicht am: 27.10.2009

Also ich laufe dann lieber im Keller bei Musik auf dem Laufband. Eine wirklich prickelnde Idee würde mich auch interessieren. Bereits das morgendliche Laufen (vor 6 Uhr)ist für mich ein unüberwindbares Hindernis. Laufen nutze ich als Stress abbau nach der Arbeit. Nachts sporteln? Nein Danke! Aber vielleicht kann mich hier jemand eines besseren belehren?

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Veröffentlicht von: Steffen S.
Beiträge: 16
Angemeldet am: 22.12.2008
Veröffentlicht am: 27.10.2009

Hallo Jürgen, auch ich finde das Buch von W. Boning sehr gut. Es ist witzig, unterhaltsam und motivierend. Auch ich bin ein Frühsportler (04:00 Aufstehen; 04:30 Sport). In dieser Jahreszeit kann ich dir unbedingt eine Kopflampe empfehlen. Wichtigstes Kriterium: Sie sollte sehr leicht sein - den anderen Technik-Schnickschnack (3 Helligkeitsstufen etc.)braucht man eigentlich nicht. Es gibt ein gutes Modell hier im Shop aber sogar im Baumarkt bekommst du ganz brauchbare Modelle. Doc Strunz spricht ja immer vom "inneren Dialog" beim Laufen. Der gelingt, wie ich finde, besonders gut einsam im Dunkeln - eine spirituelle Erfahrung die natürlich nur ohne Kopfhörer und andere "Mitläufer" möglich ist :) Viel Spaß!

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Veröffentlicht von: Jürgen L.
Beiträge: 267
Angemeldet am: 30.04.2002
Veröffentlicht am: 26.10.2009

Okay, der nächste Erfahrungsaustausch. Wie macht ihr das mit dem laufen zu dieser Jahreszeit? Wenn ich heimkomme, dann ist es dunkel. Gut, ich kann auf den Gehwegen laufen. Aber vielleicht hat ja jemand noch nen super tipp wie man das mit dem laufen im dunkeln machen kann. Übrigens: ich möchte jedem das buch oder hörbuch "bekenntnisse eines nachtsportlers" von Wigald boning ans herz legen. Wirklich gut!

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