News vom 20.03.2016 - Erkenntnisse und Bekenntnisse

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 802
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 20.03.2016
 

Liebe Ramona,

meine Hinweis, dass ich Ingenieur bin bezieht sich auf den letzten Satz in den News:

"Könnte nicht einmal ein Physiker, ein Ingenieur unter Ihnen oder ein Museumsdirektor ein paar lesenswerte Gedanken zu Papier bringen? Bitte verstehen Sie so meine beschränkten Versuche in meiner beschränkten Welt."

Ich denke, ich habe "ein paar [...] Gedanken zu Papier" gebracht.

Zum Thema Ingeieure und Frauen: Bist du eine Quoten-Ingenieurin oder hast du dir deine Position durch Kompetenz und Können erarbeitet? Ich vermute / hoffe eher letzteres.

Meine persönlichen Erfahrungen mit Feminismus, Frauenquote und Political-Correctness halten sich glücklicherweise in Grenzen. Aber meine Erfahrung sagt mir, dass immer dann, wenn mit feministischen Argumenten oder Quote argumentiert wird, die Qualifikation nicht so doll ist.
Darüber hinaus finde ich Diskussionen bezüglich Binnen-I oder Binnen-Sternchen einfach nur lästig und müßig. Dadurch werden Sprache, Texte und Kommunikation verstümmelt oder bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet. "Liebe StudentInnenverter*innen ..."; ich halte sowas für sprachliche Verunstaltung der übelsten Sorte. Zumal es in Sachen Gleichberechtigung, Respekt und Wertschätzung nicht das geringste bringt; eher das Gegenteil. Wenn sprachliche Idiome politsch korrekt sind, wird das trotzdem nicht ihre negative konnotation in manchen Köpfen ändern.

Darüber hinaus halte ich alles, was einem "ismus" im Namen trägt für nicht erstrebenswert (Fundamentalismus, Islamismus, Terrorismus, Feminismus, Veganismus,...). Alles mit "ismus" im Namen stellt für mich eine pervertierte Übertreibung einer einst in gemäßigterer Form durchaus einmal positiven Initiative oder Lebenseinstellung dar.

Aber das ist nur meine eigne, persönliche, unmaßgebliche Ansicht und sicherlich nicht allgemeingültig.

LG,
Thorsten

 

Veröffentlicht von: Ramona S.
Beiträge: 223
Angemeldet am: 07.06.2011
Veröffentlicht am: 20.03.2016
 

Hallo Thorsten S.

>>…. übrigens, ich bin Ingeneur!!

Und ich finde dieses Poltitcal-Correctness-Getue (dazu gehören auch übertriebener Feminismus und Frauenquote und noch einiges Andere) mittlerweile unerträglich. <<

Hast du wirklich so schlechte, geradezu  unerträgliche persönliche Erfahrungen mit Feminismus und Frauenquote gemacht? Hattest du möglicherweise sogar eine Chefin als Vorgesetzte?

Viele Grüße

Ramona

P.S. Ich bin übrigends auch Ingenieurin (mit Personalverantwortung, bisher ohne Probleme).

Veröffentlicht von: Max M.
Beiträge: 241
Angemeldet am: 26.09.2013
Veröffentlicht am: 20.03.2016
 

édit:

vorletzte Zeile:etwas

Veröffentlicht von: Max M.
Beiträge: 241
Angemeldet am: 26.09.2013
Veröffentlicht am: 20.03.2016
 

Ach, die Quote!

Wen interessiert das denn?

Frauen sind schlauer und schaffen es auch ohne Quote, vorwärtszukommen.

Setz dich mal in eine Vorlesung für Mediziner.

In dem Semester meines Sohnes (Zahnmedizin) sind 50 StudentInnen: 10 Jungen und 40 Mädchen, sagt mein Sohn.

Und die naturwissenschaftlichen Fächer hören sie gemeinsam mit den Medizinern: gleiches Verhältnis,

mindestens 80 % Frauen.

In medizinischen Berufen werden Frauen nicht benachteiligt, ok, vielleicht gibt es zurzeit noch etwas mehr männliche Chefärzte, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich das ändert.

Jetzt sage bitte keiner: Mediziner machen nur einen kleinen Teil aller Berufe aus.

Ich bin Jurist und schon während meiner Studienzeit waren unter den sehr guten Kommilitonen hauptsächlich Frauen.

Ich bin Dozent und habe eine Zeitlang mal ausgerechnet, wer besser in den Klausuren abschneidet. Das waren/ sind regelmäßig weibliche Teilnehmer - mit Abstand !

Wenn das  bei den Ingenieuren nicht so sein sollte: Den armen Männern muss doch auch noch etas bleiben ...

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 802
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 20.03.2016
 

Ich habe die News anfangs nur überflogen und bin dann am Ende, bei den beiden Punkten hängen geblieben:

  • "Mittels Feminismus, Frauenquote, Political Correctness und Utopien-Politik flutet man die Universitäten mit Leuten auf esoterischem Laienniveau ohne Sachkunde und Bildungsabsichten. Wissen, Technik und Forschung werden durch Soziologiegefasel substituiert." Zitat Focus 6/2016, Seite 41. Oder:
  • "Ein absolut destruktives Blatt von brutalem Nihilismus, welches eine Pseudophilosophie des Kulturpessimismus und der Hoffnungslosigkeit vertritt" Zitat Dr. Kohl über den Spiegel.

 

"Wow", habe ich gedacht. der Doc spricht mir aus der Seele. Beide Punkte sind absolut zutreffend.

Dann habe ich den Satz dadrüber gelesen: "Übelstes Dummgeschwätz produziert. Beispiel gefällig?"

Nee, nee, nee. Damit stehen der Doc und ich uns hier mal komplett diametral gegenüber; übrigens, ich bin Ingeneur!! Und ich finde dieses Poltitcal-Correctness-Getue (dazu gehören auch übertriebener Feminismus und Frauenquote und noch einiges Andere) mittlerweile unerträglich (klar, bin ja auch ein Mann, oder?). Wieviel Quote braucht diese Gesellschaft denn noch? Eine Frau hat es bis an die mächtigste Position des Staates geschafft, flankiert von eine Hand voll Ministerinnen (eine sogar als Chefin der bundesdeutschen Streimacht); ganz ohne Quote. Chancengleichheit reicht, muss reichen. Ich kann nicht Menschen per Quote in eine Position hieven, die sie nicht wollen oder nicht ausfüllen können oder für die sie nicht geeignet sind. Und solange Männer keine Kinder gebären können, wird es nunmal unterschiede zwischen den Geschlechtern geben. Und diese werden sich auf die eine oder andere Art und Weise manifestieren; Quote hin oder her.

Ich habe fertig (genun Political-Incorrectness für heute)!

 

Schönen Rest-Sonntag und lG,Thorsten

 

 

 

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