News vom 21.05.17: Parodontitis

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Veröffentlicht von : Elvira
Beiträge: 11
Angemeldet am : 23.01.2017
Veröffentlicht am : 30.05.2017
 

Sehr geehrter Administrator,

habe festgestellt, dass mein Beitrag verändert und die Bezugsquelle von Wasserstoffperoxid gelöscht wurde.
Das ist äusserst irritierend, denn hier wurden keine Forumsregeln verletzt!!!

@Gisela: Ich schicke Dir eine private Nachricht mit der Bezugsquelle.

Grüße Elvira

Veröffentlicht von : Elvira
Beiträge: 11
Angemeldet am : 23.01.2017
Veröffentlicht am : 29.05.2017
 

Bevor man sich traut, unbekannte oder vergessene Heilmethoden anzuwenden, sollte man sich schon längere Zeit darüber informieren. Ich habe einiges über die orale Einnahme von Wasserstoffperoxid gelesen.

In Russland gibt es Prof. Iwan Pawlovitsch Neumiwakin (Doktor der Medizin), der sich angeblich sehr  erfolgreich selbst behandelt hat. Mit 52 Jahren litt er wohl unter Arteriosklerose mit primärer Schädigung des Herzens. Nach regelmäßiger Einnahme von Wasserstoffperoxid geht es ihm gut.

 Auch Josef Lohkämper und Peter Jentschura haben in ihrem Buch „Zivilisatoselos“ (sehr zu empfehlen) eigene Erfahrungen mit Wasserstoffperoxid beschrieben. Um sich eine fundierte Meinung über die Auswirkung zu bilden, reicht jedoch lesen nicht aus, man muss es letztendlich selbst ausprobieren. Bei der Einnahme ist einiges zu berücksichtigen: keine Metalllöffel verwenden, auf nüchternen Magen einnehmen.

 Für Interessierte hier ein Infoblatt:

http://www.hs-activa.de/fileadmin/files_hsactiva/downloads/Wasserstoffperoxid_Infoblatt.pdf

 @Gisela: hier die Bezugsquelle von unstabilisiertem Wasserstoffperoxid (gibt es mit und ohne Osmosewasser. Habe beides probiert, die preiswertere Version genügt völlig.

@Herbert: Auch unstabilisiertes Wasserstoffperoxid hält sich in speziellen Fläschchen einige Wochen im Kühlschrank.
Grüße  Elvira

 

Veröffentlicht von : Herbert A.
Beiträge: 84
Angemeldet am : 08.07.2013
Veröffentlicht am : 26.05.2017
 

@Gisela: Natürlich weiß ich, wie es geht. Das hat man nach 10 Minuten Recherche raus. Auch mache ich gern (neue) Erfahrungen, aber nur gute. Deshalb meine Grundregel: Erst das Wissen, dann die Praxis. Und genau: Ich erwarte noch Gartz und Piels, um grundlegenderen Aufschluss über die Wirkzusammenhänge zu gewinnen. Die seien, wie da und dort betont wird, noch nicht ganz klar.

Die dreiprozentige Lösung dürfte eigentlich kein Problem darstellen. Man sollte aber - wie immer - die Gesamtbedingungen berücksichtigen. Zum Beispiel kann H2O2 etwaig vorhandene Metalle und Kunststoffe angreifen. Ich selber würde das Mittel gerne prophylaktisch einsetzen. Theoretisch könnte es völlig genügen, mit der unverdünnten 3%-Lösung und einer Spitzbürste die Zahnfleischränder zu pflegen, denn das ist ja doch der kritische Bereich.

Und wie Du sagst: Man wird am besten auch den Zahnarzt fragen. Allerdings sind da Eigeninteressen im Spiel, denn eine gute "professionelle Zahnreinigung" kostet 100 Euro. Für die Generierung dieser Umsätze sorgt das Hilfspersonal.

@Ulli: Völlig richtig, was Du sagst. Zerfall in "H und O" ist natürlich ungenau. Die Frage ist aber die Affinität des atomaren Sauerstoffatoms. Laut Horn bilden sich je 2 H2O-Moleküle und 2 O-Atome, also molekularer Sauerstoff O2. Was heißt das für die weitere Reaktionsfreudigkeit des Sauerstoffs (in Bezug auf Bakterien, Viren etc.)?

Ich verfahre genau wie Du: Rein damit, was Ascorbinsäure und Co. betrifft (Thema Redox-System). Ich messe das nicht genau ab, liege aber mit VC sicherlich im zweistelligen Bereich. Das wird sehr gut toleriert, obwohl ich als Ausdauersportler mit hohem taglichem Trainingsumfang auch massiv Magnesium einnehme. Da kann es leicht mal zu Durchfall kommen. Ist nicht weiter schlimm, nur unangenehm.

In Anbetracht dieser Rahmenbedingungen frage ich mich, ob die orale Einnahme von H2O2 theoretisch überhaupt Sinn ergeben könnte. Wohl eher nicht. Sauerstoff nehme ich jeden Tag ja mehr als genug auf. Mein Fokus liegt daher seit langem auf der anderen Seite: endogen dafür zu sorgen, dass die freien Radikale entschärft werden. VC ist hierbei der absolute Schlüssel (neben wichtigen Antioxidantien wie VE, Q10, Astaxanthin usw.). Ich glaube nicht, dass eine weitere "Zwangsbeatmung" mit H2O2 Sinn ergäbe.

Außerdem müsste man in diesem Fall sicherlich stark verdünnen, denn es ginge um die Anwendung in "Körperhöhlen" mit der Gefahr des Knallgaseffekts.

 

Veröffentlicht von : UlliS
Beiträge: 209
Angemeldet am : 02.08.2003
Veröffentlicht am : 25.05.2017
 

Wasserstoffperoxid (H2O2) zerfällt zu Wasser (H2O) und einen elementaren Sauerstoff Atom (O). Das Sauerstoff Atom ist sehr reaktionsfreudig und oxidiert so ziemlich alles was ihm in die Quere kommt.  Wasserstoffperoxid wird auch von den Immunzellen gebildet. Damit werden Viren, Bakterien, Pilze oder auch Toxine zerstört. Für die Synthese von Wasserstoffperoxid benötige die Immunzellen L-Ascorbinsäure (Vitamin C). Darum ist es für die Immunabwehr unverzichtbar und wird im Falle einer Infektion sehr schnell verbraucht. Tiere haben damit kein Problem, weil sie L-Ascorbinsäure in der benötigten Menge einfach selber produzieren. Und das können im Fall einer Infektion pro Tag locker 100 Gramm werden. Wir Menschen können das leider nicht. Aber wir können das Zeug kaufen (Pfennigartikel!) und in der erforderlichen Menge einwerfen. Man muss es halt wissen und auch tun!

LG Uli

Veröffentlicht von : Herbert A.
Beiträge: 84
Angemeldet am : 08.07.2013
Veröffentlicht am : 25.05.2017
 

Guter Beitrag, Elvira! Ich denke, das passt recht gut zusammen.

Eine kleine Umfrage zu H2O2-Mundwasser war nicht unerfolgreich. Der erste Apotheker hatte keine Ahnung. Beim zweiten hieß es: Klar, haben wir. Natürlich können Sie das im Prinzip auch langfristig gefahrlos anwenden.

Die 3-prozentige Lösung ist mit 0,05 % Phosphorsäure stabilisiert und dient zu Folgendem: "Reinigung von Wunden; Munddesinfiziens bei Mundgeruch; zum Spülen bei Zahnfleischblutungen und Mundschleimhautentzündungen". Die Lösung ist vor Anwendung 5- bis 10-fach zu verdünnen (etwa 1 bis 2 Esslöffel auf ein Glas Wasser).

Gegenanzeigen: Wie vermutet, spielt das Enzym Katalase die entscheidende Rolle. "Bei dem sehr selten auftretenden genetisch bedingten Katalasemangel (Akatalasämie) ist die Wirkung von Wasserstoffperoxid-Lösung 3% vermindert".

Das finde ich schlecht formuliert, denn es geht um eine Abbaustörung: Akatalasämie = "autosomal-rezessiv vererbte Enzymopathie mit Fehlen der Katalase in Blut und Gewebe. Das von vergrünenden Streptokokken in der Mundhöhle gebildete Wasserstoffperoxid kann nicht gespalten werden, weshalb rezidivierende Ulzera auftreten" (Enzyklop. Dermatologie). Wikipedia: "Die Störung ist relativ gutartig, obwohl sie die Häufigkeit für parodontale Entzündungen erhöht und in seltenen Fällen auch zu Gangrän führen kann.[2]"

Unstabilisiert zerfällt H2O2 rasch zu H und O. Lässt sich wohl so übersetzen: Geringere Wirkung, geringeres Risiko.

Veröffentlicht von : Elvira
Beiträge: 11
Angemeldet am : 23.01.2017
Veröffentlicht am : 23.05.2017
 

Liebe Foristen,

 es ist wohl den wenigsten bekannt, dass Wasserstoffperoxid in früheren Zeiten als Heilmittel galt und im 2. Weltkrieg sogar als Infusionen verabreicht wurde.

 Ich selbst nutze Wasserstoffperoxid in Verbindung mit Salzwasser seit ca. 3 Jahren für Nasenspülungen und Spülungen der Nebenhöhlen, verdünntes Wasserstoffperoxid zur Mund- und Halspflege bei Entzündungen sowie oral eingenommen, um dem Körper Sauerstoff zuzuführen.Und ich lebe immer noch!!

Für diese Zwecke sollte Wasserstoffperoxid eingesetzt werden, welches keinen Stabilisator enthält.  Leider ist Wasserstoffperoxid ohne Stabilisator sehr schwer erhältlich, selbst in den Apotheken.
Bei Interesse nenne ich gerne einen entsprechenden Lieferanten.
Auch in google wird man unter „Wasserstoffperoxid als Heilmittel“ sehr schnell fündig.

Es gibt zwei interessante Bücher: „Das vergessene Heilmittel“ von Dr. habil Gartz und „Wasserstoffsuperoxid“ von Dr. Josef Pies. Beide sehr empfehlenswert.

Sonnige Grüße
Elvira

Veröffentlicht von : Stefan W.
Beiträge: 185
Angemeldet am : 11.06.2013
Veröffentlicht am : 23.05.2017
 

Two chemists go into a bar.

The first one says: "I'll have H2O". The second one says: "I'll have H20 too". After consuming their drinks the second one dies...

{#emotions_dlg.wink}

 

Veröffentlicht von : Herbert A.
Beiträge: 84
Angemeldet am : 08.07.2013
Veröffentlicht am : 23.05.2017
 

Hallo Uli,

Du gehst das nicht schlecht an. Überzeugend finde ich vor allem, dass Du nach zwei Jahren noch lebst. Ich werde mal eine kleine telefonische Umfrage unter Apothekern durchführen. Mal sehen, wie vielen bei der Frage nach einem H2O2-Mundwasser der Hörer nicht aus der Hand fällt.

Erstaunlich, Gisela, dass sogar ein Zahnarzt sowas empfiehlt. Wer macht sich schon gern sein Geschäftsmodell kaputt!

Vielleicht erbringt die Beschäftigung mit dem Stoffwechsel von Bakterien noch weitere Erkenntnisse. Zunächst fange ich lieber mal unten an, beim ramponierten Zehnagel.

Anaerobier dürften bei Anwesenheit von H2O2 ein schweres Leben haben. Ob Wasserstoffperoxid auch im Ernstfall (Taschenbildung, Abkapselung) etwas ausrichten kann, wäre zu prüfen. Freilich sollte man es so weit nicht kommen lassen. Für unverzichtbar halte ich so oder so die endogene Prophylaxe und Therapie als Basis: eine ausreichende Mikronährstoffversorgung und adäquate Kost. Alles andere ist Beiwerk, wenngleich nützlich.

Veröffentlicht von : UlliS
Beiträge: 209
Angemeldet am : 02.08.2003
Veröffentlicht am : 22.05.2017
 

Ich denke nicht, dass Wasserstoffperoxid selektiv ist.

Ich mache das schon seit ~2 Jahren. Keine Probleme.

Versuch macht klug!

LG Uli

Veröffentlicht von : Herbert A.
Beiträge: 84
Angemeldet am : 08.07.2013
Veröffentlicht am : 22.05.2017
 

Ich weiß nicht, Ulli, ob man offene Wunden mit der Mundhöhle vergleichen kann. Die Mundflora ist ja von sehr vielen verschiedenen Arten von Mikroorganismen besiedelt, und Gesundheit heißt Gleichgewicht. Wasserstoffperoxid räumt wahrscheinlich auf, mit allen, auch den „guten“ Keimen, was wohl nicht das Ziel sein kann. Parodontitis entsteht ja erst, wenn die gramnegativen Anaerobier die Oberhand gewinnen und sich in Taschen einnisten können. Die Frage wäre also eher, ob Wasserstoffperoxid im Unterschied zur Mundspülung selektiv-topisch eingesetzt werden könnte.

Veröffentlicht von : UlliS
Beiträge: 209
Angemeldet am : 02.08.2003
Veröffentlicht am : 22.05.2017
 

@Herbert:

Wasserstoffperoxid wird auch zur Wunddesinfektion eingesetzt. Das wird in die offene Wunde gegeben und tötet dort die Bakterien ab. Genau das Gleiche macht es auch im Mund. Das kann man jetzt rauf und runter diskutieren, Studien wälzen, nächtelang googeln, Expertenmeinungen einholen, oder man versucht es einfach. Wasserstoffperoxid ist billig und in der Konzentration (3%) völlig unproblematisch.

Ich glaube einem Experten nicht nur deswegen weil er ein Experte ist. Er muss mich schon überzeugen.

LG Uli

Veröffentlicht von : Herbert A.
Beiträge: 84
Angemeldet am : 08.07.2013
Veröffentlicht am : 22.05.2017
 

Hallo Ulli,

Wasserstoffperoxid ist in der Tat eine interessante Substanz, ein vielfältig einsetzbares Desinfektionsmittel. Beseitigt zB Pilze, entgiftet den Körper, tötet Bakterien durch Oxidation. Siehe Vitamin C.

Auch die Anwendung im Mund könnte theoretisch gut funktionieren, wenn man davon ausgeht, dass gesunde Zellen via Katalase grundsätzlich untangiert bleiben. Es dürften dann strenggenommen ja auch keinerlei Entzündungen etc. auftreten (den Bleicheffekt bezüglich der Zähne lasse ich außen vor). Dennoch wäre ich erst einmal vorsichtig. Hast Du die Biochemie mal abgeklärt? 

H2O2 dürfte stärker sein als zB Chlorhexidin, von dessen regelmäßiger Anwendung mein Zahnarzt im Unterschied zu Brandt/Hendrickson abrät. Die von den beiden Letztgenannten empfohlenen Prophylaxe- und Therapiemaßnahmen sind sicherlich sehr beachtenswert (bis auf den Einsatz von Antibiotika vielleicht). Wie immer jedoch macht das nur einen kleinen Teil dessen aus, was das Strunz-Konzept hergibt. Ich glaube nicht, dass Limitation der Schlüssel ist. 

Dies gilt leider auch für eine dennoch sehr schöne Metastudie aus dem Jahr 2010: Van der Velden, Kuzmanova und Chapple (Amsterdam/Birmingham), „Micronutritional Approaches to Periodontal Therapy“, J Clin Periodontology 2010, 38 (Suppl. 11): 142-158 doi. Ca. 150 Belegstellen. Abstract:
Aim: Periodontitis results from the loss of a delicate balance between microbial virulence factors and a proportionate host response. Nutritional factors have been implicated in several chronic inflammatory diseases that are associated with periodontitis. The manuscript reviews the evidence for nutritional exposures in the etiology and therapeutic management of periodontitis, and makes recommendations for daily nutritional  intake for vitamin C (ascorbic acid), vitamin D, calcium, and antioxidants.
Results and conclusion: Periodontitis is associated with low serum/plasma micronutrient levels, which may result from dietary and/or life-style factors as well as nutrigenetic characteristics. Early evidence suggests beneficial outcomes from nutritional interventions; supporting the contention that daily intake of certain nutrients should be at the higher end of recommended daily allowances. For prevention and treatment of periodontitis daily nutrition should include sufficient antioxidants, vitamin D, and calcium. Inadequate antioxidant levels may be managed by higher intake of vegetables, berries, and fruits (e.g. kiwi fruit), or by phytonutrient supplementation. Current evidence is insufficient to support recommendations of mono-antioxidant vitamin supplements and randomised controlled double-blind intervention studies are needed to provide evidence to underpin future recommendations. Inadequate supply of vitamin D and calcium may be addressed by implementing changes in diet/life style or by supplements.”

Die Zahl der Probanden (inkl. Kontrollgruppen) dieser epidemiologischen Studie beläuft sich auf etwa 100.000. In ca. 90 % der Fälle ließ sich eine inverse Beziehung zwischen bestimmten Mikronährstoffspiegeln und Parodontitis (Parameter: Taschentiefe, Blutung bei Sondierung, Lockerungsgrad, Knochenverlust) feststellen. Mikronährstoffe: Vitamine C, D3, B und E, Mg, Mg/Ca, Antioxidative Kapazität, Gluthation, Bilirubin, Beta-Carotin, Folsäure, Omega 3 (EPA/DHA). Interessant auch der Hinweis auf oxidativen Stress und die Bildung von ROS und AGE (Ref. Battino et al., 1999): „Oxidative stress may result from mitochondrial electron leakage at complex III of the hydrogen-electron transfer chain [Atmungskette] on the inner mitochondrial membrane during normal metabolism … This gives rise to the single electron reduction of molecular oxygen forming the superoxide radical. In this situation increased nutritional intake of refined sugars or saturated fats … can overload the Krebs cycle, producing excess superoxide radical formation and downstream reactive oxygen species (ROS), which overwhelm mitochondrial antioxidant defence systems (superoxide dismutase 2), generating oxidative stress.”

Breite Basis, klare Tendenz, aber selektiv. Ansätze halt, „wissenschaftlicher“ Stand 2010, hasenherzig formuliert (Limitationen siehe „Cautions …“). Urvertrauen in die Studien, die noch kommen werden. Aus demselben Zeitraum stammen übrigens auch die aktuellen Meisterwerke von Gröber (sein Handbuch „Mikronährstoffe“ hat eine begeisternde Dichte), Burgerstein und Horn & Kollegen. Auch bei diesen gibt es sicherlich Revisionsbedarf.

Die Aussage zu den gesättigten Fetten darf man heute in Frage stellen. Und die überragende Bedeutung von Vitamin C, Antioxidantien (Redoxkette) und Magnesium dürfte inzwischen unstreitig sein (Pauling, Saul, Hickey, Klenner …).

Die Provinz (Freiburg) überrascht in der Tat mit merkwürdigen Merkblättern (siehe News 4.4.17). Anfang 2016 wurde dort auch im Fachbereich Hämatologie, Onkologie und Stammzellentransplan­tation eine (adjuvante) Studie zum „Einfluss einer ketogenen Diät - einer stark kohlenhydratreduzierten und fettreichen Kostform - auf die körperliche Ausdauerleistungsfähigkeit von gesunden Erwachsenen“ initiiert. Lustig zu lesen. Es wurden „gesunde Erwachsene“ als Probanden gesucht. Derweil sterben die Patienten. Obgleich man unter „Mögliche Einschränkungen und Risiken“ zu bemerken beliebt: „Aus großen randomisierten Studien mit extrem kohlenhydratarmen Diäten weiß man, dass eine langfristige ketogene Ernährung zu keinen negativen gesundheitlichen Nebenwirkungen wie Herz-, Kreislauf-, Leber- oder Nierenproblemen führt. Ein medizinisches Risiko kann daher für Sie durch diese Ernährung praktisch ausgeschlossen werden.“

Man kann diese zerebrale Immunität, diese Fähigkeit, mit Widersprüchen zu leben, ja nur bewundern. Fröhliche Wissenschaft im modernen praktischen Flachformat. Was soll Q10, solange man sich ein fröhliches Gemüt bewahrt? Die Evolution wird sich hoffentlich was dabei gedacht haben!

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1172
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 22.05.2017
 

Und wieder einmal liest jeder das aus einer Mitteilung, was er will.

Da wird aus "Bei steinzeitlicher Ernährung ohne raffinierte Kohlenhydrate tritt sie nach einer viel zitierten Studie… praktisch nicht auf"

ganz einfach "Wissen Sie, was hier steht? Low carb und no carb ist die Lösung. Das war´s auch schon."
Und nein, genau das steht das eben nicht!

 

Und ja, Ernährung hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf die Zahn(fleisch)gesundheit. Ich sehe das ganz deutlich an meinen Hunden. Strahlend weißes, gesundes Gebiss. Kein Trockenfutter sondern BARF; und gelegentlich mal ein paar übrig gebliebene Kartoffeln, Reis, selten mal ein paar Nudeln oder ein Stückchen Pizza-Rand. Halt nur nicht jeden Tag und schon gar kein industriell verpresstes Trockenfutter mit überhöhtem (!) KH Anteil. Aber auch definitiv kein NO-CARB.

Mahlzeit,
Thorsten

Veröffentlicht von : Ramona S.
Beiträge: 454
Angemeldet am : 07.06.2011
Veröffentlicht am : 21.05.2017
 

An dieser Stelle möchte ich auf einen heißdiskuituerten Buchtipp aufmerksam machen.

"Zahnarztlügen: Wie Sie Ihr Zahnarzt krank behandelt"

geschrieben von Dr. Lars Hendrickson und Dorothes Brandt.

mit immerhin 157 Kundenrezensionen darunter mind. 40 "gefühlte" Zahnärzte.

Paradontitis ist natürlich auch dabei.

 

Veröffentlicht von : UlliS
Beiträge: 209
Angemeldet am : 02.08.2003
Veröffentlicht am : 21.05.2017
 

Dazu habe ich noch einen kleinen Tipp:

Belag und Bakterien im Mundraum bzw. auf den Zähnen kann man auch ziemlich einfach und billig mit Wasserstoffperoxid (3%) entfernen. Ich spüle mir alle zwei Tage nach dem Zähneputzen den Mund damit aus. Wenn man das noch öfters macht werden die Zähne schon fast unangenehm glatt. Ein Zeichen dafür, dass die Beläge weg sind, und zwar überall, auch in den Zahn-Zwischnräumen. Das in Kombination mit Low/No-Carb -> Karies ade. Aber das ist der Medizin-Mafia wohl zu billig und zu einfach. Daran lässt sich nichts verdienen.

LG Uli

15 Beiträge
   
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