News vom 29.05.2016 - Wovon lebt das Gehirn

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Thema News vom 29.05.2016 - Wovon lebt das Gehirn

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Veröffentlicht von: GüntherS
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Angemeldet am: 21.08.2015
Veröffentlicht am: 02.06.2016

Schön, Michael, dass Du das so siehst!

Und über das Thema der dauerhaften Ketose brauchen wir erst gar nicht zu diskutieren ;-). Denn ich bin mir sicher, dass die nicht gut ist. Möglich sicher, aber nicht gut im Sinne von optimal. Ist einfach ein geniales Notfallprogramm aus unserer Jäger&Sammler-Zeit, wenn es mal für lange Zeit nichts besonders Nahrhaftes gab. Und sicher auch wert, mal für bestimmte Zeit und immer wieder mal ausprobiert zu werden. Oder ganz einfach genutzt zu werden - einfach, weil man´s kann. Aber nicht dauerhaft! Da überwiegen meiner Meinung nach dann die Nachteile. Nachteile, die allenfalls bei bestimmten Krankheiten, bei denen Ketose nachweislich wirkungsvoll ist, in Kauf genommen werden sollten. Für den weitgehend Gesunden gibt es hingegen keine Notwendigkeit, dauerhaft in Ketose zu bleiben. Obendrein wäre das ein bisschen fad, finde ich. Aber das wurde hier ohnehin schon oft erörtert.

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Veröffentlicht von: Michael M.
Beiträge: 40
Angemeldet am: 21.05.2016
Veröffentlicht am: 02.06.2016

Es ist ganz sicher kein Bug und ich glaube auch nicht, dass irgendwer, der halbwegs aufgeklärt ist, glaubt, dass physiologische Insulinresistenz per se ein Problem darstellt. Gerade dann nicht, wenn es lebensnotwendig ist (Fasten oder z. B. Nüchternläufe).

Worüber man sicher diskutieren kann: Ob dauerhafte Ketose bei gleichzeitiger, notwendiger, physiologischer Insulinresistenz gut ist für ein langes, gesundes Leben. Denn gerade das Wahren einer guten Insulinsensitivität ist ein Garant für niedrige Blutzuckerwerte und einen gesunden Zellstoffwechsel. Paradoxerweise genau das, was man nicht erwarten würde. 

Bedient man sich der Forschung, kommt man zu uneindeutigen Schlüssen. Problematisch scheint allerdings zu sein, Insulin und seine Signale komplett herunterzufahren. 

Es scheint allgemein zwei wesentliche Richtungen zu geben: Entweder, der "Proband" wird sehr insulinsensitiv, kann Glukose sehr gut verarbeiten, oxidiert und verbraucht viel (folgend: niedrige Insulin- und Blutzuckerspiegel), oder Glukose wird weitestgehend gemieden, allerdings nicht so stark, dass sich eine zu starke (p.) IR entwickelt, da sonst paradoxe Erscheinungen auftreten, die ebenfalls zu Glykolysierungen etc. führen. 

 

 

 

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Veröffentlicht von: GüntherS
Beiträge: 141
Angemeldet am: 21.08.2015
Veröffentlicht am: 02.06.2016

Servus Michael!

Ja, genau! Das mit der „physiologischen Insulinresistenz“ wollte ich nicht in den Mund nehmen, da das viele immer noch als Schimpfwort bzw. als Makel ansehen, was es aber natürlich nicht ist. Die physiologische Insulinresistenz – oder genauer: der Mechanismus, dessen Auswirkungen man als „physiologische Insulinresistenz“ bezeichnet – besteht eben in einer „dauerhaften“ Verschiebung des homöostatischen Gleichgewichts in Richtung höherer Blutzuckerwerte (nüchtern, während und nach Belastung), weil die Glukoneogeneserate – trotz der von Thorsten St. immer wieder genannten, beeindruckenden Werte (angeblich 180 - 200g pro Tag) – nicht ausreichen würde, den Blutzucker hoch zu halten. Gilt vor allem für den leistungssportlich orientierten oder schwer arbeitenden (gesunden) Menschen.

Vielleicht habe ich Thomas´ Aussage falsch verstanden. Für mich klang es so, als würde er den Verlauf seiner Blutzuckerwerte als „Bug“ sehen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass das in der Tat viel mehr ein respektables „Feature“ ist ;-). Und man das eben bei vielen Ausdauersportlern so vorfindet (beim falschen Arzt gelten diese dann rasch als „krank“ oder zumindest als „gefährdet“). Danke für Deinen Hinweis!

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Veröffentlicht von: Michael M.
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Angemeldet am: 21.05.2016
Veröffentlicht am: 02.06.2016

Grüß dich Günther, 

Wenn Du „Zuckerverbrenner“ bist und regelmäßig, länger und durchaus härter trainierst (läufst in Deinem Fall), dann würde ich als Dein Körper auch darauf achten, dass ich nach dem Laufen via Glukoneogenese schnell dafür sorge, dass die Blutzuckerwerte und Glykogenvorräte wieder auf dem Ausgangswert sind ...

Der Körper bringt den Blutzucker schnell wieder hoch, weil der muskuläre Fettstoffwechsel gut trainiert ist und die physiologische Insulinresistenz schnell greift. Die Glukoneogenese könnte, bei hohem Glukose-Verbrauch im Muskel, niemals alleine den Blutzuckerspiegel über 100 halten. Genau deshalb gibt es die physiologische Insulinresistenz, die sich auch gut am morgendlichen Nüchternblutzucker erkennen lässt.

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Veröffentlicht von: GüntherS
Beiträge: 141
Angemeldet am: 21.08.2015
Veröffentlicht am: 02.06.2016

Hi, Thomas! Eigentlich wollte ich ja nur den Irrtum aufklären, der Doc. hätte noch nie gesagt, was er im Prinzip unter „no-carb“ verstünde. Mag sein, dass er in seinen News einen anderen Ton anschlägt als in den Büchern. Und wenn Ihr meint, er hätte das mit den raffinierten, schnellen Kohlenhydraten IN DEN NEWS nie erwähnt, dann mag das stimmen. Aber wir wissen ja, was er mit den News-Beiträgen bezweckt, und dass er hierbei gerne anstachelt, verkürzt, übertreibt und auf jeweils ganz bestimmte Spezialthemen fokussiert. Aber das darf man dann nicht 1:1 umsetzen wollen und unreflektiert für bare Münze nehmen. Denn anderenfalls müsste man auch generell schlussfolgern, dieses Seite hier wäre nur etwas für Triathleten oder sonstige Ultraausdauersportler, während seine Bücher für Otto Normalverbraucher gedacht wären. Für mich macht es vor allem die Kombination dieser beiden Quellen aus.

Was Deine, aus meiner Sicht für leistungssportlich orientierte Ausdauersportler typischen Blutzuckerwerte betrifft, so hat das aus meiner Sicht etwas mit Homöostase zu tun. Wenn Du „Zuckerverbrenner“ bist und regelmäßig, länger und durchaus härter trainierst (läufst in Deinem Fall), dann würde ich als Dein Körper auch darauf achten, dass ich nach dem Laufen via Glukoneogenese schnell dafür sorge, dass die Blutzuckerwerte und Glykogenvorräte wieder auf dem Ausgangswert sind, falls der Typ (also Du ;-) ) schon bald wieder wie ein Irrer :-) durch die Gegend hirschen möchte. Homöostase eben.

Und wenn man Nüsse reinstopfen muss, weil man nicht abnehmen (!) will, ist man eigentlich auch ein „Gewichtsproblematiker“ ;-). Aber das ist dann aus Sicht der meisten hier eher ein Luxusproblem und sollte daher nicht als allgemeiner Ratschlag gegeben werden.

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Veröffentlicht von: Thomas V.
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Angemeldet am: 27.01.2016
Veröffentlicht am: 01.06.2016

hallo günther. der doc macht immer einen großen unterschied bei der carbthematik in seinem büchern oder in den news. o-ton von ihm:

die bücher schreibe ich für die 90% nicht carbaufgeklärte (...) ...denn verkaufen möchte er seine bücher ja schon...

zu den zweihändevoll nüssen: das ist wohl eher eine angabe für gewichtsproblematiker. ich muss bei low carb eher zusehen, wo ich die kalorien herkriege, denn ich will nicht abnehmen!

in seinen news äußerte er sich grundsätzlich so, dass er keinen unterschied bei den carbs macht. Auch hier der o-ton: alle carbs werden zu glukogen, fordern insulin, hindern die fettverbrennung.

Grundsätzlich war der alternativStoffwechsel der fettstoffwechsel.der begriff gluconeogenese habe ich in den news nur im Zusammenhang mit dem nutzen des laufens gelesen...durch das laufen soll der restzucker verbrannt werden und der körper in die fettverbrennung gezwungen werden.

bei mir sieht das aber so aus: vor dem laufen zuckerspiegel 105 mg, nach dem laufen zucker 85, nach 2 stunden ohne essen wieder 105mg.

 

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
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Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 01.06.2016

Markus, hast Recht {#emotions_dlg.wink}

 

 

Es scheint aber im Akzeptanzbereich vom Doc zu liegen.

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Veröffentlicht von: Markus
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Angemeldet am: 25.07.2013
Veröffentlicht am: 01.06.2016

Nicht der Doc zieht dort die Obergrenze bei 20 Gramm- sondern er zitiert nur indirekt Phinney, den Studienleiter:

 

"This was followed by four weeks of a eucaloric ketogenic diet (EKD), isocaloric and isonitrogenous with the EBD but providing less than 20 g CHO daily." 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6865776

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
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Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 01.06.2016

Also der Doc zieht die No-Carb Grenze bei weniger als 20g/KH pro Tag:

http://www.strunz.com/de/news/marathon-ohne-kohlenhydrate.html

" ...nach 4-wöchiger No Carb Diät (weniger als 20 g Kohlenhydrate täglich) ..."

 

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Veröffentlicht von: GüntherS
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Angemeldet am: 21.08.2015
Veröffentlicht am: 01.06.2016

Thomas, diese 100g-Grenze ist mir neu bzw. wage ich zu behaupten, dass es diese nicht gibt - ja, gar nicht geben kann! Denn das würde ja bedeuten, dass ein 50 kg leichtes Weibchen (dazu zähle ich mal Mira, wenn ich ihre Zahlen richtig interpretiere) und ein fast doppelt so schweres, hart trainierendes Männchen (dazu zähle ich mal Dich, auch wenn das bloß ein Schuss ins Blaue ist) die gleiche Grenze hätten. Kann ja wohl nicht sein ;-). Also kann es auch nie einen fixen, allgemeingültigen Zahlenwert geben.

Wenn man sich die diversen Studien zu low carb Diäten ansieht, dann sieht man, dass die diesbezüglichen KH-Gaben auch stark differieren. In einer oft zitierten, leider schlecht gemachten Studie sehen die Autoren zum Beispiel 140g KHs pro Tag als Low Carb Diät an. Oft wird aber bereits bei nicht einmal der Hälfte dieses Wertes bereits die Grenze gesetzt, obwohl das dann – zumindest vom KH-Anteil her – wohl schon eher in Richtung ketogene Diät geht. Wiederum andere sprechen bereits von „low carb“, wenn die Kohlenhydrate gegenüber der DGE-Ernährung bloß reduziert sind. „Carb reduced“ wird dann schnell mit „low carb“ gleichgesetzt. Bei 55 % KHs und, sagen wir mal, 2.000 kcal pro Tag (wie eine typische DGE-Empfehlung für Frauen lautet), wären das rund 270 g Kohlenhydrate. Eine Ernährung mit bloß 200g KH pro Tag würde dann vor dem Hintergrund der DGE-Empfehlungen mitunter auch schon als „low carb“ durchgehen.

Es gibt also keinen allgemeingültigen, absoluten Zahlenwert als Grenze zwischen „low carb“ und „normal“. Allenfalls könnte man den Versuch machen, die KH-Menge auf das Körpergewicht (noch besser: auf die magere Körpermasse) zu beziehen, wie ich es in einem früheren Beitrag vorgeschlagen hatte. Aber selbst da sind wohl die individuellen Unterschiede zu groß, als dass man da eine allgemeingültige Grenzdefinition treffen könne.

 

Und weil ich schon online bin … zur No-Carb-Definition unseres Doc:

Natürlich hat er immer wieder darauf hingewiesen, dass „no carb“ allenfalls eine anzustrebende Stoßrichtung, eine Tendenz aufzeigen solle, aber es war doch niemals wörtlich zu sehen. Auch, weil das ja gar nicht möglich wäre. Selbst in so etwas Unverdächtigem wie einem Hühnerei steckt ja schon rund ein halbes Gramm KH drinnen. Nicht wenige essen davon gleich 10 Stück am Tag. Dazu dann noch Gemüse satt, wie es der Doc stets empfiehlt, vielleicht auch noch Milchprodukte, wenn man es verträgt,… ein „no carb“ wäre technisch ja gar nicht möglich.

Hab mir schnell zwei Buchstellen rausgesucht, wo sich das für jeden sinngemäß erschließt.

In „Das neue Forever Young“ aus dem Jahr 2014 schreibt er auf Seite 208 bei den „Iss-dich-jung-Regeln“ unter Punkt 2: „No carb! Sie lassen jetzt vier Wochen lang den Zucker weg, die Stärke weg. Keine Nudeln, kein Brot, keine Kartoffeln, keine Süßigkeiten, keine süßen Getränke. Ausnahme: Sie wollen es nicht so streng machen. Dann finden sie auf Seite 250 eine Übersicht mit Luxus-Kohlenhydraten. …“ Dies ist also eine deutliche Erklärung, dass es bei „no carb“ nicht um das Weglassen sämtlicher Kohlenhydrate geht, sondern nur gewisse Arten von Kohlenhydraten (die üblichen Verdächtigen eben) ein No-go sind.

Oder im bekannten „Tomatenbuch“ schreibt er auf Seite 116 bei den „No-Carb-Schnupperwoche-Regeln“ zum Beispiel: „Mit unseren Rezepten tanken Sie nicht mehr als 30g Carbs. Das ist sehr streng für diese Woche. Aber: so haben Sie weitere 30g Carbs, die in der Regel ganz von selbst irgendwo auftauchen. Carbs, die Ihnen einfach so untergejubelt werden. Im Medikament, das Löffelchen Honig, wenn Sie was (sic!) Süßes brauchen, der Eiweißdrink für die Nacht, die Handvoll Beeren zwischendurch.“ Auch hier also ganz klar, dass niemals ein absolut kohlenhydratloses Leben gefordert wird. Hier sind beispielsweise sogar rund 60 Gramm (30 + 30) bei „no carb“ erlaubt.

Und ich bin mir sicher, dass der Doc. das auch wörtlich so geschrieben hat, dass „no-carb“ nur als Tendenz zu sehen sei – als mehr oder weniger frommer Wunsch also -, nur finde ich die Stelle auf die Schnelle nicht.

Für mich ist klar. „No-carb“ sollte weitgehend angestrebt werden. Mit Refeed-Days und den unvermeidbaren Ausrutschern kommt man dann im Schnitt sowieso nur mehr auf ein brauchbares „low carb“. Mehr braucht es aber für die allermeisten auch nicht. So habe ICH den Doc. auch stets interpretiert. Eben auch, weil anderes ja gar nicht machbar wäre.

Und zum 500g-Schälchen Erdbeeren … in meiner Kindheit musste das für eine vierköpfige Familie ausreichen und gab es das auch nur zur Saison im Sommer. Wir waren übrigens alle schlank und fit ;-). Und bei 100g Nüssen muss man schon sehr große Hände haben, um die vom Doc. empfohlenen „Zwei Handvoll Nüsse“ nicht zu überschreiten ;-).

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
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Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 01.06.2016

Hi Mira,

 

"habe nur eine Diskrepanz zwischen Energie und Puls. Gerade wenn ich denke, auja! und dann richtig in die Vollen gehen will- es mich gerade innerlich dazu treibt, sagt mein Puls: PIEP! Verstehe ich grad nicht so."

Zu geringer Energieumsatz da zu wenig Carbs.
Bei gleicher Leistungsanforderung (mit geringer Intensität), ist der Puls bei vorwiegend Fettstoffwechsel i.d.R. spürbar höher, als bei vorwiegend Carb-Stoffwechsel. Bei mir berträgt der Unterschied bis zu 10 Pulsschläge/Minute (gleiche Laufleistung Nüchternlauf vs. Carb-Lauf). Einen Energieträger zu verwerten, der "einfach zur Verfügung steht" ist weniger aufwändig, als erst mühsam verschiedene Konversionsschritte durchlaufen zu müssen oder nur im niedrigerintensiven Fettstoffwechsel dahin zu dümpeln.

 

"Oder reizt man tatsächlich den Maximalpuls aus?
Thorsten St. Du weißt doch bescheid.... {#emotions_dlg.smile} Maximalpuls?"

Kommt drauf an, wie du dein HIIT gestaltest. Bei Belastungshasen von 10-20s mit 90-95% 1RM mit anschließender Pause von 5:00 oder mehr, arbeitet der Muskel vorwiegend anaerob. Der Puls geht dann (mit ~20s "Verspätung") auf ca. 80%HFmax und anschließend wieder deutlich runter.
Bei Belastungsphasen von >30s mit ~80-90% 1RM und Pausen von <2:00, arbeitest du dich mit jedem Satz näher an deinen Maximalpuls heran. So spätestens bei dem 4. oder 5. Satz solltest du im Bereich deines Maximalpulses ankommen. Je länger und höher die Belastung und je kürzer die Pausen, desto schneller geht das. Besonders fix geht das bei mir bei Tabata Training (20s Übung mit max Intensität mit  10s Pause im Wechsel; 8x). Wenn man das Ganze mit Pulsgurt macht fällt die Herzfrequenz währedn des Messens / Zählens nicht schon wieder  ab.

"Achso. Muskelaufbau strebe ich nicht wirklich an. Mir reicht mein Mini-sixpack."

{#emotions_dlg.smile}

"Außerdem treten bei mir jetzt schon die Adern so hervor. Das würde ja dann noch schlimmer, oder täusche ich mich da?"

Das ist mir so bei mir noch nicht aufgefallen.
Hervortretende Adern würde ich eher im Bereich suboptimaler Bindegewebsfestigkeit verorten. Da kann ich mich aber auch komplett irren.

 

"Aber die Zeitersparnis finde ich schon bemerkenswert."

In der Tat {#emotions_dlg.wink}

 

Unterm Strich bleibt festzuhalten: Sportliche Leistung mit geringer Intensität (z.B. extensives Ausdauertraining, Nüchternläufe) geht auch mit wenig Kohlenhydraten. Bei steigender Intensität wird die Bereitstellung von Kohlenhydraten als Energielieferant aber immer wichtiger. Für die Regeneration ist es wichtig, dass (genügend) Eiweiß als Zell-Baumaterial zur Verfügung steht und nicht im wahrsten Sinne des Wortes "verheizt" wird.

 

LG,
Thorsten

 

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Veröffentlicht von: Mira_L
Beiträge: 46
Angemeldet am: 16.05.2016
Veröffentlicht am: 01.06.2016

Thomas, ich habe ja auch nur von MIR geschrieben... Ich esse kein halbes Kilo Erdbeeren auf einen Schlag. {#emotions_dlg.laughing}

 

LG

Mira_L

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Veröffentlicht von: Thomas V.
Beiträge: 181
Angemeldet am: 27.01.2016
Veröffentlicht am: 01.06.2016

...mira, ich redete von einem 500g-schälchen erdbeeren. das sind dann 40g kh/fructose. dazu 500g gemüse - je nach art des Gemüses - ca.30g kh, plus 100g nüsse ca.5 bis 10g, dazu noch ein wenig quark und joghurt. damit habe ich meine 100g-low carb-grenze erreicht.

weiss eigentlich jemand, warum gerade 100g carbs als grenze für die low carb definition gelten?

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Veröffentlicht von: Mira_L
Beiträge: 46
Angemeldet am: 16.05.2016
Veröffentlicht am: 01.06.2016

Hallo Zusammen,

ups, da hab ich ja was mit meinen pauschalen Aussagen über die Atkins-Diät und "no-carb" losgetreten. {#emotions_dlg.laughing}

Ok. Atkins hab ich nur sehr sehr kurz praktiziert (Phase 1 und nur um mal zu "testen"). Also kann ich da eigentlich nicht wirklich mitreden. Danke also für die Info.

 

Und zu den carbs: Eine Schale Erdbeeren haben ca. 15g KH. 200g Salat (z.B. zu Mittag) hat 5g. Gemüse hat durchschnittlich 6g KH/100g.

Natürlich halte ich mich nicht sklavisch an meine 50g KH/Tag. Es gibt Tage, da esse ich weniger, an anderen Tagen mehr. So what?! Aber im Schnitt hab ich so 50g pro Tag. Das sind eben meine "Läuse und Flöhe".

Dass das nicht 1:1 auf andere Personen übertragbar ist, weiß ich ja auch.

 

 

HIIT probiere ich einfach aus. Einfach so. Mal gucken. Macht mir gerade auch echt Spaß. Seit ich das Arginin nehme habe nur eine Diskrepanz zwischen Energie und Puls. Gerade wenn ich denke, auja! und dann richtig in die Vollen gehen will- es mich gerade innerlich dazu treibt, sagt mein Puls: PIEP! Verstehe ich grad nicht so. Oder reizt man tatsächlich den Maximalpuls aus?

Thorsten St. Du weißt doch bescheid.... {#emotions_dlg.smile} Maximalpuls?

Achso. Muskelaufbau strebe ich nicht wirklich an. Mir reicht mein Mini-sixpack. Außerdem treten bei mir jetzt schon die Adern so hervor. Das würde ja dann noch schlimmer, oder täusche ich mich da?

Aber die Zeitersparnis finde ich schon bemerkenswert.

 

LG

Mira_L

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Veröffentlicht von: Thorsten St.
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Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 01.06.2016

Hi Mira.

Wofür machtst Du eigentlich HIIT?
Normalerweise ist das gedacht für Kraft- und Muskelzuwachs. HIIT, besonders das erste "I" (=intensives) heißt, dass die Belastung weit(!) über dem Niveau liegt / liegen muss, dass man durch Energiebereitstellung per Fettstoffwechsel erreicht. Hier werden KH benötigt, sonst ist nichts mit "intensiv" und auch mit den Intervallen (mehrfache Wiederholung der Trainingssätze) wird das nichts.

50g Carbs und HIIT ist vergebliches Training.

Dein Körper produziert sich pro Tag locker 180-200g Glukose selber. Dazu geht dann der größte Teil deiner 1g/kg KG Eiweiß drauf und wenn du Pech hast auch noch ein Teil muskulärer Eiweißreserven. Für eine Ketose dürfte 1g/kg KG auch schon zuviel sein (HIIT und Ketose bringt übrigens noch weniger).

Tot umfallen wirst du bei Carb-Abstinenz natürlich nicht, aber deine sportliche (Hoch)Leistungsfähigkeit wird deutlich eingeschränkt. Ebenso deine Regenerationsfähigkeit!! Ist auch logisch. Wenn der Körper Bau- und Reparaturmaterial (Eiweiß) als Brennstoff vergeudet...

Und wie Thomas schon schrieb, No/Low-Carb ist No/Low-Carb; da ist keinerlei Differenzierung enthalten; schon allein semantisch nicht. Der Doc hat (leider) ein ums andere Mal jegliche(!) Carbs undifferenziert verurteilt und abgelehnt.

LG,
Thorsten

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Veröffentlicht von: Markus
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Angemeldet am: 25.07.2013
Veröffentlicht am: 01.06.2016

"Atkins ist wirklich No-Carb. Aber wer will das schon?"

 

Nöö, wenn du mal sein Orignalbuch gelesen hättest so unterscheidet Dr. Atkins mehrere Phasen:

 

1. ketogene Induktionsphase

2. Balancingphase: langsam mehr Gemüse

3. Finetuning: zunehmend mehr KH

4. Maintenance: (Zielgewicht errreicht) soviel KH zu sich nehmen, um das Gewicht zu halten

 

Phasen 1 bis 3 sind im Deutschen eine temporäre "Diät", Phase 4 dagegen eine dauerhafte Ernährungsform.

Nur in Populärverdummungsmedien steht was  von "dauerhaft ketogen", OK?

 

 

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Veröffentlicht von: Thomas V.
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Angemeldet am: 27.01.2016
Veröffentlicht am: 01.06.2016

oh nein mira, die no-carb-definition des docs ist für mich neu!

er redete immer von maximal 50g carbs. die erreiche ichproblemlos mit nüssen, gemüse und co.

liefert mais nur leere kalorien? karotten? schnell mal 500g frische erdbeeren...

auch kartoffeln liefern mehr als nur stärke! ...stehen beim doc aber auf dem index!

selbst vollkornbrot liefert nicht nur leere kalorien. 

die no carb gleich leere carbs-variante ist für mich schwammig. ich persönlich zähle alle carbs und lasse die "speed-carbs" möglichst weg...und dazu gehört auch z.b. der mais.

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Veröffentlicht von: Mira_L
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Angemeldet am: 16.05.2016
Veröffentlicht am: 31.05.2016

Hallo Thorsten St.

Hey, ich dachte ganz im Ernst das sei klar gewesen, dass es nur um die künstlichen carbs wie Zucker, Weißmehl und solche Sachen eben geht.

Wenn man No-Carb predigt und Gemüse satt empfiehlt, sowie ausgewähltes Obst, so kann das doch schon gar kein "echtes" no-carb mehr sein. So gesehen war für mich persönlich immer klar, was mit no-carb gemeint war und ist.

Und das ist auch keine Schleimerei. Vielleicht hat mir auch meine (sehr sehr kurze) Atkins-Erfahrung mit heftig echtem No-Carb nur die richtige Richtung gezeigt?!

Atkins ist wirklich No-Carb. Aber wer will das schon?

 

Zum Thema:

Ich lebe nun schon seit geraumer Zeit eine Art Keto-Gemüse-Ernährung mit minimal Obst, 1 g Eiweiß pro Kilo Körpergewicht (mal natürlich, mal als shake- die fddb-Seite hilft zum Einstieg) und täglich Bewegung. Und ja ich probiere gerade aus, wie es abwechselnd mit HIIT und Ausdauer funktioniert. Meine ersten Lauferfahrungen draußen waren weniger erfolgreich, aber da bleib ich dran. Wäre ja gelacht.... {#emotions_dlg.wink} Der Crosstrainer ist mir dann jetzt doch zu einseitig....

Also summa summarum nehme ich 50 g KH zu mir, die ich aber auch entsprechend wieder verheize.

Meine Gedächtnisleistung wird (von externer Seite) als sehr gut beurteilt und ich verfüge, gerade was den Bildungssektor angeht (auf nähere Details möchte ich gerade nicht eingehen) über eine außerordentlich rasche Auffassungsgabe und Zitat: "schnelle Erfassung logischer Zusammenhänge und außerordentlich breit gefächtertem Transferdenken."

Das hat mich selbst schon ziemlich überrascht. Hat mir doch irgendjemand mal erzählt, ohne Glukosezufuhr würde ich quasi über kurz oder lang "tot umfallen".

Im Alltag bestätigt sich o.g. Einschätzung insofern, als dass ich seitens meiner "Kollegen" immer wieder um Hilfe und Erläuterung logischer Zusammenhänge gebeten werde und ich gefragt werde, welche "Technik" ich benutze, um mir relativ rasch umfangreiches Wissen aneignen zu können.

Zugegeben, das ist nicht allein mein Hirn, sondern eine Mischung aus eine Art Work-Life-Lern-Move-Eat- Balance, die ich mir für mein Leben eben passgenau zugeschnitten habe und: Eine ganze Menge Ehrgeiz und Disziplin.

Fazit: Die Mischung machts.

 

LG

Mira_L

 

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Veröffentlicht von: Markus
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Angemeldet am: 25.07.2013
Veröffentlicht am: 30.05.2016

Etwa 8% des Fettes in der Muttermilch sind MCT, also mittelkettige Fetttsäuren:

http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11745-006-5040-7#/page-1

 

Daraus können auch ohne weitere Umstände- also auch bei gleichzeitig hohem Blutglukosewert- Ketonkörper gebildet werden:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelkettige_Triglyceride#Physiologische_Eigenschaften_und_Metabolismus

 

weiterhin hatte ich hier ja schon einmal geschrieben

http://www.strunz.com/de/forum/zu-saeuglinge-sind-klueger/?p=1

Eine andere Studie dagegen hatte über 21.000 Neugeborene mit dem Chromatographen auf Ketonkörper gemessen- also sehr präzise!- und nur bei 47(!) nennneswerte Ketonkörper gefunden: "Of the 21,342 neonates that were screened, 47 had significant ketosis. The organic acid profile accompanying ketosis in the urine of neonates followed the pattern of ketotic dicarboxylic aciduria in approximately half of the cases. Ketosis was more often found in neonates nourished by breast feeding (33 out of 47). Over half of the neonates showing ketosis (28 out of 47) were asymptomatic." http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11482735

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Veröffentlicht von: Thomas V.
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Angemeldet am: 27.01.2016
Veröffentlicht am: 30.05.2016

das säuglinge in der ketose leben, ist gut möglich und auch sinnvoll.

ich fragte mich immer, wie das funktionieren soll, bei dem hohen anteil von zucker in der muttermilch. dazu las ich mal in der zeit-online eine interessante erklärung:

nur 10% des zuckers werden vom kindlichen Organismus aufgenommen. die restlichen 90% werden ausgeschieden und dienen dabei dem darm zum aufbau von kohlenhydrat verarbeitenden enzymen!

die no-carb-definition des docs ist schon speziell...sicher aber nicht ketosefähig. damit kann ich mir ohne probleme 200g carbs genehmigen, geht auch ohne leere kohlenhydrate, schone meine eiweissreserven und bin eindeutig im zuckerstoffwechsel.

zu den ketonen, die das gehirn nutzt...nutzen kann:

hier gibt es 2 arten. die einen werden.zu anfang der ketose gebildet, die kann das gehirn nicht nutzen. die anderen werden in stabiler ketose gebildet, wenn der körper kaum noch carbs bekommt...und zwar wirklich kaum noch...und auch wenig eiweiss erhält.diese nutzt auch das gehirn und die werden in diesem Zustand auch nicht mehr mit dem urin ausgeschieden.

mit anderen worten: erst wenn wirklich nichts mehr da ist, fällt der körper in diesen hungermodus. ob das eine optimale Ernährungsform ist..?

ich wage das zu bezweifeln.

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