News von heute (vegan nach Esselstyn)

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Thema News von heute (vegan nach Esselstyn)

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 05.03.2015

Ich schliesse mich Markus‘ Analyse und seinen weitergehenden Empfehlungen an. Die einzig zulässige Schlussfolgerung und (eigentlich dramatische) Konsequenz daraus wäre aber, dass sowohl eine Kohlenhydratmast nach Esselstyn und anderen einerseits als auch eine protein-/fettreiche, ketogene Ernährungsform nach Strunz und anderen anderseits eigentlich von nachrangiger Bedeutung sind. Eigentlich zwei unvereinbare Positionen, aber „die Extreme berühren sich“. Sprichwörtlich essentiell jedoch wären demnach natürliche, nicht bzw. möglichst wenig industriell verarbeitete, möglichst roh genossene Nahrungsmittel. Dann wären wir aber (leider) wahrscheinlich bald wieder bei den seit Jahrzehnten verlautbarten offiziellen Empfehlungen für eine sog. „ausgewogene Mischkost mit möglichst naturbelassenen Nahrungsmitteln“, die damit alle 3 Makronährstoffe (Aminos, Fette, Carbs) abdeckt. Wo zieht man die Linie zwischen natürlich und man-made? Sind geröstete Kakabohnen/-nibs noch natürlich oder bereits zu stark prozessiert? Proteinpulver mit Wasser angerührt? Ist Brot schon ein industrielles Kunstprodukt wie Gummibärchen; beiden liegen Naturprodukte zugrunde (Getreide bzw. Kollagen/Protein)? (Zuviel) Fructose und Glucose in vom Menschen hochgezüchteten, somit semi-industriellen Früchten und Obst? Etc. pp. Paleo scheint wegen der schwierigen und aufwendigen Praktikabilität für grössere Bevölkerungsgruppen auch nicht der (Aus)Weg zu sein…

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Veröffentlicht von: Jürgen K.
Beiträge: 30
Angemeldet am: 28.06.2008
Veröffentlicht am: 02.03.2015

@Alexander: also Gemüse reduzieren, um KH zu meiden ist m.E. aber nicht sinnvoll: Gemüse ist doch die Basis der neuen Ernährungspyramide und kann in rauen Mengen gegessen werden wg. der lebenswichtigen Pflanzenstoffe (siehe auch Strundz-Pyramide). Allenfalls Obst kamm man wegen der nicht so guten Fructose stark reduzieren. Fett auf ein Minimum reduzieren? Ein hoher Fettanteil fördert doch die Umstellung auf den Fettstoffwechsel, also positiv, wenn es die richtigen Fette sind (wie Kokusöl z.B.). Gesunde Fette erhöhen auch nicht den schädlichen Cholesterin-Spigel. Alles bewiesen (acu z.B. Eier in großen Mengen erhöhen nicht die Blutfettwerte...)

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Veröffentlicht von: Alex L.
Beiträge: 3
Angemeldet am: 24.02.2015
Veröffentlicht am: 26.02.2015

Hallo Markus, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich bin nun nochmal in mich gegangen und habe beschlossen den LowCarb-Ansatz beizubehalten. Allerdings werde ich meinen Fleischanteil (bisher teilweise 2x pro Tag) deutlich reduzieren (mageres Geflügel und Bio Rind). Die Milchprodukte werde ich versuchen ganz zu streichen (Ausnahme Whey Shake). Dagegen werde ich die Carbs in Form von Hülsenfrüchten, Gemüse und Obst erhöhen (bisher habe ich das immer vermieden, da ich versucht habe in Richtung NoCarbs zu kommen). Eventuell werde ich nach meinem frühmorgentlichen Krafttraining sogar noch etwas Vollkornreis oder Haferflocken verzehren. Mein Fett (bisher recht viel Kokosöl und Albaöl) werde ich auf eine Minimum reduzieren (vielleicht etwas Leinsamen oder Chia-Samen in die Haferflocken). Ich hoffe damit eine ordentliche Kombination für meinen Sport und die Gesundheit gefunden zu haben :-) Auch wenn Esselstyn meint man müsse seinen Ansatz zu 100% und ohne Ausnahmen verfolgen, bin ich zu stark von der LowCarb-Lebensweise überzeugt.

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Veröffentlicht von: Markus
Beiträge: 578
Angemeldet am: 25.07.2013
Veröffentlicht am: 25.02.2015

Hallo Alexander, Esselstyn heisst von den Makros her 80% Carbs, 10% Fett und 10% Protein. Strunz (bei gleichbleibendem Gewicht) 30% Protein, 65% Fett und 5% Carbs. Eigentlich unvereinbar diese beiden Welten. Aber was haben sie gemeinsam? "Essen Sie Leben". Auf dem Fehlen von Aromen, Konservierungsmitteln und ähnlichem Müll. Auf dem Fehlen von hochglykämischem Zeugs wie Weißmehl und Zucker. Also unverarbeitete, frische Lebensmittel. Die Betonung von der Masse her liegt auf Gemüse. Darin sind sich die beiden einig! Im Sportprogramm ebenso (beinahe). Ob jetzt tierisches hinzukommt ist erstmal eine ethische Frage. Falls nicht, so muss jedenfalls zwingend supplementiert werden für eine optimale Gesundheit. Wer mit weniger als dem Oprtimum zufrieden ist, der kann auch nur bei seinen B12-Tabletten und dem täglichen 2 EL Leinöl als beinahe alleiniger Fettquelle bleiben. Zu den Makros: Historisch gesehen gab und gibt es Urvölker, die die beiden Extrema der Energieaufnahme (also 70-80% aus Carbs oder 70 bis 80% aus Fett, vorwiegend tierischen Ursprungs) abgedeckt haben: auf der einen etwa die Kitavia und auf der anderen die Massai oder die berühmten Inuit. Wobei die Massai-Kultur deutlich, deutlich älter ist als die der Inuit (max. 4000 Jahre), also den besseren Vertreter darstellt. Und beide Teile des Spektrums führen jeweils zu Kulturen, bei denen unsere "Zivilisationskrankheiten" unbekannt sind, die Lebenserwartung für Zwanzigjährige (ausgeklammert die Unfälle) liegt bei merklich über 60 Jahren. Das zeigt doch nur, wie flexibel der Mensch ist. Geht man von einem gesunden(!) Menschen aus, so kommt mam auch gut mit einem relativ hohen Anteil an Carbs klar. Auch wenn hier Kopfschüttelen ausbrechen mag: die Inuit lebten nicht in dauerhafter Ketose! (1000 Euro für denjenigen, der mir dies widerlegt.). Die Betomung liegt dabei auf langsamen Carbs wie Hülsenfrüchten und Wurzelgemüse sowie Obst, möglichst nicht denaturiert und mit viel Ballaststoffen gegessen, die die Glucose-Abgabe im Darm weiter verlangsamen. Wer nach Esselstyn leben möchte, dem kann ich nur empfehlen, eine Ausnahme zu machen und zumindest einmal die Woche Fisch oder wenigstens Muscheln (enthalten EPA/DHA, haben aber kein zentrales Nervensystem) sowie ein Dutzend Eier zu essen: Der ethische und ökologische Impact ist damit gegenüber dem Durchschnittesser um mind. 90% gesenkt, mehr ist in meinen Augen nur was für Perfektionisten, die auch bereits sind, den Preis dafür zu zahlen. Man muss nicht immer alles zu 100% korrekt machen... Bei E. würde ich auch den Proteinanteil erhöhen und jeden Tag einen oder zwei Eiweißshakes trinken, die in pflanzlichen Proteinen unterrepräsentierten Aminos wie Lysin, Trypophan und BCAA kann man sich dort auch einzeln untermischen. Die in Folge mangelnden Stoffe wie Carnitin, Crearin, Carnosin, ALA, Retinol, Glycin, Prolin, Cholin, B12, Eisen und Zink kann man auch in synthetischer Form schlucken. Also wer meint, es zu müssen, sollte es schon richtig machen. Und wenn nicht, dann bitte nicht groß herumheulen. Ich für meinen Teil hole mir das all lieber aus dem medium-rar gebratenen Steak, der pürierten rohen Leber und der Knochenbrühe vom Rind, das immer auf der Weide stehen durfte. Oder aus dem Schmorbraten vom Kanguruh, das wild geschossen wurde.

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Veröffentlicht von: Alex L.
Beiträge: 3
Angemeldet am: 24.02.2015
Veröffentlicht am: 24.02.2015

Die Ernährungsstrategie von Esselstyn widerspricht aber den Strunz-Empfehlungen weitgehend. Bei Esselstyn gib es eine rein vegane Ernährung. Zusätzlich sind sogar Nüsse, Avocados und Öle verboten. Stattdessen wird Vollkorngetreide(!), viel Obst, Hülsenfrüchte und Gemüse empfohlen. Klar ist eins - beides sind Ansätze, die Krankheit vor der Entstehung zu verhindern, anstatt mit Medikamenten zu schießen wenn das Kind erst mal in den Brunnen gefallen ist. Stellt sich nun die Frage welche Ernährungsweise besser funktioniert - Strunz oder Esselstyn. Bei mir selbst funktioniert Low Carb in den letzten Jahren ganz gut. Vegan habe ich allerdings nie probiert. Gibt es hier Menschen die schon beides über längere Zeit ausprobiert haben?

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