ohne Auto

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Thema ohne Auto

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Veröffentlicht von: Angelika S.
Beiträge: 109
Angemeldet am: 02.10.2005
Veröffentlicht am: 29.12.2009

Klasse, du bist bestimmt fit. Ich möchte trotzdem auf das Auto nicht verzichten. Mit Kleinkind im Schlepptau ist einkaufen doch etwas schwieriger.

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Veröffentlicht von: Michaela W.
Beiträge: 1653
Angemeldet am: 19.11.2008
Veröffentlicht am: 29.12.2009

Hallo zusammen, ich freue mich sehr über die überwältigende Resonanz. Mir ist vollkommen klar, dass ich Glück habe, weil alles so bei mir funktioniert. Bin weit entfernt davon, zu glauben, dass es in jeder beliebigen Lebenssituation umsetzbar wäre. Ich lebe natürlich in der Stadt. Getränkemarkt brauche ich nicht, da ich nur Leitungswasser trinke. Wochenmarkt findet 10 Min. Fußweg entfernt statt. Mein Mann fährt auch mit dem Fahrrad einkaufen, also muss ich nicht alles allein schaffen. Viele Dinge addieren sich da, und ich musste auch jahrelang dran arbeiten, dass es so klappt, wie ich mir das vorstelle. Eine gut bezahlte 30 Stunden Woche fällt einem nicht in den Schoß. Und eine bezahlbare Wohnung in 10km Entfernung zum Job muss man erst mal finden. Na ja, und einen Mann muss man liebevoll immer wieder davon überzeugen, dass man den Haushalt nicht ganz allein stemmen will, weil das Leben noch andere Dinge zu bieten hat. Über jedes dieser Details könnte ich Bücher schreiben. Zu Kieser fahre ich übrigens auch mit der Bahn, und im Notfall gibt es bei uns noch Car Sharing. Ich will auf keinen Fall in die Steinzeit zurück, weil ich ja auch Technikfan bin, und es toll finde, wie wir uns damit das Leben erleichtern können. Wenn ich aber sehe, dass wir uns eine Welt erschaffen, in der man nicht mehr die Wahl hat, ob man zu Fuß irgendwohin gehen will oder nicht, dann macht mich das schon nachdenklich. Wenn man sich nicht mehr den schönsten Weg von A nach B aussuchen kann, sondern jeder Weg nur Beton und Auspuffgase zu bieten hat, dann läuft etwas falsch. Dann sind wir Sklaven unseres selbstgeschaffenen Systems. Noch eine kleine Bemerkung zum Abschluß: In meiner Abteilung arbeiten noch 60 andere Mitarbeiter, die Hälfte davon leben direkt im Ort im Umkreis von 3km. Ich bin die einzige, die zu Fuß/ mit dem Fahrrad kommt. Unsere Abteilung allein braucht mehr als 400 qm Parkplatz. Wir sind schon seltsam, wir Hominiden … LG, Michaela

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Veröffentlicht von: Rabea H.
Beiträge: 265
Angemeldet am: 15.02.2009
Veröffentlicht am: 28.12.2009

Hallo Miachela, toll, toll - einfach toll, ich habe auch im Sommer angefangen mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren (14 km einfach) ... ach so und zurück. Ich nehme an die Frage, dass/ob Du die 10 km auch zurück läufst erübrigt sich, aber naja, da wären für mich schon 3 Std. des Tages mit maschieren verbracht. Sicher sehr gute 3 Std, aber nicht für jeden machbar. Aber ein Auto bräuchte ich trotzdem, denn ich könnte den Hundehänger nicht ohne Auto ziehen ;-))) und mein Hundeplatz ist 70 km von meinem Wohnort entfernt (hat sich eben historisch so ergeben...) Aber ich habe mir wenigstens noch eine Aufzugphobie antrainiert ;-)) Mach weiter so mit großer Hochachtung Grüsse Rabea

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Veröffentlicht von: Wolfgang B.
Beiträge: 819
Angemeldet am: 09.12.2008
Veröffentlicht am: 28.12.2009

Hallo, ich gehe auch in ein Fitnessstudio. Je mehr Kaffee ich dort trinke und Würstchen ich dort esse, desto besser geht es mir. Wohlan, auf zum schönen gesunden Leben. Laufen wir am 31.12.2009 in Münster um den Aasee. 53 Jahre brauchte ich, um dieses hier zu schreiben. Und mein Kugelbauch ist im Moment überall dabei.........Adios,

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Veröffentlicht von: k.A. .
Beiträge: 706
Angemeldet am: 24.09.2002
Veröffentlicht am: 28.12.2009

Hallo Michaela, im Prinzip hast Du schon recht. Ich bin beruflich auf das Auto angewiesen, und fahre trotzdem immer noch gerne, das ist auch noch so ein Punkt. Autofahren ist für mich eine Leidenschaft. Über ökologische Aspekte mag ich diesbezüglich garnicht diskutieren, da ich in diesem Fall einfach keine guten Argumente habe. Und wenn das Auto noch fast gratis zu benutzen ist, wird es doppelt schwierig darauf zu verzichten. Trotzdem Respekt für Deine Einstellung! Gruß Erich

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 28.12.2009

Hi Michaela, stimme Dir von Herzen zu. Würde es auch gern so handhaben. Teilzeit ist aber nicht bei jedem möglich. Eine zeitlang habe ich so gelebt bei 40 Stunden. Aber auf Dauer geht's so nicht. Ich bin für die verpflichtende Einführung der 30 Stunden Woche. Wer davon ein Auto bezahlen will, kann es ja tun. Aber ich schätze, da liegt ich wohl nicht ganz im politischen Trend. Der Weg ist tatsächlich das Ziel... fröhliche Grüße Karel PS. perverser Weise bringt mir aber inzwischen das Autofahren Spaß... was will ma machen

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Veröffentlicht von: Maritta R.
Beiträge: 375
Angemeldet am: 20.01.2009
Veröffentlicht am: 28.12.2009

Hallo Michaela, da könnte ich glatt neidisch werden. Joggen zur Arbeit, das wärs :) Mein Büro liegt einen Halbmarathon entfernt mitten in der Großstadt und eine Dusche haben wir da leider auch nicht. Die Hälfte der Strecke müsste ich nur an Hauptstraßen laufen (oder Rad fahren) Auto nehme ich trotzdem nicht - wir haben einen gut funktionieren NV mit dem ich allerdings auch eine Std für eine Tour brauche. So muss ich leider vor oder nach dem Büro in den Wald um die Ecke. Finde ich aber prima, was du machst ;> vielleicht fällt mir ja auch noch was ein. lg

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Veröffentlicht von: Ina Z.
Beiträge: 45
Angemeldet am: 17.06.2009
Veröffentlicht am: 28.12.2009

Absoluten Respekt, Michaela !!! Ich wohne in einem Nachbarort von Hamburg, zum Bioladen und zu Kieser sind es 12 km - aber leider durch die Stadt, vorbei an zahlreichen Auspüffen - und deshalb kann ich meinen Uraltgolf nicht abschaffen.

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Veröffentlicht von: Sandra C.
Beiträge: 445
Angemeldet am: 08.07.2009
Veröffentlicht am: 28.12.2009

Respekt, Michaela. Aber eine Frage: Lebst Du alleine? Wenn ich mir vorstelle, so meine Einkäufe zu machen, dann würde ich (ich wohne auch ländlich) nichts mehr schaffen, als zu Fuß einkaufen zu gehen oder zur Arbeit. Das Auto verschafft mir in diesem Sinne Zeit, dich ich anders nutzen kann. Denn für meine Familie und mich muß ich dann täglich mit dem Rucksack losziehen um uns zu versorgen. Abgesehen davon, dass ich noch Pakete mit Waschmittel schleppen müßte u. Getränke... Ich selber trinke nur stilles wasser, meine Familie aber nicht. Mit dem Auto mach ich das einmal pro Woche in Vorratshaltung und bin für den Rest der Woche durch damit.

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Veröffentlicht von: Christian B.
Beiträge: 399
Angemeldet am: 23.02.2004
Veröffentlicht am: 28.12.2009

Hallo Michaela, danke für den schönen und inspirierenden Beitrag. Essentiell, nein bestimmt nicht. Chris

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Veröffentlicht von: Reinhard M.
Beiträge: 1809
Angemeldet am: 04.03.2008
Veröffentlicht am: 28.12.2009

Respekt, Michaela, du hast m.E. das Wesentliche im Leben erkannt. Ich bin leider noch nicht so weit.

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Veröffentlicht von: Michaela W.
Beiträge: 1653
Angemeldet am: 19.11.2008
Veröffentlicht am: 27.12.2009

Ich (Jäger- und Sammlerin) behaupte: so ein Auto ist nicht essentiell. Wer sein Auto abschafft wird feststellen: man gewinnt dadurch unglaublich viel Zeit. Ich persönlich laufe die 10km zur Arbeit zu Fuß, oder fahre mit dem Fahrrad. Ich nehme selbstverständlich nicht den kürzesten Weg, sondern den schönsten, der mich durch Gärten, Felder und am Flussufer entlang führt. Während meine Kollegen ihre Zeit auf der Autobahn im Stau verschwenden, und mitreisende Autofahrer beschimpfen, genieße ich die Natur, schwelge im Sonnenaufgang und grüße freundlich die Hundebesitzer, Jogger und Walker, die ich jeden Morgen treffe, und mit Namen kenne. Einige meiner Kollegen gehen abends noch im Fitnessstudio auf den Stepper. Die Zeit kann ich dann nutzen, um meinen zahlreichen Hobbies zu frönen (z.B. Literatur, Musik, Kunst). Da ich jedoch auch kein Geld für ein Auto brauche (kein Benzin tanken, keine Versicherung, keine 15.000 EUR für ein neues Auto sparen), muss ich nur noch 30 Stunden die Woche kommerziell arbeiten. Ich kann es mir leisten, die restliche Zeit Freundschaften und sozialen Tätigkeiten zu widmen, mit denen ich kein Geld erwirtschafte. Es gibt natürlich auch Tage, an denen allerhand Besorgungen zu machen sind. Hier lohnt es sich, ein wenig Geld zu investieren, für einen richtig guten Trekkingrucksack und/oder wasserdichte Fahrradgepäcktaschen. Ich laufe gern in den 8km entfernten Nachbarort, weil es dort einen Bio-Supermarkt gibt. Auf dem Rückweg, mit 15kg Gepäck, erübrigt sich die Frage, ob ich joggen oder lieber gehen möchte. Zu Hause haut sich die erfolgreiche Jägerin erst mal auf die Couch, nachdem sie den kapitalen Hirsch im Kühlschrank verstaut hat. Mit einem saftigen Steak in Aussicht, hat sich der Aufwand gelohnt, oder?

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