Pferde laufen

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Veröffentlicht von : Steini
Beiträge: 4
Angemeldet am : 23.08.2017
Veröffentlicht am : 01.01.2018
 

Also ich kann mir schon vorstellen, dass der Steini oft weite Strecken schnell laufend zurück legen musste. Ich denke dass die schon auch darauf angewiesen waren, Beutetiere zu erlegen und dann einen Stamm damit zu ernähren. Das dann schön gebraten überm Feuer.....

Das hat sicher besser geschmeckt als immer irgendwelche Wurzeln aus der Erde und irgendwelche Blätter zu rupfen und dann darauf rumzukauen wie eine Kuh. Ich denke der Steini hatte das bestreben sich schneller oder auch effektiver zu entwickeln.

Er wollte dass es ihm besser geht. Darum sind Gorillas heute noch Gorillas und Schimpansen eben Schimpansen. Damit aber aus einem  affenähnlichen Vorfahren ein aufrechter und intelligenter Mensch werden konnte, musste er entsprechend  mehr leisten, sprich auch Jagen. Und sicherlich standen die Jäger hoch im Kurs, welche besonders ausdauernd hinter der Antilope hergelaufen sind. Die hatten Ansehen, sicher auch bei den Frauen.

 

Und genau das ist heute das Siegertreppchen, oder der Wettlauf! Es ging auch damals schon um Ansehen. Überhaupt im gesamten Tierreich geht es doch darum, dass sich die stärksten behaupten.

 

Auf diese Weise bekommt der Wettkampf doch wieder eine genetisch erklärbare Bedeutung. Ich habe nämlich auch lange Zeit hin und her überlegt. Warum Wettkampf? Warum nicht einfach so laufen? Das wurde mir irgendwann zu eintönig, ich brauche Ziele, und das ist ganz natürlich und genetisch korrekt...

 

Allen noch ein frohes Neues!

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 664
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 01.01.2018
 

Ok, der Mensch als Langstreckenbewältiger, seh ich ein. Ist nur die Frage, in welcher Intensität!

Wenn ich hier lese, die Hazda bewegen sich pro Tag 135 Min, dann ist doch die Frage laufen die dabei wirklich so viel? Ich geh eher davon aus, dass diese 135 Min Tagesaktivität bei moderater Belastung stattfanden.

Ich habe immer diese Wettkämpfe vor Augen, wenn Extremsportler irgendwo in Afrika durchhecheln und am Wegesrand stehen entspannt die Massai und gucken sich die verrückten Weissen an!

Die Massai bewegen sich auch viel, ziehen mit ihren Herden durch die Gegend...aber wann laufen die wirklich, Wenn, dann wird es eher ein Sprint sein.

Veröffentlicht von : Reinhard B.
Beiträge: 48
Angemeldet am : 01.10.2013
Veröffentlicht am : 01.01.2018
 

Man kann darüber diskutieren, ob Pferde und (Gross-) Katzen so ohne Weiteres sinnvolle Rückschlüsse über ein artgerechtes Bewegungsverhalten beim Menschen zulassen.

Pferde sind wie Thorsten anmerkt Fluchttiere, deren Heimat Steppen sind. Daher ist ausdauernde und schnelle Fortbewegung für das Überleben essentiell. Katzen sind von der Evolution auf explosive Entfaltung von Kraft und/oder Schnelligkeit auf Kosten von Ausdauerleistungen hin optimiert.
Tauschen wir die Pferde gegen Bisons und die Löwen gegen Wölfe aus, die die Bisons bejagen, so stellen wir fest, dass beide Arten über enorme Ausdauerleistungen verfügen. Wölfe laufen bis zu 50 km in einer Nacht.
Ein zielführenderer Vergleich wäre vermutlich Mensch mit Bär, obwohl der ja jetzt Winterschlaf macht {#emotions_dlg.wink}.

Gehen wir von der Tierwelt weg und betrachten Stämme die noch relativ ursprünglich leben, dann landen wir z.B. bei der Hadza-Studie.
Hierzu hat Chris vor einiger Zeit einen lesenswerten Beitrag geschrieben.
http://edubily.de/2016/10/hadza-studie/
Zitat:
"Zur Erinnerung: Uns (genauer: den Amerikanern) wird empfohlen, uns wöchentlich ca. 150 Minuten lang mit moderater Intensität oder 75 Minuten mit intensiver Belastung zu bewegen. Alternativ kann man beides kombinieren. Das nennt sich dann moderate-to-vigorous physical activity oder, kurz, MVPA."
...
"Was machen die Hadza?
Die machen MVPA auf täglicher Basis (!), insgesamt 135 Minuten. Nur, damit es klar wird: Die machen das, was uns für die Woche vorgeschrieben wird, an einem Tag!"

In dem Artikel findet sich ein weiterer Link zu:
edubily.de/2015/11/sonne-dha-linolsaeure/
Zitat:
"Homo sapiens ist oft eher Sammler als Jäger, wenn auch grundsätzlich die Tendenz zum Jagen besteht und diese auch in unserer Physiologie verwurzelt ist."

Prof. Froböse mutmaßt, dass sich unsere Vorfahren 12-14h täglich bewegt haben.
Der von Dr. Ulrich Strunz gern zitierte Bergbauer in den Alpen dürfte dem wohl schon ziemlich nahe kommen.

Gr. und nachträglich ein gutes Jahr 2018.
Reinhard

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 664
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 01.01.2018
 

Thorsten, klingt in der Theorie ja ganz nett, aber mal im Ernst, der Mensch als ausdauernder Hetzjäger, da lacht sich doch jedes Mammut tod...na ja, hätte dann ja den Zweck erfüllt:-)

Ich gehe eher davon aus, dass der Urmensch, eher Sammler, als Jäger war, Fleisch gab es eher durch Zufall. Später kam dann wohl die Entwicklung von Jagdwerzeugen hinzu. Man setzte auf den schnellen, einfachen Erfolg.

Die Indianer z.B. zogen erst hinter den Büffeln her, als sie die Pferde von den Spaniern bekamen. Vorher lebten sie schön am Rande der Prärien, in den Wäldern, wo ihnen das Wild vor die Nase lief, aber sie nicht hinterher.

Schon gar nicht habe die den büffel zu tode gehetzt.

De facto ist es doch so, dass uns jedes Tier, das annähernd unsere Größe hat,  kräftemäßig überlegen ist, selbst unserer kleinere Verwandte, der Schimpanse. Unser Pluspunkt war/ist die Überlegenheit des Geistes, mit Sicherheit nicht eine körperliche Überlegenheit.

 

 

Veröffentlicht von : Ramona S.
Beiträge: 454
Angemeldet am : 07.06.2011
Veröffentlicht am : 01.01.2018
 

Hallo Steini,

Bildschön einen schwarzen Friesenhengst in Bewegung zu sehen, Rückenhöhe oder besser Stockmaß so um die 1,75 m!

120 bis 150 km schafft ein trainiertes Pferd täglich, soweit ich weiß (mit Pausen).

Tägliches Bewegungsmaß der ganz frühen Menschheit:

17-40 Km der „Steini-Mensch“ oder Pi x Daumen einen Halbmarathon täglich und somit durchaus einen Chance Beutetiere tot zu hetzen (Überhitzung).

Ein Gepard ist nach ca. 800m vollen Speed heiß gelaufen und muss sich sehr lange ausruhen, bevor er ein 2. Mal einen Beuteversuch machen kann.

Viele Menschen versuchen es gar nicht erst in die die Nähe der empfohlenen 10.000 Schritte am Tag zu kommen.

Warum?

Es steht ein Auto steht vor der Tür. Zudem dauert es zu Fuß deutlich länger von A nach B zu kommen.

Das tägliche Alltags-Zeitmanagement (sofern überhaupt vorhanden) lässt über 1 Stunde Bewegung zu Fuß (10.000 Schritte eben) einfach nicht zu.

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 664
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 01.01.2018
 

meine katze liegt auch gern auf dem stuhl{#emotions_dlg.wink}

Veröffentlicht von : bluesisk
Beiträge: 137
Angemeldet am : 16.05.2016
Veröffentlicht am : 01.01.2018
 

Zumindest ist schon mal eines sicher: der Stuhl und seine übermäßige Benutzung ist (noch?) nicht genetisch korrekt. {#emotions_dlg.wink}

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 664
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 01.01.2018
 

Ein gutes Beispiel von Steini.

Genau darüber machte ich mir auch schon mal meine Gedanken: Warum soll es genetisch korrekt sein, einen Marathon zu laufen?

Wenn ich mir meine Katze anschau, die schlendert mal durch die Gegend, liegt meisten dösend rum und bekommt 1x am Tag ihre wilden 5 Minuten - da explodiert sie förmlich, geht die Wände/Bäume hoch und rennt wie angeschossen durch die Gegend.

Geht mir genau so. Ich gehe es entspannt an und 1x am Tag habe ich das Bedürfnis, mich richtig zu bewegen - joggen, Muckibude, auspowern. Alles kurzfristig, aber nicht stundenlang.

Selbiges sieht man bei Pferden, oder Raubtieren. Wenn sich "sportlich" bewegt wird, sind es Sprints, keine Ausdauerleistungen. Warum sollte es genetisch/produktiv sein, seine Beute zu tode zu hetzen, wenn man sie auch ökonomisch/schnell erlegen kann?

Kennt jemand ein Tier, das stundenlang vor sich hinläuft um ein Ziel zu erreichen? Ich geh davon aus, genetisch korrekte Bewegung hat etwas mit ökonomischer Bewegung zu tun. Wenn ich mir die großen Tierwanderungen anseh, die wandern, die rennen nicht! Und auch der Mensch, wenn sich zu Steinizeiten, oder auch die gern zitierten Indianer, wenn die sich hinter den Büffeln herbewegten, da bestimmte der langsamste der Gruppe das Tempo. Erst zur Jagd wurde aufgedreht!

 

 

Veröffentlicht von : Steini
Beiträge: 4
Angemeldet am : 23.08.2017
Veröffentlicht am : 31.12.2017
 

Ich habe da gelesen, dass auch Pferde gerne laufen. Einfach so scheinbar ohne Grund. Zumindest wenn man sie nicht zu lange  im Stall hält, wie es im Winter schon mal vorkommen kann. Oder es hat ganz allgemein in der Haltung zu wenig Bewegung. Ein Wildpferd bewegt sich 16 Stunden täglich und steht fast nie still. Meine Eltern sind beide Tierartzt. Und als Kind habe ich da viel mitbekommen. Unter anderem auch, dass mein Vater öfters im Notdienst auch nachts zum Bauern fahren musste, weil Pferde eine Kolik hatten. Die kommt dann, wenn Pferde sich im Winter oder ganz allgemein zu wenig bewegen- und sich dann plötzlich im Frühjahr wieder schnell bewegen. Eine Kolik ist für Pferde lebensgefährlich. Ich denke wenn man Pferde im Wildgehege hält, dann laufen die gerne, schon aus Instinkt. Pferde wissen anscheinend instinktiv, dass sie durch Bewegungsmangel krank werden können oder gar strerben können.

Wo ist der Instinkt der Menschheit? Wieviel hat sich ein frei laufender "Wildmensch" -sprich Steini-bewegt?

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