Propionat / SCFAs und der Darm/Immunsystem

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Veröffentlicht von : Christine S.
Beiträge: 647
Angemeldet am : 27.09.2017
Veröffentlicht am : 08.01.2018
 

@Torben V.: https://www.strunz.com/de/buecher/drstrunz-buecher/fit-mit-fett-die-omega-3-revulotion.html - fit mit fett

Veröffentlicht von : Nils
Beiträge: 387
Angemeldet am : 30.11.2016
Veröffentlicht am : 08.01.2018
 

Hallo Andrea,

"Bei Weizenkleie aufpassen. Würde ich nicht wirklich empfehlen. Musst Du ungeheuerlich viel trinken kann sonst zu Darmverschluss und hartnäckigen Verstopfungen führen."

Ich nehme das schon recht lange. Es wurde mir von zwei Forumsmitgliedern empfohlen, die sich sehr gut auskennen, ich glaube, Herr Strunz hat es auch empfohlen.

Grund: Ich nehme abends zum Shake (mit 3 Esslöffeln Weizenkleie) und vor dem Schlafengehen Magnesiumcitrat. Um Durchfall zu vermeiden: Weizenkleie - und das klappt gut.

Wieviel Flohsamen müsste man denn nehmen?

jeweils 3 Esslöffel?

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1150
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 08.01.2018
 

Hallo Andrea,

danke für den Tipp mit Inulin, ich vertrage es gut.

Ich habe diesen Test machen lassen, machfach und so die positive Entwicklung hin zu 0 Dysbiose (die haben da Level von 0-15 oder so) festgehalten:

Gesundheitscheck Darm

Den Test den Du nennst will ich mal aus Interesse machen lassen...aber der Gesundheitscheck hat halt die ganzen wichtigen Darmschleimhautparameter wie Alpha-1-Antitripsin mit dabei.

VG

Robert

PS: Es ist übrigens gar nicht mal so einfach auf 25 Gramm Ballaststoffe täglich zu kommen ...

Haferbrei am Morgen sind ca. 5g und für viele schon ein nogo wegen der Carbs...

Möhre: 3g

Gemüse zu Mittag: 5g

Handvoll Mandeln: 5g

:-/

Wie hat der Steinzeitmensch bitte 100g zu sich genommen, mit 5 KG Möhren? Währen so ca. 30 große Möhren...bah...eine ist ja lecker.

Hat einer noch Tipps? Getreide ist ja ein nogo ;-)

Veröffentlicht von : Andrea W.
Beiträge: 475
Angemeldet am : 06.09.2017
Veröffentlicht am : 08.01.2018
 

Nils:
Bei Weizenkleie aufpassen. Würde ich nicht wirklich empfehlen. Musst Du ungeheuerlich viel trinken kann sonst zu Darmverschluss und hartnäckigen Verstopfungen führen.
Flohsamenschalenpulver (als sog. lösliche Ballaststoffe sind meiner Meinung nach eher geeignet um den Ballaststoffanteil zu erhöhen.

Achtung: Kann halt auch bei Darmgeschädigten alles auch zu Blähungen führen - wie ich es erwähnt habe. Arabinogalactane (lösliche Ballaststoffe) haben diese Nebenwirkungen nicht!

Propicum habe ich selbst noch nicht eingenommen. Nach einem erneuten Test 6 Monate später (jetzt im Dezember) hat sich gezeigt, das bei mir alle SCFAs wieder im Normbereich sind (dazu zählen ja nicht nur die Propinsäure sondern auch die Buttersäure, Acetat und Valerat). 

Bevor jemand fragt: Ich habe das in den USA testen lassen. Ich weiß nicht, wo man das hier in D testen lassen kann. Evt. müsste man da einen (erfahrenen!) Arzt befragen, evt geht das über GanzImmun (wen das interessiert).

Robert: 
Inulin würde ich nur mit äußerster Vorsicht (siehe Blähungen) oben empfehlen. Wer es verträgt - gut, aber viele vertragen das zumindest am Anfang gar nicht 

Zu Deinem Buchtipp passt wahrscheinlich dieser Test (hast Du den mal gemacht?):
https://www.medivere.de/shop/Frau/Darmgesundheit/Darm-Mikrobiom-Stuhltest.html

Danke auch für Deinen guten Tipps! 

Veröffentlicht von : Nils
Beiträge: 387
Angemeldet am : 30.11.2016
Veröffentlicht am : 08.01.2018
 

Ich habe das erst am Samstag bestellt - aber als Ballaststoff (s. Andreas Beitrag) kann ich Weizenkleie empfehlen.

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1372
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 08.01.2018
 

Zum Thema Fette gibt es eine ganz interessante und informative Artikelreihe auf edubily.

LG, Thorsten

Veröffentlicht von : Torben V.
Beiträge: 100
Angemeldet am : 24.06.2014
Veröffentlicht am : 07.01.2018
 

Sehr interessanter Beitrag von Herrn Dr. Strunz. Ich finde das Thema Fette sollte noch viel intensiver betrachtet werden. Ggf. auch ein Buch, das ganz tief in die "Fettmaterie" einsteigt? Da ist es nämlich schwierig etwas halbwissenschaftliches und doch gut verständliches zu finden. Fände ein Buch ähnlich dem halbwissenschaftlichen Vitaminbuch zu Fetten sehr gut. Das wird dann wahrscheinlich kein Bestseller, aber wäre mal etwas "anderes". Wenn ich nur an die unterschiedlichen gesättigen Festtsäuren denke, bei welchen ich Defizite habe. Oder an die Nervonsäure...Da gibt es so viel herumzustöbern. Das traue ich eigentlich nur einem zu... :-).

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1150
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 07.01.2018
 

Hallo Stefanie,

sorry, Mißverständnis. Ich habe ein Probiotikum genommen, eins mit 13 verschiedenen Bakterienstämmen. Nicht das von Dir genannte Produkt. Und genommen hatte ich es, weil es mir eine HP empfohlen hatte. Ich hatte die ganzen letzten 15 Jahre Probleme mit der Verdauung, die nun seit ca. einem Jahr passe sind, aber erst so richtig passe, wo ich meine Schwermetallbelastung los geworden bin und dadurch der Candida sich verabschiedet hat...was man auch bemerkte!

Von daher muss ich schreiben: Die letzten 4 Monate ist nun alles in Ordnung mit der Verdauung. Ich kann auch all die Sachen wieder essen, die beim IgG Typ 3 Allergietest angeschlagen hatten, außer eben Gluten+Casein, das aber ein Leben lang nicht mehr, also dran gewöhnen ;-)..geht aber. Bis auf den Capuccino, den vermisse ich sehr.

VG

Robert

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1150
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 07.01.2018
 

Hallo Stefanie,

meine persönliche Erfahrung sieht so aus, dass ich ca. 10 Jahre Priobiotikum durchgängig genommen habe ohne Erfolg.

Erst durch die Ernährungsumstellung mit:

Kein Gluten

Kein Casein (!)

Kohlenhydrate unter 160g

Kein Zucker

Kein Mehl

Und individuell durch das Ausleiten meiner Belastung mit diversen Metallen (Alu, Quecksilber, Blei) ist meine Darmflora nun top und meine Verdauung auch. Das Probiotikum nehme ich nun nicht mehr...nicht mehr nötig. Ich hoffe nur, dass ich nie wieder im Leben ein AB brauche :-/

VG

Robert

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1372
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 06.01.2018
 

Liebe Andrea,

dafür einen "Daumen hoch".

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1150
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 06.01.2018
 

Noch eine kurze Anmerkung zur Wirksamkeit einer guten Darmflora, die heute kaum noch einer hat, mich eingeschlossen. Aber ich arbeite seit 2 Jahren dran ;-)

Von Pettenkofer (Arzt, Gegenspieler von Robert Koch) hat damals schon bewiesen, dass es alles nicht so einfach ist mit Bakterien in gut und schlecht einzuteilen.

Er neutralisierte seinen Magensaft und trank Typhus-Bakterien. Es wurde nicht krank...das beschreibt auch das Buch. Wenn (!) man eine gute Darmflora hat, dann wird die mit so einem Einmaleffekt fertig. Die werden dann niedergemetzelt von unseren Freunden, den good-guys.

Wir sind ein Symbiont! Und daher sollten wir lieb zu denen sein, wir haben sehr viel davon, nicht nur keinen Durchfall...

VG

Robert

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1150
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 06.01.2018
 

Das war Andrea stimmt ist zu 100% korrekt und extrem wichtig. Vergesst es, sowas einzunehmen. Bringt nix.

Esst viel Präbiotikum, sprich Ballaststoffreich: Hafer, Linsen (jaja Carbs, aber eben auch Eiweiß und vor allem: Ballaststoff), Flohsamen etc. ...

Inulin kriegt man in Bio-Qualität als Pulver kann man noch in den morgendlichen Haferbrei mixen.

Als Sahne obendrauf eine Buchempfehlung, wo ich gerade am Lesen dran bin und was ich genial finde, genau zu Thema und Brandaktuell aus 2017 !

"The psychobiotic revolution" bei Anderson, Cryan, Dinan und ist von 2017

Ick wes nur nitt, ob es des schon auf Deutsch gibt. Richtig richtig gut das Buch. Die Bifidos und Lactis sind unsere besten Freunde und produzieren genau diese kurzkettigen Säuren wenn sie Futter bekommen. Und nicht nur das!

Auch Tryptophan (ja man liest richtig)...B12 (dett wusste ich schon)...aber ganz und vor allem will man die reichlich haben. Denn das IST unsere Abwehr gegen alle Eindringlinge...

VG

Robert

PS: Buttersäure ist genauso wichtig! Wird auch von denen hergstellt. Ist auch wichtig fürs Hirn...aber ich will nicht alles ausm Buch verraten ;-)

Veröffentlicht von : Christine S.
Beiträge: 647
Angemeldet am : 27.09.2017
Veröffentlicht am : 06.01.2018
 

Danke für die Tipps, Andrea! Dass aus Ballaststoffen im Darm Fettsäuren entstehen, daran musste ich auch gleich denken. Ich glaube das habe ich im Buch "Stron Medicine" (Dr. Chris Hardy and Marty Gallagher) gelesen...

Veröffentlicht von : Andrea W.
Beiträge: 475
Angemeldet am : 06.09.2017
Veröffentlicht am : 06.01.2018
 

Zu dem heutigen, wieder mal hervorragenden News-Artikel von  Dr. Strunz habe ich auch so meine Erfahrung gemacht:

Vor einigen Jahren hatte ich mal in den USA (ich habe dort einen 2. Wohnsitz und dort auch eine ganze Zeit lang schon gelebt) ein Stuhluntersuchung veranlasst.

Das Ergebnis unter anderem war, dass Propionat erniedrigt war. In den USA wird das unter SCFA abgekürzt - heißt: Short Chain Fatty Acid.

Mit dem Befund bin ich nach Deutschland und habe seinerzeit - es ist schon viele Jahre her - etliche Ärzte dazu befragt - niemand konnte mir dazu etwas raten bzw. hatte überhaupt Ahnung davon!

Kurz: Diese - u.a. ja auch Propionat werden durch Darmbakterien im Darm gebildet, wenn ausreichend Ballaststoffe vorhanden sind.

Sind quasi ein "Abfallprodukt" der Bakterien (wenn man diei guten Bakterien da hat, wo man sie haben soll - was aber die meisten nicht haben weil die die Unmengen von Antibiotika für jede Lapallie schlucken!!!) und dann reduzieren diese den pH-Wert im Darm - denn der darf dort NICHT basisch sein.

Dann nimmt der ganze Teufelskreis seinen Lauf:

Schlechte Darmflora -> Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Verdauungsstörungen die gesamte Bandbreite -> Leaky Gut -> Autoimmunerkrankungen/Allergien bis hin zu Krebs wage ich zu behaupten.



Kurz gesagt gilt:

- ballaststoffreich essen (Obst,  Gemüse, Salate, Vollkorn wer das isst und verträgt)

- Darmflora gleichzeitig aufbauen mit den richtigen Präparaten (bei mir haben hervorragend geholfen, alle anderen waren bei mir nicht so wirkungsvoll, hängt aber vom Darmbefund ab, ich würde bei Medivere den Darmflora Plus -Test machen um zu sehen, wo genau das Problem liegt)

- lösliche Ballastoffe sind ebenfalls sehr empfehlenswert (allen voran die Arabinogalactane, da diese selbst bei empfindlichen Menschen keine / kaum Blähungen im Gegensatz zu Inulin, Oligofructose und anderen Ballaststoffen auslösen!)

- Brottrunk und frisches (!) Sauerkraut täglich, eine kleine Portion ist schon ausreichend, um die Bildung von Milchsäurebakterien anzuregen

- ausreichend trinken natürlich nicht vergessen

- und Stress abbauen.

Nebenbei bemerkt: Der Darm freut sich auch über 5-10 g L-Glutatmin täglich.


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