Psychotherapie

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Thema Psychotherapie

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Veröffentlicht von: Sandra C.
Beiträge: 445
Angemeldet am: 08.07.2009
Veröffentlicht am: 26.04.2012

Es gibt mehr positive Berichte über Hypnose und ihre Wirkungen. Nur von denen wird nicht so gern berichtet, wie von den weniger guten. Bei Hypnose gibt es gute und weniger gute Therapeuten, wie es gute und schlecht andere Ärzte und Therapeuten gibt. Wem ich meine Haustüre öffne ist definitiv Vertrauenssache und ein guter Hypnosetherapeut nimmt sich für ein ausführliches Vorgespräch Zeit, damit eine Vertrauensbasis überhaupt entstehen kann. Keiner öffnet sein Unterbewußtsein jemandem, den er nicht vertraut. Auch nicht in Hypnose. Es ist für mich wie mit anderen uralten naturheilkundlichen Verfahren: Die Kirche hat 300 Jahre lang "gute Arbeit" geleistet, dass jahrtausend alte Heilkunst, egal welcher, unglaublich viel Mißtrauen entgegengebracht wird. Immer noch, in unserer Zeit. Alles muß wissenschaftlich belegt sein. Warum? Was vor 100 Jahren noch nicht wissenschaftlich belegt wurde, weil sie es nicht besser wußten, galt als schlecht. Heute ist einiges davon bewiesen. Selbst im 19. Jahrhundert wußten sie noch nicht viel die Ärzte, taten aber, als würde ihnen alles Wissen der Welt gehören. Dabei starben zu jender Zeit unzählige Frauen im Kindbett. Erst Ignaz Semmalweis nahm die Frauen ernst und fand heraus, dass Ärzte die Giftstoffe von Leichen, die sie sezierten. Semmelweiß Erkenntnis kam einem Aufstand gleich und er wurde angefeindet und angegriffen. Dennoch beharrte er darauf zwischen Leichen sezieren und Geburtshilfe die Hände mit Chlorlösung zu desinfizieren. Viele Jahre später, als die Mikrobiologie die Kindbettfieberkeime sichtbar machten konnte, setzte sich Semmelweis Sichtweise durch. Kein Kindbettfieber mehr. Es gibt noch viele weitere Beispiele. Scharlatane gibt es überall und auf jeder Seite. Leider! :(

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Veröffentlicht von: Hans W.
Beiträge: 89
Angemeldet am: 25.02.2010
Veröffentlicht am: 05.04.2012

Hi Rainer, was meinst du genau mit "Lasst doch einfach mal Eure Hauttür, so einfach eine Weile aufstehen, wenn ihr nicht das seid. Kommen da nur Freunde, Verwandte und wohlgesonnene Personen rein?" Es gibt ja relativ viele Berichte über ich sag mal "grenzwertige" Erfahrungen mit dem "Unsichtbaren" was Hypnose, Meditation u.ä. angeht. Meinst du sowas oder etwas ganz anderes? Viele Grüße, Hans W.

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 27.03.2012

Hi Rainer, das ist sicherlich eine Frage des Vertrauens. Freunde, die hereinkommen, können aber auch Geschenke mitbringen, Dir helfen die Wohnung neu einzurichten und für Dich da sein, wenn es Dir nicht so gut geht oder Dir neue Perspektiven ermöglichen. In diesem Sinne...

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Veröffentlicht von: Rainer S.
Beiträge: 399
Angemeldet am: 22.02.2010
Veröffentlicht am: 26.03.2012

OK Karel, einverstanden. Meine schlechte Erfahrung mit der Hypnose, übrigens von einem weitbekannten, "renomierten" Arzt, der sogar in der Fokus-Ärzteliste genannt wurde kann wie folgt beschrieben werden: im Zustand der Hypnose wird die Grenze zum Unterbewusstsein und zum Unbewussten wie eine Haustüre vom Hypnotiseur geöffnet und vom Hypnotisierten wird das zugelassen. Lasst doch einfach mal Eure Hauttür, so einfach eine Weile aufstehen, wenn ihr nicht das seid. Kommen da nur Freunde, Verwandte und wohlgesonnene Personen rein? Gruß Rainer

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 15.03.2012

Hi Rainer, beides viele Male, man sollte aber nicht Aufstellung nach Hellinger mit Familienskulptur verwechseln, auch wenn der Begriff meist synonym verwendet wird. An Aufstellungen nach Hellinger habe ich nicht teilgenommen. Meine Eigenerfahrungen mit Hypnose sind allesamt nur positiv. Es hängt natürlich viel vom Therapeuten ab und auch von Deiner eigenen Vorgeschichte. LG Karel

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Veröffentlicht von: Rainer S.
Beiträge: 399
Angemeldet am: 22.02.2010
Veröffentlicht am: 13.03.2012

Hi Hans, sehr interessante Frage! Ich denke ein Profi-Fussballer, oder zumindest manche, trainieren nicht -Sie arbeiten- und vielleicht entsprach diese Arbeit nicht dem Bedürfniss nach Bewegung, sondern wurde eher als die Belastung eines körperlich schwerstarbeitenden Menschen empfunden.(im Beispiel Enke) Mit 100 km Ultras verfolgt man doch eher eine Sehnsucht, einen Wunsch oder einem Bedürfniss und das wird als "Darf" nicht als "Muss" empfunden und führt dann eher nicht in Depressionen. Grüße Rainer

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Veröffentlicht von: Hans W.
Beiträge: 89
Angemeldet am: 25.02.2010
Veröffentlicht am: 12.03.2012

Hi Rainer, denkst du, ein Profi-Fußballer trainiert härter als jemand, der 100km-Ultras macht? Wieviel Training am Tag ist genetisch korrekt? Wo ist die Grenze? Wieviel "genetisch korrekt Bewegte" gibt es, die trotz der "guten" Bewgung psychisch krank sind? Werden wir vielleicht nie erfahren ... Schöne Grüße, Hans W.

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Veröffentlicht von: Rainer S.
Beiträge: 399
Angemeldet am: 22.02.2010
Veröffentlicht am: 09.03.2012

Hallo Hans, hatte Robert Enke genügend Bewegung? Der Dachdecker hat auch genügend Bewegung, der Bauarbeiter auch und das weit mehr als ein Torwart. Für Robert Enke war der Sport Schwerstarbeit, mit der er seinen Lebensunterhalt bestritten hat, das hat nichts mit der Bewegung zu tun, die gut tut, Glückshormone produziert und genetisch korrekt ist. Karel, wie oft bist Du hypnotisiert worden und wie viele male hast Du bei einer systemischen Familienaufstellung teil genommen? Beide Punkte absolut bedenklich und gefährlich, das zweitere ist sogar tiefste Esorterik. Ich persönlich spreche aus ERfahrung, Du auch? Wer heilt hat Recht? Mmh..

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Veröffentlicht von: Wolfgang B.
Beiträge: 819
Angemeldet am: 09.12.2008
Veröffentlicht am: 28.02.2012

Hans, die hart Trainierenden haben ihre Sicht, die leicht Trainierenden ihre. Manche können trotz gegenteiliger Sicht den Anderen leben lassen, manche nicht. Gruß

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Veröffentlicht von: Hans W.
Beiträge: 89
Angemeldet am: 25.02.2010
Veröffentlicht am: 27.02.2012

Hi, ich frage mich auch, ob es nicht Fälle von Menschen gibt, die laufen, korrekt essen, ein gutes Amino-Profil haben und trotzdem psychische Probleme aufweisen?? Denkt man z.B. an Robert Enke, vermute ich, dass er zumindest genügend Bewegung hatte. Oder man denke an Menschen, die traumatische Erlebnisse oder sehr negative Prägungen hatten. Wäre interessant zu untersuchen, ob man wirklich ALLEM "davonlaufen" und "davonessen" kann. Ich glaube schon, dass eine MEnge Fälle auch ohne Therapie klar kommen könnten, aber ALLE kommt mir etwas viel vor :) Grüße, Hans

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Veröffentlicht von: Claudia H.
Beiträge: 44
Angemeldet am: 30.05.2011
Veröffentlicht am: 26.02.2012

Leider verfüge ich über keine Kentnisse der beschriebenen Studien. Aber ich verfüge über Erfahrung mit Psychotherapie. Vor 14 Jahren bin ich überraschend und heftig an einer allgemeinen Angststörung erkrankt. Schon nach drei Monaten war die Diagnose klar und ich dachte:"Gefahr erkannt - Gefahr gebannt". Aber weit gefehlt!! Die ständigen Angstanfälle haben mich so zermürbt, daß mir nur noch der Suizid als strahlende Möglichkeit vorkam. Nur meine Therapeutin gelang es, mir beizubringen, wie ich die Angst in mein Leben integrieren kann, ohne mich von ihr beherrschen zu lassen. Etwas pathetisch möchte ich deshalb sagen, daß diese Behandlungsform mir das Leben gerettet hat. Wie immer gilt: wer heilt hat recht. Aber auch: wer von einem Spiel keine Ahnung hat, sollte sich auch nicht um die Regeln kümmern. Viele Grüße, Claudia

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 24.02.2012

Hi Maritta, zumindest über den Typen am oberen Ende der Couch denken wir sicherlich dasselbe. Für mich reine Esoterik. Die Psychoanalyse ist in ihrer Wirksamkeit denkbar schlecht belegt. Für andere Verfahren stimmt es aber nicht. Für den Patienten sollte gelten, wenn er nach einigen Sitzungen keine Veränderungen bemerkt, dann stimmt was nicht. Ausdrücklich nicht widersprechen würde ich, wenn erstmal geklärt würde, ob die biochemische Grundlage (Mineralien, Vitamine, etc.) auch passt. Aber mir kann z.B. keiner sagen, dass in bestimmten Lebenslagen (Tod, Traumatisierung, usw) alles mit Magnesiumcitrat zu lösen wäre. Es gibt schon etwas mehr zwischen Menschen, als den Handel mit Nahrungsergänzungsmitteln. Lg Karel

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Veröffentlicht von: Martina M.
Beiträge: 184
Angemeldet am: 18.03.2010
Veröffentlicht am: 24.02.2012

Fazit: Ich kaufe auch meine nächsten Anti-Depressiva im Sportladen in Form von Laufschuhen. Mit dem Laufen bin ich vor 8 Jahren durch meine schlimmste Lebensphase gekommen, ohne psychischen Schaden zu nehmen. Und auch heute spüre ich, wie Laufen befreit und im Kopf die erstaunlichsten Lösungen für unangenehme Sachen entstehen lässt. Wer es nicht glaubt, braucht´s nur zu probieren!

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Veröffentlicht von: Maritta R.
Beiträge: 375
Angemeldet am: 20.01.2009
Veröffentlicht am: 24.02.2012

Karel, ich hatte die heutige news (Freitag) vor meiner ersten Antwort noch nicht gelesen. Genau den Eindruck habe ich vom Thema Physiotherapie, der dort beschrieben steht: "...viele.. Lügen.... mangelnde Ehrlichkeit. ...bewusste Konfusion. An der Tatsache, dass man seinen Mitmenschen eher nicht helfen, sondern sie auf hohem Ross wissenschaftlich verwirren möchte." und ja,ja,ja Umstände sein lassen, wie sie sind... nicht in sein Leben ziehen, solange man noch die Chance dazu hat. Der Weg steht ja... wieder mal da.. LG Maritta

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Veröffentlicht von: Maritta R.
Beiträge: 375
Angemeldet am: 20.01.2009
Veröffentlicht am: 24.02.2012

Karel, du sprichst als betroffener Behandelnder, der in den Themen drinsteckt, denke ich. Ich hab das Gefühl, dass sich das Gebiet Psychotherapie als Geldmaschine besonders gut macht. Es hat so etwas Nebulöses, schwer Nachweisbares, mit Verstand und "Normalität" Zusammenhängendes (den natürlich niemand abgesprochen bekommen will.) Als Otto-Normalverbraucher war ich früher auch leicht geneigt, alles als Spinne abzutun. Ein Tabu-Thema, dass ich besser nicht an mich heranlassen wollte. Hatte immer so die Couch mit dem am Kopfende sitzenden Oberspinner in teueren Sitzungen vor Augen. Ergebnis ungewiss. Das Gebiet, auf dem man leicht Gefahr läuft, seine Mündigkeit abgesprochen zu kriegen. Für Pharmaindustrie ein dankbarer Acker. Dass Depressionen echt was mit Stoffwechsel zu tun haben, durfte ich auch erst hier lernen. Wie überall - sieh zu, dass du vorher mit den für dich geeigneten Methoden in Eigenverantwortung auf dem "gesunden Level" bleibst.... und nicht auf die mittelalterlichen Methoden angeweisen bist, weil du die anderen nicht bezahlen kannst. LG Maritta

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 23.02.2012

Hallo allerseits, in den heutigen News finden sich wahrhaft seltsame Zitate. Es gibt doch unzählige saubere Studien über die Wirksamkeit bestimmter Verfahren, z.B. der Gesprächspsychotherapie nach Rogers. Ausgerechnet die Richtlinienverfahren wie Verhaltenstherapie und besonders die tiefenpsychologischen sind nicht so eingehend geprüft worden. Die haben halt eine große Lobby in Deutschland und tragen nur deshalb das Etikett "wissenschaftlich anerkannt". Zudem stimmt es nicht, dass nicht wirkt, was nicht untersucht wurde. Es ist nur nicht gesichert. Wenn allerdings Psychopharmaka nach eingehender Untersuchung nicht viel wirksamer sind als Placebos, dann riecht es schon nach dem Versuch, Geld zu machen. Allerdings ist es nicht ok, dafür diejenigen verantwortlich zu machen, die sich täglich bemühen unter Einbeziehung moderner Erkenntnisse mit psychotherapeutischen Methoden Menschen zu helfen. Schlimm ist jedoch, dass das ca. 10 Jahre alte Psychotherapeuten-Gesetz die Methodenvielfalt bei uns weitestgehend zerstört hat. Allein schon deshalb wird Psychotherapie oft auf mittelalterlichem Niveau betrieben. Dennoch hilft sie sehr vielen Menschen, die das auch berichten - das sollte man nicht vergessen. Allerdings können Psychotherapeuten effektive Verfahren nicht abrechnen und müssen für die Patienten schummeln oder sie bieten eben teuere Privatstunden mit Hypnose, systemischer Familientherapie, NLP usw. LG Karel

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