Robert C. Atkins wird Unrecht getan

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Thema Robert C. Atkins wird Unrecht getan

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 08.11.2011

Hierzu gibt es jetzt einen aktuellen Link: http://www.stern.de/ernaehrung/aktuelles/suesse-sucht-volksdroge-zucker-1748401.html

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 08.04.2011

Titel des aktuellen STERN (auf den ich sonst nicht so viel gebe): "Volksdroge Zucker - Wie uns die Industrie süchtig und krank macht". Ich mußte sofort an diesen Thread denken. Gekauft hab ich das Magazin dennoch nicht, da ich mir von dort keine saubere Recherche verspreche. Aber vielleicht diesmal ja doch... wer es gelesen hat... LG Karel

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 17.02.2011

Hallo Erich, zu 1: gemeint waren alle Substanzen, die seelisch und/oder körperlich Abhängigkeit erzeugen, ohne dabei für den Körper essentiell zu sein und die in aller Regel unerwünschte Nebenwirkungen haben zu 2: kann ich Dir hier nicht beantworten zu 3: Nein, ergibt sich aus 1, denn NEM sollten essentielle Stoffe beinhalten - und hoffentlich(!) ohne negative Nebenwirkungen sein. Eine Fixierung kann meiner Meinung nach sicherlich zwanghaft werden, aber nicht zur Sucht. Zwang liegt mehr in der Persönlichkeit begründet und ist somit eher losgelöst von einer Substanz.

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Veröffentlicht von: Michaela W.
Beiträge: 1653
Angemeldet am: 19.11.2008
Veröffentlicht am: 17.02.2011

Das mit der Sucht hast Du gut erklärt, Karel. Ich denke, Binge-Eater sind meistens kohlenhydratsüchtig, denn bei ihren Fressattacken geht es ja nicht um den Konsum von Unmengen von Fisch, Quark oder Salat. Leith beschreibt in seinem Buch, dass bei ihm diese Essanfälle schon morgens früh begannen, so dass er nicht mal warten konnte, bis der Toast fertig war, sondern sich die ungetoasteten Scheiben förmlich in den Mund stopfte. Bereits gegen zehn Uhr benötigte er Nachschub in Form von Donuts und Bageln, mittags ging es weiter mit Pommes, Burgen und Eiscreme. Als er mit Atkins begann, war das Problem der unkontrollierten Essanfälle sehr schnell behoben. Als er dann nach Jahren auch seine psychischen Probleme in den Griff bekam, und ein sehr sportliches Leben führte, konnte er wieder Kohlenhydrate (z.B. Nudeln etc.) essen, ohne dass die KH-Sucht zurückkam. Ich denke es gibt wirklich einen großen Unterschied zwischen KH-Sucht und maßvollem KH-Konsum. Die Übergänge mögen fließend sein. Man erkennt es an der Figur. Ich fand die heutigen news zum BMI sehr aussagekräftig. LG, Michaela

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Veröffentlicht von: hanskurt
Beiträge: 130
Angemeldet am: 27.12.2010
Veröffentlicht am: 16.02.2011

Erste Frage: Was ist "jegliche" Sucht? Zweite Frage: In welcher Funktion hast du mit Süchtigen zu tun? Dritte Frage: Ist die Fixierung auf NEM und dergleichen dann auch dem Begriff "jegliche Sucht" zuzuordnen?

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 15.02.2011

Charakteristisch für Sucht (jegliche!)... ...ist unter anderem, dass man dem Suchtmittel nicht widerstehen kann, es immer wiederkonsumieren muss, um sich wieder ausgeglichen zu fühlen, dass man bei Entzug Stimmungsschwankungen (depressiv, aggressiv)bekommt und/oder körperliche Symptome, dass man unlogische Rechtfertigungen für den Konsum erfindet, nur um wieder weitermachen zu können oder rationalen Argumenten gegen den Konsum unzugänglich wird, obwohl bekannt ist, dass der Konsum des Scutmittels krank macht oder tödlich enden kann... Triff alles zu, sehr schön auch in diesem Forum zu beobachten. LG Karel

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Veröffentlicht von: uwe b.
Beiträge: 80
Angemeldet am: 06.02.2010
Veröffentlicht am: 14.02.2011

Low Carb war und ist immer schon gut gewesen. Aber bitte differenzieren,zwischen Sucht und Kohlenhydratkonsum. Jeder Körper ist anders,und nicht jedem schaden Kohlehydrate ,wenn sie massvoll verzehrt werden. (Vollkornreis,etc...) Gewohnheit würde meiner Meinung nach besser passen. Mit einer bewussten Reduzierung, wäre vielen auch schon geholfen. G.Uwe

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 14.02.2011

Hi Michaela, ich denke, nicht alles aber sehr vieles was Atkins schrieb, ist revolutionär, weil es ganz anders ist und funktioniert. Mir ist es egal, ob er mobbelig war oder nicht bevor er starb. Wir werden nie erfahren, ob es stimmt und weshalb es so war. Defintiv jedoch hat er vielen Menschen langfristig geholfen. Ich spüre die positiven Auswirkungen des KH-Verzichts selber. Und sicher hat Dr. Strunz gute Gründe, warum er in einigen Punkten mit Atkins übereinstimmt. Nein bestimmt sogar, die stehen ja in dem neuen Buch WIESO MACHT DIE TOMATE DICK. Es zählt das, was funktioniert. LG Karel

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Veröffentlicht von: Michaela W.
Beiträge: 1653
Angemeldet am: 19.11.2008
Veröffentlicht am: 14.02.2011

Hallo Sandra, der Autor des Buches bezeichnet gar nicht jeden der KH isst als KH-süchtig, und er vergleicht auch nicht den Alkoholismus mit KH-Sucht. Er erzählt eben einfach von seinen eigenen Lebenserfahrungen, was ich sehr erfrischend finde. Leith selbst ist "Binge-Eater". Das Buch enthält keine aufsehenerregenden Neuigkeiten, aber es hat was. Es ist einfach so lebendig geschrieben, dass man im Grunde nur darüber diskutieren kann, wenn man es gelesen hat. z.B. seine persönliche Begegnung mit Dr. Atkins ist sehr skurril. Man erfährt auch, dass Atkins bereits einige Zeit vor dem Interview einen Herzinfarkt hatte, und dass er am Ende täglich sechzig Vitamintabletten nahm. Anscheinend war er auch nicht ausgesprochen schlank. LG, Michaela

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 11.02.2011

Hi Sandra, auch ich hab mir beruflich - und zwar im praktischen Umgang - mit Süchtigen befasst. Und ich find's ok, von Kohlenhydratsucht zu sprechen. Es ist sachlich richtig. Die Suchtmechanismen sind tatsächlich dieselben. Und Sucht hat viele Gesichter. Zigaretten erscheinen ja auch erstmal harmlos und dennoch sind sie tödlich. Allerdings hab ich eine respektvolle Haltung auch Süchtigen gegenüber. LG Karel

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Veröffentlicht von: Sandra C.
Beiträge: 445
Angemeldet am: 08.07.2009
Veröffentlicht am: 10.02.2011

Michaela, dennoch: einen Alkoholiker mit einem Menschen, der KH zu sich nimmt zu vergleichen IST grotesk! Ich habe mich in einer beruflichen Fortbildung gerade sehr mit Süchten, u.a. auch dem Alkoholismus befasst und finde es nicht ok, das mit KH-Essen zusammen zu stecken. LG Sandra

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Veröffentlicht von: Michaela W.
Beiträge: 1653
Angemeldet am: 19.11.2008
Veröffentlicht am: 09.02.2011

Hallo Erich, nein, ganz so einfach ist es wirklich nicht. Lies mal, es ist sehr spannend und kurzweilig geschrieben, und es geht auch ganz anders aus als man vermuten sollte. LG, Michaela

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Veröffentlicht von: hanskurt
Beiträge: 130
Angemeldet am: 27.12.2010
Veröffentlicht am: 07.02.2011

Hallo Michaela, Entschuldigung, aber eine "Kohlenhydratsucht" mit Alkoholismus zu vergleichen, ist grotesk!

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 07.02.2011

Hi Michaela, Danke für den Tipp. Atkins bezieht sich ja auch einige Male auf die Überwindung von übrigem Suchtverhalten, wenn auch eher nebenbei. LG Karel

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 04.02.2011

Schön, dass der Beitrag veröffentlicht wurde. LG Karel

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Veröffentlicht von: Michaela W.
Beiträge: 1653
Angemeldet am: 19.11.2008
Veröffentlicht am: 04.02.2011

Hallo Karel, mit dieser Meinung stehst Du nicht allein da. Ich empfehle als Untermalung des Themas noch das Buch "The Hungry Years" von William Leith. Leith ist Journalist und berichtet in diesem Buch sehr offen über seine Kohlenhydrat- und Alkoholsucht, und wie er mit Hilfe von Atkins den Weg aus dem Dschungel fand. Das Buch enthält für uns zwar keine neuen Informationen, und ist auch nicht als Diät-Anleitung gedacht, aber ich fand es sehr erfrischend, mal einen so eindringlichen Erfahrungsbericht zu lesen. Die Intensität seiner Erzählung wirft einen förmlich um. Man glaubt es kaum, wie das Kohlenhydrat-Suchtverhalten den ganzen Lebensrythmus eines Menschen so aus der Bahn werfen kann. LG, Michaela

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Veröffentlicht von: K M.
Beiträge: 1346
Angemeldet am: 27.07.2008
Veröffentlicht am: 03.02.2011

Hallo Allerseits, Robert C. Atkins ist bekannt für seine Low Carb Diät, die Atkins-Diät. Ich hab grad das Buch "Die neue Atkins-Diät" (fast durch) gelesen. Selten sind über ein Ernährungskonzept durch die Medien so viele Lügen verbreitet worden (angeblich "ballastoffarm, vitaminarm, ungesund"). Seine Diät betont vielmehr Gemüse, Ballaststoffe und Vitamine. Sie stimmt im Wesentlichen mit allen wichtigen modernen Erkenntnissen überein z.B. derer des Dr. Coy. ("Die Anti-Krebs Ernährung" und natürlich "Wieso macht die Tomate dick?", DR. STRUNZ.) Atkins ist allerdings enorm genau, und zählt auch das letzte Kohlenhydrätchen bis in die Kommastelle. Mitunter ergeht er sich in albernen Abkürzungen. Dennoch schreibt er fundiert und sehr überzeugend. Kritisieren kann man das Konzept der Ketose (im Buch nennt er das Lipolyse). Es ist zwar sehr motivierend zu wissen, dass man auch wirklich Fett verbrennt, aber ein starres Festhalten daran erscheint mir nicht so wichtig. Hier gefällt mir die Strunz-Idee von der genetisch korrekten Kost entschieden besser. Dann muss man nämlich auf Dauer keine Kohlenhydrate zählen, sondern einfach ein Bewußtsein dafür entwickeln, was ins Konzept passt und was nicht. Ich hoffe sehr, mein Thread wird nicht aus kommerziellen Gründen schon wieder gelöscht. Dann macht es mir nämlich keinen Spaß mehr im Forum zu schreiben und ich such mir ein andres. Mit freundlichen Grüßen an alle, einschließlich das Lektoren-Team in diesem Club. Karel

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