Seit Jahren chronische Spannungskopfschmerzen

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Veröffentlicht von: Tobias W.
Beiträge: 2
Angemeldet am: 14.05.2017
Veröffentlicht am: 15.05.2017
 

Liebe Gabriele

 

Ja, ich war bei Zahnärzten, Neurologen etc. Ich führe ein Kopfwehtagebuch. Die Blutwerte sind soweit in Ordnung.

Veröffentlicht von: Gabriele
Beiträge: 52
Angemeldet am: 07.05.2016
Veröffentlicht am: 14.05.2017
 

Hallo Tobias, das hört sich nicht gut an. Spannungskopfschmerz kenne ich selber zur  genüge. Jahrelang habe ich mich gequält, Ibuprofen war mein ständiger Begleiter, dazu Massagen etc. Bei mir waren die Schmerzen stressbedingt und wurden mit dem Stress immer schlimmer. Nix hat geholfen, dann kam was kommen mußte eine laaaange Krankschreibung. Allmählich mit viel leichter Bewegung an der Luft und kompletter Ernährungsumstellung habe ich die Schmerzen reduzieren können. Später habe ich dann mit Kraft - Ausdauersport begonnen und Muskeln aufgebaut. Damit wurde ich komplett schmerzfrei. Der Computer ist nicht die Lösung, du bist zwar abgelenkt, aber weiterhin vielen Reizen ausgesetzt. Hast du dich denn schon bei entsprechenden Fachärzten vorgestellt ? Orthopäde, Zahnarzt, Neurologe? Führst du ein Kopfschmerztagebuch ? Ist der Blutdruck in Ordnung ?  Vielleicht konnte ich dir ein paar Tips und Anregungen geben ... . Ich wünsche dir auf alle Fälle gute Besserung !   Viele Grüße vin Gabriele

Veröffentlicht von: Tobias W.
Beiträge: 2
Angemeldet am: 14.05.2017
Veröffentlicht am: 14.05.2017
 

Hallo Zusammen

 

Erst seit kurzer Zeit nehme ich mir bewusst Zeit, im Kopfwehforum Beiträge von Betroffenen zu lesen. Ich denke, es ist gut zu merken, dass man mit seinem Problem nicht alleine dasteht.

Ich möchte im Folgenden meine Situation zum chronischen Spannungskopfschmerz erläutern:

Ich bin mittlerweile 28 Jahre alt, männlich und würde sagen, dass meine Kopfwehanfänge bis auf das Alter von 17 Jahren zurückgehen. Richtige Schmerzen habe ich jedoch erst, sei t ich ca. 26 Jahre alt geworden bin, also fast 3 Jahre. Ich fühlte mich damals nicht gut, hatte nicht so Freude am Leben und zog mich oft zurück. Ein Freund von mir empfiehl mir nach MBSR zu meditieren, ein Verfahren zur Stressentlastung. Er selber war ein geübter Coach und in wöchentlichen Gesprächen leitete er mich an, wie ich meditieren soll. Nach kurzer Zeit des in-sich-gehen merkte ich, dass ich ja eigentlich immer diese Kopfschmerzen habe. Paradoxerweise traten ab da dann die Schmerzen immer wieder auf und blieben bis zum heutigen Tag. Ich habe diese Schmerzen jeden Tag, von morgens bis abends. Aktivitäten lindern sie nur bedingt. Natürlich schwankt die Stärke des Schmerzes zum Teil, aber wirklich weg geht er nie.

Das führt dazu, dass ich nur noch selten weg gehe. Mittlerweile weiss ich bereits im Voraus, dass ich den Anlass wegen den Schmerzen nicht geniessen kann.  Sei es eine Party, Ferien oder den Ausgang. Ich versuche mir das nicht einmal einzureden, denn der Schmerz ist einfach immer da. Der Schmerz ist wie ein stählernes Band um den Kopf, dumpf drückend. Der Schmerz lokalisiere fast ausschliesslich in der Stirn und an den Schläfen. Trotzdem habe ich auch das Gefühl, ich bilde mir diesen Kopfschmerz ein, aber deswegen ist er ja trotzdem da. Gewisse Zeichen des Aufgebens zeige ich bereits, da ich mich häufig hinter den Computer verkrieche und irgendwelche Spiele zum Ablenken spiele, anstelle alles daran setze, regelmässig Sport, Ernährung und geregelten Schlaf zu erreichen. Aber ob das Computer spielen die beste Art ist, den Schmerz zu besiegen wage ich zu bezweifeln. Es stellt für mich jedoch oft die Tätigkeit dar, die mich am besten irgendwie vom Schmerz ablenkt und am wenigsten Überwindung benötigt.

In den letzten 3 Jahren habe ich ebenfalls mit zahlreichen anderes Hilfsmittel zu helfen versucht: Ich habe Schüsslersalze probiert, habe mir den Atlas richten lassen, machte Cranio-Sakral-Therapie, meditierte 1,5 Jahre lang jeweils 20 Minuten pro Tag nach MBSR, probierte Johanniskrauttabletten und probierte Magnesium aus. Dazu machte ich einen alternativmedizinischen Bioresonanztest und nahm diverse homöopathische Mittelchen. Ich glaube eher nicht an die Alternativmedizin, da aus wissenschaftlicher Sicht nie einen Beweis für die Wirksamkeit nachgewiesen werden konnte. Aber in der Not probiert man halt alles. Antidepressiva probierte ich Deangxit und Cipralex (je 1 Monat) und Sertralin (3 Monate), leider ohne nennenswerte Effekte.

Schmerzmittel wie Ibuprofen, Aspirin, Paracetamol etc. zeigen keine Wirkung.

Das Einzige, womit ich mich momentan über Wasser halte, sind Schmerzsalben wie DUL-X oder Tigerbalsam oder Kühlelemente, die ich auf die Stirn lege/streiche. Die verschaffen dann ca. 20-30 Minuten etwas Linderung, bis der Schmerz wieder da ist. Ich finde das immerhin besser als nichts, auch wenn es das Problem nicht an der Wurzel behandelt.

Momentan übe ich auch die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, aber so richtig entspannen kann ich mich auch nach mehrmaligem Üben nicht. Da diese Methode bei Spannungskopfschmerzen so oft erwähnt und angepriesen wird, werde ich sie trotz allem weiterhin praktizieren und hoffen, dass sie irgendwann hilft.

Ja, das ist so ungefähr meine Geschichte. Ich hätte noch viel mehr Details, aber ich denke, dass Wichtigste ist ungefähr erwähnt. Der Text ist schon so länger als geplant ;-)

Wenn irgendjemand in einer ähnlichen Situation ist wie ich und eine Strategie oder Lösung für dieses Dilemma hätte, wäre ich ihm unendlich dankbar!

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