So geht "bio" natürlich nicht...Arte: Die Bio-Lüge

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Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 1197
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 23.05.2019
 

Aussteigen und leben wie die Eingeborenen im Urwald...?!?!? Sehr witzig.

Ich darf euch mal dran errinnern: Ihr habt die rote Pille genommen. Es gibt kein zurück!!!

Ausnahmen bestätigen die Regel

LG

Martin

P.S.

wie hoch sind denn Lebenserwartung, Lebensstandard, Kindersterblichkeit, Nahrungsverfügbarkeit, Sicherheit vor feindlichen Nachbarn, Raubtieren, Naturkatastrophen ..... bei den Eingeborenen?

Wer von euch würde denn bei der initialen Besiedelung eines neuen Planeten in einem anderen Sonnensystem mitmachen, wenn er eine realistische Beschreibung der LebensUmstände vorher bekäme??

Veröffentlicht von : Lue L.
Beiträge: 18
Angemeldet am : 22.04.2019
Veröffentlicht am : 22.05.2019
 

Danke Robert. Tolles Bericht!

Veröffentlicht von : Simone
Beiträge: 86
Angemeldet am : 21.11.2018
Veröffentlicht am : 22.05.2019
 

Robert, Dein Eingangs-Thread: ich bin doch verwundert, dass solche Dinge nicht längst bekannt sind... ... es drängt sich doch einem auf, all die Fragen... ... woher z.B. all das Bio kommen soll, das bei den Discounter und Supermärkten rum liegt... ..... ... mit Bekleidung geht es weiter... kannt Du gleich ähnliche Dokus kucken, falls Du nicht schon hinterfragst hast... und all die weiteren Irrsinne... unser Wirtschaftssystem ist ein unmenschliches, nicht wirklich wirtschaftlich von Vorteil, geschweige denn ökologisch vertretbar...

Dann noch etwas Interessantes... https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuLzhlY2Y2ZGRhLWZlODItNGRjMy05YWE0LWVlNmQ2OWQ2OTQxOQ/

Und... wir leben auch in einer Kleinstadt (ich würde gern ländlicher leben...)... statt, Nadie, wie recht Du damit hast, Geranien braucht kein Mensch, ich glaube auch kein Bienchen, stehen auf so ziemlich allen Fensterplätzen - draußen - essbare Pflanzen und Kräuter, die für die Bienchen blühen inkl. zusätzliche Wiesenblümchen... ein paar wenige Kilometer ausserhalb haben wir uns einen kleinen Garten gepachtet... meist wird dort mit dem Radl hingefahren... zudem könntet ihr beim Sporteln in der "Natur" Wildkräuter und Co. sammeln... 

Ich hinterfrage seit Jahrzehnten und habe bereits viele, viele Dinge seit langer Zeit in meinem Leben auf vernünftige/re Art... ... 

Robert, zum "Aussteigen" müssen "die anderen" nicht mitspielen... es ist Dein Leben... ... ... Selbstbestimmt... Vorreiter... Mitläufer... it's up to you, my dear!

Wenn's einfach wär... ... ... 

Schlaft gut!

 

 

Veröffentlicht von : Nadie
Beiträge: 23
Angemeldet am : 14.11.2018
Veröffentlicht am : 22.05.2019
 

Ingo W.: Die Lösung, Frutext, kann wohl nur aus Dir selber kommen. Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, daß Menschen sich solchen Arbeitszeiten hingeben. Doch muß das natürlich jeder selbst für sich entscheiden.
Möchte jedoch darauf hinweisen, daß auch ein Balkon die Möglichkeit bietet, ein wenig Gemüse selbst anzubauen. Du weißt ja, wo ein Wille ist ... ;)

Ich nutze seit Jahren erst die Terrasse, dann den kleinen Balkon zum Pflanzen von Grünzeug.
Da gibt es nur den nötigsten Sitzplatz und eine Ablage.
Es gibt auch eßbare Blüten für Alle. Geranien brauchen wir nicht.
So z.B. gibt es außer Kräutern, Löwenzahn, Giersch, Portulak usw., eine wunderbare Bereicherung für Smoothies und Salate. Seit Neustem sogar Topinambour (erzeugt leider heftige Blähungen).
Es ist nicht kaum Aufwand.
Die Fensterbank ist auch, vor allem im Winter, in Beschlag genommen.

Veröffentlicht von : Plebejer
Beiträge: 450
Angemeldet am : 24.06.2014
Veröffentlicht am : 22.05.2019
 

Paul T. schreibt: "Ja, wir sind einfach zu viele." -----  Aber es wird doch schon daran gearbeitet, das zu ändern.

https://www.youtube.com/watch?v=L9oEmEWdfrE

Veröffentlicht von : Ingo W.
Beiträge: 536
Angemeldet am : 29.09.2015
Veröffentlicht am : 21.05.2019
 

Also nur um nicht missverstanden zu werden: Ich lebe auch in Berlin und habe 'n Job, doch ich gucke einfach, wo kann ich was verändern und mich zumindest teilweise auch selbst versorgen. Mein Beitrag sollte Anregung geben, daß jeder schaut, wo er selbst etwas verändern kann. ;-)

 

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 2117
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 21.05.2019
 

Ganz so frei sind wir ja nicht. Wir alle brauchen ein gewisses Einkommen, um zu leben. Sicherlich ist ganz viel davon nicht nötig...und da fangen meine Frau und ich uns auch an, zu hinterfragen...

Aber so einfach "aussteigen"...ist schwierig...zumal alles um einen rum ja auch nicht mitspielt.

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 2063
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 21.05.2019
 

Es steht ja grundsätzlich jedem frei, sich diese Lebensweise zu eigen zu machenwink

Veröffentlicht von : Ingo W.
Beiträge: 536
Angemeldet am : 29.09.2015
Veröffentlicht am : 21.05.2019
 

Fällt mir noch der ein ...

Veröffentlicht von : Ingo W.
Beiträge: 536
Angemeldet am : 29.09.2015
Veröffentlicht am : 21.05.2019
 

Die Lösung, Frutext, kann wohl nur aus Dir selber kommen. Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, daß Menschen sich solchen Arbeitszeiten hingeben. Doch muß das natürlich jeder selbst für sich entscheiden.

Möchte jedoch darauf hinweisen, daß auch ein Balkon die Möglichkeit bietet, ein wenig Gemüse selbst anzubauen. Du weißt ja, wo ein Wille ist ... ;)

Doch zusammengefaßt: Ja, wir leben falsch. Wir sind fast alle in die Städte gezogen, obwohl wir aufs Land gehören. Weil wir Teil von Mutter Erde sind. Wenn ich nur daran denke, wie viele sinnfreie und damit umweltzerstörende Produkte wir heute herstellen ... und sich viele Menschen für so etwas kaputt rackern ... :-(

Erst wenn der letzte Baum gefällt wurde ... (Ihr kennt das Ende dieses Spruchs sicher alle.)

Veröffentlicht von : Paul T.
Beiträge: 176
Angemeldet am : 31.01.2018
Veröffentlicht am : 21.05.2019
 

Ja, wir sind einfach zu viele.

Habe den Film bis zur Hälfte gesehen, leider war immer mal wieder der Ton weg.

Hatte gar keine Freude an meine Landsmann und dann dazu noch mit Luzerner Nummernschild! cry

Der hat warscheinlich das Gefühl er bringe Wohlstand zu den "Zigeunern". Traurig

Veröffentlicht von : Frutext
Beiträge: 136
Angemeldet am : 25.11.2017
Veröffentlicht am : 20.05.2019
 

Hmmmm. Selbstanbau? Vielleicht bin ich ja ein Einzelfall? Arbeite 50-60 Stunden pro Woche und wohne in einer Wohnung in einer Anlage mit ca. 100 Mietwohnungen. Wann könnte ich da wohl wo selbst anbauen?

Liebe Grüße

Veröffentlicht von : Ingo W.
Beiträge: 536
Angemeldet am : 29.09.2015
Veröffentlicht am : 20.05.2019
 

Lieber Thorsten ...

"Dann sollte man sich auch mal überlegen, was Lebensmittel kosten würden, wenn man wie Anno-Tuc schön idyllisch mit Ochse-Karren und -Pflug die Felder bestellen würde; und das in einem Hochlohnland wie Deutschland."

Ich würde mehr dafür plädieren, daß wir mehr Lebensmittel selber anbauen. Bin davon überzeugt, daß von Hand Gesätes später mehr Mineralien aus dem Boden zieht. Ich hatte da mal was vor ein paar Jahren von Dieter Storl dazu gelesen, was ich mir mit meinen sonstigen Erfahrungen ;) gut in Einklang bringen kann.

Klar, es gibt kein Zurück, doch ich werde ja wohl noch träumem dürfen ...

Viele Grüße in Euren Abend. :)

Veröffentlicht von : Paul T.
Beiträge: 176
Angemeldet am : 31.01.2018
Veröffentlicht am : 20.05.2019
 

Danke Robert, der Fernsehabend ist gerettet!

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 2063
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 20.05.2019
 

Sorry Ingo, viel zu kurz gesprungen.

"Schon die Vorstellung, daß Traktoren gut für den Boden sein sollen ist absurd. (Stand am WE an einer Kreuzung neben einem Traktor, da waren selbst die Vorderräder höher als mein Auto ...)"

Durch große Reifenduchrmesser (und dann auch noch in Kombinationm mit großer Reifenbreite) wird die Aufstandsfläche vergrößert und der Boden deutlich weniger stark mechanisch belastet. Size Matters.

 

" daß man sich mal überlegen soll, wie es wäre, wenn die wirklichen (Folge-)Kosten der 0-8-15-Landwirtschaft direkt mit auf den Preis gelegt würden."

Dann sollte man sich auch mal überlegen, was Lebensmittel kosten würden, wenn man wie Anno-Tuc schön idyllisch mit Ochse-Karren und -Pflug die Felder bestellen würde; und das in einem Hochlohnland wie Deutschland.

 

"wäre dann konventionell Hergestelltes teurer als 'richtiges' Bio."

Es gibt auch genug nicht-Bio hergestellte (oder besser gesagt zertifizierte) Lebensmittel, die trotzdem deutlich besser sind, als die "Konventionellen". Die betreffenden Landwirte wollen nur nicht den teils schwachsinnigen Zertifizierungsstreß mitmachen.

 

"Diese misratene EU-(Subvenions-)Politik ist in meinen Augen klar direkt gegen all unseren Grundlebensbedingungen gerichtet."

Da bin ich bei dir. Da liegt noch vieles im Argen.

 

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 2117
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 20.05.2019
 

Hallo Ingo,

ich bin zu 99% bei Dir. Außer ;-) ...auch die demeter-Betriebe, die ich kenne, arbeiten mit Traktoren. Das darf schon erlaubt sein...in meiner Welt.

Was auch sehr interessant ist: Ich hatte jetzt neulich mal wieder die schöne 5-Teilige Kleinserie "10 Winzer" angeschaut. Dort besuchen sie 10 Winzer in Frankreich, auch mehrere Biodynamischen Betriebe. Und einer der Berater für Winzer beim Umstieg auf Biodynamik meinte u.a., dass dadurch gigantische Mengen an Co2 gebunden werden. Ganz abgesehen davon, dass es eigentlich genau das Essen ist, was man auf dem Tisch haben möchte.

VG,
Robert

PS: Was ich in dem Zusammenhang auch empfehlen kann, ist das Buch "The third plate" ...da geht es auch exakt im das Thema aus Sicht eines Farmers / Kochs. Habe es erst angefangen, bin aber schwer begeistert.

Veröffentlicht von : Ingo W.
Beiträge: 536
Angemeldet am : 29.09.2015
Veröffentlicht am : 20.05.2019
 

Das EU-Bio-Siegel wurde einfach auf Grund des Druckes der Industrie eingeführt und am liebsten hätte man Siegel wie Demeter ganz verboten.

Es ist eine klare Täuschung und es ging nur darum, am Trend - weil sich immer mehr Menschen Gedanken darüber machen, was sie in sich rein stopfen und was mit einer verkorksten landwirtschaft eben nicht vereinbar ist - mitverdienen zu wollen.

Bio, also das, was wahrscheinlich die meisten Menschen darunter verstehen, ist nicht in der Industrie-Variante möglich. Schon die Vorstellung, daß Traktoren gut für den Boden sein sollen ist absurd. (Stand am WE an einer Kreuzung neben einem Traktor, da waren selbst die Vorderräder höher als mein Auto ...)

Meinte diese Freundin, deren Sohn ich in dem anderren Thread erwähnt habe, auch, daß man sich mal überlegen soll, wie es wäre, wenn die wirklichen (Folge-)Kosten der 0-8-15-Landwirtschaft direkt mit auf den Preis gelegt würden. Vermutlich - und ich sehe das genauso, deswegen schreibe ich es hier - wäre dann konventionell Hergestelltes teurer als 'richtiges' Bio.

Diese misratene EU-(Subvenions-)Politik ist in meinen Augen klar direkt gegen all unseren Grundlebensbedingungen gerichtet.

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 2117
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 19.05.2019
 

Hallo in die Runde,

Ihr wisst, dass ich ein totaler Fan von biologischem Anbau bin, wobei ich damit tatsächlich mehr biodynamisch meine...wie ich selbst feststellen muss.

Arte hat letztes Jahr diesen Bericht ausgestrahlt:

https://www.youtube.com/watch?v=O6QiTnL9Lfc&t=2s

Und der zeigt einmal mehr deutlich auf, wie es nicht geht und welche "Siegel" ...unbrauchbar sind.

Durch den Bericht, insbesondere die Dokumentation der Situation in Spanien (wo noch am wenigsten betrogen wird), wird mir klar, wie es nicht geht. Und warum es so nicht geht. Der Mensch ist das Problem, der immer und immer wieder einen Mercedes für einen Fiat 500 kaufen will...und sich dabei veräppeln lässt. Es verstößt auch gegen das Grundprinzip, dass Menschen so ausgenutzt werden. Das hat mich eigentlich schockiert...und der Ansatz, dass man exakt die gleiche Masche nur ohne Spritzmittel fährt. Das ist nicht das "Bio", was ich haben will! Ich werde in Zukunft noch vermehrt drauf achten, das nicht zu kaufen :-/...auch das Land-Grabbing in Rumänien ist krank...und die Verschmutzung in China nochmal aus 1. Hand. Was tun mir die Menschen leid, die da leben müssen...

VG,

Robert

 

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