Stoffwechsel

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Veröffentlicht von: Heiko
Beiträge: 182
Angemeldet am: 23.11.2016
Veröffentlicht am: 27.05.2017
 

Meine Gedanken zum Thema Stoffwechsel zerschießen:

Es geht sehr wohl! Und zwar dann, wenn Menschen sich einseitig ernähren, vor allem zu wenig Gemüse, Salat, Eiweiß und gute Fetter zu sich nehmen. Also ungefähr 95% der Bevölkerung{#emotions_dlg.wink}

Wenn diese jetzt auch noch mit einer Diät oder bestimmten Ernährungsweise anfangen, dabei nur auf Makros achten (KH, Fette, Eiweiß) und nicht auch die Mikros ergänzen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente...) dann wird ein schon nicht mehr optimal funktionierender Stoffwechsel endgültig zerstört.

Das darf aber nicht mit dem öfter mal genannten Hungerstoffwechsel (starvation mode) oder mit einem reduzierten Stoffwechsel verglichen werden. Bei einer stark kalorienreduzierten Ernährung schreiben viele vom Hungerstoffwechsel, der praktisch bedeutet, keinen Stoffwechsel mehr zu haben. Ob es diesen wirklich gibt,soll jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich glaube nicht, dass es diesen in unseren Breitengeraden gibt.

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 934
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 27.05.2017
 

"Ich lese hier andauernd dass man sich den stoffwechsel "versauen" kann, dann er " runterfährt durch zu wenige kcal" etc., laut diesem Buch und den Erfahrungen der Autorin ist das schlicht Unsinn.

Also hier meine Frage: Ist der Stoffwechsel immer konstant? Ist Gewichtsreduktion am Ende nur Mathe?????? "

Eine n=1 Studie ist sicher nicht zu verallgemeinern. Toll, wenn die Autorein es für sich, unter den ihr gegebenen Randbedingungen geschafft hat, erfolgreich abzunehmen. Hatte sie über die Gewichtsreduktion hinausgehenden Ziele? Z.B. Gesundheit, Fitness, Ausdauer, Kraft?

Und natürlich passt sich der Stoffwechsel den Gegebenheiten an. Bei einer stark unterkalorischen Lebensweise geht der Stoffwechsel-/Energieumsatz natürlich nach unten. Oder man kann Stoffwechselpfade aktivieren bzw. Abschalten, was langfristig gesehen kontraproduktiv sein kann. Dr. Strunz nennt das Aktivieren bzw. Abschalten von Genen Epigenetik. Die Aktivität von Genen (auch denen, die den Stoffwechechsel regulieren) hängt von den Randbedingungen (Ernährung, Bewegung, Lebensweise) ab. So gesehen kann man sich den Stoffwechsel "versauen" und der Stoffwechsel ist nicht konstant sondern hochgradig volatil.

Und ja, unterm Strich ist es am Ende "nur" Mathematik. Erst wenn man mehr Kalorien verbraucht, als man zuführt, nimmt man ab.

ABER:
* Verbrauch und Zufuhr lassen sich nur grob abschätzen
* Kalorien unterschiedlicher Herkunft (KH, Fett, EW) wirken unterschiedlich auf den Stoffwechsel und werden unterschiedlich verwertet.
* Die "falschen" Kalorien können dem Körper trotz nominell ausreichender Energiezufuhr trotdem einen Versorgungsmangel vorgaukeln
* wenn man von den "richtigen" Kalorien zuviel zu sich nimmt, nimmt man trotzdem nicht ab

Also, Mathematik ja; aber Mathematik alleine reicht nicht aus. Etwas Biochemie gehört noch dazu.

 

"PS: Ich war übers WE mit meiner Abnehmgruppe unterwegs, wie alle machen Low carb, no carb  und die Einzige , die erfolgreich 12 kg abgenommen hat, war die mit der kcal-zähl App....:-) "

Wie bereits gesagt, Mathe UND "richtige" Ernährung. Natürlich kann man sich auch Low-Carb fett fressen, wenn man einfach zuviel futtert oder zu wenig verbraucht.

Es ist ein Qualitäts- und Quantitätsproblem; und eines, eines angemessen funtionierenden Stoffwechsels.

 

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von: Robert K.
Beiträge: 290
Angemeldet am: 14.01.2017
Veröffentlicht am: 25.05.2017
 

Das Problem ist, dass der Stoffwechsel sehr individuell verschieden defekt sein kann. Ich habe gerade das Buch von Dr. Lustig fast ("Die bittere Wahrheit über Zucker) durch und lese sehr viele Krankheitsbilder, die ein Abnehmen unmöglich machen.

Beispiel: Es gibt Menschen, die einfach zu viel Insulin produzieren (passiert auch schon bei Kindern) und die so ständig Hunger haben. Extrem schlimme Erkrankung. Ohne Arzt ist man hier hilflos!

Dazu der ganz wichtige Hinweis: Eine Kalorien ist nicht eine Kalorien, da wir verschiedene Stoffe unterschiedlich verstoffwechseln. Das große Problem ist wohl die Fruktose! Wenn sie außerhalb einer Frucht (zB als Zucker) vorkommt.

Eine Regel gilt generell: Balaststoffreich essen (>100g am Tag). Nur natürliches frisch zubereitet Essen. Kein Fastfood. Keine Fruchtdrinks, Keine Smoothies. Keine Softdrinks. Wasser trinken.

Bei mir ging das Abhnehmen sehr schnell, wobei das nicht mein Ziel war, da ich einen BMI von 26 nie überschritten hatte in meinem Leben. LC hat bei mir dann die Fettpölsterchen extrem schnell verschwinden lassen. Das plus NEMs, die der Stoffwechsel braucht. Alles.

Ich habe auch praktisch kaum noch Hunger. Aber das wird nicht bei jedem funktionieren, Thema Stoffwechselerkrankungen. Von daher schreibt Dr. Lustig auch, dass es nicht DIE Diät gibt, wobei Diät immer einhergeht mit Lebenseinstellung, keine zeitlich beschränkte Geschichte.

Mein Schwiegerma hat es erfolgreich geschafft durch das Weglassen von Zucker plus NEMs und mäßigen Sport, sprich Walking. Bei Ihr purzeln die Pfunde. Langsam aber stetig. Und die Blutwerte sind auch dramatisch besser geworden.

LC mit 0 Zucker ist sicherlich der richtige Ansatz plus auch auf die Tagesmenge an Kalorien achten. Aber es klappt leider auch nicht bei jedem...nämlich dann nicht, wenn eine Erkrankung vorliegt. Das Buch von Lustig erklärt vieles davon sehr gut.

Veröffentlicht von: Monika W.
Beiträge: 22
Angemeldet am: 26.07.2014
Veröffentlicht am: 25.05.2017
 

Hallo Maybe, hallo interessierte Forumsgemeinde,

hier ein kurzes Statement zu der Frage, wie und warum:

"Fettlogik enthält kein „Diätprogramm“ aber ich beschreibe darin auch meinen eigenen Abnehmweg. Dieser bestand u.a. darin, in den ersten 6 Monaten bei einem Startgewicht von 150 kg und Immobilität, meine Kalorienaufnahme auf 500 kcal zu beschränken.

Was ich als beiläufige Nebeninformation erwähnte und mit Hinweisen wie: „Dies war meiner speziellen Situation geschuldet. Da ich keinen Sport machen konnte und unter relativ großem Zeitdruck stand, entschied ich mich für eine starke Kalorienreduktion. Zu dieser Zeit fiel mir das erstaunlich leicht, aber dennoch bedeutete es, dass ich für diese sechs Monate sehr wenig und auch sehr »langweilig« aß. Hauptsächlich Geflügel mit etwas Gemüse oder Magerquark mit Proteinpulver und natürlich Vitamin- und Mineralstoffergänzungen. Das kann man natürlich machen, ist aber in den meisten Fällen und für die meisten Menschen ein unnötiges Extrem.“

Da steht Eiweiß, Gemüse und Nahrungsergänzungsmittel. SO hat sie das 6 Monate lang gemacht!

Schönen Feiertag und keep smiling, Monika

Veröffentlicht von: Maybe
Beiträge: 102
Angemeldet am: 12.01.2017
Veröffentlicht am: 24.05.2017
 

Hallo zusammen, 

in der Strunz FB Gruppe wurde vor einiger Zeit das Buch " Fettlogik" vorgestellt und total zerrissen, was mich nicht weiter wundert , da die Ansätze zur Gewichtsreduzierung arg weit auseinander liegen. Für alle die nicht wissen worum es hier geht: Eine junge, sehr verzweifelte Dame hat über 60 kg abgenommen durch reines Kcal-zählen, kein Sport, keine NEM , keine Geheimnisse,  und hat darüber ein Buch geschrieben. Mich hat das zunächst als überzeugter Strunzanhänger nicht weiter beschäftigt, wenngleich ich -60 kg Gewicht doch sehr beachtlich finde. Ein Satz ist mir allerdings hängen geblieben: Man kann sich den Stoffwechsel nicht verderben! Der Jojo Effekt passiert nur weil der Grundumsatz bei Gewichtsverlust ebenfalls sinkt. Isst man nach einer Diät wieder normal, nimmt man unweigerlich zu. Aber nicht weil man sich den Stoffwechsel versaut hat durch zu wenige kcal, sondern weil man schlicht zuviel isst. 

Ich lese hier andauernd dass man sich den stoffwechsel "versauen" kann, dann er " runterfährt durch zu wenige kcal" etc., laut diesem Buch und den Erfahrungen der Autorin ist das schlicht Unsinn. 

Also hier meine Frage: Ist der Stoffwechsel immer konstant? Ist Gewichtsreduktion am Ende nur Mathe??????

Natürlich istr mir klar das viel Eiweiss den Appetit hemmt, das ganze dilemma mit dem Insulin etxx, alles mal aussen vor:

Aber: Ist Stoffwechsel bei einer Diätgeprüften Person ein anderer als bei einer Person, die noch nie eine Nahrungsumstellung erlebt hat? 

Danke schonmal im voraus für eure Gedanken.

PS: Ich war übers WE mit meiner Abnehmgruppe unterwegs, wie alle machen Low carb, no carb  und die Einzige , die erfolgreich 12 kg abgenommen hat, war die mit der kcal-zähl App....:-) lg Maybe

 

 

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