„Synthetische“ vs. „natürliche“ Vitamine

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Veröffentlicht von : chris790
Beiträge: 95
Angemeldet am : 16.09.2017
Veröffentlicht am : 28.09.2018
 

Da kopiert zwar jemand die News, aber nicht die Korrekturen:
https://inge09.blog/2018/08/25/omega-3/

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 388
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 28.09.2018
 

Hallo Huland,

sehr fein hobeln und als Salat anmachen. Das ist ziemlich lecker.

Hab gerade mal geschaut, ob fermentieren wie Sauerkraut funktioniert, aber da schein der Vit C Gehalt von 36,6mg auf 14,7mg (pro100g) abzunehmen. Also eher nicht.

Der größe Teil des "künstlichen" Vit C wird durch Bakterien hergestellt. => künstlich?!?!?! (ist der Alkohol im Wein dann auch künstlich)

Ich würde beim Vit C die Kirche im Dorf lassen.

LG

Martin

Veröffentlicht von : Huland
Beiträge: 115
Angemeldet am : 26.02.2018
Veröffentlicht am : 28.09.2018
 

Günstiges Bio-Brennesselpulver klaube ich mir aus Bio-Brennesselteebeuteln zusammen.

Preislich ist das zumindest im Rahmen, und kann man auch mit anderen Tees machen....

Ist halt nicht so extrem fein gemahlen....

 

Wenn ich mir so die Tabelle anschaue - Ich bekomme Brokkoli und Rosenkohl roh nicht runter. sealed

Gekocht sind die Werte sicher anders....

 

LG

H

Veröffentlicht von : Ramona S.
Beiträge: 513
Angemeldet am : 07.06.2011
Veröffentlicht am : 26.09.2018
 

... entnommen heute bei der lustigen Biochemiker aus YT .

Heutiges Thema u.a.  lila Karotten im vgl. orangenen Karotten, Granatapfel als bestes Opbst forever und  Rosenkohl mit sogar etwas besserem Omega3-Anteil als Leinsamen uns auch als Chiasamen.

Wer hätte das gedacht?

Brennessel gibt es auch einzeln als Pulver.

Veröffentlicht von : Jean S.
Beiträge: 353
Angemeldet am : 12.03.2016
Veröffentlicht am : 26.09.2018
 

Hallo Huland,

Es ist mir aber Schleierhaft warum das Produkt auch Natriumselenit enthält, bekanntlich ist es zusammen
mit Vitamin C wirkungslos.

Liebe Grüße,

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1444
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 26.09.2018
 

Hallo Huland,

"Was passiert denn am Ende mit dem Beta Carotin, falls es nicht umgewandelt wird? [...] Reichert sich das vielleicht in der Haut an?"

Ja, tut es:

http://www.drstrunz.de/aktuelles/2017/09/20170925_Beta%E2%80%90Carotin.php

"[Beta Carotin] nehme ich täglich. 50 mg oder mehr. Eben gerade so viel Beta‐Carotin, dass meine Haut sich leicht gelblich färbt. "

 

Ich gehe davon aus, dass es signifikante Unterschiede in Aufnahme und Verwertung gibt; abhägig davon, ob ich Substanzen isoliert (NEM) oder in ihren natürlichen Kontext ("echte" Nahrung, zellulare Matrix) aufnehme. NEM sind für mich mittlerweile nur noch eine "Krückenlösung"; eine teilweise (gelegentliche) Notwendigkeit, kein erstrebenswertes Ziel.

Ich halte auch nichts von chronischer Hochdosis-Dauerüberflutung (über das physilogische Maß hinaus) des Körpers mit einzelnen Substanzen (womöglich auch noch isoliert. Ob diese Substanzen dann künstlichen (naturidentisch) oder natürlichen Ursprungs sind, sehe ich da schon als zweitrangig an (Frei nach Strunz: Woran soll der Körper die Entstehungsgeschichte zweier gleicher Moleküle erkennen können?) . Vitamin C z.B. mag in manchen Fällen hoch/höchst dosiert einen gesundheitlichen Vorteil bieten, aber es wird einen Grund haben, dass der Körper extrem hohe Vitamin C Plasmaspiegel durch erhöhte Ausscheidung (Urin) wieder reduzieren will.

LG,
Thorsten

Veröffentlicht von : Jean S.
Beiträge: 353
Angemeldet am : 12.03.2016
Veröffentlicht am : 26.09.2018
 

Hallo Huland,

Beta Carotin ist ja nicht nur die Vorstufe von Vitamin A sondern wirkt auch zusammen mit den
anderen Carotinoiden Anti Oxydativ, schützten z.B die Haut vor Sonnenlicht.
Sehr hohe Dosen können aber zu einer gelben Verfärbung der Haut führen. ( Carotenodermie )
Ein Teil wird wohl auch über den Urin ausgeschieden.
Vorsicht gilt für Raucher, diese sollten kein isoliertes Beta Carotin einnehmen, darum befindet sich auch Heutzutage
ein Hinweis für Raucher auf den NEM Packungen.

Liebe Grüße,

Veröffentlicht von : Huland
Beiträge: 115
Angemeldet am : 26.02.2018
Veröffentlicht am : 26.09.2018
 

Was passiert denn am Ende mit dem Beta Carotin, falls es nicht umgewandelt wird? Oder mit der Folsäure?

 

Ich frage, weil das preisgünstige Multi für meine Frau zu 90% Beta Carotin ist.... Reichert sich das vielleicht in der Haut an?

 

Vitamin A (als 90 % Beta-Carotin und 10 % Acetat) (5.000 IE)

1500 mcg

Vitamin C (als Ascorbinsäure, Niacinamid- und Calciumascorbat)

500 mg

Vitamin D3 (als Cholecalciferol) (2.000 IE)

50 mcg

Vitamin E (als D-alpha Tocopherolsuccinat, D-alpha-Tocopherol) 

67 mg

Thiamin (Vitamin B1) (als Thiamin HCl)

75 mg

Riboflavin (Vitamin B2) (als Riboflavin-5'-Phosphat)

50 mg

Niacin (als Niacinamid und Niacinamid Ascorbat)

50 mg

Vitamin B6 (als Pyridoxin HCl, Pyridoxal 5’-Phosphat) 

75 mg

Folat (als L-5-Methyltetrahydrofolat-Calciumsalz)  

400 mcg

Vitamin B12 (als Methylcobalamin) 

300 mcg

Biotin

300 mcg

Pantothensäure (als D-Calciumpantothenat)

50 mg

Jod (als Kaliumjodid)

150 mcg

Magnesium (als Magnesiumoxid) 

100 mg

Zink (als Zinkcitrat, OptiZink™ Zinkmonomethionin)

25 mg

Selen (als Natriumselenit, SelenoExcell® Selenhefe, Se-Methyl L-Selenocysteine) 

200 mcg

Mangan (als Mangancitrat-, gluconat) 

2 mg

Chrom [als Crominex™ 3+ Chromium stabilisiert mit Capros Amlaextrakt (Frucht) und PrimaVie™ Shilajit]  

200 mcg

Molybdän (als Molybdän-Aminosäurechelat) 

100 mcg

Alpha Liponsäure 

25 mg

Bor (als Aminosäurenchelat)

3 mg

Cholin (als Cholinbitartrat)

20 mg

Inositol 

50 mg

Ringelblumenextrakt (Blüte) [standardisiert auf 5 mg trans-Lutein und 155 mcg trans-Zeaxanthin] 

11.12 mg

Lykopin [aus LycoBeads® natürlichem Tomatenextrakt (Frucht)]

1 mg

Natürliche gemischte Tocopherole (gamma, delta, alpha, beta)

20 mg

Apigenin

5 mg

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1232
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 26.09.2018
 

Hallo Thomas,

das mag sein, dann hat Dein Körper die Folsäure sehr gut methyliert. Nur kann das eben nicht jeder, daher kann Folsäure hier richtig Schaden anrichten, wenn besagtes Gen / Enzym schlecht ist. Wir haben ja nicht alle die gleichen Gene ;-) ...nur eine Schnittmenge...und dann isses auch nicht nur ein Gen. Ist immer eine Familie, soviel habe ich schon gelesen/gelernt. Der Mensch hat für viele Abläufe mehr als einen Weg. Insbesondere beim Thema Entgiftung, wo Methylierung auch sehr wichtig ist.

Aber nochmals Entschuldigung dafür, dass ich Folsäure und Methylfolat in die gleiche Schublade geschmissen habe und für kurzzeitge Verwirrung gesorgt habe ;-)

Wenn "Folsäure" im Blut gemessen wird, kann übrigens nicht unterschieden werden...wie so oft. Wobei IMD etwas neues anbietet wie bioaktives Folat...müsste mal schauen, was die da genau messen.

VG,
Robert

Veröffentlicht von : Healing N.
Beiträge: 50
Angemeldet am : 27.08.2018
Veröffentlicht am : 26.09.2018
 

Der Teufel liegt wie immer im Detail. Ich kann mich den meisten Aussagen nur anschließen, insb. Vitamin E wurde in den letzten Jahren verteufelt aufgrund von zielgerichtet destruktiven Studien (Vitamin E erhöht das Risiko für Prostatakrebs beispielsweise).

Synthetische Alpha-Tocopherole in zu großen Mengen sind ein Problem (selbst wenn bswp. Tocotrienole mit dabei WÄREN kann ein zu "schlechtes" Verhältnis die Aufnahme von Tocotrienolen hemmen und dementsprechend ein Defizit erzeugen).

Syntethische Folsäure sollte im Optimalfall JEDER meiden (wie bereits erwähnt kann synth. Folsäure zu einem Defizit an Folat führen - paradox).

Bierhefe bspw. hat einen relativ geringen Anteil an B-Vitaminen, dennoch ist die Wirkung relativ groß, da der Körper natürliche Vitamine oftmals besser "verwerten" kann. D.h. ich benötige eine größere Menge an syntethischen Vitaminen, um den selben Effekt zu erreichen.

Ein weiterer wichtigter Faktor ist, dass die Mainstream-Medizin Vitamine isloiert betrachtet und dementsprechend oftmals destruktive Aussagen bzgl. der Einnahme Vitamine trifft (Vitamin D senkt die Funktion des Immunsystems und erhöht das Risiko für Herzinfarkte, Vitamin A wirkt "in zu hohen Dosen" sehr schnell toxisch, Vitamin E erhöht das Prostatakrebs-Risiko, Vitamin C verursacht Nierensteine, bestimmte B-Vitamine erhöhen das Risiko für Lungenkrebs, zu viele Antioxidantien erhöhen das Krebsrisiko etc.).

Wie oben erwähnt liegt der Teufel immer im Detail (und Details stehen leider nicht im Abstract einer Studie).

 

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 954
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 25.09.2018
 

zumindest habe ich mit ganz normaler folsäure, meinen homocysteinspiegel effektiv gesenkt. 

Veröffentlicht von : Jean S.
Beiträge: 353
Angemeldet am : 12.03.2016
Veröffentlicht am : 25.09.2018
 

Aufgrund einer genetischen Disposition (»Enzympolymorphismus«) kann jede zweite Frau Folsäure nicht optimal in die wichtigste Transport- und Speicherform 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF) umwandeln. Das Schlüsselenzym dabei ist die 5,10-Methylentetrahydrofolatreduktase (MTHFR). Eine Punktmutation an diesem Enzym reduziert die Enzymaktivität bei homozygot Betroffenen (10 bis 12 Prozent) um etwa 75 Prozent, bei heterozygoten Merkmalsträgern (circa 40 Prozent) um ungefähr 30 Prozent (13). Verschiedene Studien haben inzwischen gezeigt, dass Frauen mit Schwangerschaftskomplikationen beziehungsweise Frauen, die ein Kind mit einem Neuralrohrdefekt haben, häufiger homozygote Genotypen aufweisen und selbst heterozygote mit einem erhöhten Risiko behaftet sein können (14, 15, 16).

 

Bei der Bedarfsdeckung mit Nahrungsfolat ist es ohne Belang, ob ein genetischer Polymorphismus im Enzym MTHFR vorliegt. Erfolgt jedoch eine Supplementierung mit  Folsäure, ist die Umwandlung von synthetischer Folsäure zu 5-MTHF bei homozygoten und heterozygoten Trägern nur eingeschränkt möglich. Diese Personen profitieren optimal von der bereits bioaktiven Vitaminform 5-MTHF, die mittlerweile als Calcium-L-Methylfolat (Metafolin®) synthetisch herstellbar ist. Nachdem das wissenschaftliche Gremium der European Food and Safety Agency das von Merck entwickelte und patentierte Calcium-L-Methylfolat als sicher erachtet hat, wurde die Substanz von der Europäischen Kommission im März 2006 in die Richtlinien für Nahrungsergänzungsmittel und diätetische Lebensmittel aufgenommen.

Quelle:https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-112009/zu-folat-intensiver-beraten/

Liebe Grüße,

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1232
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 25.09.2018
 

->Korrigiert:

Ich hole diesen Thread mal nach oben. Ich habe gestern etwas sehr interessantes von Ben Lynch erfahren/gerlernt:

Und zwar das der Mensch sich (im Ggs. zu Ratten, wo der Prozess 200x schneller abläuft) sehr schwer tut mit der Umwandlung von Folsäure zu (Methyl-)Folate und das ganz besonders, wenn man ein "langsamer Methylator" ist, was man an dem Gen MTHFR erkennen kann...sich aber auch mittels Fragen selbst herausfinden kann (Ich habe mit das Buch von Lynch bestellt...finde ich faszinierend...und packe die Fragen dann auch gern mal hier rein wenns interessiert).

Joch...er sagt: Schmeisst NEMS mit Folsäure in die Mülltonne und esst statt dessen viele viele leavy greens, also grüne Salate frisch :-/ ...oder drauf achten, dass im NEM Methylfolate benutzt wird. Das ist vollkommen ok weil kompatibel.

Weil, jetzt kommt der Clou: Folsäure ist ein Nachäffer von Folate, kann an den Folate Transportern der Zelle andocken, wirkt dann aber nicht wie Folate. Und wenn der Körper dieses Molekül nicht schnell genug wandeln kann, so erhöht sich der Spiegel im Blut und die Zellen bauen, wie beim Überangebot von Glukose, die Transporter zurück. Diesmal nicht für Glukose, sondern für Folate.

Konsequenz: Der Folate-Haushalt wird schlechter durch die Einnahme von Folsäure :-( ....nicht bei der Einnahme von Methylfolate. Das ist prima.

1. Wahnsinn wie komplex das ganze System Mensch mal wieder sein kann (hängt auch von den Genen ab).

2. Toll, dass sie auch im Bereich NEMs nicht sauber testen (wieso weiß man erst heute, dass Folsäure so langsam im Menschen abgebaut werden kann...wieso testet man nur an Ratten?).

Hat da schon mal einer was von gehört oder gelesen?...ich bin tierisch gespannt auf sein Buch "Dirty Gens", Tipp: was am 1.11.18 auch auf Deutsch raus kommt. Wird übersetzt.

Hier der Link zum Mike Mutzel (englisch) Interview:

https://www.youtube.com/watch?v=oelxNhiw9TQ

VG,

Robert

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1232
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 25.09.2018
 

Hallo Thomas,

ich hatte - zu meiner Schande - den guten Mann im Beitrag/Interview falsch verstanden, da ich den Fehler gemacht habe:

Methylfolate mit Folsäure gleich zu setzen. In meinem Hirn war das gleich. Das ist falsch!

Was Lynch sagt, ist: Schmeißt Folsäure in die Tonne und alles, wo es zugestzt wird. Sorry! Das war falsch gehört bzw. verstanden.

Methylfolate ist super.

Folsäure ist schlecht weil der Körper das erst "Methylieren" muss und das ist sehr langsam.

Habe ich erst korrekt durch das Buch verstanden, dass Folsäure in den einfachen Produkten etwas anderes ist.

Leider kann man Beiträge nicht korrigieren. Mal schauen, ob ich den gelöscht bekomme.

VG,

Robert

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 954
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 25.09.2018
 

was denn nun robert. erst schreibst du methyl-folat wird kaum umgesetzt. einen bericht weiter soll man auf methyl-folat setzen und nicht auf folsäure.

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1232
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 25.09.2018
 

So...Buch ist da und auf das Thema "Methylierung" habe ich mich auch gleich gestürzt.

Also was wohl absoluter Müll ist: Folsäure (kommt in den meisten günstigeren NEMs vor).

Was gut ist: Methyl-Folate. Kommt in den wertigeren NEMs vor und das ist das, was der Körper braucht für den Methyl-Kreislauf. Das baut er sich aus natürlichem Folate (Grünzeug).

Dito: Methyl-Cobalamin.  (vs billiges Cyano-Cobalamin, wo u.a. teurer Gluthation bei drauf geht).

Das Buch macht einen sehr guten Eindruck, muss ich sagen.

Was im Methylkreislauf alles eine Rolle spielt: Homocystein, SAM, Histamin, Cholin, ... 200 Enzymreaktionen...

Veröffentlicht von : Markus
Beiträge: 720
Angemeldet am : 25.07.2013
Veröffentlicht am : 18.10.2015
 

Hallo Reinhard,

 

du meinst, was ich so nehme? Also ich nehme über mein Multivitamin bereits 35mg elementares Zink zu mir, in Form von Zinkcitrat und Zinkmonomethionin. Dort sind auch 2mg Kupfer enthalten.

Veröffentlicht von : Reinhard S.
Beiträge: 219
Angemeldet am : 26.08.2015
Veröffentlicht am : 17.10.2015
 

Etwas offtopic, weil du es gerade erwähnst, Markus, wie hältst du es mit dem sehr wichtigen Zink? Die RDA an (elementarem) Zink beträgt ja nur bescheidene ca. 10mg. Die Zinkverbindungen (-gluconat, -orotat, -sulfat, -citrat, -picolinat, etc.) in den meisten herkömmlichen NEM enthalten nur ca. 12-35% elementares Zink.

Wenn ich mir wegen aktuellen Hautproblemen nun ca. 30mg elementares Zink täglich zuführen möchte (natürlich Kupfer beachten), müsste man ca. 80-120mg aus diesen genannten Zinkverbindungen substituieren?

Veröffentlicht von : Markus
Beiträge: 720
Angemeldet am : 25.07.2013
Veröffentlicht am : 14.10.2015
 

Nicht für die Tonne, Reinhard- aber du brauchst halt mehr.

 

Die Ausnahmen sind meiner Meinung: Folsäure (besser: Folat, optimal: MTHF), Betacarotin (besser: Vitamin A, denn viele können kein Vitamin A daraus gewinnen) sowie synthetisches Vitamin E (belegt unnötigerweise das Transporterprotein).

Und Omega 3 (anstatt ALA direkt EPA/DHA)- ist klar, oder?

Der Rest sind Feinheiten, etwa bei zuviel Zink ohne ausreichend Kupfer kommt es zu Kupferarmut usw, hier kommt es mehr auf das Feintuning als auf die Verabreichungsformen an.

Veröffentlicht von : Reinhard S.
Beiträge: 219
Angemeldet am : 26.08.2015
Veröffentlicht am : 14.10.2015
 

Ich erlaube mir, zu dieser Frage einen Abschnitt aus einem der letzten Blogposts von Edubily (Chris Michalk) als mögliche Antwort zu zitieren:

"Sind „natürliche Vitamine“ besser?

Ich frage mich darüber hinaus, ob synthetische Vitamine gleichzusetzen sind mit natürlichen. Die Antwort ist: Nein, sind sie nicht. Synthetische Vitamine wirken zwar auch, brauchen oft aber höhere Dosen.

Der Unterschied zwischen synthetisch und natürlich ist folgender (ein Beispiel): Wir nehmen Mikronährstoffe normalerweise nicht aus der Pille auf, sondern aus anderen Lebenwesen (Tiere und Pflanzen). Dort aber liegt keine Chemiefabrik begraben, sondern … das, was natürlicherweise in der Zelle vorkommt. Wie ich hier im Blog schon mehrfach angedeutet habe, essen wir Fertigprodukte. Andere Lebewesen haben für uns schon Fertigsubstanzen gebaut, die direkt, wunderbares Wort, bioaktiv sind. Thiamin, Vitamin B1, kommt in der Natur nicht als Mononitrat oder Hydrochlorid vor, so wie in deinem Ergänzungsmittel, sondern als Pyrophosphat. Der Punkt ist: Das ist bereits die wirklich wirksame Form – Thiamin-Pyrophosphat (TPP) ist ein Koenzym, also ein Reaktionskatalysator im Körper. Dasselbe gilt für Vitamin B6, das auch in Form von Vitamin-B6-Phosphat in lebenden Organismus vorkommt, nicht aber in Form von Hydrochlorid (wie im Ergänzungsmittel). Wir können das fortsetzen: Folsäure ist synthetisch und kommt nicht in der Natur vor. Folate aber sind natürlich und wirken entsprechend anders – das weißt du vom Methylfolat, über das wir hier schon oft berichtet haben. Vitamin C kommt natürlicherweise mit Pflanzenstoffen und seiner oxidierten Form namens Dehydroascorbinsäure.

Alle diese Substanzen haben gemeinsam, dass sie bioaktiver sind. Heißt:

  • Sie werden besser aufgenommen
  • Sie werden besser gespeichert
  • Sie liegen bereits in ihrer biologisch wirksamen Form vor

Daher enthält das Multivitamin, das hier bei mir steht, ebendiese Formen. Für mich ein klares Qualitätsmerkmal und im Prinzip der Test, ob der Hersteller wieder nur an sein Geld oder auch an die Gesundheit seiner Käufer denkt."

Wenn das stimmt, dann wären auch die Multis hier aus dem Shop für die Tonne.

 

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