tierisches protein krebsfördend

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Thema tierisches protein krebsfördend

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Veröffentlicht von: Monika L.
Beiträge: 383
Angemeldet am: 07.02.2010
Veröffentlicht am: 13.10.2014

Hallo Maria, so pauschal, wie Du das in deiner Überschrift schreibst, kann man das nicht stehen lassen. Ich habe den von Dir verlinkten Artikel überflogen. Die meisten darin enthaltenen Infos kenne ich. Man muss differenzieren: Hier wird wieder alles tierische Protein in einen Topf geworfen: "schrottiges Protein aus Wurst, Fleisch aus Massentierhaltung, Milchprodukte aus pasteurisierter Milch usw. Ebenso wird ketogene Ernährung gleich gesetzt mit Hi-Protein, was auch nicht unbedingt stimmt. Es gibt durchaus Varianten mit viel "Grünzeug", was meiner Meinung nach ohnehin notwendig ist zum Puffern von Säuren. Die angegebene Mindestmenge an Protein von 0,66 - 0,8xg Protein/kg Körpergewicht, entspricht der DGE und wird heute eigentlich als zu niedrig angesehen. Ich kenne mittlerweile im Zusammenhang mit Krebs 2 "Schulen": Zum einen die durch Strunz,Kämmerer und Coy bekannt gewordene Richtung mit drastischer Reduktion von Kohlehydraten während einer AKUTEN Therapiephase, also z.B. Chemo (aber eben nicht auf Dauer). Zum anderen gibt es das "Lager" der alternativ ausgerichteten Ärzte/Heilpraktiker, die alle Aminosäuren/Proteine verurteilen. Bei den Proteinen sehe ich, neben der Qualität, folgendes Dilemma: Einerseits braucht der Körper die Aminosäuren zum Aufbau jeglichen Gewebes und dann eben auch, und das ist gerade im Krebsfalle enorm wichtig, auch für ein funktionierendes Immunsystem. Es ist also immer eine Gradwanderung. Eine minimale Versorgung mit Proteinen, so wie im Text vorgeschlagen, führt also nicht gerade zur Förderung des Immunsystems, das einzig und allein in der Lage ist, den Krebs zu besiegen. Dass eine Krebszelle, v.a. bei fortgeschrittenem Krebsstadium, in der Lage ist, jegliche Energiequellen zu nutzen, lässt sich nicht leugnen. Ich persönlich, aber das ist eben meine persönliche Meinung, gehe davon aus, dass eine Umstellung auf ketogene Ernährung wirksam sein kann, so lange es für den Krebs einen gewissen Überraschungseffekt bedeutet. Auf die Dauer dürfte das Ganze den Körper wohl doch zu sehr belasten und wesentliche Nährstoffe fehlen. Und da kommen die Pflanzen ins Spiel. Sie sind das notwendige Pendant zum Protein. Dazu kommen die teilweise stark antikanzerogen wirkenden sekundären Pflanzenstoffe. Der menschliche Körper ist als "Allesfresser" ausgelegt und verfügt über ausgefeilte Puffermechanismen, was bedeutet, dass er mit deutlich höheren Proteingehalten als angegeben leicht fertig wird. Man geht ohnehin davon aus, dass der Urmensch einen deutlich höheren Fleischanteil/Proteinanteil in seiner Nahrung hatte als wir heute. D.h. wir sind daran sehr gut angepasst, sofern die Balance zwischen pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln stimmt. Wofür wir sicher nicht ausgerichtet sind, sind industriell hergestellte, überzuckerte und/oder überfette Nahrungsmittel oder gar irgendwelche chemischen Zusatzstoffe, deren Synergiewirkung noch nie überprüft wurde. Ein wesentlicher Punkt, der auch gerade in Verbindung mit Krebs bzw der Krebsprävention zusammenhängt, sind Phasen des Nahrungsentzugs. Während dieser Phasen ist ja nicht nur die gesamte Kalorienzufuhr eingeschränkt, sondern eben auch die Eiweißzufuhr, sodass es zu einem Reinigungsprozess (Autophagie) kommt. Danach ist ein Mehr an Nährstoffen auch kein Problem mehr, weil der Körper für Reparaturprozesse wieder vermehrt "Baumaterial" brauchen kann. Dass dabei aber auch Krebszellen profitieren können, liegt in der Natur der Sache. Aber es geht darum, den "Wirt", sprich das Immunsystem zu stärken, sodass es möglichst zu einem stärkeren Absterben von Krebszellen (Apoptose) kommt als neu entstehen können. Oder umgekehrt, was nützt es, zu versuchen einen Tumor durch Entzug von Protein das Baumaterial zu schwächen, wenn dabei der Wirt auf der Strecke bleibt? Lt Dr. Strunz reichert ein Tumor nicht mehr Protein an als jedes andere Gewebe im Körper auch. (Versuch mit radioaktiv markierten AS), sehr wohl aber eben Glukose, zumindest vieke Tumore, (lt Dr. Coy gut 50%) So, nun bleibt es Dir überlassen zu entscheiden, was DIR wichtig ist. LG Monika

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Veröffentlicht von: Reinhard M.
Beiträge: 1809
Angemeldet am: 04.03.2008
Veröffentlicht am: 13.10.2014

Hallo Maria, der Autor zitiert zu seiner These, dass tierisches Protein krebsfördernd sei nur Studien, aber keine einleuchtenden Erklärungen.

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Veröffentlicht von: maria h.
Beiträge: 1
Angemeldet am: 11.10.2014
Veröffentlicht am: 11.10.2014

vielleicht kann mir bezüglich Ketose und krebs jemand aufschlüssige beiträge posten. ich habe alle strunz bücher gelesen, finde diese ernährungsform sehr einleuchtend, bin jedoch auch auf unzählige bücher gestoßen, die davon abraten so viel tierisches eiweis in seine Ernährung einzubauen. ein sehr interessanter Artikel dazu und für mich ebenso plausibel ist der von dr Jacob. würde mich auf informativen austausch freuen. http://www.drjacobsweg.eu/wp-content/uploads/2014/04/Ketogene-Diät-gegen-Krebs_-Schaden-oder-Nutzen.pdf

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