Vitamin E kann tödlich sein

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Thema Vitamin E kann tödlich sein

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Veröffentlicht von: Kristian K.
Beiträge: 23
Angemeldet am: 28.05.2004
Veröffentlicht am: 18.01.2005

Lies dass und schenke nicht einzelen wissentschaftlern glauben: Mit Biomedizin gegen Herzinfarkt & Co Sie haben ein 500-Seiten-Werk geschrieben: Frohmedizin. Der bayerische Gesundheitsminister dachte gleich über eine Frohmedizin-Offensive nach. Was bedeutet das? Eine neue Form der Medizin, die sich nicht einseitig um Krankheit kümmert, sondern zuerst um die Gesundheit. Wir haben 25 000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit. Und die kann man sich in den meisten Fällen erhalten. Ganz einfach, indem Sie sich bewegen, Stress flach halten, gut essen, das ergänzen, was die Natur nicht mehr bietet. Was bietet die Natur nicht mehr? Vor welcher Krankheit fürchten Sie sich am meisten? Ich nehme an vor Krebs. Also nehmen wir das Beispiel Selen. Selen steckt in unseren Böden nicht mehr drin. Haben die Eiszeit-Gletscher rausgewaschen. In Gebieten, wo wenig Selen im Boden ist, taucht vermehrt Krebs auf, sagt uns die Wissenschaft. Ich vermute, Sie haben einen niedrigen Selenspiegel. Der Durchschnittsdeutsche hat 70 Mikrogramm/l. In der medizinischen Bibliothek in Washington gibt es 13400 Veröffentlichungen zu Selen: Hohe Selen-Blutwerte, also ab 150 Mikrogramm, senken zum Beispiel das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, um 70 Prozent; Speiseröhrenkrebs taucht mit hohen Selenspiegeln zu 56 Prozent seltener auf, Magenkrebs zu 40 Prozent. Lungenkrebs zu 60 Prozent. Ich nehme auch an, Sie wollen keinen Krebs bekommen? Dann können Sie schon jede Menge tun, wenn Sie täglich Selen nehmen, 200 Mikrogramm zusätzlich jeden Tag. Ist Selen die einzige Mangelware? Jeder Dritte leidet bei uns an den Folgen von Nährstoffmängeln. Kann man in den Ernährungsberichten der DGE nachlesen. Wir sind unterversorgt mit Vitamin A, B6, Pantothensäure, Folsäure, Vitamin B1, Biotin, Calcium, Magnesium, Mangan, Kupfer, Chrom, Selen, Jod und Molybdän. Schon unsere Schulkinder sind schlecht versorgt. Wer, bitte kümmert sich darum? Wir erschrecken lieber vor den Ergebnissen der PISA-Studie. Was passiert im Körper, wenn ein Stoff fehlt? Diese kleinen Nährstoffe arbeiten mit Enzymen zusammen. Fehlen sie, dann stellen die Enzyme einfach ihre Arbeit ein. Und das schadet dann nach ein paar Jährchen dem Herz, dem Gehirn, der Niere, den Blutgefäßen... Und der Arzt sagt dann nicht: Oh, da haben aber Vitamine und Spurenelemente gefehlt. Sondern er sagt: Oh, da ist der Cholesterinspiegel aber hoch, die Leberwerte sind aber hoch, der Zucker ist aber hoch. Dafür gibt’s die und die Pille. Tatsache ist: Diabetes, Herzkreislauf-erkrankungen, Allergien, Rheuma, Immun-erkrankungen und Krebs stehen im ursächlichen Zusammenhang mit einer vitalstoffarmen Ernährung. Neu ist: Hohe Dosen von einzelnen Vitaminen sollte man nicht nehmen. Ja. Denn hohe Einzeldosen können sich sogar negativ auswirken. Es sind immer alle 47 essentiellen Stoffe zusammen, nie – wie in Zeitschriften aufgelistet: der Stoff für das Herz, der Stoff für die Potenz, der Stoff für das Gehirn. Die Natur fordert und tut mehr. Sie liefert ein Netzwerk aller Stoffe: Also nicht Folsäure allein für die Blutbildung für mehr Sauerstoff im Hirn, sondern Folsäure plus Vitamin B6 plus B12. Fehlt ein essentieller Stoff, kracht alles zusammen. Buchstäblich. Die Vitaminpille alleine reicht aber auch nicht aus? Wissenschaftler der Cornell Universität stellten fest: 100 Gramm Apfel mit 12 mg Vitamin C haben die gleiche antioxidative Wirkung wie 1500 mg eines synthetischen Vitamin-C-Präparates. Kein Wunder. Unter der Schale stecken Flavonoide und Phenolsäuren, die verstärken die Wirkung von Vitamin C. Darum enthält ein gutes Vitaminpräparat heute auch diese Flavonoide. Sie sehen: A) es muss noch viel geforscht werden. B) Nahrung kann man nur ergänzen. Sie müssen den Fisch und den Apfel essen – plus die Kapsel. Stimmt es, dass in unseren Lebensmitteln weniger drin steckt als vor 100 Jahren? Definitiv ja. Trotzdem brauchen wir gar nicht über die Vitalstoffgehalte von Lebensmitteln sprechen. Völlig unnötig. Weil Sie Lebensmittel gar nicht essen. Wenn der Mensch Tomatensalat statt Ketchup essen würde, Sushi statt Sandwich, Lachscarpaccio statt Schweinebraten, Obstsalat statt Marmeladenbrot, ja dann würde sich eine Diskussion lohnen, über das, was überhaupt noch in unseren Lebensmitteln sogenannten steckt. Trotzdem: Ein Beispiel konnte man April 2002 in Focus lesen: Ein Apfel aus dem Supermarkt liefert 20 Prozent des Vitamin C’s verglichen mit dem Apfel frisch vom Baum. Und weil das exemplarisch wohl für alles gilt, was Sie „frisch” essen (wenn Sie es überhaupt essen), leben Sie sozusagen auf Sparflamme. Und wundern sich, weshalb Ihnen das Leben so schwer fällt ... Wer sollte zusätzlich Vitamine nehmen? Auch die DGE sagt: Risikogruppen brauchen mehr, haben einen erhöhten Bedarf. Fakt ist: Mindestens 80 Prozent der deutschen Bevölkerung sind Teil mehrerer Risikogruppen. Wer gehört nicht zur Risikogruppe? · Menschen, die beim Biobauern einkaufen, Zeit in Ihr Essen stecken, auf Qualität achten, nach der Saison leben, aus dem Bio-Garten von nebenan – mit fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. · Menschen, die über 15 und unter 65 sind und nicht schwanger. · Menschen, die kein Übergewicht haben, gesund sind, nicht rauchen, Stress meiden. Und auf dem schadstoffärmeren Land leben. · Menschen, die weder die Pille nehmen noch Diät halten. · Menschen, die keine chronischen Krankheiten haben, keine Medikamente nehmen müssen. · Menschen, die nie am Computer arbeiten. Diese beneidenswerten Idealmenschen brauchen keine Ergänzung ihrer Nahrung. Und: Wenn man Fertigprodukte meidet, kann man freilich auch Nahrungsergänzung meiden. Die ja letztendlich nur versucht, die Defizite unserer modernen Ernährung auszugleichen – und sich damit um Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden kümmert. Viele Menschen haben einen hohen Homocystein-Spiegel – und wissen nicht mal, was ihnen da droht. Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz... Und bei uns wird gerade in Kongressen diskutiert, ob „die Senkung des Serum-Homocystein-Spiegels vielleicht die Möglichkeit bietet, gesundheitsschädliche Einflüsse fernzuhalten.“ Wissen Sie, ich diskutiere da nicht lange. Ich bin nämlich kein Politiker. Ich bin Arzt. Ich mess‘ im Blut. Und hat mein Patient einen Homocystein-Spiegel über 5 Mikromol/l (haben übrigens 40 Prozent aller Patienten mit Gefäßerkrankungen), dann eliminiere ich das Gift aus seinem Körper, das seine Blutgefäße zerstört, das Herzinfarktrisiko verdoppelt, das Schlaganfall-Risiko vervierfacht. Und freu‘ mich, wenn er dann auch gleich noch was für seine Knochen tut, sein Bindegewebe, gegen die allmähliche Verblödung, gegen Malignome, Anämien, Depressionen. Die Lösung heißt B-Vitamine. Genau: Homocystein entschärfen geht ganz einfach, es wird abgebaut, wenn man B-Vitamine nimmt. Folsäure plus Vitamin B6 plus Vitamin B12. Aus der Apotheke. Das im Essen reicht nämlich nicht, um das Homocystein um bis zu 60 Prozent zu reduzieren. Eine unglaublich wirkungsvolle, heilbringende und auch noch günstige Methode die Gesundheit zu erhalten. Frohmedizin pur. In den letzten 10 Jahren wurden übrigens nahezu 6000 Studien dazu veröffentlicht. Da dröhnt mir der Kopf, wenn ich höre, dass es immer noch Ärzte gibt, die sagen: „Vitaminpillen brauchen Sie nicht, kann man alles mit der Ernährung machen...“ Die Orthomolekulare Medizin misst, kombiniert – und dosiert angemessen. Es macht keinen Sinn eine Vitamintablette zu schlucken und zu denken: Damit ist alles gut. Der Orthomolekular-Mediziner misst, was der Zelle fehlt, setzt diese wichtigen körpereigenen Stoffe in der nötigen Dosierung zusammen – und verschreibt sie langfristig. Und er verschreibt dazu den Apfel. Mit seinen 60 000 pflanzlichen Wirkstoffen, die der Mensch noch nicht alle isolieren kann. Und die Zelle braucht Wasser. Denn der Mensch besteht zum Großteil aus Wasser. Weshalb man täglich 3 Liter trinken sollte. Und sie braucht Eiweiß, essentielle Fettsäuren... Und der Mensch braucht Genuss. Einen Fisch mit Zitronensauce und Olivenöl. Der Mensch braucht Kohlenhydrate? Ja, wenn er Marathon läuft. Alle anderen sollten Beilagen wie vitalstoff-leere Kartoffeln, Nudeln und Reis auf ein Minimum reduzieren. Und Fertigprodukte mit Stärke und Glukosesirup meiden. Vitamine sind gefährlich! Konnte man in den letzten Jahren öfters in der Zeitung lesen. Ach, ja. Hat leider mit Wissenschaft nichts zu tun: Der Herz-Doktor in einer Studie verschreibt Vitamin E. Dann untersucht er nach ein paar Jahren, ob das Vitamin E was gebracht hat und stellt fest: Ne, hat nix gebracht. Vitamin E schützt das Herz nicht. Warum ist das so? Vitamin E arbeitet in der Zelle. Dort entschärft es ein freies Radikal. Das macht es selbst ein bisschen böse. Es wird selbst zum schwachen Radikal. Zum Glück nur ganz kurz, wenn genug Vitamin C da ist. Vitamin C regeneriert das Vitamin E wieder. Macht aus ihm wieder einen potenten Radikalfänger. Nun wissen Sie, warum Vitamin E in Studien manchmal nicht wirkt – oder sogar negativ. Vitamin E muss man immer mit Vitamin C verabreichen. Und plötzlich werden die Gefäße wieder jung. Genau wie durchs Laufen. Was ist eigentlich wichtiger – richtiges Essen oder Laufen? Die richtige Bewegung ist das A und O der Gesundheit. Und wie klug die Natur ist, sehen Sie daran, daß der täglich laufende Mensch immer richtiger ißt. Der bekommt plötzlich Appetit auf all die gesunden Sachen. Ist das nicht tröstend? Wieviel Menschen haben Sie eigentlich zum Laufen gebracht? Ich habe einen Nachbarn, der tut es immer noch nicht. Ich weiß es nicht. Eine-zwei-drei Millionen? Hatten Sie einen Herzinfarkt? Nein. Um dieses Gerücht endlich aus der Welt zu räumen, legte ich mich März 2004 bei Dr. Dörflinger der Münchner Diagnose-Klinik in den Ultraschnellen Computer-Tomografen (UTC), mit dem man eine leider noch sehr teure virtuelle Reise durch den Körper macht. Mein Herz sehen Sie auf Seite 76 in Buch „Frohmedizin“. Eindeutig Pumperlg`sund. Ich wünsch‘ mir übrigens, dass es irgendwann in jedem Dorf so einen Apparat gibt, der früh Krankheiten aufspürt – von verstopften Adern bis Krebs. Jeder darf sich dann, wann immer er will reinlegen und eine Reise durch sein Körperinneres machen. Einzige Bedingung. Er muss gleichzeitig anfangen zu laufen oder zu walken.

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Veröffentlicht von: Christian K.
Beiträge: 6
Angemeldet am: 26.11.2003
Veröffentlicht am: 14.12.2004

weiters wäre für mich als "alten strunzianer" von erheblichem interesse, ob dr. strunz diese studie kennt bzw. was seine meinung dazu ist.

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Veröffentlicht von: Christian K.
Beiträge: 6
Angemeldet am: 26.11.2003
Veröffentlicht am: 14.12.2004

wäre natürlich interessant, ob in der genannten studie vit. e auch gemeinsam mit vit. c eingenommen wurde oder nicht ?

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Veröffentlicht von: Jürgen R.
Beiträge: 17
Angemeldet am: 04.10.2004
Veröffentlicht am: 12.12.2004

Gut geantwortet guenther !!!!!

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Veröffentlicht von: guenther r.
Beiträge: 8
Angemeldet am: 19.07.2004
Veröffentlicht am: 09.12.2004

Hallo Frank, noch nicht die Frohmedizin gelesen ??? Das steht doch alles klar drin, Vitamin E alleine ist schädlich, deshalb immer Vitamin E zusammen mit Vitamin C einnehmen !

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Veröffentlicht von: Frank S.
Beiträge: 2
Angemeldet am: 28.07.2004
Veröffentlicht am: 08.12.2004

Sehr hohe Tagesdosen erhöhen das Sterblichkeitsrisiko, statt es zu senken ! Auf einer Tagung der American Heart Association in New Orleans haben jetzt aber Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore eine wirklich schlechte Nachricht verkündet. Die Einnahme von Vitamin E verkürzt demnach in vielen Fällen das Leben eines Menschen, statt es zu verlängern. Wer täglich eine Vitamin-E-Kapsel mit der durchaus üblichen Konzentration von 400 Internationalen Einheiten (IU) zu sich nehme, erhöhe sein Sterblichkeitsrisiko um rund zehn Prozent, berichtet Professor Edgar Miller, Hauptautor der in den 'Annals of Internal Medicine' veröffentlichten Metastudie. 'Viele Menschen nehmen Pillen ein, die sogar zwischen 400 und 800 IU Vitamin E enthalten', erläutert Miller. Sein Forscherteam hatte 19 Studien mit rund 136 000 Teilnehmern ausgewertet. Dabei wurde die Einnahme von Vitamin E mit jener von Placebos, also unwirksamen Scheinmedikamenten, verglichen. Die Tagesdosis an Vitamin E variierte in den Studien zwischen 15 und 2000 IU. Die durchschnittliche Dosis lag bei 400 IU pro Tag. Bei den Probanden, die weniger als 200 IU Vitamin E pro Tag aufnahmen, konnten die Forscher keine Erhöhung der Sterblichkeit im Vergleich mit der Placebogruppe beobachten. Ab 200 IU zeigte sich dann jedoch eine leichte Erhöhung des Risikos, das dann ab 400 IU als wirklich signifikant angesehen werden könne. Es scheint also wirklich auf die richtige Konzentration bei der Einnahme von Vitamin E anzukommen. Die positiven Wirkungen des Vitamin E, die ja durch viele Studien belegt sind, werden von Forschern aus Baltimore nicht angezweifelt. Allerdings sollte man nach den jüngsten Erkenntnissen sicherheitshalber unter einer Dosis von 200 IU pro Tag bleiben. Typische Multivitaminkapseln enthalten zwischen 30 und 60 IU an Vitamin E und scheinen demnach auch unkritisch zu sein. Reine Vitamin-E-Kapseln können aber durchaus Konzentration von 400 bis 800 IU aufweisen.

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