Zahnimplantat - etwas off topic

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Thema Zahnimplantat - etwas off topic

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Veröffentlicht von: Cordula M.
Beiträge: 8
Angemeldet am: 07.03.2015
Veröffentlicht am: 13.04.2015

Hallo zusammen,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten! Die Meinungen gehen ja durchaus auseinander und alle haben gute Argumente.

Anscheinend "wachsen" nur bei 30% aller Patienten die gegenüber liegenden Zähne tatsächlich - und, weil ich nun schon wirklich jahrelang Schmerzen und allerlei Ärger hatte und mich langsam davon erhole, habe ich mich entschieden, erst mal abzuwarten und zu schauen, ob es auch ohne den Zahn geht. Ich habe festgestellt, dass ich schon automatisch begonnen habe, wieder links zu kauen, nachdem der Schmerz endlich weg ist. 

Da ich immer Kopfschmerzgeplagt bin/war und vor allem die Sehstörungen meine Lebensqualität sehr beeinträchtigt haben (wird gerade besser, ist aber noch nicht weg) habe ich wirklich Beklemmungen, an der Stelle irgendeine Intervention zu wagen.

Nochmal Danke an Alle - Eure Meinungen sind mir sehr wertvoll

Viele Grüße

Cordula

 

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Veröffentlicht von: Reinhard B.
Beiträge: 41
Angemeldet am: 01.10.2013
Veröffentlicht am: 11.04.2015

Hallo Cordula,

Neben dem Kostenargument kenn ich kein ernstzunehmendes was gegen ein Implantat sprechen würde.

- Zu den Kosten:

Der erste Kostenvoranschlag lag in der Summe bei ca 5000 Euro.

Ich hab mir dann noch eine zweite Meinung eingeholt bei einem Arzt der sowohl den zahnärztlichen als auch den chirurgischen Teil vornimmt - sozusagen alles aus einer Hand - und der mir von einer befreundeten Zahnärztin emfpohlen wurde. Sein Kostenvoranschlag war 3000 Euro.

Dann war die Entscheidung klar. Es hat dann tatsächlich 2900 Euro gekostet.

- Persönliche Erfahrung:

Der Ablauf Prozedur ist etwas langwierig, aber bei einem Oralchirurg mit entsprechender Erfahrung eine Routine-Angelegenheit.

Seit Dezember (6er im rechten Unterkiefer) ist das Implantat drin und ich kann keinen Unterschied zu einem echten Zahn feststellen.

- Erfahrungen von Bekannten/Kollegen:

Meine Kollegin bekam gleich zwei Implanatate nebeneinander zur selben Zeit im Oberkiefer (5/6). Auch völlig problemlos.

Der gegenübersitzende Kollege hat ein Implantat seit fast 10 Jahren. Auch da keine Probleme.

Ein Bekannter vom Schwimmbad hat sich gleich 6 Implantate von seiner Frau (Zahnärztin i.R. s.o.) einbringen lassen. Auch er möchte sie nicht missen.

 

Ob eine Lücke den gegenüberliegenden Zahn bzw die nebenstehenden in irgendeiner Weise negativ beeinflusst, kann man so allgemein nicht sagen.

Das Kauverhalten wurde schon mehrfach angesprochen. Bei mir war es so, dass ich während der Zeit der Lücke eher auf der anderen Seite gekaut habe.

Was ich gelesen habe, ist, dass einseitige Belastungen der Kiefermuskulatur ggf erst nach Jahren zum Tragen kommen und sich in Verspannungen der Halswirbel, Kopfschmerzen, Ohrgeräuschen und dgl äußern können.

Grüße

Reinhard

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Veröffentlicht von: Beate W.
Beiträge: 6
Angemeldet am: 30.01.2014
Veröffentlicht am: 09.04.2015

Hallo Cordula,

mir fehlt schon seit einigen Jahren der untere hintere Backenzahn.
Das Gegenstück von oben ist etwas heruntergekommen.
Damit der obere hinterste Backenzahn nicht noch weiter runter kommt, wurde er vom Zahnarzt über einen Stift mit dem Zahn davor horizontal verankert. Am Kauverhalten hab ich auch schon vorher nichts bemerkt.
Das wäre eventuell noch eine Option, ein Implantat wurde mir auch vom Zahnarzt nie vorgeschlagen und hätte ich mir auch nicht machen lassen.

Viele Grüße
Beate

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Veröffentlicht von: Claudia M.
Beiträge: 15
Angemeldet am: 19.09.2004
Veröffentlicht am: 09.04.2015

Hallo,

bei mir fehlt seid über 10 Jahren ein Backenzahn im

Unterkiefer ohne das, dass Gegenstück im Oberkiefer sich irgendwie merklich verändert hat.

Gruß

Claudia

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Veröffentlicht von: Rolf W.
Beiträge: 166
Angemeldet am: 09.06.2009
Veröffentlicht am: 09.04.2015

1. An deiner Stelle würde ich mich vom "ruppigen" Kieferchirurgen aber sowas von sofort verabschieden. Logisch, dass der nicht auf sein sehr lukratives Implantat verzichten mag.

2. Auch mir wurde 1993 ein unrettbarer Backenzahn gezogen. Nach nunmehr 22 Jahren ist der obere Gegenzahn etwas herausgewachsen, es kann aber m. E. nicht die Rede sein von 2-3 Jahren bis zum Verlust des Gegenzahns.

3. Der letzte hintere Backenzahn ist der Weisheitszahn, und der gescheite Volksmund sagt - wie du ja aus eigener leidvoller Erfahrung weisst - das sei eine ziemlich sensible Region. Dort jetzt wieder rumdoktern zu wollen, nachdem deine massiven, langen Beschwerden endlich weg sind, halte ich für ziemlich risikobehaftet.

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Veröffentlicht von: Silvia B.
Beiträge: 87
Angemeldet am: 02.03.2011
Veröffentlicht am: 08.04.2015

Hallo Cordula,

mir wurde vor ein paar Jahren der li obere letzte Backenzahn (6) gezogen. Es wurde mir von einem Implantat abgeraten, da dort hinten sehr schwer zu arbeiten sei und die Kieferhöhle sehr nahe ist und es zu Komplikationen kommen kann.

Der gegenüberliegende Zahn auf der unteren Kauleist ist etwas nach oben gekommen, verharrt aber seit langer Zeit in dieser Stellung. Die Ärztin meinte, dass dieser erfahrungsgemäß nicht weiter wandern wird.

Außerdem waren sich sowohl Zahnärztin, als auch Chirurgin einig, dass es keines Implantates bedarf. Und wenn ich ehrlich bin, bemerke ich keinen Unterschied im Kauverhalten.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Liebe Grüße von Silvia

 

 

 

 

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Veröffentlicht von: Michael K.
Beiträge: 3
Angemeldet am: 08.05.2013
Veröffentlicht am: 08.04.2015

Hallo,

habe gerade dasselbe Problem, mir wurde vor Jahren ein unterer Backenzahn gezogen, weil er leider unrettbar war. Jetzt muss das obere Gegenstück auch raus, weil ich natürlich kein Implantat habe einsetzen lassen.

Ich fürchte, dein Kieferchirurg liegt nicht völlig daneben. Allerdings kann es nicht schaden, sich andere Meinungen einzuholen. Ich war bei drei Chirurgen und bekam drei mal fast identische Aussagen... 

Gruß,

 

Michael

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Veröffentlicht von: Cordula M.
Beiträge: 8
Angemeldet am: 07.03.2015
Veröffentlicht am: 07.04.2015

Hallo zusammen,

das Thema passt nicht so hierher, aber da ich hier eine sehr informierte Community weiß, frage ich einfach mal:

Ich habe vor zwei Wochen einen Zahn gezogen bekommen, nachdem zum zweiten Mal innerhalb einiger Monate Episoden herzhafter Schmerzen über mich gekommen waren. Man hatte letztendlich festgestellt, dass der Zahn einen Riss hatte unter einem Inlay - nicht sichtbar im Röntgenbild - und daher eine hübsche Entzündung an der Wurzel dräute. Ich habe den Verdacht, dass das schon jahrelang so vor sich hin kokelt, da ich immer linksseitig Probleme hatte, die niemand zuordnen konnte, Nervenschmerzen mit Vermutung auf Trigeminusneuralgie, Ohrenschmerzen, Sehstörungen. Der betroffene Zahn ist der letzte Backenzahn.

Nachdem der Zahn jetzt gezogen ist, spüre ich bereits Besserung und sehe schon zeitweise stereo - nicht lachen, Standard war lange Jahre, dass ich links verschwommen sah und rechts ok. 3 Augenärzte und ein Neurologe konnten nichts finden.

Der Kieferchirurg rät nun dringendst zu einem Implantat und droht damit, dass der Gegenzahn im Oberkiefer nach 2-3 Jahren mangels Gegendruck so herauswächst, dass er auch gezogen werden muss. Nun habe ich starke Bedenken, an dieser Stelle herumschrauben zu lassen, wer garantiert mir, dass das Elend nicht wieder beginnt, wenn dort ein Implantat gesetzt wird. 

Ich habe mich belesen, stehe aber noch unter dem Eindruck des ziemlich ruppigen Kieferchirurgen, der gar nicht drüber reden wollte, ob es vielleicht auch ohne Implantat gehen konnte. Schöne Beratung.

Hat jemand von Euch Erfahrungen damit, einen gezogenen Backenzahn NICHT per Implantat zu ersetzen. Was macht dann der Gegenzahn? Ich muss dazu sagen, dass ich 56 bin und denke, dass meine Zähne sicherlich nicht so sehr den Drang haben, herauszuwachsen wie bei einem jungen Menschen.

Vielen Dank für Eure Tipps!

Cordula

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