Zonulin, Gluten und Leaky Gut

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Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1845
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 13.04.2019
 

Kurzes Update zum Thema Roggensauertreigbrot.

Also...die Darmschmerzen kamen wohl vom sehr niedrigen Magnesiumspiegel. Eine ähnliche Erfahrung hatte auch schonmal Andrea gemacht.

Meine Zonulinwerte haben sich nicht verändert seit dem Wiederaufnehmen. Die Lebensqualität hingegen schon :-)

Und meine IgG4 Blutwerte für Roggen sind die niedrigesten aller Allergene (ich habe meine Problemwerte von vor 4,5 Jahren nochmal nachgetestet).

Inzwischen ist auch Gliadin, Weizen auf zero Reaktion runter.

Aper: (Kuh-)Milcheiweis ist hoch und ich bekomme auch sofort (1-3 Tage Latenz weil eben IgG und nicht IgE) meine Probleme, wenn ich Kuhmilch trinke. Aber es ist nicht das Casein, sondern das andere Eiweiß in der Kuhmilch.

Ziege und Schaf hingegen ist ok :-) ...das ist eine gute Nachricht für Pecorino!

Ich finde es eben auch immer schön, wenn man sein Leiden per Labor bestätigt bekommt. Da es zeigt, dass man es sich eben nicht einbildet.

VG,

Robert

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 920
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 01.04.2019
 

isch weiss....crycrycry...deswegen nehm ich mein selbstgebasteltes Quitengelee immer im Magerquark.

Da ist der "Schaden" leicht zu begrenzen....

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1845
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 01.04.2019
 

Hallo Martin,

exakt! Das ist auch eine echte Verführung..noch so eine Scheibe mit Marmelade...auch wenn demeter, so hat die trotzdem 30% Zucker...geht halt schnell. Ging vorher nicht ;-)

Es gibt jedoch einen kleinen Unterschied: Ich hatte vor "dem ganzen Mist" einen HbA1c von 4.9 ...mit ca. 400g KH am Tag; und ich habe jetzt einen HbA1c von 4.9. Mit den 50-150g KGH am Tag. War also nie wirklich "Carb-Alki"

;-)

VG,
Robert

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 920
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 01.04.2019
 

Vorsicht...so mancher trockene Alkoholiker hat mit "MonCherie" wieder angefangen!!coolcool

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1845
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 30.03.2019
 

Kurzes Update: Ich habe das Brot dann doch weiter ausprobiert. Und ich kann aktuell keine Probleme feststellen. Ich muss auch sagen, es ist ein Stück Lebensqualität zurück, mal so eine schöne Scheibe des frischen Roggenbrots zu essen...

Aber vor allem mag ich es für morgens als "Strammer Max".

Ich habe 2x Zonulin gemessen, einmal per Blut, einmal per Stuhlgang. Beides total unauffällig.

Wo man aufpassen muss: Das man nicht zu sehr in alte Gewohnheiten zurückfällt, konkret das Thema Marmelade...wir haben im letzten Jahr 1 Glas gegessen...allein in diesen 4 Wochen jetzt schon 4 :-/ ...muss man aufpassen. Aber da kann das Brot natürlich nix dafür ;-)

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1845
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 11.03.2019
 

Hallo Laela,

absolut berechtigte Frage! Hatte ich mir auch gestellt...aber meine Frau, die ähnlich lange kein Gluten zu sich genommen hat, hatte keine Probleme.

Ich habe aber eine Erklärung ausgearbeitet: Ich hatte auf alle Getreidearten extrem stark beim IgG Test reagiert. Und auch wenn der Darm wieder gesund ist und Leaky Gut ausgeheilt...IgG bildet sich so schnell nicht zurück :-( ...hätte ich auch vorher drauf kommen können.

Und meine Frau hatte (wahrscheinlich) nie die IgG Probleme...nein, hatte sie nicht. Hatte ich ja auch mal messen lassen.

:-/

VG,

Robert

PS: Danke Stefan für den Tipp...Buchweizen vertrage ich! Kaufe nämlich Buchweizennudeln, die es einmal die Woche gibt

Veröffentlicht von : Stefan W.
Beiträge: 423
Angemeldet am : 11.06.2013
Veröffentlicht am : 11.03.2019
 

Hi Robert,

wenn Du noch Lust zum Experimentieren hast, kannst Du ja mal Buchweizenkeimbrot versuchen.

Be A..... danach suchen und eins waehlen, welches "basisch vegan glutenfrei weizenfrei reisfrei" ist...

Dann weisst Du ein fuer alle Mal ob es am Gluten liegt, oder ob es irgendetwas anderes (Ballaststoffe usw.) ist.

Veröffentlicht von : Lalea
Beiträge: 2
Angemeldet am : 25.01.2018
Veröffentlicht am : 10.03.2019
 

Nur eine absolute Laien-Theorie: Könnte es nicht vielleicht sein, dass nach längerem Glutenverzicht die glutenabbauenden Enzyme nicht mehr gebildet werden und deren Produktion erst wieder hochgefahren werden muss? Dass es also völlig normal ist, wenn man zunächst Probleme hat, Gluten (wieder) zu verdauen?

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1845
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 09.03.2019
 

Hallo Thomas,

ja das war/ist ein 100% Reinroggenbrot auf Sauerteigbasis :-/...scheint sich im Darm noch nicht alles erholt zu haben...bin aber auch mal auf die Tests gespannt...ob man labortechnisch irgendwas sieht (Thema Zonulin, IgA, Alpha-1 usw.)...

VG,

Robert

Veröffentlicht von : Thomas V.
Beiträge: 1303
Angemeldet am : 27.01.2016
Veröffentlicht am : 09.03.2019
 

robert, war das 100% roggen? oft ist da 10-20% weizen mit drin.

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1845
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 09.03.2019
 

PPS: Warum Roggensauerteigbrot? Weil nur 1,5g Gluten auf 100g Brot im Ggs. zu ca. 10g in Dinkel. Und keine Hefe drin...

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1845
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 09.03.2019
 

Hi,

ich habe einen Selbsttest gestartet, ob ich Roggensauerteigbrot wieder vertrage. Meine Theorie: Der Darm ist super abgeheilt seit über einem Jahr, Zonulinwerte prima, Schwermetalle entfernt, DAO wieder voll da d.h. auch Enzyme haben sich erholt.

Und nach Dr. Mutter ist das Hauptproblem der Leaky Gut, ausgelöst u.a. durch Schwermetalle.

Daher war es für mich logisch, das man dann auch wieder Gluten verträgt. Also der Test.

Nun ja...ich habe mir ein Bioland Roggensauerteigbrot geholt und breche den Versuch erstmal ab, da ich die letzten 2-3 Tage ein Stechen in der (Dick)Darmgegend hatte. Was ich 2 Jahre lang nicht hatte. Ich werde am Montag auch Zonulin als Messwert einschicken...

...ich hatte auch nicht viel gegessen (1-2 Scheiben am Tag), aber es hat den Anschein, dass die Aktion nicht schlau war.

Ach ja: Ich habe keine Zöliakie, keine Antikörper, Dünndarm war nie angegriffen. Trotzdem ... diese Probleme. Die natürlich Zufall sein könnten, aber da ich sonst nix geändert habe...mal schauen, wie es sich die Tage entwickelt. Irgendwie glaube ich dann nicht an Zufall.

VG,

Robert

PS: Trotz ca. 2 Scheiben Brot (ca. 100g ...ca. 33g KH) war beim BHB im Blut morgens 0.3 bis 0.5mmol. Also von den KH könnte man das sogar einbauen, aber anscheinend mag mein Darm kein Gluten mehr sehen :-(

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1845
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 01.03.2019
 

Hallo Martin,

ich tippe auf Messfehler bei den verschienen Mehlarten. Was aber nicht wirklich ein Messfehler sein kann: Beim Sauerteig-Roggen scheint sich Gluten gegenüber dem Ausgangsmehl abzubauen...interessant.

Und richtig, es gibt über 100 verschiedene Glutene und in den neuen Weizenzüchtungen auch neue Varianten, die es im Weizen "1940" nicht gab...

VG,

Robert

Veröffentlicht von : Thorsten St.
Beiträge: 1890
Angemeldet am : 04.06.2014
Veröffentlicht am : 01.03.2019
 
„Dinkel ist Spitzenreiter beim Glutengehalt. Es könnte also sein, dass Gluten nicht immer das Problem ist.“

Vor Allem ist Gluten nicht gleich Gluten.

Das ist eine ganze Stoffgruppe und nicht gegen alle reagieren Menschen gleichermaßen (empfindlich).

LG, Thorsten 

wink

Veröffentlicht von : Stefan W.
Beiträge: 423
Angemeldet am : 11.06.2013
Veröffentlicht am : 01.03.2019
 

Hi Thorsten,

wenn nach dir noch keiner weiter gepostet hat, dann einfach deinen zu korrigierenden Beitrag kopieren dann loeschen und neu und korrigiert eingeben...

 

Veröffentlicht von : Schoki
Beiträge: 63
Angemeldet am : 08.05.2013
Veröffentlicht am : 01.03.2019
 

Ich habe vor kurzem gelesen, dass sie am Forschen sind, weshalb Menschen, welche nachgewiesend keine Glutenintoleranz haben, auf Weizen reagieren und auf Dinkel nicht. Selbst beim Vergleich der anderen Bestandteile der Getreidearten, wurde noch kein Ansatz gefunden, welcher das erklären könnte.

Leider weiß ich nicht mehr wo dieser Artikel stand.

Veröffentlicht von : Martin F.
Beiträge: 920
Angemeldet am : 12.12.2017
Veröffentlicht am : 01.03.2019
 

Darf ich kurz folgendes einwerfen:

https://www.google.de/search?source=hp&ei=wQJ4XKWtK6TlkgXwv5yADQ&q=glutengehalt+in+getreide&oq=Glutengehalt+in+&gs_l=psy-ab.1.0.0l5j0i22i30l5.68046776.68049715..68052241...14.0..1.547.2290.13j2j1j1j0j1......0....1..gws-wiz.....6..35i39j0i131.VUSqp8J7-7g

Dinkel ist Spitzenreiter beim Glutengehalt. Es könnte also sein, dass Gluten nicht immer das Problem ist.

Betrachtet man noch den angegebenen Mahlgrad (Typ 630, 405, ...) dann scheint Vollkorn besonders schlecht abzuschneiden.

hier noch einige (wiedersprüchliche?) Zahlen:

https://www.kern.bayern.de/mam/cms03/themen/bilder/flyer_gluten.pdf

Beim Weizen scheint eine der Zwischenfraktionen (Typ 550=7.520mg/100g) den niedrigsten Glutengehalt zu haben. das ganze Korn hat 7.700. Vollkornmehl hat 8.300 und Typ 812 ist das übelste mit 9.420.

Das erklär mir mal jemand.....Messfehler??

 

Veröffentlicht von : Fritz M.
Beiträge: 3
Angemeldet am : 18.02.2019
Veröffentlicht am : 01.03.2019
 

Hi Robert.

Alles Richtung Vollkorn ist eigentlich okay, aktuell Dinkelbrot und das Kürbisbrot meines lokalen Traditionsbäckers (also keine Kette mit Fertigmischung).

Wichtig ist aber, dass es nicht nur eine Ballaststoffquelle gibt. Kartoffeln, Nüsse, Samen, Gemüse, Zwiebeln, die Liste an Kandidaten, die den "guten" Bakterien zuträglich ist, ist lang. Und Bakterienquellen selbst schaden auch nicht, sprich nicht pasteurisiertes Sauerkraut, Naturjoghurt, etc. Da versuche ich immer wieder drauf zu achten.

Anscheinend macht auch eine gewisse Diversität die Robustheit des Mikrobioms aus, und wir essen einfach super einseitig.

Geht mir auch schnell so - man kommt eben flott in den Alltagstrott vom immer gleichen Minimal-Essen..

Veröffentlicht von : Robert K.
Beiträge: 1845
Angemeldet am : 14.01.2017
Veröffentlicht am : 18.02.2019
 

Hallo Fritz,

spannend. Welches Brot verträgst Du? Reinroggen? Sauerteig?

Zonulin kann man übrigens inzwischen sehr einfach von zu Hause aus per Stuhl-Tester von medivere testen, denn Blutlabore machen das nur sehr selten...

VG,

Robert

Veröffentlicht von : Fritz M.
Beiträge: 3
Angemeldet am : 18.02.2019
Veröffentlicht am : 18.02.2019
 

Ich habe leider keine Blutwerte zu bieten, aber da ich meine eigene Geschichte mit Entzündungen und co habe, dachte ich mir ich gebe mal meine Erfahrung und Anekdoten dazu.

Ich habe auch sehr viel Recherche bezüglich "der böse Weizen" bzw. das böse Gluten hinter mir, aber es stellte sich raus, dass es gerade die Ballaststoffe sind, die mir geholfen haben eine relativ ausgewogene Balance hinzubekommen was das .."Problemgebiet" betrifft.

Ich denke nämlich auch, dass es gerade die Fütterung der "guten" Bakterien ist, die eine große Rolle spielt. Das stichwort "resistant starch" ist oben dazu auch schon gefallen. Und Ballaststoffe, wie zum Beispiel über Flohsamen, aber eben auch in meinem Fall über Vollkornbrot, Kürbissamen etc, helfen, finde ich.

Absolut mega wichtig dabei aber auch: Weg von Konservierungsstoffen und gerade am Anfang eine gewisse Karenz, mit langsamen wieder einführen von manchen Produktgruppen, um rauszufinden, wo der Schuh drückt. Bei mir war ganz ganz klar Milch mit schuld an meinen Beschwerden, obwohl es mir früher damit absolut okay ging. Inzwischen weiß ich, dass "normale" Milch absolut tabu ist, und nur sowas wie mancher Käse überhaupt okay geht.

Mein persönliches Fazit war also: Anti-Gluten zu sein finde ich insofern manchmal problematisch, wie eben gutes Brot zB eine super wichtige Quelle für Ballaststoffe ist, und diese wiederum sehr wichtig für die guten Bakterien. Klar kann man auch um Gluten "herumessen" und trotzdem Ballaststoffe haben, aber für bezahlbar, kalorisch okay und generell genießbar war für mich gutes Brot super wichtig. Und dazu kommt dann eben beim Einkauf ein absolutes Tabu zu haben für alles, was Bakterien hemmt oder bremst oder gar abtöten könnte, bzw. die "schlechten" fördert (reiner Zucker!).

Das ist jetzt keine Universallösung, aber für mich die richtige Richtung. Dazu kam noch Sport - wahrscheinlich in Anbetracht der Zusammenwirkung mit der Psyche auch ein großer Faktor.

Vielleicht hilfts ja, auch wenns ein Sammelsurium bekannter Dinge ist bestimmt.

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