Zu den News vom 20.08.2014 `Fluch und Segen´

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Thema Zu den News vom 20.08.2014 `Fluch und Segen´

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Veröffentlicht von: Rainer I.
Beiträge: 2
Angemeldet am: 21.08.2014
Veröffentlicht am: 26.08.2014

Hallo Hans, ich jammere nicht rum, sondern diskutiere und reagiere auf m.E. Missstände unseres Gesundheitssystems. Diese anzusprechen bedeutet nicht automatisch aus der Solidaritätsgemeinschaft austreten zu wollen, was in diesem Fall hier ja auch gar nicht geht, sondern offensichtliche Schwachstellen eines "kranken Systems" anzusprechen und ja, sich auch darüber zu ärgern...

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Veröffentlicht von: Hans K.
Beiträge: 141
Angemeldet am: 25.08.2014
Veröffentlicht am: 25.08.2014

Wer glaubt, aufgrund "eigeninitiativer und daher optimaler(?) Gesundheitsvorsorge" aus der Solidargemeinschaft aussteigen zu können, sollte das einfach tun - und nicht wegen der Kosten rumjammern. Dann sind aber auch die Kosten für Sportverletzungen/Überlastungssyndrome/Unfälle selber zu bezahlen. Dr. Strunz kann da für seinen selbstverschuldeten Unfall sicher Zahlen nennen... Niemand ist unverwundbar! Und ja, ich finde es auch schändlich, sich in Richtung Invalidität zu fressen/saufen etc. - aber wo soll man denn die Grenze(n) ziehen?

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Veröffentlicht von: Wolfgang B.
Beiträge: 819
Angemeldet am: 09.12.2008
Veröffentlicht am: 22.08.2014

Wer wütend ist, lebt ungesund.

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Veröffentlicht von: Rainer I.
Beiträge: 2
Angemeldet am: 21.08.2014
Veröffentlicht am: 21.08.2014

Hallo Michael, du sprichst mir aus dem Herzen. Ich hätte es nicht besser formulieren können. Bin in deinem Alter und war schon mindestens 10 Jahre nicht mehr beim Arzt. Ich versuche gesund zu leben, esse viel Eiweiß, verzichte auf Kohlenhydrate und Alkohol und bewege mich regelmäßig. Ca. 100€ pro Monat kosten die Nem's, die ich mir selber kaufe um gesund zu bleiben. Die zahle ich natürlich selbst. Meine Beiträge zur Krankenversicherung werden wie du es ja schon beschrieben hast "solidarisch" verteilt. Ich kann nicht nur die Wut vom Doc verstehen, ich bin selber wütend.

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Veröffentlicht von: Wolfgang B.
Beiträge: 819
Angemeldet am: 09.12.2008
Veröffentlicht am: 21.08.2014

Nicht jeder Dicke muss deswegen zum Arzt.

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Veröffentlicht von: Michael P.
Beiträge: 26
Angemeldet am: 10.06.2011
Veröffentlicht am: 20.08.2014

Diese Wut des Herrn Dr. Strunz kann ich – leider – sehr gut nachvollziehen. Ich könnte nämlich ebenfalls die Wände hochgehen, wenn ich daran denke, wie unser Gesundheitssystem, das in Wirklichkeit ein Krankheitssystem ist, Verantwortungslosigkeit mit der Bezahlung teurer Behandlungen belohnt und sich zu deren Finanzierung bei den eigenverantwortlich Denkenden und Handelnden bedient. Und das auch noch unter Zuhilfenahme der scheinheiligen Floskel `Solidarität´. Ich bin 54 Jahre alt, wiege bei 1,76m an guten Tagen 65kg, an weniger guten weniger, war noch nie als Patient in einem Krankenhaus, verzichte auf die Routineuntersuchung alle zwei Jahre (aus meiner Sicht Zeit verschwendend und nichtssagend) und wundere mich, dass der Hausarzt mich noch kennt, wenn ich ihn nach langen Jahren des Fernbleibens doch einmal aufsuchen muss. Scheint so, als wäre ich mit Gesundheit gesegnet (die Ärzte und die Pharmaindustrie mögen mir verzeihen), wofür ich auch sehr dankbar bin und das nicht als Selbstverständlichkeit sehe. Sicherlich trage ich durch meine Lebensweise auch mit dazu bei, dass dies auch so bleibt. Leider gibt es dennoch einen Schwachpunkt, meine Augen. Von Geburt an habe ich eine Hornhautverkrümmung, die eine Brille notwendig macht. Und damit bin ich beim entscheidenden Punkt: für eine neue Brille muss ich, obwohl gesetzlich krankenversichert (wozu eigentlich), jeden Cent aus eigener Tasche zahlen. Kommt jetzt aber jemand daher, der sich durch eigene Dummheit einen Diabetes 2 eingefangen hat (jawohl, Herrschaften, ich kenne niemanden, der gezwungen wurde, sich die Wampe bis fast zur Besinnungslosigkeit vollzustopfen), dann steht plötzlich Geld in Hülle und Fülle für dessen Behandlung zur Verfügung. Unter anderem auch … mein Geld, das die Krankenkasse an mir verdient, weil ich keine Leistungen in Anspruch nehmen muss. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich klarstellen, dass meine Vorwürfe keineswegs an diejenigen gerichtet sind, die es etwa durch chronische Krankheiten oder andere Handicaps schon schwer genug haben. Ich denke, dass wahrscheinlich für diese Menschen das Solidaritätsprinzip in der Krankenversicherung auch ursprünglich in erster Linie gedacht gedacht war. Raucher müssen es sich gefallen lassen, auf jeder Zigarettenpackung mit dem Horror der Folgeerscheinungen des Rauchens konfrontiert zu werden. Gibt es etwa auch Warnschilder, mit denen die Anhänger der Doppelrahmstufe beim Betreten einer Bäckerei oder Konditorei auf ihr schändliches Tun hingewiesen werden? Ich hab´ noch keins gesehen. Wozu auch, sichern diese Leute, wahrscheinlich sogar ohne deren Wissen, eine Industrie, die sich durch diesen Mangel an Eigenverantwortung dumm und dämlich verdient. Solidarität? Ich will selbst entscheiden dürfen, mit wem ich mich solidarisch erkläre. Beispielsweise mit allen, die selbständig denken und handeln und mit denen, die der Hilfe auch wirklich bedürfen. Wie eingangs bereits erwähnt, ich kann die Wut des Doktors nur allzu gut verstehen.

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